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Spanien meldet höchste Zahl an Todesopfern seit April +++ Berset: «Tendenz klar steigend»



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Team watson
22:57
US-Behörde will Beobachtungsphase für Impfstoff – das ist schlecht für Trumps Versprechen
Die US-Arzneimittelbehörde FDA will, dass in Versuchen von Coronavirus-Impfstoffen die Teilnehmer mindestens zwei Monate beobachtet werden. Dies teilte die Behörde am Dienstag auf ihrer Website mit. Die neue Richtlinie macht es wenig wahrscheinlich, dass – wie von Präsident Donald Trump in Aussicht gestellt – erste Impfstoffe noch vor der Wahl am 3. November zugelassen werden.
SCHWEIZ ZUERICH AMAVITA APOTHEKE
Die Zweimonats-Frist läuft ab Verabreichung der letzten für eine Immunisierung nötigen Impfdosis. Die Impfstoff-Entwickler müssten ausführliche Berichte über Nebenwirkungen und Infektionen unter Teilnehmern der Versuche vorlegen, fordert die FDA in einem ausführlichen Papier. Auch müsse es für die Auswertung zu mindestens fünf schweren Covid-19-Fällen unter Personen kommen, die ein Placebo statt des Impfstoffs bekommen hätten. Um das Papier hatte es in jüngster Zeit in den USA politische Aufregung gegeben. (sda/dpa)
21:33
Trump will nicht mehr über Corona-Paket sprechen – bis nach den Wahlen
US-Präsident Donald Trump hat die Regierung und seine Republikaner angewiesen, bis nach der Wahl nicht mehr mit den Demokraten über ein weiteres Corona-Konjunkturpaket zu verhandeln. Dafür versprach Trump am Dienstag auf Twitter, dass es «sofort» nach einem Wahlsieg am 3. November ein grosses Konjunkturpaket geben werde. Trump will sich bei der Wahl eine zweite Amtszeit sichern.

Die Verhandlungsführerin der Demokraten, die Vorsitzende des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, sei nicht kompromissbereit gewesen, klagte Trump am Dienstag auf Twitter. Seine Seite habe ein Paket in Höhe von 1,6 Billionen US-Dollar vorgeschlagen. Die Demokraten hätten aber auf 2,4 Billionen beharrt, behauptete er. Der New Yorker Aktienmarkt drehte nach Trumps Tweet sofort ins Minus.

Der US-Kongress hat seit März bereits Konjunkturpakete mit einem Volumen von rund drei Billionen Dollar auf den Weg gebracht, was mehr als zehn Prozent der Wirtschaftsleistung entspricht. Nun streiten die beiden grossen Parteien seit Monaten über ein weiteres Paket. (sda/dpa)
20:48
Spanien meldet höchste Zahl an Corona-Todesopfern seit April
In Spanien sind innerhalb von 24 Stunden so viele Todesfälle nach einer Infektion mit dem Corona-Virus erfasst worden wie seit fünfeinhalb Monaten nicht mehr. Innerhalb eines einzigen Tages seien aus den verschiedenen Regionen insgesamt 261 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstagabend in Madrid mit. Das ist der höchste Wert seit dem 25. April. Damals wurden 280 Todesopfer gezählt.
SPAIN CORONAVIRUS PANDEMIC
Die höchste Opferzahl der vergangenen Monate war am 22. September mit 112 angegeben worden. Ein Ministeriumssprecher betonte, der starke Anstieg vom Dienstag sei mutmasslich auf Verzögerungen bei den Meldungen aus den Regionen zurückzuführen. Einschliesslich nachgemeldeter Fälle wurden am Dienstag knapp 12 000 Neuinfektionen verzeichnet. Besonders grosse Sorgen bereitet weiterhin Madrid. (sda/dpa)
20:14
US-Generäle wegen Corona-Kontakts in Quarantäne
Esper US Israel
In den USA haben sich Medienberichten zufolge mehrere hochrangige Generäle, darunter Generalstabschef Mark Milley (im Bild), wegen eines Corona-Kontakts vorsorglich in Quarantäne begeben. Die Top-Militärs arbeiteten bis auf Weiteres von Zuhause, berichteten am Dienstag unter anderem der Sender CNN sowie die Zeitungen «New York Times» und «Wall Street Journal» unter Berufung auf Kreise im Verteidigungsministerium. Bislang seien bei keinem Mitglied der Führung der Streitkräfte Symptome aufgetreten, hiess es weiter.

Die Generäle hatten den Berichten zufolge vergangene Woche im Pentagon an Besprechungen teilgenommen, bei denen auch der Vizechef der Küstenwache, Admiral Charles Ray, zugegen war. Bei Ray war ein Test auf das Coronavirus nach Angaben der Küstenwache am Montag positiv ausgefallen. Er hatte sich testen lassen, nachdem er am Wochenende leichte Krankheitssymptome gehabt habe, hiess es. (sda/dpa)
20:01
Kampf gegen zweite Corona-Welle: Italien greift härter durch
Wegen steigender Corona-Infektionszahlen in Italien verschärft die Regierung in Rom ihren Kurs im Kampf gegen die Virus-Ausbreitung. Gesundheitsminister Roberto Speranza (im Bild) bestätigte am Dienstag im Parlament Berichte, dass das Kabinett diese Woche per Dekret eine nationale Pflicht zum Tragen von Coronaschutz-Masken erlassen werde. «Die Masken sind ein wesentliches Instrument, um der Verbreitung von Covid-19 entgegenzuwirken», sagte der Minister vor der Abgeordnetenkammer in Rom.
ITALY SENATE PANDEMIC CORONAVIRUS
Ausserdem müssten Menschenansammlungen dringend vermieden werden. Rom werde die Kontrollen dabei verschärfen, kündigte er an. Nach Angaben Speranzas lagen die Corona-Zahlen in Italien zuletzt bei 45 Neuinfektionen pro 100'000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen. Frankreich und Spanien hätten um vieles höhere Werte, sagte er.

