Venezuela
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US-Söldner nach gescheiterter «Invasion» in Venezuela verurteilt



In this photo released by Venezuela's Miraflores presidential press office, President Nicolas Maduro shows what Venezuelan authorities claim are identification documents of former U.S. special forces and U.S. citizens Airan Berry, right, and Luke Denman, left, during a online press conference in Caracas, Venezuela, Wednesday, May 6, 2020. Maduro also touted a video showing a scruffy-looking Texas native Luke Denman, divulging details about a failed invasion as proof that U.S. authorities backed an attempt to forcibly remove him from power. (Miraflores Palace presidential press office via AP)

Maduro mit den Ausweisen von Luke Denman und Airan Berry. Bild: AP

Nach einer gescheiterten Kommandoaktion zur Entführung von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro sollen zwei beteiligte US-Söldner verurteilt worden sein. Luke Denman und Airan Berry hätten sich zu ihrer Verantwortung bekannt und zugegeben, Verbrechen der Verschwörung, des illegalen Waffenhandels und des Terrorismus begangen zu haben, schrieb der venezolanische Generalstaatsanwalt Tarek William Saab auf Twitter am Freitag.

Deshalb seien sie zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt worden. Die Anhörung gehe mit weiteren Angeklagten weiter. Das «Recht auf Verteidigung» sei ignoriert worden, schrieb der Menschenrechtsanwalt Alonso Medina Roa auf Twitter.

Im Mai waren nach offizieller Darstellung mehrere bewaffnete Gruppen von Kolumbien aus in Venezuela eingedrungen.

Mindestens acht Menschen wurden bei Kämpfen mit Sicherheitskräften demnach getötet, zahlreiche weitere festgenommen. Hinter der «Operation Gedeón» soll die vom früheren US-Elitesoldaten Jordan Goudreau geleitete Söldnerfirma Silvercorp stecken.

Offenbar wollten die Söldner Maduro festsetzen und in die Vereinigten Staaten bringen, wo er wegen Drogenhandels angeklagt und ein Kopfgeld auf ihn ausgesetzt wurde. Die Generalstaatsanwaltschaft beantragte weitere 22 Haftbefehle gegen mutmassliche Mittäter. (aeg/sda/dpa)

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12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • koks 08.08.2020 13:22
    Highlight Highlight Och, das waren bestimmt Russen. Putins Leute. Die USA tut doch so was undemokratisches nicht.
  • Gawayn 08.08.2020 12:42
    Highlight Highlight Im Begriff Söldner ist das Wort Sold enthalten.
    Das gilt auch für eine Söldnerfirma.
    Ergo stehen die in jemandes Sold.

    Ich halte es für ausgeschloßen das die Firma ohne Auftrag gehandelt hat.
    Noch unwahrscheinlicher wird es sein, den Auftraggeber heraus zu finden...
    • bebby 08.08.2020 14:12
      Highlight Highlight So schwierig ist das gar nicht, in Anbetracht der Tatsache, dass in Venezuela gigantische Oelreserven vorhanden sind.
    • Gawayn 08.08.2020 14:19
      Highlight Highlight Eben gerade deswegen
    • neurot 08.08.2020 15:24
      Highlight Highlight 15 Mio. Kopfgeld dürften Auftrag genug sein.
  • Quacksalber 08.08.2020 11:41
    Highlight Highlight Maduro müsste sich selber verhaften lassen. Ist er doch illegal an der Macht.
  • Hardy18 08.08.2020 08:54
    Highlight Highlight Wenn Dilettanten auf Versager treffen.
  • bruuslii 08.08.2020 08:52
    Highlight Highlight und was sagt die usa dazu?
    • Loeffel 08.08.2020 09:47
      Highlight Highlight Du meinst Donald?
    • So oder so 08.08.2020 10:12
      Highlight Highlight Die verweisen auf die Irak Invasion - so sieht das dann aus. Aber die Paar Abenteurer - wohl weniger.
    • Nurmalso 08.08.2020 10:43
      Highlight Highlight Gar nichts die haben den Augtrag ja nicht erteilt...

      Schwööööre.
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