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Wie der Staat Daten «wegen Terror» abgreift – und uns eigentlich bloss komplett verarscht



Der Reflex ist jedesmal derselbe. Gibt es einen Anschlag, schlägt in Europa die Stunde der Scharfmacher. Dann werden mehr Befugnisse für Strafverfolgungsbehörden gefordert: Wer will schon Gegenmassnahmen infrage stellen, während das Fernsehen noch Bilder von Tod und Zerstörung zeigt? Die Schweiz bildet da keine Ausnahme – und die Befürworter einer «besseren» Überwachung finden sich in allen Lagern.

Schweizer Parlamentarier zum Thema Überwachung.
Video: keystone

Nach dem Angriff auf «Charlie Hebdo» macht sich SP-Politikerin Chantal Galladé im «Tages-Anzeiger» für Big Brother stark und droht: «Die Frage ist nicht, ob es eine Attacke geben wird, sondern wann.» Auf die Anschläge von Paris reagiert die «NZZ am Sonntag» mit der Formel: «Es wird mehr Überwachung geben müssen, mehr Datenerfassung, mehr Staatstrojaner, mehr Verdächtigenlisten, mehr polizeiliche Kontrollen.» Und «trotz Terrorgefahr» soll «Überwachung nicht ausgebaut werden», ärgern sich CVP-Mann Isidor Baumann und SRF nach den Bomben von Brüssel.

Dabei haben ja gerade die jüngsten Anschläge offenbart, wie es um den Informationsfluss der Behörden bestellt ist: Nicht nur die Türkei alarmierte Brüssel wegen der Attentäter Ibrahim und Khalid El Bakraoui, auch das FBI und niederländische Ermittler haben die Kollegen gewarnt. Passiert ist bekanntlich nichts – Belgien dementiert gar, je unterrichtet worden zu sein.

Ein Einzelfall? Mitnichten! Der Blogger und Autor Sascha Lobo hat im «Spiegel» jene Terror-Anschläge unter die Lupe genommen, bei denen Islamisten in den vergangenen zwei Jahren in Europa getötet haben. Es handelt sich um:

17 Täter waren unmittelbar an diesen Attacken beteiligt, wobei zwei bis dato nicht identifiziert sind, rechnet Lobo vor, bevor er seine «bittere Überraschung» präsentiert: «Alle 15 identifizierten Attentäter waren behördlich bekannt. Und zwar einschlägig im islamistischen Kontext. Alle 15. Jeder verdammte einzelne.» Jeder stand in mindestens einem Land in Europa und den USA auf mindestens einer Liste, alle wurden als gewaltaffin eingestuft und bei 14 Tätern war den Behörden bekannt, dass sie andere Islamisten trafen.

Image

Sascha Lobos Recherchearbeit im Bild. Die Quellen hat der Journalist ebenfalls zugänglich gemacht.
bild: spon/saschalobo.com

Natürlich müsse man Verdächtige überwachen, schlussfolgert der «Spiegel»-Autor. «Aber das angewendete Generalrezept ist: mehr flächendeckende, anlasslose Überwachung der gesamten Bevölkerung, weniger Bürgerrechte für alle. Die EU bekämpft mit einem Rettungsring einen Brand, es funktioniert nicht, also bestellt sie neue Rettungsringe. Und Schwimmwesten.» Klassische Ermittlungsarbeit sei dagegen wirksam, aber offenbar zu teuer, analysiert Lobo. «Nie war Untertauchen leichter, dank strukturellen Staatsversagens.»

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Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere fordert in den «Tagesthemen» nach den Anschlägen von Brüssel, dass mehr Daten gesammelt werden müssten.
YouTube/VPN Anbieter Vergleich & Tests

Bleibt die Frage: Wenn Überwachung im grossen Stil und das massenhafte Sammeln von Informationen im Kampf gegen den Terror wirkungslos sind, was will der Staat dann mit meinen Daten? Oft bekommt man dann das Argument zu hören: «Wer nichts getan hat, muss auch nichts befürchten.»

Aber das ist eine Umkehrung der Beweisschuld. Soll ich mich plötzlich damit zufrieden geben, von meinem Staat bespitzelt zu werden, weil es mich vermeintlich nicht betrifft? Und wer sagt mir eigentlich, dass mit meinen Informationen kein Schindluder getrieben wird? Jene Dienste, die nicht in der Lage sind, mit ihren Nachbarn zusammenzuarbeiten? Jene parlamentarischen Kontrollgremien, die ihre Informationen alleine von den Sicherheitsbehörden beziehen? Europa, das nicht in der Lage ist, sich der Spionage des CIA zu erwehren?

