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Gastrosuisse fordert mehr Lockerungen ++ Demos in Basel, Bern und Zürich verhindert



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Team watson
20:28
Gastrosuisse fordert weitere Lockerungen für Restaurants
Gastrosuisse-Präsident Casimir Platzer fordert weitere Lockerungen für das Gastgewerbe. Zwei Meter Abstand, nicht mehr als vier Personen an einem Tisch und Sperrstunde ab Mitternacht seien zu streng.

Viele Wirte litten unter diesen Vorschriften, einige hätten bereits wieder schliessen müssen, sagte Platzer, selbst Gastwirt, in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens vom Samstagabend.

Platzer schlägt dem Bundesrat vor, den Mindestabstand in Gastrobetrieben zu verringern. Als Beispiel gibt er Österreich an, wo von den Behörden nur ein Meter gefordert werde.

Der Epidemiologe Christian Althaus von der Universität Bern – auch Mitglied der vom Bundesrat einberufenen wissenschaftlichen Covid-19 Task Force – warnt allerdings in derselben Sendung vor einer allzu raschen Lockerung der Massnahmen gegen die Coronavirus-Ausbreitung. Man müsse erst einmal die weitere Entwicklung der Fallzahlen bei den Neuansteckungen abwarten, sagte er.

(sda)
17:54
Regionalzüge fahren ab Montag wieder von Koblenz nach Waldshut
Die deutsche Bundespolizei hebt die Verfügungen, die einen durchgehenden Eisenbahnverkehr mit der Schweiz untersagen, auf, wie der Südkurier berichtet. Damit kann der grenzüberschreitende Bahnverkehr ab Montag wieder seinen Verkehr aufnehmen. Der erste Zug (S36) fährt am Montag ab 5.17 Uhr von Koblenz nach Waldshut (D), wie der SBB-Onlinefahrplan zeigt.

Zu Beginn der Corona-Krise hatte die deutsche Bundespolizei einen durchgehenden Eisenbahnverkehr mit der Schweiz untersagt, dies auf eine Anordnung des Bundesinnenministeriums.

Seit Samstag hält der Interregio-Express (IRE) auf der Linie Ulm-Singen-Waldshut (-Basel) wieder in Schaffhausen. Seit Montag fährt die Regionalbahn Singen--Schaffhausen wieder – zumindest im Stundentakt. Sie halten, wie vor Corona, an den üblichen Schweizer Stationen Thayngen, Herblingen und Schaffhausen.

Quelle: aargauerzeitung.ch
Thurbo-Zug
Ab Montag fahren Thurbo-Züge wieder von Koblenz nach Waldshut und umgekehrt. (Bild: Thurbo AG)
17:30
Weniger Demonstrierende in Basel, Bern und Zürich
Am Samstag haben in Basel, Bern und Zürich erneut über hundert Menschen gegen die einschränkenden Massnahmen des Bundesrates zur Bekämpfung des Coronavirus demonstriert. Allerdings waren es deutlich weniger als noch eine Woche zuvor: in Bern und Zürich einige Dutzend, in Basel geschätzte rund 30 Personen.

Die Berner Polizei sperrte den Bundesplatz schon am Mittag mit grossem Aufgebot ab und kontrollierte am Nachmittag mehrere kleine Personengruppen und Einzelpersonen, die mit Transparenten unterwegs waren. «Wir sprechen die Personen an, führen Kontrollen durch und weisen die Leute weg», schrieb die Kantonspolizei auf Twitter. Einzelne Personen seien in Polizeiräumlichkeiten gebracht worden.
Demonstrators with a poster of three federal councillors at a protest against the Coronavirus lockdown in Bern, Switzerland, 23 May 2020. In Switzerland from 11 May, loosening measures slowing down the ongoing pandemic of the COVID-19 disease, which is caused by the SARS-CoV-2 coronavirus, become effective by step. (KEYSTONE/Anthony Anex)
In Bern gezeigtes Protestschild. (Bild: Keystone)

An den ersten beiden Mai-Samstagen hatten jeweils hunderte Menschen in Bern gegen die Corona-Massnahmen des Bundesrats demonstriert. Am vergangenen Samstag hatte die Polizei erstmals jeglichen Demo-Versuch im Keim erstickt.

