Gesellschaft & Politik
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Alle wollen in die Zentren – Mieten in den Städten steigen weiter



Mieterinnen und Mieter können sich freuen. Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat den Referenzzinssatz für Wohnungsmieten auf 1,25 Prozent gesenkt. Es darf mit tieferen Mieten gerechnet werden.(Symbolbild)

Teuer: Wohnen in der Stadt. Bild: KEYSTONE

Die Städte üben ungebrochen eine grosse Anziehungskraft auf die Menschen aus. Daran hat auch die Corona-Krise nichts geändert. Die Angebotsmieten haben im ersten Halbjahr ihren Aufwärtstrend nämlich fortgesetzt.

Aber auch schweizweit kostet das Wohnen zur Miete durchschnittlich 0.4 Prozent mehr als noch am Jahresanfang. Doch dies täuscht darüber hinweg, dass die Mietpreisentwicklung in den Städten die Schwäche in ländlichen Kantonen und Gemeinden, die mit steigenden Leerständen zu kämpfen haben, mehr als wettmacht.

Zu diesem Ergebnis kommt die Internetplattform homegate.ch, die den Angebotsmietindex zusammen mit der Zürcher Kantonalbank (ZKB) erhebt. Er misst die monatliche, qualitätsbereinigte Veränderung der Mietpreise für neue und wieder zu vermietende Wohnungen anhand der aktuellen Marktangebote.

Alle wollen in die Städte

Höhere Angebotsmieten machen sich vor allem in den Kantonen Genf (Preisanstieg: +4.5 Prozent), Jura (+1.7 Prozent) und Uri (+1.5 Prozent) bemerkbar. Auffallend ist die robuste Mietpreisentwicklung in den Städten Genf (+3.8 Prozent) und Zürich (+1.4 Prozent).

In nur wenigen Ausnahmen waren die Angebotsmieten leicht rückläufig etwa in den Kantonen Obwalden und Nidwalden (-0.5 Prozent), Graubünden und Basel-Land (-0.4 Prozent) bzw. Tessin (-0.3 Prozent).

Man könnte meinen, dass Covid bereits zu Ausweicheffekten von stark verdichteten Lebensräumen zu ländlicheren Regionen führen würde. Diese Erwartungen bestätigen sich zum aktuellen Zeitpunkt aber noch nicht, schreibt Homegate. (aeg/sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Ludwig van 04.08.2020 11:10
    Highlight Highlight Eine sehr gute Entwicklung. So wird das Land weniger zersiedelt, ausserdem wird weniger C02 Ausgestossen und die Strassen sind weniger verstopft. Städter haben viel öfter kein Auto, weil das ÖV-Netz in der Stadt dichter ist. Ausserdem sind die Pendlerwege kürzer.
  • Normaler 04.08.2020 10:41
    Highlight Highlight Als geborener Stadtzürcher bin ich mit 25 Jahren aufs Land gezogen (Geflüchtet). Bereue keine Sekunde. Habe viel grünes und Wald in unmittelbarer Nähe. Das Verdichtete Wohnen in Zürich, der Verkehr und die vielen Menschen bietet keine Lebensqualität für mich. Aber jedem das seine.
    • Ludwig van 04.08.2020 14:19
      Highlight Highlight Als geborenes Landei bin ich in die Stadt gezogen und bereue keine Sekunde. Nicht nur weil der Job viel besser ist, auch die Freizeitmöglichkeiten, die Kultur, der ÖV und das Essen sind besser und vielfältiger.
  • Schneider Alex 04.08.2020 08:49
    Highlight Highlight Mieten in den Städten steigen weiter an: Warum?
    1. Weil die Zuwanderer überwiegend zuerst in den Städten Wohnsitz nehmen.
    2. Weil das Pendeln in die Städte zum Arbeitsplatz immer mühsamer wird wegen der Staus und der überfüllten Züge und Busse.
    Was ist zu tun?
    1. Zuwanderung mit einem JA zur Begrenzungsinitiative reduzieren.
    2. Die Wirtschaft muss neue, nicht zentrumsrelevante Arbeitsplätze an die Peripherie verlegen.

    • MarGo 04.08.2020 10:04
      Highlight Highlight so was vo klar, dass du wieder polemisch muäsch cho... i ha glaub no kein Post vo dir glese, wot nöd gäge Usländer hetzisch...
      dis Läbe muäss echt katastrophal si... so viel bösi Usländer überall...
    • eddie_c 04.08.2020 11:57
      Highlight Highlight @Alex

      Nein, die Mieten steigen nicht wegen Immigranten. Die starke Nachfrage bei tiefem Angebot treibt Immobilienpreise nach oben. Statt die Begrenzungsinitiative anzunehmen, welche die Nachfrage nach Arbeiter decken planwirtschaftsmässig regulieren würde, wäre die Schweiz mit einer Liberalisierung im Wohnmarkt und in der ÖV- und Baupolitik besser gestellt.
      Mehr bezahlbare Hochhäuser und verdichten des Bahnverkehrs und anschliessenden ÖVs wären erste Ansatzpunkte.
    • El Vals del Obrero 04.08.2020 13:10
      Highlight Highlight Wenn die Züge und Busse weniger voll wären, wereliwer wäre wohl unter den ersten Parteien, die einen ÖV-Abbau fordern würde?