Wenn wir der terroristischen Gefahr Herr werden wollen, müssen wir wohl noch einige Register ziehen. Aber die Fichen kann Vater Staat gerne stecken lassen. Das ist hierzulande schonmal furchtbar schief gelaufen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spi 31.03.2016 22:20
    Highlight Highlight Warum arbeiten die hier kommentierenden denn nicht alle beim NDB, wenn sie es schon so viel besser wissen? Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich - sorry für die Ehrlichkeit - Laien anmassen, hier ein Urteil über Ausmass und Effizienz der Präventiv-Dienste zu fällen und dies erst noch öffentlich als die absolute Wahrheit zu kommunizieren.
    • Pasch 31.03.2016 23:27
      Highlight Highlight Fakt ist, trotz aller Bemühungen bleibt es die Nadel im Häuhaufen zu suchen. In der Zwischenzeit geht die Privatsphäre vor die Hunde...
      Als ob es nicht paar Vögel geben würde die ganz genau sämtliche Änderungen der zivilen Sicherheit verfolgen würden und entsprechend agieren. Also das war jetzt echt unreif...
    • Fabio74 01.04.2016 07:02
      Highlight Highlight Was ist an dem Artikel auszusetzen? Es ist bekannt, dass man sie Attentäter kannte, ebenso dass 14 Jahre nach 2001 die Zusammenarbeit unter den Geheimdiensten eher schlecht funktioniert. Wenn es bei der heutigen Datenflut nicht gelingt Attentate zu verhindern, warum soll es mit noch mehr Daten gelingen? Die Belgier sollten ihr Zuständigkeitschaos beenden. Scheint aber wichtiger zu sein, dass kein Flame einem Wallonen was reinzureden hat und umgekehrt.
    • Spi 01.04.2016 08:10
      Highlight Highlight Bezüglich Nadel im Heuhaufen stimme ich Pasch absolut zu. Bezüglich Privatsphäre vor die Hunde hingegen überhaupt nicht. Im Gegensatz wohl zum Gros hier habe ich das neue ND-Gesetz gelesen. Lies es mal und dann sage mir, wo hier die Privatsphäre vor die Hunde geht, wenn der NDB überhaupt noch irgendwie funktionieren soll.
      http://www.vbs.admin.ch/internet/vbs/de/home/themen/ndb/dokumente.parsys.51304.downloadList.54534.DownloadFile.tmp/7211.pdf
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mehmed 31.03.2016 22:15
    Highlight Highlight Diese SP habe ich längst aufgehört zu wählen. So eine Politik schadet der Mehrheit. Das ist etwa der feine Unterschied zwischen einer Alternativen Liste AL und der unsympathischen SP.
  • Pasch 31.03.2016 21:36
    Highlight Highlight Bravo, mol, super!! Guter Artikel, endlich mal was kontroverses!
  • sowhat 31.03.2016 20:37
    Highlight Highlight Der Vergleich der Schwimmwesten bei Brand ist grossartig. Denn genau das passiert hier. Generalüberwachung ist nicht hilfreich, wenn die Kommunikation nicht funktioniert! Mehr Kommunikation könnte sogar weniger Überwachung zulassen. Denn die Massendaten verschleiern der Blick aufs Wesentliche und generieren nur Überlastung bei denen die die Daten verarbeiten, interpretieren und an die betroffenen Behörden weitergeben sollen. Und noch mehr Überlastung bei denen die diese Informationen in Massnahmen umsetzen sollen.
  • Lucano 31.03.2016 20:33
    Highlight Highlight Meine meinung: viele dieser anschläge werden von den machthabern absichtlich tolleriert um uns bürger das gefühl zu geben, dass wir um mehr "sicherheit" zu bekommen, freiwillig auf unsere privatsphäre verzichten wollen...
    • mortiferus 31.03.2016 21:20
      Highlight Highlight Wen Dich sowas interessiert ,dann Google mal "strategia della tensione"
  • TheCloud 31.03.2016 20:23
    Highlight Highlight Die Geheimdienste brauchen nicht mehr Überwachung, sonder es genügt vollkommen, die bereits bekannten Daten zentral abzulegen und durch eine halbwegs intelligente Analyse Software zu lassen. Dann wären die vergangenen und zukünftige Attentate verhindert worden. Aber offenbar sind die destabilisierenden Kräfte, die auf Europa wirken, bereits so stark, dass eine so simple und effektive Lösung auf Dauer eine Utopie bleiben wird.
  • sir_kusi 31.03.2016 19:33
    Highlight Highlight Der Artikel sagt, mittels "Überwachung" hätten diese Anschläge nicht verhindert werden können und fordert im Umkehrschluss eine 100%ige Sicherheit durch die "Überwachung". Um die Qualität/Sinnvollkeit der "Überwachung" zu beurteilen, wären auch Zahlen/Fakten zu verhinderten Anschlägen nötig. Dieser Aspekt wird im Artikel leidet nicht berücksichtigt.
  • thierry_haas 31.03.2016 19:25
    Highlight Highlight Egal ob das Sammeln der Daten durch den Staat jetzt etwas bringt oder nicht, ich finde es doch sehr lustig, wie sich manche darüber echauffieren. Wir alle geben ganz freiwillig absolut alles über uns tagtäglich an Facebook, Google, linkedin, die Kreditkartenfirmen, coop und migros bekannt. Aber wenn der Staat speichert mit wem wir 5 Minuten am Telefon sprechen finden wir das ein Skandal...
    • Retarded Wizard 31.03.2016 19:37
      Highlight Highlight Wir alle?? Ich beispielsweise gebe keine persönlichen Daten an Facebook, linkedin, habe keine Kreditkarte und sammle keine Punkte. Wo ich dir Recht geben muss ist Google und diverse weitere ähnliche Dienste, die meine Suchbegriffe (nicht persönliche Daten) speichern und auswerten.

