Full-Full-Medal! Das Schweizer Aerials-Mixed-Team gewinnt Silber
Das Schweizer Trio Kozomara, Roth und Werner bewies im Aerials-Team-Wettkampf Nerven wie Drahtseile und wahre Comeback-Qualitäten. So schien die Schweiz nicht nur ein- sondern gleich zweimal geschlagen. Zweimal war es Noé Roth, der die Schweiz entscheidend zurückbrachte.
Im 2. Finaldurchgang der besten vier Teams musste Kozomara einen Sturz verbuchen. «Ich habe gehofft, dass ich den Jungs mehr helfen kann, dass sie wissen, dass ich schon geliefert habe, und so etwas weniger Druck haben», sagte die 20-Jährige nach der Siegerehrung im SRF-Interview. «Ich bin sehr dankbar, dass sie abgeliefert haben.»
Fünf Schrauben für ein Halleluja
Denn Werner und Roth hielten dem Druck stand. Ersterer stand seinen Sprung mit fünf Schrauben souverän. Wenig später tat Roth ihm dies gleich. Mitfavorit China versagten hingegen die Nerven. Nach zwei Stürzen aus drei Sprüngen blieb den Chinesen mit Olympiasieger Wang Xindi lediglich Bronze. Die USA gewann überlegen Gold.
«Der Tag ist noch lang. Chunnt scho guet», meinte Werner, angesprochen auf die Pläne zur Medaillenfeier des Schweizer Teams.
Schon im 1. Finaldurchgang stand das Schweizer Trio mit dem Rücken zur Wand. Kozomara war gestürzt, Werner hatte nicht das letzte Risiko genommen. Also war es Roth, der liefern musste. Und das tat er auch. Dank fünf Schrauben – kein anderer Athlet zeigte das im ersten Durchgang – zitterte sich die Schweiz in den 2. Finaldurchgang der besten Vier. Diese Qualifikation für den 2. Durchgang gelang auch, weil Kanada und die Ukraine nicht wie erwartet ablieferten.
«Surreal»
Für das Schweizer Trio ist es nach Bronze an der Heim-WM 2025 in St. Moritz bereits der zweite sensationelle Triumph an einem Grossanlass. Während es für Roth nach der Medaille am Freitag ein zweites Mal Silber gibt, ist es für Kozomara und für Werner das erste olympische Edelmetall.
«Die Medaille im Einzel bedeutet mir sicher etwas mehr», sagte ein gut gelaunter Roth im Fernseh-Interview. «Aber es ist sehr schön, dass wir nun gemeinsam feiern können», ergänzte er. Kozomara nannte den Triumph derweil surreal, Werner «umso schöner», da sie eigentlich mit Bronze gerechnet hatten.
Vor vier Jahren, als der Mixed-Wettbewerb in Peking seine olympische Premiere feierte, hatte die Schweiz den 4. Platz belegt. Anstelle von Kozomara war Alexandra Bär an der Seite von Werner und Roth angetreten. (ram/sda)