Die Pflicht, in dem Mittelmeerland ausser Haus grundsätzlich einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, könnte noch diese Woche starten. (sda/dpa)
18:43
Zoll und Swissmedic nehmen Schutzmasken unter die Lupe
In einer international koordinierten Operation haben Zoll und Swissmedic in der Schweiz mehr als 130 Tonnen medizinische Gesichtsmasken kontrolliert. Dabei beanstandete Swissmedic zehn von 29 untersuchten Lieferungen.
SCHWEIZ SWISSMEDIC
Diese enthielten nicht konforme medizinische Masken, wie das Heilmittelinstitut am Dienstag mitteilte. Dabei fehlten etwa die Konformitätskennzeichnung (CE), die Testergebnisse für die Norm oder die Tests waren nicht in einem akkreditierten Labor durchgeführt worden. Auch waren die Angaben auf der Verpackung nicht dreisprachig.

Swissmedic eröffnete deswegen fünf Verwaltungsverfahren. In einem davon erfolgte ein Verbot, die Masken für eine medizinische Verwendung in Verkehr zu bringen. Weil in der Schweiz immer mehr nicht konforme Schutzmasken auftauchten, richtete Swissmedic den Fokus auf diese Produkte und besonders auf Lieferungen für Gesundheitseinrichtungen. Zudem wurden vor allem Sendungen von mehr als einer Million Masken untersucht. (sda)
17:00
Die Pressekonferenz ist zu Ende
Alain Berset lobte bei seinem Auftritt in Zug die Arbeit der Kantone. Er betonte mehrmals, dass die Fallzahlen von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich seien, weshalb es auch absolut richtig sei, dass die Kantone und nicht der Bund die meisten Kompetenzen zur Bekämpfung des Coronavirus hätten. Zwar sagte der Bundesrat, dass die Tendenz der Fallzahlen steigend sei, er sagte aber auch, dass man die Situation nach wie vor im Griff habe.

Viele Ansteckungen gebe es im privaten Umfeld. Bei Feiern im privaten Kreis gehe die Achtung vor der Krankheit etwas weg, dies sei logisch, sagte Berset. Dies gehe gegen die Bemühungen der Behörden.

Berset hat sich bei seinem Besuch im Kanton Zug auch bei Roche Diagnostic in der Gemeinde Risch über Schnelltests informieren lassen. Es werde eine Herausforderung sein, diese neue Geschwindigkeit bei den Ergebnissen in die Teststrategie zu integrieren. (cma/sda)


SCHWEIZ CORONAVIRUS BUNDESRAT ZUG
16:55
Wann übernimmt der Bund das Contact Tracing?
Berset: «Der Bund hat keine Kompetenzen fürs Contact Tracing. Es gibt keine Alternative, die Kantone müssen das tun. Und die tun das gut. Eine Übernahme des Contact Tracings des Bundes ist gar keine Option.»
16:51
Was passiert, wenn sich ein Bundesrat ansteckt?
Berset: «Man kann sich anstecken, aber wir stellen sicher, dass die Abstände immer hergestellt sind. Wir können als Führungsgremium weiterarbeiten, auch wenn sich ein Bundesratsmitglied in Isolation begeben muss.»
16:49
Wie sieht es mit der Testkapazität aus?
Berset: «Im Moment können wir bis zu 16'000 Tests pro Tag durchführen in der Schweiz. Wir bereiten uns jetzt vor, dass wir noch mehr testen können. Die Schnelltests von Roche werden da helfen. Jetzt werden die Tests aber noch selber getestet. Aber wenn die Tests kommen, und sie werden kommen, müssen wir sie passend in unsere Teststrategie integrieren.»
16:46
Werden weitere Massnahmen ergriffen im Kanton Zug?
Pfister: «Wir bereiten weitere Massnahmen vor. Morgen werden wir darüber informieren.»
16:42
Gibt es bald einen Impfstoff?
Berset: «Es ist gut, dass sich Swissmedic mit dem ersten Impfstoff von Astrazeneca beschäftigt, es soll ein rollender Prozess bleiben. Aber oberste Priorität hat die Sicherheit der Bevölkerung. Es ist sehr schwierig, Prognosen zu machen, wann wir Zugang zu einem Corona-Impfstoff haben werden.»
16:39
Wird die Quarantäne verkürzt?
Berset: «Wir diskutieren ständig über alles. Es gibt Diskussionen über die Dauer der Quarantäne. Aber in einer Eindämmungsstrategie ist die Quarantäne ein wichtiger Weg. Da können wir die nicht einfach aussetzen, es gibt keine Alternative. Es gibt einige Länder, wo die Quarantäne kürzer ist als zehn Tage. Dort wird aber öfters getestet. Das ist eine riesige Herausforderung.»