      Es ist ein Skandal, denn niemand hat das Recht, ungefragt in meine Privatsphäre einzudringen um beispielsweise meine Telefonate abzuhören oder meine E-Mails zu lesen um Sicherheit garantieren zu wollen, welche sowieso nicht zu garantieren ist.
    • TheCloud 31.03.2016 20:11
      Highlight Highlight Wizard, beim Schreiben deines Kommentars wurden ca. 150 Parameter ausgelesen, die später verwendet werden können. In the Cloud?
    • Retarded Wizard 31.03.2016 20:46
      Highlight Highlight Nein bestimmt nicht "in the Cloud" aber warum sollte mich die Verwendung dieser Daten stören?

      Der Unterschied besteht darin, dass ich diesen Kommentar bewusst veröffentliche, dasselbe beim Facebook Konto, bei der Kreditkarte oder der Punktesammlung.

      Ich bestätige jeweils, dass ich einverstanden bin, wenn meine Daten verwendet werden.

      Bei der Überwachung sieht das allerdings ganz anders aus und deshalb hinken eure Vergleiche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rheinpfeil 31.03.2016 18:09
    Highlight Highlight Schon das System Stasi ist – unter anderem – daran kaputtgegangen, dass Daten über Daten angehäuft wurden, die irgendwann nicht mehr zielgerichtet ausgewertet werden konnten (zum Glück). Dass Vorratsdatenspeicherung keine Attentate verhindert, beweist Frankreich.

    Demokratische Grundrechte einzuschränken oder gar aufzugeben aus vermeintlichem Sicherheitsgewinn, das ist wie Selbstmord aus Angst vor dem Tod.
  • Raembe 31.03.2016 18:04
    Highlight Highlight Wenn sowas passiert ists ein Unfall, kein mutwilliger Anschlag.
    • G. Schmidt 31.03.2016 19:16
      Highlight Highlight Haben Sie beweise oder spekulieren Sie nur gerne?
  • walsi 31.03.2016 17:39
    Highlight Highlight Den Spinnern die posten: Wer nichts verbrochen hat, hat auch nichts zu verbergen. Entgegne ich, wenn ich am Samstag ins Bordell gehe und es mir gut gehen lasse. Habe ich nichts verbrochen, es muss aber trotzdem nicht jeder wissen.
  • Elkomentarias 31.03.2016 17:27
    • Bene86 31.03.2016 19:09
      Highlight Highlight Wir wollen hoffen, dass er dabei Recht behält. Die eigentliche Problematik sehe ich sowieso mehr bei der US/Nato-Aufstockung an der Kreml... Das ist mein Sorgen/Gefahrenherd.
    • Fabio74 01.04.2016 07:10
      Highlight Highlight @bene: Die Nato stockt Truppen in ihren Mitgliedsstaaten auf. Das kann sie tun. Geht niemanden was an. Die Krim (nehm an war gemeint) ist eine andere Baustelle die Putin vermutlich nicht mehr rausrückt.
  • Jokerf4ce 31.03.2016 17:18
    Highlight Highlight
    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vorratsdatenspeicherung

