Franken
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ARCHIVBILD ZUR SCHLIESSUNG DER LETZTEN SPINNEREI IN DER SCHWEIZ --- Ein Mitarbeiter der Spinnerei Hermann Buehler AG in Sennhof bei Winterthur wickelt am 12. Mai 2005 das Ende eines Baumwollstrangs auf eine Rolle. In der Spinnerei werden aus Baumwolle Qualitaetsgarne zur Herstellung von Textilien produziert.   (KEYSTONE/Peter Fischli)

Die letzte Baumwollspinnerei der Schweiz, die Hermann Bühler AG in Sennhof bei Winterthur, muss schliessen. Ein Grund ist der Frankenschock. Bild: KEYSTONE

Der Frankenschock ist längst nicht überwunden – vielen Industrie-KMU droht das Aus

Auf den ersten Blick hat die Schweizer Wirtschaft die Aufhebung des Euro-Mindestkurses gut verdaut. Viele Industrie-KMU aber leben von der Substanz. In einer Allianz mit Detailhandel und Tourismus wollen sie die Politik wachrütteln.



War da was? Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses von 1.20 Franken durch die Nationalbank im Januar 2015 wurden düstere Szenarien entworfen. Die Schweiz werde eine Deindustrialisierung erleben, zahlreiche Jobs würden abgebaut und ins Ausland verlagert, hiess es. Knapp eineinhalb Jahre später wirken diese Prognosen wie pure Schwarzmalerei. Die Arbeitslosenquote liegt bei erträglichen 3,3 Prozent. Die Konjunkturprognosen bescheinigen der Schweizer Wirtschaft eine positive Entwicklung, auch im Exportsektor.

Alles paletti also? Nur auf den ersten Blick. Die grossen Unternehmen haben den «Frankenschock» gut absorbiert, auch wenn es da und dort zu einem Stellenabbau kam. Eine Stufe tiefer, bei den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), präsentiert sich die Lage jedoch weit weniger rosig. Swissmechanic, der Arbeitgeberverband der KMU in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM), warnt in einer Mitteilung «eindringlich vor zu viel Optimismus».

Solidaritaetsveranstaltung fuer General Electric GE Angestellte und Demonstration gegen Stellenabbau bei Alstom am Samstag, 23. Januar 2016, in Baden. Nach der Uebernahme von Alstom durch GE wurde am 13. Januar ein Stellenabbau von 1300 Angestellten bei Alstom angekuendigt. (KEYSTONE/Alexandra Wey)

Protest gegen den Stellenabbau bei General Electric. In der MEM-Branche gingen rund 11'000 Jobs verloren.
Bild: KEYSTONE

Seit der Aufhebung des Mindestkurses wurden in der MEM-Branche rund 11'000 Stellen abgebaut. «Viele Firmen haben sich mit der Situation arrangiert, aber ein relativ grosser Teil der Branche steckt in substanziellen Schwierigkeiten», erklärt Swissmechanic-Direktor Oliver Müller. Rund ein Drittel der 1400 Mitgliedsunternehmen hätten im letzten Jahr einen Verlust verbucht, und eine Mehrheit sehe auch im laufenden Jahr kein Licht am Ende des Tunnels.

Lockrufe aus Osteuropa

«Die vermeintlich positiven Signale versperren den Blick auf diese Realität», sagt Müller. Selbst Unternehmen, deren Auftragsbücher gut gefüllt sind, kommen wegen des Margendrucks nur knapp über die Runden. Oliver Müller erläutert das Problem anhand einer Metapher: «Viele Firmen fahren auf Reserve. Ab und zu können sie etwas nachtanken, aber irgendwann geht ihnen der Sprit aus.» Die Auswirkungen des Frankenschocks werde man deshalb erst in drei bis fünf Jahren sehen.

In seiner ehemaligen Firma würden 95 Prozent der Einnahmen in Euro erwirtschaftet, sagt Müller. Mit der Aufhebung des Mindestkurses seien sie schlagartig um 15 Prozent eingebrochen «und das in einer Branche, in der zehn Prozent Gewinn hervorragend sind». 2011 lag der Eurokurs bei 1.60 Franken, heute sind es 50 Prozent weniger. «Das lässt sich höchstens zu zwei Dritteln mit Produktivitätssteigerungen kompensieren», sagt der Swissmechanic-Chef.