Andere Ausgangslage

An diesem regnerischen Samstag war die Ausgangslage insofern anders, als der Bundesrat neuerdings Kleinstdemonstrationen zulässt. Demnach dürfen maximal fünf Personen gemeinsam für ein Anliegen demonstrieren. Die einzelnen Gruppen dürfen aber räumlich oder thematisch keinen Zusammenhang haben. Die Kantonspolizei Bern deutete die Vorgabe auf Twitter so: «Wenn mehr als fünf Personen im selben Gebiet demonstrieren, ist das nach wie vor verboten.» Der Begriff «Gebiet» wurde nicht näher definiert.

In Zürich löste die Stadtpolizei nach eigenen Angaben verbotene Kundgebungen mit insgesamt rund 80 Teilnehmern auf dem Sechseläutenplatz und auf dem Stadthausquai auf, führte Kontrollen durch, wies Personen weg und zeigte 39 an, die «gegen die Covid-19-Verordnung verstiessen». Fünf Personen wurden demnach auf eine Wache gebracht.

In Basel versammelten sich am frühen Nachmittag etwa 30 Personen bei zeitweise strömendem Regen vor dem Rathaus, um gegen die behördlichen Massnahmen gegen die Coronavirus-Pandemie zu demonstrierenden. «Mündige Bürger schützen sich selbst», hiess es etwa auf einem Plakat.

Nachdem eine Polizeipatrouille aufgetaucht war und ein Polizist die Demonstrierenden zum Verlassen des Marktplatzes aufgefordert hatte, löste sich die Kundgebung gegen 15 Uhr auf. Einzelne zogen weiter in Richtung Barfüsserplatz und sangen das Lied «Die Gedanken sind frei». Zu einer Menschenansammlung kam es auf dem Barfüsserplatz nicht.

(sda)
16:32
Stadtpolizei Zürich verzeigt 39 Personen
Am Samstagnachmittag kam es in der Stadt Zürich auf dem Sechseläutenplatz und auf dem Stadthausquai zu verbotenen Kundgebungen gegen die COVID-Massnahmen des Bundesrats, wie die Zürcher Stadtpolizei in einer Medienmitteilung schreibt. «Die Stadtpolizei musste trotz mehrmaligen Lautsprecherdurchsagen mehrere Personen kontrollieren, wegweisen und verzeigen.»

Um ca. 15 Uhr sei es auf dem Stadthausquai zu einer erneuten Menschenansammlung gekommen. Mit ihren «Dialogteams» und mit Lautsprecherdurchsagen konnte die Polizei laut eigenen Angaben die Versammlung verhindern.

39 Personen, die gegen das Veranstaltungsverbot und somit gegen die COVID-19-Verordnung verstiessen, würden bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Fünf Person seien angehalten und in eine Polizeiwache gebracht worden.

(dsc)
15:47
Französische Fahrende passieren Zoll und fahren ins Wallis
Trotz den geltenden Corona-Beschränkungen an der Grenze haben Fahrende aus Frankreich am Mittwoch eine Zollstelle in Genf passiert und sich anschliessend im Wallis installiert.

Der aus 35 Fahrzeugen bestehende Tross sei von einer Polizeieskorte nach Martigny VS begleitet worden, wo sich die Fahrenden installiert hätten, bestätigte ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA Meldungen von «20 Minuten» und der Zeitung «Le Nouvelliste».

In Martigny liegt der einzige Halteplatz für Fahrende im Kanton Wallis. Wann die Gruppe weiterfährt, war vorerst unbekannt. Die Polizei hält aber ständigen Kontakt zu den Fahrenden.

Grenzübertritte von Frankreich in die Schweiz sind wegen der Corona-Pandemie eigentlich nur für Schweizer Staatsbürger, Grenzgänger oder Personen mit zwingenden Gründen erlaubt. Die Grenzen zu Frankreich, Deutschland und Österreich werden am 15. Juni wieder geöffnet.

Personallücke am Zoll genutzt


Der Konvoi benützte am Mittwochnachmittag den Grenzübergang Mon-Idée in Thonex GE, wie ein Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung auf Anfrage von Keystone-SDA erklärte. Die Zollstelle sei zu diesem Zeitpunkt nicht besetzt gewesen, weil die Beamten gerade auf Patrouille waren. An Nachmittagen kämen weniger Leute über die Grenze, weshalb das Personal jeweils reduziert werde.