    Zitat
    " In Frankreich wurde die Vorratsdatenspeicherung mit 12-monatiger Speicherung im Rahmen der Gesetze zur Terrorismusbekämpfung am 23. Januar 2006 eingeführt. "
    Hat wie man sieht super funktioniert..
  • JaAber 31.03.2016 17:14
    Highlight Highlight Finde den Artikel sehr einseitig. Klar passieren Fehler bei Polizei und Nachrichtendienst. Aber manchmal helfen Überwachungs-Infos. Etwa beim Festnehmen der Sauerlandgruppe in Deutschland, wo es um die fassweise Fabrikation von Sprengstoff ging. Oder der 3 IS-Typen in der Ost-CH. Gibt zahlreiche weitere Beispiele. Mit der Watson-Sicht müsste man auf Radar-Kontrollen verzichten, da nicht alle Schnellfahrer gefasst werden.
    • Soaring 31.03.2016 18:32
      Highlight Highlight Wenn du den Artikel einseitig findest, liegt dies wahrscheinlich daran, dass du einseitig informiert bist...

      Zum Ausgleich empfehle ich fleissig watsOn zu lesen, www.siper.ch, www.kenFM.de, www.corbettreport.com, www.truthinmedia.com und YouTube, Wikipedia uvm. zu konsultieren...

      Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Wenn als Reaktion auf Terroranschläge wie auf Kommando immer wieder die gleichen nutzlosen Muster folgen, dann taucht bei mir der Verdacht auf, dass schon der Anschlag eine "False Flag" gewesen sein könnte. Die Geschichte ist voll davon! Google das mal!
    • JaAber 31.03.2016 18:38
      Highlight Highlight ...genau, deshalb konnten die Chemikalien dann durch ungefährliche Lösungen ersetzt werden. Ha! Die 3 IS-Typen aus der Ost-CH wurden nur aufgrund von Facebook-Überwachungen verurteilt. Die Infos der Türkei und der USA an Belgien und Niederlande, welche diese versäumten, hatten die Tippgeber sicher brühwarm aus Aussagen der Terroristen. Ha! Was ist mit den 7 verhinderten Anschlägen in Frankreich seit Bataclan?
      Träum' weiter!
  • AirChicken 31.03.2016 17:02
    Highlight Highlight In einer perfekten Welt wäre überhaupt keine Überwachung nötig. Schade, dass wir in keiner leben. Alle werden wegen weniger bestraft um vielleicht Tragödien verhindern zu können. So ist es halt nun einmal.
  • klugundweise 31.03.2016 16:35
    Highlight Highlight Mal sehen, ob die Befürworter des Überwachungsstaates sich auch für die Aufhebung des Bankgeheimnisses in der Schweiz einsetzen!
    Das wäre das probatere Mittel um die echten Kriminellen zu fassen!
    • argovie 31.03.2016 17:40
      Highlight Highlight Dein Kommentar ist doch etwas übertrieben, unsere Banker sind ja nicht diejenige welche sich und etliche andere mittels sprengstoff in die Luft jagen.
      Ich bin der Meinung wir sollten unsere naive schweizer Haltung ablegen und die Gefahr des Terrorismusses wahrnehmen. Eine strengere Überwachung macht meiner Meinung def. Sinn.
    • Shlomo 31.03.2016 18:01
      Highlight Highlight Entschuldigung aber der islamistische Terror betrifft mich persönlich keinen Deut. Es ist Wahrscheinlicher, dass ich vom Blitz getroffen werde.
      Hingege Steuerhinterziehung mich jedes Jahr wieder betrifft da ich mehr Steuern bezahlen muss wegen den Hinterziehern
    • Soaring 31.03.2016 18:36
      Highlight Highlight @ argovie

