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Apple wirft Schnüffel-App aus dem Store – für Android ist sie weiter verfügbar

23.08.2018, 16:0923.08.2018, 16:52

Facebooks angebliche Sicherheitsapp Onavo Protect, die nebenbei Informationen über die Nutzung anderer Apps sammelt, ist aus dem App Store für iPhone und iPad geflogen.

Dem «Wall Street Journal» zufolge zog Facebook die App auf Druck von Apple zurück. Der iPhone-Konzern schreibt vor, dass App-Entwickler keine Informationen über die Nutzung anderer Apps auf den Geräten sammeln und erhobene Daten nur für den Funktionszweck der App verwendet werden.

Onavo ist eine sogenannte VPN-App, die eine sicherere Online-Verbindung herstellt. Das Online-Netzwerk erklärte, die Daten über die Nutzung anderer Apps würden nicht für die Entwicklung von Facebook-Produkten verwendet. Aber man bekomme damit einen Eindruck davon, welche Apps insgesamt populär seien und wie die Leute sie nutzten.

Für Android weiterhin verfügbar

Apple verwies in einer Stellungnahme auf die neuen Regeln für Entwickler: «Mit der letzten Aktualisierung unserer Richtlinien haben wir ausdrücklich klargestellt, dass Apps keine Informationen zu Analyse- oder Werbezwecken darüber sammeln dürfen, welche anderen Apps auf dem Gerät eines Nutzers installiert sind und dass sie deutlich machen müssen, welche Nutzerdaten gesammelt und wie diese verwendet werden.»

Auf Geräten mit dem Google-Betriebssystem Android solle Onavo weiterhin verfügbar bleiben, schrieb das «Wall Street Journal» unter Berufung auf informierte Personen.

screenshot: onavo.com

Tatsächlich sei bei der Gratis-App im Google Play Store nicht auf den ersten Blick erkennbar, dass sie zu Facebook gehört, konstatiert das deutsche Techportal Golem.

Aus Israel

Facebook hatte die israelische Entwicklerfirma hinter Onavo bereits 2013 gekauft und die App unter anderem zur Konkurrenz-Beobachtung eingesetzt.

Apple und Facebook waren im Nachgang des Datenskandals um Cambridge Analytica in den vergangenen Monaten bereits mehrfach aneinandergeraten. Der iPhone-Konzern erschwert Facebook künftig das Datensammeln über die «Like»- und «Teilen»-Buttons im Webbrowser Safari.

CEO Tim Cook kritisierte auch generell den Datenhunger von Facebook – während Apple nicht auf das Ausschlachten von Nutzerdaten angewiesen sei. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg bezeichnete die Äusserungen als «extrem aalglatt».

(awp/sda/dpa)

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