13 Milliarden verloren

Die am Dienstag veröffentlichte Studie «Monitor Schweiz» der Credit Suisse unterstreicht die Probleme der Exportindustrie. Die Aufwertung des Frankens habe die Schweiz über 13 Milliarden Franken an Bruttoinlandsprodukt gekostet. Geld, das heute allem voran in den Kassen der Unternehmen fehle.

Besonders ausgeprägt sei der Stellenabbau in der Industrie gewesen, wo seit dem ersten Quartal 2015 knapp 13'000 Vollzeitstellen verschwunden seien, was zwei Prozent der Gesamtbeschäftigung in der Industrie entspreche. Diesem Rückgang stehe ein Stellenaufbau im Dienstleistungssektor gegenüber: Im Gesundheits- und Sozialwesen seien 14'000 neue Stellen geschaffen worden. (sda)

Die befürchtete Deindustrialisierung der Schweiz ist deshalb keineswegs abgewendet, sie findet vielmehr schleichend statt. Müller kennt Unternehmen, die mit Aussicht auf Steuererleichterungen, billiges Bauland und qualifizierte Mitarbeiter nach Ostdeutschland oder Osteuropa gelockt werden: «Manche fragen sich da, ob sie wirklich in der Schweiz bleiben wollen.»

Firmen wollen Euro in der Schweiz

Dieser Entwicklung will Swissmechanic nicht tatenlos zuschauen. Der Verband strebt eine «breite Allianz» mit anderen Branchen an, die vom Frankenschock betroffen sind, vor allem Detailhandel, Gastronomie und Tourismus. Ziel ist unter anderem «die Bekämpfung der Hochpreis- und Hochkosteninsel Schweiz», wie es in der Mitteilung heisst. Konkrete Forderungen gibt es noch nicht, es finden erst lose Gespräche statt. «Aber uns läuft die Zeit davon», warnt Müller.

Explizit will man die Politik ansprechen, die «nicht einfach zum Alltag übergehen darf», sagt KMU-Vertreter Müller. Der Begriff Industriepolitik werde in der Schweiz nicht gerne in den Mund genommen, «aber wenn andere es machen, kann es dann für uns ein Tabu sein?» Der Bund sollte mehr machen, etwa in Form von Exporthilfen für KMU. Auch eine Volksinitiative «für faire Importpreise» ist in Arbeit, doch sie wird frühestens im September lanciert.

Mit dem Appell an die Politik trifft sich der KMU-Verband mit der Gewerkschaft Unia. Sie führt am kommenden Freitag ihren diesjährigen Industrie-Aktionstag durch und will ein «Manifest für den Industrie- und Werkplatz Schweiz» zuhanden des Wirtschaftsdepartements verabschieden. Explizit nimmt Unia dabei die «falsche Politik der Schweizerischen Nationalbank» und die «fehlende Industriepolitik» ins Visier.

Zwar haben Arbeitgeber und Gewerkschafter das Heu in der Regel nicht auf der gleichen Bühne. In diesem Bereich lägen Unia und Swissmechanic bei der Lagebeurteilung aber nicht weit auseinander, anerkennt Oliver Müller. Für die Rückkehr zu einem fixen Wechselkurs sei man offen: «Es gibt sogar Unternehmer, die sich für die Einführung des Euro in der Schweiz aussprechen.» Wenn selbst solche Massnahmen kein Tabu mehr sind, ist die Lage definitiv ernst.