Pfister: «Wir im Kanton Zug sprechen uns klar für die zehntägige Quarantäne aus.»
16:37
Hat das Wetter mit den steigenden Zahlen zu tun?
Berset: «Da müssen Sie einen Epidemiologen fragen. Es gibt vielleicht eine gewisse Saisonalität, aber ich glaube, die steigenden Zahlen sind nicht nur auf die Saison zurückzuführen.»
16:35
Haben wir die Situation noch im Griff?
Berset: «Wir wissen jetzt genau, was wir tun müssen. Jetzt haben wir die Situation im Griff, weil die Kantone gut arbeiten im Contact Tracing. Wir müssen aber aufpassen, dass wir das nicht verlieren. Es läuft in unseren Nachbarländern nicht überall gut. In Paris müssen etwa wieder Bars geschlossen werden. Das wollen wir hier nicht.»
16:33
Und wieder Berset
Berset: «Ja, die Zahlen steigen. Wir beobachten viele Clusters. Wir sehen einzelne Anlässe, bei denen die Regeln nicht eingehalten wurden. Die steigenden Zahlen sind vor allem in Ballungsgebieten stark.»
16:32
Jetzt spricht der Zuger Regierungsrat
Es müsse sich etwas ändern im Verhalten der Leute, sagt der Zuger Regierungsrat Martin Pfister. Das Contact Tracing sei äusserst herausgefordert.
16:29
Gefahr bei Privatanlässen
Berset: «Wir verfolgen nach wie vor die Entwicklung sehr genau. Wenn die Schutzkonzepte eingehalten werden, haben wir gute Situationen. Wie das mit den Grossveranstaltungen aussieht, werden wir sehen. Schwieriger ist die Situation bei Privatanlässen. Im Privatbereich geht die Achtung der Hygienemassnahmen etwas vergessen. Dort müssen wir sehr aufpassen.»
16:27
Besuch bei Roche Diagnostics
Berset: «Ich bin beeindruckt von der Arbeit des Kantons Zug. Auch in den schwierigen Monaten April und Mai haben sie das Contact Tracing nicht aufgegeben. Ziel des Besuches war es aber auch, einen Einblick in Roche Diagnostics zu erhalten. Die Forschung ist da wirklich eindrücklich. Ich konnte mich informieren über die Entwicklung von Schnelltests. Diese werden es ermöglichen, innert weniger Minuten ein Resultat zu erhalten. Diese Tests werden vom Schweizer Referenzzentrum gerade validiert. Es wird für uns eine Herausforderung sein, wie man diese Tests in die Arbeit des BAG integriert. Aber diese Tests werden kommen.»
16:23
Berset über die Gesamtsituation
Alain Berset: «Es ist keine einfache Situation im Moment. Wir haben 700 Fälle mit relativ wenigen Tests. Aber es ist nicht überall gleich im Land. Wir haben etwa im Kanton Zürich einen starken Anstieg. Aber es ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Aber die Tendenz ist steigend. Die Kantone müssen jetzt alles tun, um die Kontakte zu tracen und den Anstieg einzudämmen.»
16:21
Jetzt geht es los
Alain Berset ist eingetroffen. Es kann losgehen.
16:16
In Kürze spricht hier Alain Berset
Bis jetzt ist abgesehen von den Journalisten noch niemand da.
14:42
Berset informiert um 16.15 Uhr
Heute Nachmittag um 16.15 Uhr wird eine Pressekonferenz von Alain Berset erwartet. Der Gesundheitsminister wird sich in Zug zur aktuellen Lage der Corona-Pandemie äussern. Wir tickern live.
14:18
Arzneimittelbehörde Swissmedic prüft Covid-19-Impfstoff
Erstmals ist in der Schweiz ein Zulassungsgesuch für einen Impfstoff gegen das Coronavirus eingereicht worden. Die Arzneimittelbehörde Swissmedic teilte am Dienstag mit, sie habe mit der wissenschaftlichen Begutachtung des «Covid-19 Vaccine AstraZeneca» begonnen.

Das Zulassungsgesuch sei Anfang Oktober 2020 von der Firma AstraZeneca eingereicht worden. Diese habe den Impfstoff in Zusammenarbeit mit der Universität Oxford entwickelt.

Die wissenschaftliche Begutachtung des Impfstoffs erfolge im «Rolling Submission»-Verfahren. Damit könnten pharmazeutische Firmen Gesuche für Covid-19 Arzneimittel einreichen, noch bevor die Entwicklung abgeschlossen und die Gesuchsdokumentation vollständig seien.

Der Zulassungsentscheid für Arzneimittel könne so beschleunigt werden, indem Swissmedic erste wissenschaftliche Auswertungen aus Laborstudien (nichtklinische Daten) bereits begutachte, während die laufenden klinischen Studien fortgeführt würden. In den kommenden Wochen und Monaten vorliegende Studienergebnisse müssten Swissmedic nachgereicht und zur wissenschaftlichen Begutachtung unterbreitet werden, sobald sie vorliegen.

Ein Zulassungsentscheid könne erst gefällt werden, wenn alle notwendigen Daten zur Prüfung der Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit eines Impfstoffs vorliegen, heisst es in der Mitteilung von Swissmedic weiter. Die Unterlagen müssten aufzeigen, wie sicher und wirksam der Impfstoff die Menschen vor dem Coronavirus Sars-CoV-2 schütze. (sda)



SWEDEN ASTRA ZENECA LUND
13:57
Hunderttausende Seeleute sitzen seit Monaten fest
Rund 400 000 Seeleute dürfen wegen der Corona-Reiserestriktionen nicht an Land kommen und sind teils seit 17 oder mehr Monaten auf See. Das UN-Büro für Menschenrechte verurteilte das am Dienstag in Genf als unmenschlich.
NORWAY PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Internationale Arbeitsstandards erlauben einen ununterbrochenen Aufenthalt an Bord von höchstens elf Monaten. Das Büro appellierte an alle Regierungen, Lösungen zu finden. Es rief auch die Unternehmen weltweit, die mit der Schiffsfracht Geschäfte machen, auf, Druck zu machen. Das betreffe 90 Prozent des Welthandels.

Betroffen seien Seeleute auf Container- und anderen Frachtschiffen, aber auch auf Fischkuttern sowie Öl- und Gasplattformen. Die seelische Gesundheit der Menschen würde beeinträchtigt, ebenso wie die Menschenrechte auf Bewegungsfreiheit und das Recht auf ein Familienleben.

Gewerkschaften hätten vorgeschlagen, diese Seeleute als «Schlüsselarbeiter» zu deklarieren, für die weniger strikte Reisebeschränkungen gelten. Abgesehen von den festsitzenden Seeleuten dürften mangels Crew-Rotation auch an Land rund 400 000 Seeleute sein, die nicht zu ihren Arbeitsplätzen kommen und folglich kein Geld verdienen können. (sda/dpa)
12:28
700 positive Tests
Das BAG meldet 700 positive Corona-Fälle bei 7217 durchgeführten Tests. Die Positivitätsrate liegt somit bei 9.7%. Weitere Todesfälle gab es nicht. Neu ins Spital eingewiesen wurden zwölf an Covid-19 erkrankte Personen.



