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Apple wirft Schnüffel-App aus dem Store – für Android ist sie weiter verfügbar



Facebooks angebliche Sicherheitsapp Onavo Protect, die nebenbei Informationen über die Nutzung anderer Apps sammelt, ist aus dem App Store für iPhone und iPad geflogen.

Dem «Wall Street Journal» zufolge zog Facebook die App auf Druck von Apple zurück. Der iPhone-Konzern schreibt vor, dass App-Entwickler keine Informationen über die Nutzung anderer Apps auf den Geräten sammeln und erhobene Daten nur für den Funktionszweck der App verwendet werden.

Onavo ist eine sogenannte VPN-App, die eine sicherere Online-Verbindung herstellt. Das Online-Netzwerk erklärte, die Daten über die Nutzung anderer Apps würden nicht für die Entwicklung von Facebook-Produkten verwendet. Aber man bekomme damit einen Eindruck davon, welche Apps insgesamt populär seien und wie die Leute sie nutzten.

Für Android weiterhin verfügbar

Apple verwies in einer Stellungnahme auf die neuen Regeln für Entwickler: «Mit der letzten Aktualisierung unserer Richtlinien haben wir ausdrücklich klargestellt, dass Apps keine Informationen zu Analyse- oder Werbezwecken darüber sammeln dürfen, welche anderen Apps auf dem Gerät eines Nutzers installiert sind und dass sie deutlich machen müssen, welche Nutzerdaten gesammelt und wie diese verwendet werden.»

Auf Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android solle Onavo weiterhin verfügbar bleiben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen.

Bild

screenshot: onavo.com

Tatsächlich sei bei der Gratis-App im Google Play Store nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass sie zu Facebook gehört, konstatiert das deutsche Techportal Golem.

Aus Israel

Facebook hatte die israelische Entwicklerfirma hinter Onavo bereits 2013 gekauft und die App unter anderem zur Konkurrenz-Beobachtung eingesetzt.

Apple und Facebook waren im Nachgang des Datenskandals um Cambridge Analytica in den vergangenen Monaten bereits mehrfach aneinandergeraten. Der iPhone-Konzern erschwert Facebook künftig das Datensammeln über die «Like»- und «Teilen»-Buttons im Webbrowser Safari.

CEO Tim Cook kritisierte auch generell den Datenhunger von Facebook – während Apple nicht auf das Ausschlachten von Nutzerdaten angewiesen sei. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bezeichnete die Äusserungen als «extrem aalglatt».

(awp/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lukakus 24.08.2018 19:46
    Highlight Highlight Ein VPN, mit dem man ausspioniert wird? Was für eine Ironie!
    • Mathis 25.08.2018 09:42
      Highlight Highlight Wieso Ironie? VPN ist doch nur der Kommunikationskanal. Was darüber übermittelt wird, ist nicht festgelegt.
    • Lukakus 25.08.2018 15:47
      Highlight Highlight Viele Leute verwenden VPN, um ihre IP zu verbergen; man ist entsprechend schwieriger zu „tracken“.
  • Ernesto (1) 24.08.2018 15:27
    Highlight Highlight Klar ist was von Facebook kommt ist immer zum ausspionieren gedacht
    Davon lebt Facebook soviel wie nur möglich sammeln über die Nutzer und das dann verkaufen.....

    Eine Horrofirma skrupellose Geldmaschine
  • marcog 23.08.2018 23:31
    Highlight Highlight Um Facebook das Datensammeln zu erschweren, kann ich das "facebook container" add-on für den Firefox empfehlen.
  • Pakart 23.08.2018 17:23
    Highlight Highlight Wer eine gratis VPN-App nutzt, ist eh’ selber schuld.
    • arpa 23.08.2018 20:29
      Highlight Highlight Und bei den bezahlten muss man doch hoffen, dass der Anbieter sich an seine Versprechen hält..

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