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ZUM THEMA VATERSCHAFTSURLAUB STELLEN WIR IHNEN HEUTE, MITTWOCH, 25. OKTOBER 2017, FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- A father sits on the sofa with his five-month-old daughter, pictured in Kilchberg, Canton of Zurich, Switzerland, on September 21, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Vater sitzt mit seiner fuenf Monate alten Tochter auf dem Sofa, aufgenommen am 21. September 2017 in Kilchberg. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Bild: KEYSTONE

Nationalrat: Weg frei für zwei Wochen Vaterschaftsurlaub



Der Vaterschaftsurlaub ist einen Schritt weiter. Am Donnerstag hat die Bildungskommission des Nationalrats (WBK) einem zweiwöchigen Urlaub für frisch gebackene Väter zugestimmt.

Kommissionspräsidentin Christine Bulliard (CVP/FR) sprach vor den Medien von einem historischen Moment. «Es ist ein Zeichen, dass wir mit der Zeit gehen», sagte sie. Die Kommission habe den Startschuss gegeben, damit die Arbeiten sofort aufgenommen werden könnten.

Die WBK hatte über eine parlamentarische Initiative der Sozialkommission des Ständerats (SGK) zu befinden. Diese will der Initiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub einen indirekten Gegenvorschlag gegenüberstellen. Die Nationalratskommission stimmte mit 15 zu 9 Stimmen bei 1 Enthaltung zu.

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Die Nein-Stimmen dürften nicht von den Verfechtern des vierwöchigen Vaterschaftsurlaubs gekommen sein. «Es gibt Leute, die keinen Vaterschaftsurlaub wollen», sagte Bulliard dazu.

Kompromiss wegen Kosten

Nun kann die Ständeratskommission eine Gesetzesänderung ausarbeiten. Die parlamentarische Initiative sieht einen zweiwöchigen bezahlten Vaterschaftsurlaub vor. Diesen soll der Vater innerhalb von 6 Monaten ab der Geburt am Stück oder als Teilzeitreduktion, also auch tageweise, beziehen können. Finanziert würde der Vaterschaftsurlaub wie die Mutterschaftsentschädigung über die Erwerbsersatzordnung (EO).

Als Hauptgrund für den Kompromiss hatte die Ständeratskommission die Kosten genannt. Vier Wochen Vaterschaftsurlaub würden nach Berechnungen des Bundes rund 420 Millionen Franken pro Jahr kosten. Nach Ansicht der SGK würde das die Wirtschaft zu stark belasten.

Keine weitere Verzögerung

Den 16-wöchigen Elternurlaub, den die FDP fordert, hat die Nationalratskommission klar abgelehnt. Auch höhere Steuerabzüge für Fremdbetreuungskosten fanden keine Mehrheit. «Man möchte, dass es jetzt vorwärts geht», erklärte Bulliard.

Die Initiative für einen vierwöchigen Vaterschaftsurlaub ist im Juni 2017 eingereicht worden. Urheber sind die Organisationen Travail.Suisse, männer.ch, Alliance F und Pro Familia Schweiz. Mit dem indirekten Gegenvorschlag sind sie nicht zufrieden. Vier Wochen Vaterschaftsurlaub seien bereits ein Kompromiss, heisst es in einer Stellungnahme. Die Initianten halten daher am Volksbegehren fest.

Enger Zeitplan

Eine Abstimmungsempfehlung zur Initiative haben die beiden Kommissionen noch nicht abgegeben. Für den Entscheid haben sie bis im Januar 2020 Zeit. Da sie ihn vom Schicksal des indirekten Gegenvorschlags abhängig machen, sind sie unter Zeitdruck.

Ein Entwurf soll im nächsten Januar in die Vernehmlassung gehen. Der Ständerat befasst sich laut Bulliard in der Herbstsession 2019 mit der Vorlage, der Nationalrat in der Wintersession. (aegsda)

Bald 20 Tage bezahlten Vaterschaftsurlaub?

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Video: srf

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44Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Neruda 21.09.2018 00:12
    Highlight Highlight Damit haben sie mich überzeut! Da gibt es ja kein Argument mehr, für die Initiative zu stimmen. 🙈
  • Phiilofofi 20.09.2018 23:33
    Highlight Highlight "Es ist ein Zeichen, dass wir mit der Zeit gehen."