Es sei nicht möglich gewesen, die 35 Wohnwagen zurückzuweisen und sie umgehend wieder an die Grenze zurück zu begleiten. Eine solche Aktion wäre laut dem Sprecher nur unmittelbar am Zoll oder nahe der Grenze möglich gewesen. Der Tross sei dafür aber schon zu weit entfernt gewesen.

Die Behörden haben vorerst darauf verzichtet, die Fahrenden mit einer Busse zu belegen. «Die Zollverwaltung ist dabei, den Fall zu prüfen», so der Sprecher.

(sda)
15:12
Polizei verhindert in Bern erneut Demo von Lockdown-Gegnern
Die Polizei hat am Samstag in Bern erneut eine Kundgebung von Lockdown-Gegnern verhindert. Sie sperrte den Bundesplatz schon am Mittag ab und kontrollierte am Nachmittag mehrere kleine Personengruppen und Einzelpersonen, die mit Transparenten unterwegs waren.

«Wir sprechen die Personen an, führen Kontrollen durch und weisen die Leute weg», schrieb die Kantonspolizei auf Twitter. Einzelne Personen seien zudem in Polizeiräumlichkeiten gebracht worden.

An den ersten beiden Mai-Samstagen hatten jeweils Hunderte Menschen in Bern gegen die Corona-Massnahmen des Bundes demonstriert. Am vergangenen Samstag erstickte die Polizei erstmals jeglichen Demo-Versuch im Keim.

An diesem Samstag war die Ausgangslage insofern anders, als der Bund neuerdings Kleinstdemos zulässt. Demnach dürfen maximal fünf Personen gemeinsam für ein Anliegen demonstrieren. Die einzelnen Gruppen dürfen aber räumlich oder thematisch keinen Zusammenhang haben.

Insgesamt hielt sich die Zahl von Demo-Willigen an diesem Samstag in engen Grenzen. Ein Reporter der Nachrichtenagentur Keystone-SDA ging von einigen Dutzend Personen aus. Gross war hingegen das Polizei-Aufgebot.

In Zürich schritt die Stadtpolizei am Samstagnachmittag auf dem Sechseläutenplatz und am Stadthausquai ein. Auf dem Sechseläutenplatz wurden mehrere Personen kontrolliert und verzeigt, wie die Stadtpolizei auf Twitter meldete. Ihnen wird Teilnahme an einer verbotenen Veranstaltung vorgeworfen.

(sda / aargauerzeitung.ch)
Die Berner Polizei twitterte am Nachmittag, es würden sich nur noch vereinzelte Personen rund um den Bundesplatz aufhalten. (Bild: Twitter/Kantonspolizei Bern
14:56
Behörden schliessen Bar in Basel
Das Basler Gesundheitsdepartement macht die Bücheli-Bar in der Steinenvorstadt dicht, weil sie gegen die Auflagen der Covid-19-Verordnung verstossen hat. Dies berichtet die «Basler Zeitung» (BaZ).

Der Gastrobetrieb habe eine entsprechende Verfügung des Gesundheitsdepartements auf Facebook publiziert. Darin werde festgehalten, dass der Betrieb zweimal von der Polizei wegen der Musik gerügt wurde.

Beim ersten Mal, am Mittwochabend, habe die Bar die Musik auf Druck der Polizei abgestellt, schreibt die BaZ. Am Donnerstag habe die Polizei erneut festgestellt, dass «Musiklärm» via offene Fenster und Türen auf die Strassen gedrungen sei.

(red)
12:17
18 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 18 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, fünf mehr als am Freitag. Insgesamt gab es 30'725 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Samstag mitteilte.

Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug am Samstagmittag 1903, einer mehr als noch am Vortag gemeldet waren.

Landesweit wurden bislang insgesamt 367'037 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG 10 Prozent positiv. (sda)
22:29
Lausanner Polizei stellt sich gegen weiteres «wildes Fussballspiel»
Die Lausanner Polizei hat am Freitagabend alles unternommen, ein weiteres «wildes Fussballspiel» zu verhindern. Sie entfernte im oberen Stadtteil Les Boveresses alle Fussballtore, die sie finden konnte. Am Donnerstagabend hatte ein inoffizielles Fussballspiel dort rund 1000 junge Menschen angelockt. Die Polizei griff nicht ein.