      Dann bist du wahrscheinlich selbst einer jener gewissenlosen Bankster ohne Ethik, welche sich nicht mitschuldig fühlen, wenn sie Terroristen, Mafiosi, Menschen- und Drogenhandel finanzieren...
  • Sillum 31.03.2016 16:25
    Highlight Highlight Ja genau: Weg mit allen Überwachungskameras, Schluss mit Tel- und Handyüberwachung. Wenn die Terroristen und die Kriminellen nicht mehr überwacht werden wird es denen dann schon verleiden. Ausserdem Watson brachte es kürzlich ja auf den Punkt: Nur gerade Hai-Angriffe sind seltener als von einer Selbstmörderbombe zerfetzt zu werden. Und viel eher stirbst man an einer Fischgräte. Das ist doch wirklich tröstlich. Lasst sie doch einfach fröhlich weiter bomben.
    • Gantii 31.03.2016 17:18
      Highlight Highlight die bomben eigentlich nur einmal..
      sind ja dann *puff* &weg
  • Miikee 31.03.2016 15:57
    Highlight Highlight Vielen Dank für diesen Artikel.
    Und jetzt unterschreiben: https://www.buepf.ch
    • Miikee 31.03.2016 20:00
      Highlight Highlight @Pippo26
      Oh danke, da hat sich der falsche Link eingeschlichen. Der war vom NDG. Hier: http://stopbuepf.ch/
    • Abnaxos 31.03.2016 20:08
      Highlight Highlight Nein, das Referendum gegen das NDG (Nachrichtendienstgesetz → Geheimdienst) ist schon durch. Das Referendum gegen das BÜPF (Bundesgesetz zur Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs → Polizei) ist gerade gestartet.
  • SVARTGARD 31.03.2016 15:50
    Highlight Highlight 🙈
    User Image
  • FuriousPete 31.03.2016 15:24
    Highlight Highlight Das ist ja wohl die einseitigste Sichtweise auf dieses Thema, die mir je unter die Augen gekommen ist. Vater Staat möchte nur unsere Daten um uns "zu verraschen"? Ja. Genau. Und die elende Fichenaffäre kann man langsam aber sicher ruhen lassen. Ich bin auch der Meinung, dass mehr Überwachung flächendeckend falsch ist. Aber man muss den Ermittlern wenigstens die Werkzeuge in die Hand geben. Es gibt etwas zwischen gefährlicher Freiheit und sicherer Sklaverei. Eine differenzierte, ausgewogene Analyse würde gut tun - und nicht so ein einseitiger Wisch!
    • Sapere Aude 31.03.2016 15:38
      Highlight Highlight Die Kernaussage des Artikels ist gerade, dass das Werkzeug der Massenüberwachung keine Wirkung hat. Die Attentäter von Paris und Brüssel waren den Behörden bekannt und trotzdem haben diese die Anschläge verübt. Warum also soll ich als Bürger die Einschränkung meiner Rechte in Kauf nehmen, wenn mir das nicht einmal mehr Sicherheit gibt?
    • Raembe 31.03.2016 15:42
      Highlight Highlight Bin deiner Meinung, sehr einseitig. Ich denke ausserdem, wer nichts dummes Macht, hat auch nix zu befürchten. Von der NSA sind wir hier noch weit weg, mit unserem Geheimdienst.
    • JohnDoe 31.03.2016 15:48
      Highlight Highlight Finde es fehlt die unabhängige Überwachung der Überwacher. Paradox zu viel Überwachung mit noch mehr Überwachung zu bekämpfen. Denke aber unerlaubtes Handeln gewisser Vertreter staatlicher Autoritäten (sei es nun Polizeigewalt oder eben Vergehen bei der Ermittlung) würde massiv zurückgehen, wenn diese von einer unabhängigen Behörde überwacht würden. Da könnte die Polizei dann nicht so einfach ihr selbstherrliches Bild zeichnen nach Demos und Grossevents/Sportanlässen und die Verantwortung komplett abschieben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Soaring 31.03.2016 15:20
    Highlight Highlight Danke für diesen mutigen Artikel - so wird man über dieses Thema in den REUTERS-wiederkäuenden Mainstream-Medien nichts Lesen können.
    Wer nicht versteht, wovon ich rede, sollte mal nach Daniele Ganser & KenFM, corbettreport, InfoSperber etc. googeln...