    Wow... also das nenn ich mal Verblendung par excellence. In welchem Kaff lebt die denn? Hintermondingen?
  • nick11 20.09.2018 19:31
    Highlight Highlight Bis das kommt sind wohl all unsere Kinder schon da. Aber wenigstens werden es die nach uns besser haben 👍
  • Fischra 20.09.2018 18:22
    Highlight Highlight Okay fangen wir mal mit 2 Wochen an. Besser als nichts wie bis anhin. Aber mindestens 4 Wochen wären angebracht liebe Eidgenossen 🤪🤪
  • Optimistic Goose 20.09.2018 17:17
    Highlight Highlight Macht mal vorwärts, wir möchte einen Braten nachlegen!
    • Nico Rharennon 20.09.2018 20:11
      Highlight Highlight Geht mir genau gleich!

      «Es ist ein Zeichen, dass wir mit der Zeit gehen» So ein Seich! Mit der Zeit gehen benötigt mindestens 4 Wochen, eher 2 Monate!
      Die gleichen Leute wollen auch nicht am WK-Modell rütteln, was aber ziemlich sicher ähnliche Kosten mit sich bringt und das bei weit weniger Nutzen... Gruselig!
  • Alter-Sack 20.09.2018 17:17
    Highlight Highlight Wer nicht bereit ist seinem Nachwuchs zwei Wochen seiner wohlverdienten Ferien zu opfern, ist es nicht Wert Vater zu werden. Mit solchen Forderungen steigen die Lohnnebenkosten. Lohnerhöhungen werden dann einfach zurückgestellt. Oder glaubt ihr etwa, diese Kosten werden vom golden Kalb gesch....en?
    • reconquista's creed 20.09.2018 17:50
      Highlight Highlight Entlasten wir doch die Firmen und nehmen am 1. August, Weihnachten und Neujahr frei mit unseren Ferientagen. Wer dem nicht zustimmt ist es nicht Wert Schweizer oder Christ zu sein.
      Dann steigen auch die Löhne - und das ganz ohne goldenes Kalb!
    • Herren 20.09.2018 18:56
      Highlight Highlight Nicht alle können kurzfristig zwei Wochen Ferien nehmen. Schliesslich weiß man nur in seltenen Fällen Wochen im voraus, wann der Nachwuchs zur Welt kommt. Nur wenn der Vaterschaftsurlaub gesetzlich verankert ist, kann jeder Vater vom Tag der Niederkunft an zwei Wochen frei nehmen. Sonst ist er auf das Wohlwollen des Arbeitgebers angewiesen.
    • bokl 20.09.2018 19:53
      Highlight Highlight Solange der EO-Abzug nicht erhöht wird, steigt gar nix. Einfach ein paar WK streichen und gut ist.
  • reconquista's creed 20.09.2018 17:08
    Highlight Highlight Zwei Wochen sind das Mindeste. Deswegen eigentlich ein guter Vorschlag. In einer liberalen Wirtschaft sollten die Gesetzte das Minimum abbilden. Bis anhin werden diesbezüglich bereits in vielen Firmen mehr als das gesetzliche Minimum zugestanden.
  • Garp 20.09.2018 16:35
    Highlight Highlight 2 Wochen, wie mickrig ist das denn?

    Dann fühlen sie sich dabei noch so modern und fortschrittlich. 🙈

    Nein, sie sind einfach stutzgeil und patriarchalisch.
    • Karl33 20.09.2018 16:47
      Highlight Highlight jaja, das pöse patriarchat. die väter sind zwar die leidtragenden, aber offenbar unterdrücken sie sich ja selbst.
      aber ist ja grad modisch, alles was nicht klappt, den männern anzuhängen...

    • Karl33 20.09.2018 16:48
      Highlight Highlight Kommissionspräsidentin Christine Bulliard (CVP/FR), die weibliche Präsidentin der patriarchalischen Kommission, chch.
    • Garp 20.09.2018 17:11
      Highlight Highlight Auch Frauen können patriarchalische Strukturen unterstützen, Karl. Davon gibt es sogar nicht wenige. Das wirst Du aber nie verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Magnum44 20.09.2018 16:07
    Highlight Highlight Wieso kosten die alljährlichen drei Wochen Saufen und Zeit Absitzen im Militär eigentlich die Wirtschaft nichts?
    • AllknowingP 20.09.2018 16:23
      Highlight Highlight Tun sie. Und zwar Milliarden. Aber keiner hat die Eier daszu bennenen...
    • Normi 20.09.2018 16:31
      Highlight Highlight Wegen dem Filz 😉
  • Zahlenheini 20.09.2018 15:19
    Highlight Highlight Und wieviel kosten uns die WKs des Militärs, wo Steuergelder verballert werden? Was bringt uns der diskriminierende, staatlich verordnete Zwang der Wehrpflicht? Nichts. Wir sind nämlich ein neutraler Staat, der vor allem Kinder braucht. Ohne Nachwuchs gibt es nämlich auch keine Armee. Zur Produktivität trägt das Militär herzlich wenig bei, ganz im Gegenteil.
    • Borki 20.09.2018 16:25
      Highlight Highlight Klar, Neutralität schützt uns für immer und ewig vor Konflikten! Frag mal die Belgier... Ausserdem haben wir dieses Thema erst gerade demokratisch abgehandelt und die Entscheidung war so was von deutlich.