Obwohl solche Massenveranstaltungen die derzeit geltende Covid-19-Verordnung des Bundesrates zur Eindämmung des Coronavirus verletzen und nicht erlaubt sind, haben in den vergangenen Tagen sechs weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden. (sda)
Les pompiers de la ville de Lausanne evacuent un but de football a cote de policiers et de jeunes du quartier des Boveresses lors de la crise du Coronavirus (Covid-19) le vendredi 22 mai 2020 a Lausanne. Pres de 1000 jeunes ont brave l'interdiction de rassemblement lors d'un match de football sauvage organise jeudi soir aux Boveresses, dans les quartiers nord de Lausanne. Aucune interpellation n'a eu lieu. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)
15:54
Schweiz fordert Offenhaltung der Kanäle für Rücküberweisungen
Die Geldüberweisungen von Migrantinnen und Migranten in ihre Heimatländer könnten wegen der Corona-Krise in diesem Jahr um 20 Prozent einbrechen. Die Schweiz hat deshalb einen weltweiten Aufruf lanciert, um Rücküberweisungen auch während der Krise weiterhin zu ermöglichen.

Rücküberweisungen oder Remissen machen in gewissen ärmeren Ländern über 25 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) aus, wie das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Freitag mitteilte. Allein im letzten Jahr hätten Migranten und Migrantinnen ihren Angehörigen in ihrer Heimat rund 550 Milliarden Dollar überwiesen.

Viele dieser Familien könnten sich ohne die Gelder lebensnotwendige Güter oder Dienstleistungen wie Lebensmittel, Mieten, Schulen oder medizinische Behandlungen nicht leisten. Nun aber drohe wegen der Covid-19-bedingten Lockdown-Massnahmen und der Schliessung von Wechselstuben oder Finanztransferdienstleistern ein Rückgang dieser Zahlungen um 20 Prozent oder 110 Milliarden Dollar.

Das könnte auch zu einem erhöhten Migrationsdruck führen, schreibt das EDA weiter. Deshalb rufe die Schweiz zusammen mit Grossbritannien die Weltgemeinschaft auf, die Kanäle für Rücküberweisungen offen zu halten. Unterstützt wird der Aufruf von internationalen Organisationen wie der Weltbank, der Internationalen Organisation für Migration (IOM), dem Uno-Entwicklungsprogramm (UNDP) und von privaten Finanzakteuren.

Politische Entscheidungsträger, Regulierungsbehörden und Dienstleistungsanbieter auf der ganzen Welt sollen dabei ermuntert werden, Geldüberweisungen zu erleichtern. Den Migrantinnen und Migranten sollen ausserdem digitale Kanäle zur Verfügung gestellt werden, und Informationskampagnen sollen auf die neuen Möglichkeiten hinweisen.

«Sorgen wir dafür, dass die Hürden weltweit beseitigt werden», wird Aussenminister Ignazio Cassis in der Mitteilung zitiert. Die Schweiz lege in ihrem Engagement den Fokus auf Dienstleistungen, welche die neuen Überweisungstechnologien nutzten, damit Migrantinnen und Migranten zum Beispiel per Mobil-Telefon Geld in die Heimatländer schicken könnten. (sda)
14:45
1000 Personen an illegalem Fussballspiel in Lausanne
Ein nicht offizielles Fussballspiel hat in Lausanne am Donnerstagabend fast 1000 junge Menschen angelockt. Dies, obwohl Massenveranstaltungen wegen des Coronavirus verboten sind.



Die Polizei nahm niemanden fest, sondern leitete eine Untersuchung ein, um die Verantwortlichen des Anlasses zu identifizieren. «Angesichts der Zahl der Anwesenden hätte ein Eingreifen für die Polizei kontraproduktiv und sogar gefährlich werden können, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei Lausanne dem Westschweizer Radio RTS. Die Polizei habe Abstand gehalten, um mögliche Ausschreitungen zu verhindern.

Das wilde Spiel fand in Les Boveresses, im oberen Teil der Stadt, statt. »Wir wussten, dass sich da etwas zusammenbraut, aber wir kannten den genauen Ort nicht. Deshalb war es schwierig, das Spiel im Vorfeld zu verhindern", sagte der Polizeisprecher weiter.

Diese Art von Begegnung zwischen jungen Menschen würden in den sozialen Netzwerken organisiert. In den vergangenen Tagen hätten weitere solche Spiele im Kanton Waadt stattgefunden. (sda)
13:25
13 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus in der Schweiz
In der Schweiz und in Liechtenstein sind innerhalb eines Tages 13 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden, 23 weniger als am Donnerstag. Insgesamt gab es 30'707 laborbestätigte Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Freitag mitteilte.