Am Montag waren für das Wochenende 1548 neue Ansteckungen mit dem Sars-CoV-2-Virus gemeldet worden. Am Freitag zählte das BAG 552 Infektionen, am Donnerstag 550, am Mittwoch 411 und am Dienstag 225.

Insgesamt gab es seit Beginn der Pandemie 56'632 laborbestätigte Fälle. 4941 Personen mussten seither wegen einer Covid-19-Erkrankung im Spital behandelt werden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung verharrte auf 1787.

In der Schweiz und in Liechtenstein wurden bisher 1'424'477 Tests auf Sars-CoV-2 durchgeführt, den Erreger der Atemwegserkrankung Covid-19. Gegenüber Montag wurden dem BAG 7217 neue Tests gemeldet. Bei 4,7 Prozent aller Tests fiel das Resultat über die vergangenen Monate gesehen positiv aus. Für die vergangenen zwei Wochen betrug die Positivitätsrate 4,9 Prozent.

Aufgrund der Kontakt-Rückverfolgung waren am Dienstag nach Angaben des BAG 2958 Personen in Isolation und 7006 Menschen standen unter Quarantäne. Zusätzlich sassen 12'189 Heimkehrerinnen und Heimkehrer aus Risikoländern in Quarantäne.
11:36
Corona unter Kontrolle: China erwartet Reiseboom in «Goldener Woche»
Neun Monate nach Beginn der Corona-Pandemie in China sind wieder einige Hundert Millionen Chinesen auf Reisen. Da die Volksrepublik seit Wochen keine lokalen Infektionen mehr berichtet, werden über die laufende «Goldene Woche» mit acht freien Tagen zum Nationalfeiertag und Mondfest rund 600 Millionen Reisen erwartet, wie die Tageszeitung «China Daily» am Dienstag berichtete. Damit werden 70 bis 80 Prozent der Vorjahreszahl erreicht.

Während die globale Tourismusindustrie nach Schätzungen in diesem Jahr mehr als eine Billion US-Dollar verlieren dürfte, hat sich damit die Reisetätigkeit zumindest in China wieder weitgehend normalisiert. Die Ausgaben für Touristenattraktionen dürften rund 90 Prozent der Vorjahreszahlen erreichen, als aber in der «Goldenen Woche» nur sieben Tage frei waren, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Mit strengen Massnahmen wie der Abriegelung von Millionenstädten, strikter Isolation und Einreisesperren hat China das Virus unter Kontrolle gebracht. Gegenwärtig werden nur noch importierte Fälle berichtet. Normale Visa werden noch nicht wieder vergeben, auch sind internationale Flüge weiter stark beschränkt. Reisende müssen nach der Ankunft für 14 Tage in Quarantäne-Einrichtungen.

Die grosse Mehrheit der Menschen trägt in Peking weiter Gesichtsmasken. Auch wird an Eingängen zu Geschäften, Restaurants oder Wohngebieten noch immer Fieber gemessen. Mit einer Corona-App auf dem Handy müssen sich die Menschen vielerorts registrieren und auch nachweisen, dass ihre jüngste Reisetätigkeit unbedenklich war. (awp/sda/dpa)
Bild: Touristen in Peking
CHINA GOLDEN WEEK NATIONAL DAY
11:24
Weitere spanische Städte werden abgeriegelt
Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124 000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palencia mit 78 000 Einwohnern. Die Massnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.
SPAIN PANDEMIC CORONAVIRUS
In beiden Städten lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen bei mehr als 500. Das ist ein sehr hoher Wert, in Deutschland liegt er auf sieben Tage gerechnet bei nur 15,3. Ab der Marke von 500 müssen in Spanien Städte mit mehr als 100 000 Einwohnern die Bewegungsfreiheit der Bürger einschränken, wenn zugleich mehr als zehn Prozent aller Corona-Tests positiv ausfallen und mehr als 35 Prozent der Betten auf Intensivstationen mit Covid-19-Patienten belegt sind. Kleinere Städte sollten ähnlich verfahren.

Diese Grenzwerte hatte das spanische Gesundheitsministerium am Donnerstag für alle Städte landesweit verbindlich festgelegt. Ihr ging es dabei vor allem darum, die Hauptstadt Madrid auch gegen den Willen der Regionalregierung abriegeln lassen zu können. Die Hauptstadt weist mit die höchsten Corona-Zahlen Westeuropas auf.

Spanien ist eines der am schlimmsten von der Corona-Krise betroffenen Länder. Besonders die sogenannte zweite Welle ist dort heftiger als in den meisten anderen Ländern Westeuropas. Seit Beginn der Pandemie wurden fast 800 000 Infektionen und mehr als 32 000 Tote mit Covid-19 registriert. (sda/dpa)
10:46
Xherdan Shaqiri positiv auf Corona getestet
Xherdan Shaqiri ist positiv auf Covid-19 getestet worden. Hier geht es zur Meldung.

SCHWEIZ FUSSBALL NATIONALMANNSCHAFT ZUSAMMENZUG
10:38
Unterschriftensammlung für Referendum gegen Covid-19 Gesetz startet
Die Unterschriftensammlung für ein Referendum gegen das Covid-19-Gesetz läuft seit Dienstag. Das Referendumskomitee will verhindern, dass notrechtliche Kompetenzen des Bundesrates während der Pandemie nachträglich legitimiert und bis Ende 2021 verlängert werden.

Das Referendum ergriffen hat der Verein «Freunde der Verfassung», der sich am Dienstag in Bern den Medien stellte. «Seit Jahren verlagern sich die politischen Kräfte vom Souverän zum Parlament, zur Regierung und zu Experten», erklärte Marion Russek, Co-Präsidentin des Vereins laut Redetext. Die Folge sei, das immer weniger Menschen Entscheide träfen, die für die Bevölkerung von grösster politischer Bedeutung seien. Das Referendum wolle diesen Trend zur Entmachtung des Souveräns brechen.