      Aber das schöne ist jetzt dann ja, dass wir beides bekommen! Bundes- und Vaterschaftsurlaub!😉

    • Zahlenheini 20.09.2018 18:07
      Highlight Highlight Österreich, Schweden, Finnland und Irland sind/waren auch mal neutral. Und nur weil man etwas mal demokratisch abgehandelt hat, heisst das nicht, dass dies sakrosankt ist (siehe Personenfreizügigkeitsabkommen).

      Solange unsere Politik bürgerlich-konservativ (CVP, FDP, SVP) und nicht liberal-progressiv geprägt ist, glaube ich nicht an tiefgreifende Reformen in der Familienpolitik.
  • Androider 20.09.2018 15:11
    Highlight Highlight "Es ist ein Zeichen, dass wir mit der Zeit gehen."

    Obschon zwei Wochen besser sind als gar nichts, ist das längst nicht "mit der Zeit gehen". Hoffe, dass die Volksinitiative für den vierwöchigen Vaterschaftsurlaub angenommen wird, wenn sie dann zur Abstimmung kommt.
    • Til 20.09.2018 20:05
      Highlight Highlight Habe ich auch gedacht. Es ist ein Zeichen, dass wir der Zeit etwas weniger hinterherhinken.
  • Knety 20.09.2018 14:57
    Highlight Highlight Man könnte ja einfach allen Arbeitnehmern vier Wochen Ferien geben, die diese dann selber beziehen können für was sie möchten. Dann wird niemand bevorzugt.
    Ohh, Moment...
    • Miicha 20.09.2018 15:42
      Highlight Highlight Ein Kind bekommen hat nichts mit Ferien zu tun. Erholsam ist es definitiv nicht.
    • Knety 20.09.2018 16:36
      Highlight Highlight Leute denen Kinder zu anstrengend sind, sollten auch keine haben.
    • Normi 20.09.2018 16:40
      Highlight Highlight @miicha
      Wenn Ich meinem Schwager und Bekannten ist dieses erschöpft sein eines der schönsten die es gibt
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheGreenOne 20.09.2018 14:46
    Highlight Highlight Ich hoffe die Initianten ziehen die Initiative nicht zurück!
  • manhunt 20.09.2018 14:39
    Highlight Highlight „Vier Wochen Vaterschaftsurlaub würden nach Berechnungen des Bundes rund 420 Millionen Franken pro Jahr kosten.“
    ists nicht kaum ne woche her, da wollte selbiges parlament den unternehmen zwei milliarden in den arsch blasen?
    • Firefly 20.09.2018 19:39
      Highlight Highlight Also, das Parlament bläst den Unternehmen zwei Milliarden in den Arsch, dafür müssen die Firmen die Etlernzeit (min 1/2 Jahr unter den Eltern aufteilbar) ihrer Angestellten davon finanzieren. Deal!?
    • manhunt 20.09.2018 23:09
      Highlight Highlight @firefly: warum nicht?
  • Resistance 20.09.2018 14:37
    Highlight Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
    • manta 20.09.2018 15:10
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Bynaus @final-frontier.ch 20.09.2018 14:37
    Highlight Highlight 2 x JA + [x] Initiative. *freu*
    • Bynaus @final-frontier.ch 20.09.2018 15:18
      Highlight Highlight Ah nein ich Dummerchen. Ist ja ein indirekter Gegenvorschlag. Dann halt einfach JA, wenn sie dann kommt (zurückgezogen wird sie wohl nicht). Und meine Unterschrift unter jede Initiative, die eine sinnvolle Elternzeit (mind. 6 Monate) verlangt.
    • Miicha 20.09.2018 15:44
      Highlight Highlight Bist wahnsinnig? Was das kostet!! Lieber noch ein paar Panzer kaufen, die werden wenigstens gebraucht. 😂
    • Magnum44 20.09.2018 16:08
      Highlight Highlight Keine Angst, das Referendum kommt bestimmt auch.

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