Am Mittwoch hatte das BAG noch 40 und am Dienstag 21 neu registrierte Ansteckungen mit dem neuen Coronavirus Sars-CoV-2 gemeldet. Die Fallzahlen unterliegen einer wöchentlichen Schwankung mit tieferen Zahlen am Wochenende. Auf 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner gab es 358 Ansteckungen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 in allen Kantonen zusammen betrug am Freitagmittag 1902, sechs mehr als noch am Vortag gemeldet waren.

Landesweit wurden bislang insgesamt 364'321 Tests durchgeführt. Davon waren nach Angaben des BAG 10 Prozent positiv. (sda)
11:39
Créa prognostiziert BIP-Einbruch von 8,2 Prozent im Jahr 2020
Das Konjunkturanlysezentrum Créa der Universität Lausanne sagt für das laufende Jahr einen Einbruch des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) von 8,2 Prozent voraus. Für 2021 rechnen die welschen Konjunkturforscher mit einer eher zögerlichen Rückkehr zum Wirtschaftswachstum, sprich mit einem BIP-Zuwachs von 3,2 Prozent.

Das Créa argumentiert, dass die Konjunktur in den kommenden Monaten keinen V-förmigen Verlauf zeigen wird, da die aktuelle Krise anders als beispielsweise die Finanzkrise 2009 nicht nur von einer mangelnden Nachfrage, sondern auch durch einen Angebotsmangel gekennzeichnet sein werde.

In der Coronakrise würden sowohl die Produktion als auch die Versorgungsketten in Mitleidenschaft gezogen, aber auch die Finanzen, der Arbeitsmarkt und insbesondere das Vertrauen würden Schaden nehmen.

«Wir tendieren zu einem Szenario mit einem starken Rückgang der Aktivität 2020, aber nur mit einer langsamen Erholung ab 2020», schreibt das Créa in einer Mitteilung vom Freitag. Darin wird auch darauf hingewiesen, dass ein Wachstum von 3,2 Prozent aufgrund des Basiseffektes alles andere als hoch sei.

Wachse die Schweizer Wirtschaft auch in den darauf folgenden Jahren nicht schneller, werde es fünf bis sechs Jahre dauern, bis das BIP wieder auf dem Niveau von 2019 angelangt sei.

Créa deutlich pessimistischer als andere
Das Créa ist damit deutlich pessimistischer als andere Konjunkturforschungsinstitute: So prognostiziert die KOF der ETH Zürich für 2020 ein Minus von 5,5 Prozent und das Basler BAK ein Minus von 5,3 Prozent. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) wiederum sagt ein BIP-Rückgang von 6,7 Prozent voraus.

Diese Institute gehen zudem stärker von einem V-förmigen Verlauf der Wachstumskurve aus, sind sie doch fürs nächste Jahr mit Wachstumsprognosen von über 5 Prozent ebenfalls deutlich optimistischer als das Créa. (awp/sda)
11:17
Bündnis fordert Covid-Überbrückungsfonds
Die Gewerkschaft Unia und rund zwei Dutzend mitunterstützende Organisationen fordern Bund und Kantone dazu auf, die Mittel für einen Covid-Überbrückungsfonds bereitzustellen. Dieser soll Personengruppen, die von den bisherigen Unterstützungsmassnahmen ausgeschlossen sind, einen sozialen und wirtschaftlichen Schutz gewährleisten.

Die Corona-Krise betreffe die prekär Angestellten besonders hart, schreiben die Organisationen. Hausangestellte, Betreuerinnen in Privathaushalten, Sans-Papiers, Scheinselbständige oder entlassene Mitarbeitende ohne Arbeitslosenentschädigung seien von den bisher beschlossenen Unterstützungsmassnahmen des Bundes ausgeschlossen. Zurzeit könnten sie weder Entschädigungen der Arbeitslosenversicherung noch der Erwerbsersatzordnung (EO) beanspruchen.