Das Covid-19-Gesetz sei unnötig, betonte Russek. Der grösste Teil des Gesetzes befasse sich nämlich mit Finanzierungsleistungen, die der Bundesrat auch ohne notrechtliche Kompetenzen mit Bundesbeschlüssen regeln könnte. Ausserdem könnte der Bundesrat bei einem erneuten Aufflammen der Pandemie wieder Notverordnungen erlassen, wie er es bereits getan habe.

Russek warnte vor der Gefahr einer Verlängerung des Notrechts. Die historische Erfahrung von 1930 bis 1945 zeige, dass danach eine Rückkehr zu normalen demokratischen Abläufen schwierig sei.

Nach Ansicht der «Freunde der Verfassung» wird mit dem Covid-19-Gesetz ein Impfobligatorium mit schwach geprüften Impfstoffen möglich. Medikamente könnten im Schnellverfahren zugelassen werden. «Der Souverän würde zum Versuchskaninchen degradiert», sagte Russek.

SCHWEIZ CORONAVIRUS DEMONSTRATION BERN

Laut Christoph Pfluger, Mediensprecher der «Freunde der Verfassung», zählt der Ende Juli gegründete Verein rund 1000 Mitglieder. Das Notrecht-Referendum werde derzeit von 28'000 Personen unterstützt.

Die Referendumskomitee hat bis zum 14. Januar 2021 Zeit, 50'000 Unterschriften zu sammeln. (sda)
7:56
Rock Oz’Arènes-Festival finanziell vor ungewisser Zukunft
Die Gründer und Organisatoren des Rock Oz’Arènes warnen kurz vor der 30. Ausgabe ihres Festivals vor dem Aus. Einerseits, da sie Bedingungen des Kantons Waadt für Corona-Kulturhilfen nicht akzeptieren wollen. Andererseits stelle Ticketcorner Rückforderungen von mehr als einer halben Million Franken aus dem Verkauf von Billetten für ein abgesagtes und nicht auf nächstes Jahr verschobenes Konzert der deutschen Band Die Toten Hosen. «Die Lage ist festgefahren», schreibt der Stiftungsrat des Rock Oz’Arènes-Festivals am Dienstag in einer Mitteilung. Verlangten doch bislang erst 1200 Kunden eine Erstattung des Ticketpreises.

«Die Angelegenheit ist bedauerlich», schreiben Veranstalter und Stiftungsrat. Das Festival verfüge zwar über eine Annulationsversicherung. Diese decke aber keinen Pandemiefall ab. Nach 29 Musikfestivals in den Arenen von Avenches, welche die Gründer und Organisatoren laut eigenen Angaben «bis zum heutigen Tage ohne jedwede kantonale Kultursubvention realisieren konnten», sei die Lage «angesichts dieser pandemiebedingten Krise» nun an einem Wendepunkt.

Statt einer Jubiläumsausgabe zum 30. Geburtstag, bevor die Behörden die historischen Stätten wie ohnehin schon lange geplant sanieren wollen, stehe das Musikfestival darum nun aus finanziellen Gründen vor dem Aus. Und so ruft die Stiftung unter dem Motto «The show must go on ...» nebst den Kantonsbehörden insbesondere treue Festivalanhänger dazu auf, nun auf jede Erstattung von Tickets fürs Rock Oz’Arènes zu verzichten. (aargauer zeitung)
SCHWEIZ ROCK OZ'ARENES FESTIVAL 2015
6:22
Mehr als 2600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert
GERMANY PANDEMIC CORONAVIRUS COVID19
Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat zum zweiten Mal binnen weniger Tage die Schwelle von 2600 überschritten.

Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter 2639 neue Corona-Infektionen, wie das Robert Koch-Institut (RKI) am Dienstagmorgen bekanntgab. Das sind nur knapp weniger als am Freitagmorgen, als mit 2673 Neuinfektionen innerhalb eines Tages der höchste Wert seit der zweiten Aprilhälfte gemeldet worden war. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9546. Das sind 12 mehr als am Vortag.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Lagebericht vom Montag bei 1,21 (Vortag: 1,23). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

4:49
Statistik angepasst: Fast 2800 neue Corona-Todesfälle in Mexiko
Mexico Earthquake Reconstruction
Mexiko hat die Zählweise seiner Corona-Fälle geändert und 28'115 neue Infektionen sowie 2789 neue Todesfälle innerhalb eines Tages registriert. Die Zahl der Todesopfer im Zusammenhang mit der Krankheit Covid-19 – die vierthöchste der Welt – stieg damit am Montag (Ortszeit) auf 81'877. Am Vortag waren 3712 Infektionen und 208 Tote hinzugekommen.

Mexiko, mit knapp 130 Millionen Einwohnern das zehntbevölkerungsreichste Land der Erde, hat mit nun 789'780 bestätigten Corona-Infektionen laut Statistik der Johns-Hopkins-Universität die neuntmeisten weltweit. Die wahren Zahlen dürften noch deutlich höher liegen, da in dem nordamerikanischen Land sehr wenig getestet wird.

Zudem konnten nach offiziellen Angaben während der Pandemie bereits mehr als 90'000 Tests in Mexiko nicht ausgewertet werden, etwa wegen Fehlern beim Transport und der Aufbewahrung. Die endgültige Zahl der Todesfälle werde wohl erst in «ein paar Jahren» bekannt sein, sagte kürzlich der oberste Coronavirus-Experte der mexikanischen Regierung, Hugo López-Gatell.

3:32
Öl-Riese Exxon Mobil will 1600 Arbeitsplätze in Europa streichen
Earns-Exxon Mobil
Der in den USA ansässige Erdöl- und Erdgasriese Exxon Mobil hat am Montag (Ortszeit) die Streichung von 1600 Arbeitsplätzen in Europa angekündigt. Das Unternehmen mit Sitz in Texas begründete den Schritt mit den wirtschaftlichen Folgen durch die Coronavirus-Pandemie.