    Es ist zu vermeiden, sich immer in der gleichen Blase zu bewegen. Ja - auch die NZZ ist eine Blase. Wir hätten heute unglaubliche Mittel, uns selbst zu bilden und schlau zu machen. Also seid nicht träge, informiert euch!
    Auch YouTube hat sehr wertvolle Perlen, wenn man ein Thema gezielt vertiefen...

    Sucht mal nach "False flag"...
    • NicolasFlammel 31.03.2016 19:29
      Highlight Highlight Hab mich schon gefragt, ob ich der einzige Schweizer bin, der corbettreport schaut^^ Auch Ganser kann ich eigentllich nur empfehlen für dijenigen, die nicht so gut englisch können.
      PS: Wenn Ihr wirklich unabhägige Medien wollt, dann solltet ihr mal das newsbud Projekt von Sibel Edmonds auf Kickstarter anschauen (und Unterstützen!)
    • mortiferus 31.03.2016 21:52
      Highlight Highlight @Libertas, entweder bist Du zu jung oder hast vergessen, P26, Propaganda due, Gladio, Licio Gelli, Andreotti. In Italien kam einiges ans Licht. Bombenterror durch staatliche Organe und NATO. Da gab es noch kein WWW und es kam vor Gericht aus.
  • Tom Garret 31.03.2016 15:06
    Highlight Highlight Bitte mehr davon! Genau meine Einstellung zum ganzen. Leider schwierig in der ganzen Angstatmosphäre die herrscht und aufgebauscht wird...
    Ich mein an alle die die angst haben bei einem Terroranschlag ums Leben zu kommen, wie war das, 2015? ca 250 Tote auf den Strassen in der Schweiz? Sind einiges mehr als Charlie Hebdo, Paris und Brüssel zusammen. Klar Todesopfer gegeneinander ausspielen ist irgendwie Pietätlos, aber es hilft vielleicht die "Gefahrslage" richtig einzuschätzen. Man soll die Terror Gefahr nicht auf die Leichte Schulter nehmen, aber man muss auch nicht übertreiben...
  • EvilBetty 31.03.2016 15:05
    Highlight Highlight Wir finden die Nadel im Heuhaufen nicht, bringt mehr Heu!
  • pamayer 31.03.2016 14:59
    Highlight Highlight lest die woz von heute. oder, liebe watsons, fragt die woz um genehmigung, folgenden artikel veroffentlichen zu dürfen:

    sozialarbeit hilft, massenüberwachung nützt nichts.
    von jan jirát, woz nr 13, 31.mai 16
    • Andi Amo 31.03.2016 16:11
      Highlight Highlight Jaja die woz...quasi die Weltwoche vom linken Spektrum.

      Bitte einfach auch immer kritisch hinterfragen, was und wie dort geschrieben wird. Muss natürlich nicht heissen, dass nicht auch gutes drinstehen kann...
    • Sillum 31.03.2016 16:19
      Highlight Highlight Das versteh ich jetzt nicht! Ich dachte immer die WOZ und Watson sei ein und dasselbe Medium. Der Titel tönt fast gleich und der Inhalt ist gleich.
  • Hexentanz 31.03.2016 14:56
    Highlight Highlight Das Problem ist meiner Meinung nach, dass die Behörden sich nicht austauschen National. Damit hätte einiges verhindert werden können.

    Warum dann noch Rechtsstaaten Ghettos wie in Paris und Brüssel dulden, ist die zweite Frage.

    Ich bin froh das bei uns in der Schweiz sowas nicht besteht.

    Überwachung muss nicht ausgebaut werden, eher müsste die bestehenden Kommunikationskanäle der Geheimdienste ernsthaft genutzt werden, in dem diese sich gegenseitig updaten.
    • C0BR4.cH 31.03.2016 15:15
      Highlight Highlight Aha, du kennst schon das Prinzip der Geheimdienste oder?
      Die sind alle völlig paranoid und trauen einander nicht. Das primäre Ziel ist so oder so, immer mehr Informationen und Vorteile gegenüber dem anderen Geheimdienst zu haben. Quasi ein Wettrüsten an Daten und Informationen (und deren Beschaffung). Und das schon nur bei den inländischen Geheimdiensten unter sich! Geschweige den die Auswertigen...

      Wie also sollen die nun vernünftig Kommunizieren? Es wird immer gepokert und das Teils mit den Daten der eigenen Bürger.

      Das mit den Ghettos kommentier ich jetzt mal nicht ... aus Gründen.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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