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    Alle Leser-Kommentare
  • rodolofo 16.06.2016 08:02
    Highlight Highlight Unser "starker Franken" ist zugleich unsere Schwäche?
    Wie denn das?
    Die Realität ist widersprüchlich.
    Als Touristen können wir uns viel leisten, aber als Exporteure haben wir das Nachsehen.
    Darum profitiert Deutschland vom Euro, und Griechenland leidet unter dem Euro.
    Wären wir in der EU, dann würde unsere Export-Industrie auf vollen Touren laufen, so wie in Deutschland.
    Aber wir haben unser Beitrittsgesuch gestern definitiv zurückgezogen.
    Immerhin können wir mit unseren "starken Franken" noch in Griechenland Ferien machen und die (West-) Deutschen Touristen in Sachen Arroganz konkurrenzieren.
  • Strategist 15.06.2016 23:08
    Highlight Highlight Das sind zwei wichtige Indikatoren für die derzeitigen Probleme. Und es gibt noch viele mehr. Es tut sich ein Jammertal auf, Schuldzuweisungen an alle anderen. Anstatt sich selbst an die eigene Nase zu fassen und zu beginnen.
  • Strategist 15.06.2016 23:07
    Highlight Highlight Veränderung wird in der selbstherrlichen Schweiz nicht gern gesehen. "Bisher lief ja alles wunderbar, warum etwas ändern?" Das die Veränderung alltäglich jeden . Menschen betrifft, wird völlig ausser Acht gelassen. Viel Schweizer Unternehmen haben sich auf den Erfolgen der letzten 20 Jahre ausgeruht. Es wurden die Gewinne abgezogen, zu wenig in neue Innovationen reinvestiert.
  • Homes8 15.06.2016 17:40
    Highlight Highlight Tia, Ende der Fahnenstange.
    Ist ja klar, wenn sich das Vermögen immer mehr bei wenigen SuperMiliardären sammelt, bleibt immer weniger für den Durchschnitt.
    Es wird immer weniger konsumiert. Der Staat hat auch immer weniger Mittel die Konjunktur anzukurbeln.
    In den letzten 12 Jahren hat sich die Geldmenge etwa verzehnfacht, die Steuererträge haben jedoch nur um ca. 50% zugenommen.
    Die Leute kaufen sich zu 90% das billigste aus Asien, was mit Schweröl ohne Filter um die Welt geschippert wird.

    Da helfen auch keine Steuergeschenke an Industrie und neue Handelsabkommen.
    Das ist Krebs im Endstadium
  • Likos 15.06.2016 17:13
    Highlight Highlight Durch die Globalisierung verliert die Schweiz als teureres Land sowieso, egal ob CHF, EUR oder Muscheln...
  • Matthias Studer 15.06.2016 16:25
    Highlight Highlight Ich denke der grosse Kanton ist mit seinem neuen Niedriglohnsektor nicht ganz unschuldig. Hat man in Europa gesehen, als der Export in Deutschland stark anstieg und bei den restlichen Mitgliedstaaten rückläufig wurde.

    Die Schweiz ist einfach zu teuer. Entweder gibt es eine Preisanpassung an Deutschland (Löhne,Konsumgüter, Bodenpreise usw) oder die Schweiz wird entindustrialisiert.

    England hatte das gleiche durchgemacht und sich neu orientiert.