Der Abbau von elf Prozent der Stellen in Europa soll bis Ende nächsten Jahres erfolgen. Angesichts des durch die Coronavirus-Krise verursachten Nachfragerückgangs nach Rohöl und der zunehmenden Umstellung auf grüne Energie ist der Aktienwert von Exxon Mobil an der Wall Street in diesem Jahr bereits um mehr als die Hälfte gesunken. Exxon Mobil beschäftigt rund 75'000 Mitarbeiter weltweit und zirka 14'000 Personen in Europa.

Auch bei der Konkurrenz von Exxon Mobil sieht es nicht besser aus: Erst vergangene Woche hatte Royal Dutch Shell die Einsparung von 9000 Arbeitsplätzen verkündet - mehr als zehn Prozent seiner Belegschaft. Und das Unternehmen BP hatte den Abbau von 10'000 Stellen - rund 15 Prozent des gesamten Personals - bekanntgegeben. (sda/afp)

3:29
Corona-Entwarnung in Österreich: Keine Regierungsmitglieder infiziert
BELGIUM EU SUMMIT
Nach der Entdeckung eines Corona-Falls im engen Umfeld von Österreichs Kanzler Sebastian Kurz sind der Regierungschef und seine Kabinettskollegen negativ auf das Virus getestet worden. Sie bekamen das Testergebnis in der Nacht auf Dienstag, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Zuvor hatten die Regierungsmitglieder am Montag vorsichtshalber alle Termine abgesagt.

Kurz (ÖVP) und Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) waren am Mittwoch vergangener Woche bei einer Kabinettssitzung letztmals mit dem später positiv getesteten Mitarbeiter in Kontakt gewesen. Bei den weiteren Untersuchungen stellte sich nun heraus, dass sich auch ein Mitarbeiter aus dem Büro eines Staatssekretärs mit dem Virus infiziert hat. Auch zu ihm hatte Kurz in den vergangenen Tagen jedoch keinen engen Kontakt, wie das Kanzleramt der APA mitteilte.

Der Regierungschef werde am Dienstag im Kanzleramt seiner Arbeit nachgehen und Termine - wie in einer solchen Situation vorgesehen - vor allem per Telefon und Video wahrnehmen. Das weitere Vorgehen werde eng mit den Gesundheitsbehörden abgestimmt.
23:17
US-Behörde: Corona-Übertragung über längere Distanz möglich
APTOPIX Virus Outbreak Congress
Die US-Gesundheitsbehörde CDC stellt nun wieder offiziell fest, dass sich das Coronavirus auch über in der Luft schwebende kleine Partikel übertragen kann. Vor zwei Wochen hatte die CDC für Aufsehen gesorgt, weil sie erst einen Hinweis darauf in ihren Empfehlungen veröffentlicht hatte – und dann nach wenigen Tagen wieder zurücknahm. Zur Begründung hiess es, dass ein Entwurf fälschlicherweise zu früh veröffentlicht worden sei.

Am Montag schrieb die CDC in ihren Corona-Richtlinien wieder, das Virus könne unter bestimmten Bedingungen auch über eine längere Distanz als die bislang als massgeblich angesehen sechs Fuss (etwa 1,8 Meter) übertragen werden. Dies sei der Fall gewesen in schlecht belüfteten Räumen. Mitunter hätten die Personen zudem schwer geatmet, etwa beim Singen oder Trainieren.

Wissenschaftler glauben nach Angaben der CDC, dass die Konzentration des Virus in der Luft durch die Umstände ansteigen konnte. Dabei seien zum Teil auch Menschen infiziert worden, die sich nicht nur zur gleichen Zeit, sondern auch kurz danach an einem Ort mit ansteckenden Personen aufgehalten hätten. Zugleich schränkte die CDC ein, dass der Grossteil der Infektionen nach vorliegenden Daten in nächster Entfernung passiere.
18:48
Weitere spanische Städte werden abgeriegelt
Wegen stark steigender Corona-Zahlen werden nach Madrid und neun Kommunen im Umland zwei weitere spanische Städte im Nordwesten des Landes weitgehend abgeriegelt. Betroffen ist die Provinzhauptstadt León mit 124 000 Einwohnern und die südöstlich gelegene Stadt Palenca mit 78 000 Einwohnern.

Die Massnahmen in der autonomen Region Kastilien und in León würden am Dienstag für zunächst 14 Tage in Kraft treten, berichteten spanische Medien am Montag unter Berufung auf die regionale Gesundheitsministerin Verónica Casado. Die Bürger dürften zwar ihre Wohnungen verlassen, die Stadtgrenzen aber nur aus triftigem Grund überqueren.

18:47
Ab Dienstag gilt im Bundestag Maskenpflicht
urn:newsml:dpa.com:20090101:201005-99-836105
Im Deutschen Bundestag gilt von Dienstag an eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes. «Der Bundestagspräsident hat sich entschieden, eine allgemeine Maskenpflicht im Parlament anzuordnen, weil die Entwicklung der Sars-CoV2-Pandemie weiterhin sehr ernst zu nehmen ist», teilte die Parlamentsverwaltung am Montag in Berlin mit. Die Anordnung sei zunächst bis zum 17. Januar befristet.

Die Mund-Nasen-Bedeckung könne abgelegt werden, wenn man sich an seinem Platz in einem Sitzungs- oder Besprechungsraum oder im Plenarsaal befinde, so der Bundestag - vorausgesetzt, man hat mindestens 1,50 Meter Abstand zu anderen. Auch Sprecher am Rednerpult und an Saalmikrophonen dürfen die Maske ablegen, ebenso Präsidentinnen und Präsidenten, die eine Sitzung leiten. (sda/dpa)

16:06
Mitarbeiter aus dem Umfeld von Österreichs Kanzler positiv getestet
Belgium EU Summit
Ein Mitarbeiter von Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Regierungschef sowie Vizekanzler Werner Kogler seien am vergangenen Mittwoch das letzte Mal mit dem Mitarbeiter in Kontakt gewesen, teilte das Kanzleramt am Montag mit.