Zu den unterstützenden Organisationen zählen etwa der Christliche Friedensdienst, Médecins du Monde Suisse, das Schweizerische Arbeiterhilfswerk (SAH), Solifonds, das Netzwerk der Schweizer Selbständigen, die Nationale Plattform zu den Sans-Papiers sowie die Gewerkschaften VPOD, Syndicom und SEV. (sda)
10:59
Durchzogene Bilanz der Stadtpolizei Zürich
Am Auffahrtstag musste die Stadtpoilzei Zürich wegen zu grossen Personenansammlungen einzelne Örtlichkeiten vorübergehend sperren. Im Zusammenhang mit dem Corona-Virus kam es zwischen Mittwochabend und Freitagmorgen (20. - 22. Mai 2020) zu rund 40 Polizeieinsätzen. Zudem gingen etwas über hundert Lärmklagen ein.

Das warme und einladende Wetter lockte auch am Auffahrtstag wieder viele Menschen in die Parkanlagen und an die Gewässer. Die Stadtpolizei Zürich musste, um grössere Personenansammlungen zu verhindern, an diversen Orten intervenieren. Mit Lautsprecherdurchsagen und in persönlichen Gesprächen wurden die Leuten auf die geltenden Bestimmungen aufmerksam gemacht und aufgefordert die Örtlichkeit zu verlassen. Vereinzelt mussten aber auch Personen gebüsst und weggewiesen werden.

Die Stadtpolizei löste am Donnerstagnachmittag an mehreren Örtlichkeiten zu grosse Menschenansammlungen auf. Betroffen waren die Saffa-Insel, die Landiwiese, das Arboretum, die Grünflächen bei den Gemeinschaftszentren Wollishofen und Wipkingen sowie auf der Werdinsel und beim Tiefenbrunnen. Mit Lautsprecherdurchsagen und in persönlichen Gesprächen wurde die Bevölkerung gebeten, die Distanzregeln einzuhalten und das Gelände zu verlassen. Nach der Räumung wurden die Anlagen vorübergehend gesperrt. Vereinzelt wurden Leute weggewiesen und gebüsst.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat die Polizei eine illegale Party im Hürstwald aufgelöst. Beim Eintreffen der Polizei verliessen die meisten Besucherinnen und Besucher die Party freiwillig. Die verbleibenden rund 20 Personen konnten im Gespräch dazu bewegt werden, aufzuräumen und die Örtlichkeit zu verlassen. Die Veranstalterin wird wegen Missachtung der COVID-19-Verordnung verzeigt. Gegen 03.00 Uhr musste eine weitere Party an der Waidbadstrasse aufgelöst werden. Eine Person wurde angehalten und kurzzeitig zur Überprüfung der Personalien auf eine Wache gebracht.

In der Nacht auf Freitag kam es zu mehreren Einsätzen wegen Lärm in der ganzen Stadt. Vereinzelt mussten uneinsichtige Personen weggewiesen oder gebüsst werden, weil sie sich nicht an die COVID-19-Verordnung gehalten haben.

Die Stadtpolizei Zürich appelliert in diesem Zusammenhang erneut an die Bevölkerung sich auch weiterhin an die vom Bundesrat erlassenen Auflagen zu halten.
Eine Frau ist am Dienstagabend auf Zürcher Stadtgebiet von der Europabrücke auf das Autobahn-Teilstück der A1H gefallen. Die Kantonspolizei Zürich sucht Zeugen. (Symbolbild)
10:51
Tourismus in Schweizer Städten von Pandemie am stärksten betroffen
Die Coronavirus-Pandemie wird den Tourismus in den Schweizer Grossstädten am härtesten treffen. Dies geht aus einer Studie der Credit Suisse hervor. Die Berghotels dürften dagegen von den inländischen Gästen profitieren.

Mit den nächsten Lockerungen am 8. Juni könnte auch der Tourismus in der Schweiz wieder ins Rollen kommen. Da globale Reisen aber noch immer stark eingeschränkt seien, werde man weiter auf ausländische Gäste verzichten müssen, erklärte die Credit Suisse in der am Freitag veröffentlichten Studie.

Aufgefangen werden soll dies durch Schweizer Touristen, welche ihre Ferien nun auch hauptsächlich im Inland verbringen werden. Der Kampf um inländische Touristen sei eröffnet, schrieb Studienautor Alexander Lohse. Die Frage sei nun, für welche Regionen sich die Gäste entscheiden würden.