    Oder wir sprechen über Arbeit um zu leben und vergessen das es Zinse und Gewinne gibt.
  • 7siech 15.06.2016 14:27
    Highlight Highlight Gerade die KMU-Schweiz war ja klar gegen die Einführung des Euros (Souveränität etc.). Nun zu jammern finde ich hirnrissig..
  • TodosSomosSecondos 15.06.2016 14:26
    Highlight Highlight Was ich nicht ganz verstehe. Die Industrie redet immer nur über die Nachteile des hohen Frankenkurses. Aber die Schweiz hat keine Rohstoffe und unsere Industrie kauft somit Rohstoffe und Halbfabrikate im Ausland ein. Ich höre niemanden jammern, dass man jetzt viel billiger einkaufen kann und dadurch die Margen steigen. Oder dass die ganzen bereits ins Ausland ausgelagerten Dienstleistungen jetzt billiger sind... Aber dass man weniger absetzen kann, weil man im Ausland zu teuer ist. Wie wärs wenn man die Margen an die Einkaufspreise angleicht, um so im Ausland konkurrenzfähiger zu sein?
    • Fabio74 15.06.2016 15:04
      Highlight Highlight und die restlichen Kosten wie Lohnkosten blendest du grosszügigerweise aus
    • TodosSomosSecondos 15.06.2016 15:51
      Highlight Highlight Natürlich nicht. Aber die Lohnkosten bleiben ja gleich wenn in Franken ausbezahlt und sinken in der Summe sogar, da gewisse Löhne in Fremdwährung bezahlt werden (Call Center, IT, Verkauf, etc.). Ich wollte mit dem Post auch nicht sagen, dass der Frankenkurs überhaupt kein Problem sein soll.. lediglich dass die Wahrnehmung ein wenig gar einseitig ist und bei den Betroffenen über die Vorteile nie ein Wort verloren wird. Find ich verwunderlich..
    • Vosi 15.06.2016 16:42
      Highlight Highlight Bin selber in einem KMU Produktion tätig. Exportanteil etwa 40%.
      Bringt aber wenig wenn das Rohmaterial 10% günstiger wird. Das teure ist die Arbeit für die "Veredelung". Diese macht etwa 80-90% aus und das sind CHF.
      Einen 3 Satz erspar ich mir jetzt noch. 😀
  • Lowend 15.06.2016 14:20
    Highlight Highlight Nur keine Sorgen, liebe Angestellte der bedrohten KMUs! Bundespräsident Schneider-Ammann, oder Bundesrat Maurer wird sich sicher schon bald mit salbungsvollen Worten an euch wenden und erklären, dass alles nicht so schlimm wird wie es scheint, weil jede Entlassung auch so etwas wie ein Neuanfang ist.
    • oXiVanisher 16.06.2016 08:13
      Highlight Highlight Das problem ist nicht die Aufhebung der SNB, sondern dass das 2,5 Jahre länger als angedacht durchgezogen wurde. Ganz klar auf wunsch deren, die jetzt am lautesten klagen.
  • mrgoku 15.06.2016 13:17
    Highlight Highlight Wir haben viele Kunden welche Ihre Produktion nach Polen, Rumänien, Bulgarien, etc. verlagert haben. Alles grosse Unternehmen und keine No-Names...
    • mrgoku 15.06.2016 15:46
      Highlight Highlight Es liegt auch am CH Franken. Produziert man im Ausland hat man einen tieferen Einstandspreis. Somit kann man den Verkaufspreis senken um konkurrenzfähig zu bleiben. Mit dem starken CH Franken hat man sonst keine Chance langfristig....vor allem bei internationaler Konkurrenz...
  • stan1993 15.06.2016 12:43
    Highlight Highlight Wohl eher der schwache Euro
  • Herbert Anneler 15.06.2016 12:34
    Highlight Highlight Die Lage ist ernst, aber es ist nicht allein der Frankenschock, sondern viel mehr noch das allgemeine selbstherrliche wirtschaftliche und politischen Abseitsstehen der Schweiz, angeführt von einem angeblich erfolgreichen neureichen Unternehmer. Was dieser unser Land kostet, wird allmählicher klarer und klarer. Fertig Blocherismus - heraus aus der Sackgasse!
    • Anaalvik 15.06.2016 14:20
      Highlight Highlight Wie schön, dass Du in Deinem Leben für alles immer nur denselben Sündenbock brauchst. Das wirklich sehr praktisch. Da musst Du nie lange nach einem suchen.
    • _kokolorix 15.06.2016 22:22
      Highlight Highlight Na ja, der Sündenbock bietet sich nun mal an.
      Von der Ewr Ablehnung hat nur Blocher persönlich profitiert, er musste seine ergaunerten Ems Aktien nicht zurckgeben und keine Busse wegen schamlosen Insidergeschäften zahlen. Was uns die unzähligen halbseidenen Initiativen, die die abgelehnt wurden und noch mehr die zwei die angenommen wurden, kosten geht in die Mia.
      Noch mehr hat der feine Herr als Bundesrat verbrochen, die Asylproblematik ist zu guten Teilen auf das blochersche Wirken zurückzuführen. Das die NB ihre Goldreserven zum historischen Tiefststand verscherbelte verdanken wir auch ihm
  • Der Kritiker 15.06.2016 12:21
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