Der betroffene Mitarbeiter sei am vergangenen Dienstagabend noch negativ getestet worden. Bis zum Vorliegen ihres eigenen Testergebnisses hätten Kurz und Kogler alle Termine abgesagt. Das Ergebnis wird am späten Montagabend erwartet. Als Vorsichtsmassnahme würden nun auch alle Kollegen aus dem Umfeld des Mitarbeiters umgehend getestet. Davon betroffen seien rund 20 Menschen. (sda/dpa)
12:30
Bars in Paris schliessen wegen Corona-Lage für zwei Wochen
Virus Outbreak France
Wegen der sehr angespannten Corona-Lage in Paris bleiben in der französischen Hauptstadt Bars ab Dienstag für mindestens zwei Wochen geschlossen. Restaurants könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich an verschärfte Hygieneregeln hielten, sagte der Pariser Polizeipräfekt Didier Lallement am Montag.

Clubs und Tanzsäle würden geschlossen, Studentenpartys und jede Art von Festen seien nicht erlaubt. In Paris gilt nun die «maximale Alarmstufe», wie bereits in Marseille.

«Die Epidemie schreitet zu schnell voran. Wir müssen jetzt auf die Bremse treten, bevor das Gesundheitssystem überfordert wird», mahnte Lallement. Mehr als 250 von 100 000 Menschen haben sich in Paris in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus infiziert. Auch unter den über 65-Jährigen ist die Zahl besorgniserregend hoch. Gesundheitsminister Olivier Véran hatte Ende vergangener Woche bereits angedeutet, dass für die französische Hauptstadt strengere Massnahmen in Kraft treten würden.

«Die Massnahmen werden für die nächsten zwei Wochen getroffen», sagte Lallement. Am Ende dieses Zeitraums werde man die Lage neu bewerten. Turnhallen oder Schwimmbäder würden nun ebenfalls geschlossen, Fitnessclubs blieben zu. Kulturelle Einrichtungen wie Theater, Kinos und Museen könnten geöffnet bleiben, wenn sie sich strikt an die bereits bestehenden Gesundheitsvorschriften hielten. Der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum von Alkohol auf der Strasse bleiben ab 22 Uhr verboten. (sda/dpa)
12:20
1548 neue Fälle
Das BAG meldet 1548 neue Corona-Fälle, bei 25'762 durchgeführten Tests. Das ergibt eine Positivitätsrate von 6%. Zudem registrierte das BAG gemäss Mitteilung vom Montag innerhalb der drei Tage 3 Todesfälle und 39 Spital-Einweisungen.

12:13
Luxus-Quarantäne für Langzeiturlauber in Thailand
Thailand will in den kommenden Wochen erstmals seit März wieder Touristen ins Land lassen – allerdings nur Langzeiturlauber, die gleich mehrere Monate im Land bleiben.
THAILAND TOURISM LEISURE CORONAVIRUS PANDEMIC
Verpflichtend ist nach der Ankunft eine zweiwöchige Corona-Quarantäne, die manche Hotels den ausländischen Besuchern so angenehm wie möglich gestalten wollen. Im «The Senses Resort» auf der Insel Phuket seien etwa 16 Villen für die Quarantäne-Gäste vorbereitet worden, samt Infinity Pool, Gourmet-Abendessen und zwei Mal täglichem Fiebermessen, wie die Zeitung «Bangkok Post» am Montag berichtete.

Die Hotelmitarbeiter hätten zuvor ein spezielles Training absolvieren müssen, um sich etwa beim Servieren der Speisen zu schützen und mögliche Infektionen eines Gastes zu erkennen. An den Eingängen der Villen seien zudem Überwachungskameras angebracht worden: Sollte ein Gast während der Isolation seine Unterkunft verlassen, werde innerhalb von 15 Minuten die Polizei gerufen, hiess es. Beobachter sprachen von einem «goldenen Käfig» für wohlhabende Urlauber.

Zunächst sollen rund 300 Touristen aus China und Skandinavien einreisen. Sie bekommen ein Langzeit-Visum für 90 Tage, das zwei Mal verlängert werden kann. Nach der Quarantäne dürfen sie frei im Land herumreisen. «Es lohnt sich. Nach der Quarantäne können wir wunderschöne Sonnenuntergänge an einem der in Bezug auf Covid sichersten Orte der Welt geniessen», zitierte die «Bangkok Post» einen Dänen, der seine Quarantäne in dem Resort verbringen will.

Thailand ist zwar dank strikter Massnahmen bisher sehr erfolgreich im Kampf gegen das Virus, jedoch liegt die extrem wichtige Tourismusindustrie fast komplett am Boden. Internationale Feriengäste dürfen seit einem halben Jahr nicht mehr ins Land. Bis Dienstag wurden knapp 3600 Infektionen bestätigt, weniger als 60 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. (sda/dpa)
12:10
Griechenlands Wirtschaft wird 2020 einbrechen
Die Corona-Krise wird einem Bericht zufolge Griechenlands Wirtschaft in diesem Jahr voraussichtlich massiv belasten. Erwartet werde ein Rückgang um 8,2 Prozent, hiess es in einem am Montag veröffentlichten Bericht des hellenischen Fiskalrats unter Verweis auf den Haushaltsentwurf der Regierung für das kommende Jahr. Für 2021 werde dann wieder mit einem Wachstum von 7,5 Prozent gerechnet.

Erwartet wird, dass das Finanzministerium noch an diesem Mittag seinen Haushaltsentwurf für das nächste Jahr dem griechischen Parlament vorlegt. In dem Bericht des Fiskalrats hiess es weiter, dass für dieses Jahr von einer Arbeitslosenquote von 18,6 Prozent auszugehen sei. 2021 werde die Rate dann auf 16,5 Prozent sinken.