Ein Blick in die Vergangenheit zeige, dass Schweizer Hotelgäste bevorzugt in den Bergregionen übernachten würden, hiess es weiter. Weniger im Fokus stünden die Grossstädte Basel, Bern und Genf. Eine Ausnahme sei die Region Zürich, die aber normalerweise von Grossanlässen und Geschäftsreisen profitiere, welche diesen Sommer nur eingeschränkt stattfinden würden.

Asiaten fehlen
Laut Lohse würden die Grossstädte diesen Sommer massiv unter den ausbleibenden ausländischen Touristen leiden. Auch die Regionen Luzern/Vierwaldstättersee und das Berner Oberland haben den Ausfall vieler asiatischen Reisenden zu beklagen.

Besser sei der Ausblick für die Tourismusgebiete in den Bergregionen, wie Graubünden, das Wallis oder die Ostschweiz sowie das Tessin. Diese hingen weniger von ausländischen Gästen ab und würden diesen Sommer wohl noch stärker im Fokus der inländischen Reisenden stehen.

Gerade in den Bergregionen könnten dementsprechend die fehlenden Einnahmen der ausländischen Gäste zumindest teilweise kompensiert werden. Dies werde aber hauptsächlich in den Schweizer Ferienzeiten der Fall sein. Ausserhalb der Schweizer Ferienzeiten werde die Auslastung sinken und der Wettbewerb zunehmen.

Höheres Konkursrisiko
Vor allem kleinere Betriebe mit geringerer Liquidität seien sich einem erhöhten Konkursrisiko ausgesetzt. Besserung sei in den Wintermonaten in Sicht. Einerseits dürften bis dann die Reisebeschränkungen wieder etwas lockerer sein, andererseits sei die Tourismusbranche im Winter weniger abhängig vom ausländischen Gästen.

Die Folgen der Coronakrise auf den Tourismus zeigten sich bereits im März, als die Einschränkungen im In- und Ausland verhängt wurden. Die Übernachtungen brachen laut dem Bundesamtes für Statistik (BFS) im Vergleich zum Vorjahr um 62

Prozent ein. Laut der CS könnte das Bild im April und Mai noch düsterer ausfallen. Die Hotellerie rechne in diesen Monaten mit einer Auslastung von lediglich 8 bzw. 9 Prozent, hiess es. (awp/sda)
Mehr Schweiz geht nicht: Diese 16 Berghütten musst du einmal in deinem Leben besucht haben
Schöne Tipps! 
Auch zu empfehlen ist die Gspaltenhornhütte auf knapp 2'500 m ü. M im Kiental mit Blick auf den Gamchigletscher, das wunderschöne Keintal und einige Nordwände. Normaler Hüttenweg von der Griesalp ist T2, ausser man nimmt den Weg über den Gletscher, dort muss ein kleiner Wasserfall überwunden werden.
10:27
Innerrhoder Landsgemeinde abgesagt - Urnenabstimmung im August
Die Appenzell Innerrhoder Landsgemeinde, deren Verschiebung von Ende April auf den 23. August vorgesehen war, findet nicht statt. Die Standeskommission (Regierung) hat auf das gleiche Datum Urnenabstimmungen angesetzt.

Auch die Bezirksgemeinden, die traditionell jeweils kurz nach der Landsgemeinde stattfinden, sind abgesagt, wie die Innerrhoder Regierung am Freitag mitteilte. Der Grund für die Absage sind die Einschränkungen wegen der Coronakrise. So sind Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis Ende August verboten.

Die Kantone könnten für Landsgemeinden und Gemeindeversammlungen zwar von dieser Vorgabe abweichen, schreibt die Standeskommission. Es müsse aber ein wirksamer Ansteckungsschutz gewährleistet sein. «Dies ist insbesondere bei Versammlungen mit deutlich mehr als 1000 Leuten eine schwierige Aufgabe».

Die nötigen Massnahmen würden sich massiv auf den Charakter der Landsgemeinde auswirken. Hinzu komme, dass beim Landsgemeindegottesdienst und bei den üblichen Festivitäten nach der Landsgemeinde die allgemeinen Einschränkungen des Bundes über Menschenansammlungen und das Abstandhalten gelten.

Die Regierung habe daher beschlossen, die verschobene Landsgemeinde ganz abzusagen. Eine nochmalige Verschiebung der wäre nicht zielführend. Es bestehe das Risiko, dass die Landsgemeinde wegen einer zweiten Ansteckungswelle oder wegen einschränkender Bundesvorgaben wieder nicht durchgeführt werden könnte. (sda)
Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

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