Die Corona-Krise hat das Mittelmeerland, das sich erst langsam von den Folgen der Schuldenkrise erholt hatte, mit voller Wucht getroffen. Unter anderem brachen die Einnahmen aus dem wichtigen Tourismus und dem Seeverkehr weg. (awp/sda/reu)
Greece Economy
11:19
Detailhändler der Euro-Zone mit unerwartet starkem Umsatzplus
Die Detailhändler der Euro-Zone haben ihren Umsatz im August unerwartet deutlich gesteigert. Ihre Einnahmen wuchsen um 4,4 Prozent zum Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Wachstum von 2,4 Prozent gerechnet, nachdem es im Juli noch einen Rückgang von 1,8 Prozent gegeben hatte.

Die stärksten Umsatzsteigerungen gab es in Belgien (+9,6%), Frankreich (+6,2%) und Deutschland (+3,1%). Die stärksten Einbussen wurden in Slowenien (-1,6%) und in Portugal (-1,4%) registriert.

Die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland haben bislang keinen wesentlichen Einfluss auf die Erholung der Verbraucherstimmung, wie der Handelsverband HDE zu seinem gestiegenen Konsumbarometer mitteilte: «Auch im Oktober setzt sich der positive Trend weiter fort.» Massgeblicher Treiber dafür seien optimistischere Erwartungen der Verbraucher an die Gesamt-Konjunktur. Dennoch seien viele Menschen weiter «in Sorge um den eigenen Arbeitsplatz». Zudem seien die Anschaffungs- und Sparneigung im Oktober nahezu unverändert. «Dementsprechend sind in den kommenden Monaten beim Konsum keine grösseren Ausschläge nach oben oder unten zu erwarten.»

Die Wirtschaft im gesamten Euro-Raum war wegen der Pandemie im zweiten Quartal um 11,8 Prozent geschrumpft.
Die deutsche Wirtschaft brach um 9,7 Prozent ein. Für das gerade beendete Sommerquartal erwarten Experten eine deutliche Erholung. (awp/sda/reu)

SCHWEIZ CORONAVIRUS BASEL DETAILHANDEL SCHUTZMASKENPFLICHT
10:55
Bei den Uhren-Zulieferern droht Entlassungswelle
Die Corona-Pandemie hat weltweit die Uhrenverkäufe einbrechen lassen. Das trifft die Schweizer Uhren-Zulieferer hart. Dauert die Krise an, droht eine Welle von Entlassungen.

«Wir leiden, aber wir können uns im Moment noch halten», sagt François Billig, CEO von Acrotec, einem der grossen unabhängigen Schweizer Uhren-Zulieferer, gegenüber AWP. «Zum Jahresende rechnen wir mit einem Umsatzrückgang von rund 15 Prozent. Das Minus wurde dank unserer Diversifikation abgefedert», so der Manager.

Die Uhrenindustrie macht rund die Hälfte des Konzernumsatzes aus. Zudem werden Komponenten für medizinische Geräte, Autos und die Luftfahrt hergestellt. Die Uhrensparte des jurassischen Unternehmens könnte einen Umsatzrückgang von rund 20 Prozent verkraften. «Aber auf dieser Ebene gibt es immer noch viele Unsicherheiten», räumt Billig ein.

SCHWEIZ GENF UHRENMESSE SIHH 2017

«Wir glauben, dass es mindestens 5'000 Entlassungen in der Zulieferindustrie geben wird», sagte David Sokoloff, einer der Gründer des Zulieferer-Verbandes SIHS.

Innerhalb der Branche ist die Lage sehr uneinheitlich. Der Acrotec-Chef etwa denkt derzeit noch nicht daran, die Anzahl der Mitarbeiter zu reduzieren. «Wir sind ein solides Unternehmen, aber nicht unsinkbar. Wenn die Krise zu lange dauert, müssen auch wir darüber nachdenken», sagt François Billig.

Einige Zulieferer wie Gilbert Petit-Jean aus Neuenburg mussten dagegen bereits ihre Belegschaft reduzieren. Die Dracogroup hat die Insolvenz von drei der fünf Tochtergesellschaften angekündigt.

Schlimmeres verhindert hat bislang die Kurzarbeit. Dadurch können Unternehmen ihre Kosten vorübergehend senken und Mitarbeiter halten. «In der Uhrenindustrie gibt es zwischen 26'000 und 28'000 Menschen in Kurzarbeit», betont François Matile, Generalsekretär des Arbeitgeberverbandes der Uhrenindustrie. Dies entspricht mehr als 50 Prozent der Belegschaft in dieser Branche.

Matile erwartet zwar ebenfalls einen Stellenabbau, erinnert aber zugleich daran, dass während der Finanzkrise 2008-2009 4'000 Arbeitsplätze oder 8 Prozent der Gesamtbelegschaft abgebaut wurden. Es gab 2'000 Entlassungen und 2'000 Stellen wurden nicht ersetzt. «Nach der Finanzkrise stieg die Zahl der Stellen aber wieder an und erholte sich.» (awp/sda)
9:12
EU-Kommissionschefin von der Leyen in Corona-Quarantäne
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich in Corona-Quarantäne begeben. Sie sei darüber informiert worden, dass sie vergangenen Dienstag bei einem Termin mit einer Person war, die am Sonntag positiv auf das Coronavirus getestet worden sei, schrieb von der Leyen am Montag auf Twitter.

«Entsprechend der geltenden Regeln werde ich mich deshalb bis morgen früh selbst isolieren», kündigte sie an. Sie sei am Donnerstag mit negativem Ergebnis getestet worden und werde sich heute erneut einem Test unterziehen, schrieb sie weiter.

Von der Leyen hatte nach dem Kontakt mit der inzwischen positiv getesteten Person am Donnerstag und Freitag am Gipfel der EU-Staats- und Regierungschefs teilgenommen. Dort war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. (sda/dpa)

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

News zum Coronavirus in der Schweiz und International. Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

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