      Dann wären die Züge und Busse wieder genau gleich voll, nur hätte man weniger Verbindungen.

      (Allerdings werden die dann immer noch sagen "der ÖV ist wegen den Ausländern so voll")
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Rückbauer 04.08.2020 08:13
    Highlight Highlight Wenn die Seuche andauert, könnte das Gegenteil eintreten: Die Leute ziehen aufs Land, an die frische Luft, in die offene Gegend, weg von den Virenghettos. Vor allem jene, die die Familie und Homeoffice gut finden. - Das jedenfalls passiert schon bei vielen meiner Freunde im Ausland. Die Mietzinsprognosen für Geschäftsräume sehen ganz schlecht aus.
    Naja, wir werden sehen: Sie heisst Susann, wohnt uf em Land
    Play Icon
    • El Vals del Obrero 04.08.2020 12:22
      Highlight Highlight Wenn man dort dann wirklich meistens im HomeOffice arbeitet (oder als Bauer), dann OK.

      Wenn man aber einfach immer weiter rauspendeln muss um noch frische Luft zu haben und dabei gleichzeitig dafür sorgt, dass die Luft jener, die noch weniger weiter draussen sind weniger frisch wird, dann weniger. Und irgendwann stellt dann noch jemand anderes sein Hüsli vor das eigene und vorbei ist's mit "offene Gegend".

      Und wenn man zu Fuss oder mit dem Velo zur Arbeit kann ist man weniger in Virenghettos als wenn man den Stosszeiten-ÖV nutzen muss.
    • bebby 04.08.2020 14:22
      Highlight Highlight Das ist der springende Punkt: der Arbeitsweg ist und bleibt kürzer in der Stadt und auch die Kita ist um die Ecke.
  • Schneider Alex 04.08.2020 05:54
    Highlight Highlight Warum wollen alle in die Grosstädte der Schweiz? Weil die Erreichbarkeit der Arbeitsplätze in den Städten immer schwieriger und mühsamer wird! Staus und überfüllte Züge nerven die Pendler*innen zusehends! Die Wirtschaft muss die Ansiedlung von neuen Arbeitsplätzen endlich an die Peripherie verlegen!
    • Biri 04.08.2020 10:04
      Highlight Highlight Das ist ein Trugschluss, meiner Meinung nach. Ich für meinen Teil habe meinen Arbeitsplatz auf dem Land und habe kürzlich meinen Wohnort noch mehr in die Stadt verlegt, inkl. Verlängerung des Arbeitsweges, aus dem Grund der Verbesserung der Lebensqualität. Für viele ist das Leben in der Stadt einfach besser, meiner Erfahrung nach kommt die Wahl des Wohnortes für viele einiges vor der Optimierung des Arbeitsweges.
      Zu Ihrem anderen Post: teure Mieten führen meist dazu, dass weniger verdienende nicht-Schweizer weg vom Zentrum ziehen müssen. Ihre Argumentation geht nicht auf...
    • Ludwig van 04.08.2020 11:11
      Highlight Highlight Wieso? Damit das Land mehr zersiedelt wird?
    • eddie_c 04.08.2020 16:14
      Highlight Highlight Die Wirtschaft muss gar nichts. Sie ist dort angesiedelt, wo für sie am besten ist.
  • Beeee 03.08.2020 22:37
    Highlight Highlight Ich definitiv nicht.
    Im Gegenteil!
    Und da gibts immer mehr, die das Gleiche denken.
  • S. L. 03.08.2020 17:29
    Highlight Highlight In der Stadt sind die Jobs. Wo will man denn sonst hin?
  • ZuWildDigger 03.08.2020 16:27
    Highlight Highlight Der Grund weshalb die Mieten in der Stadt steigen, liegt auch an der Zuwanderung. Die Zugewanderten wollen natürlich auch lieber in eine Stadt als aufs Land ziehen. Von den linken Medien wird das aber gezielt verschwiegen. Denn sonst könnte man ja noch auf die Idee kommen die Begrenzungsinitiative anzunehmen.
    • Ludwig van 04.08.2020 11:10
      Highlight Highlight Auch die Schweizer wollen lieber in der Stadt leben und das ist auch gut so.
    • ZuWildDigger 04.08.2020 11:43
      Highlight Highlight @Ludwig van

      Das stimmt, die Schweizer wollen das natürlich auch.
    • tömu 04.08.2020 13:07
      Highlight Highlight Find ich auch immer wieder amüsant
  • Andre Buchheim 03.08.2020 11:49
    Highlight Highlight Es wäre echt wichtig, wenn hier für mehr Ausgleich gesorgt und das Leben auf dem Land attraktiver gestaltet würde. Irgendwie muss es mal einen Ausgleich geben zwischen Stadt und Land, irgendwie kommt es oft zu Fluchtbewegungen, Stadtflucht oder Landflucht, und beides bereitet Probleme.
    • insert_brain_here 03.08.2020 15:16
      Highlight Highlight Auf dem Land wird konservativ gewählt mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Infrastruktur.
    • Andre Buchheim 03.08.2020 15:59
      Highlight Highlight Inwieweit wirkt sich eine politisch konservative Haltung auf die Infrastruktur aus? Der Zusammenhang will sich mir nicht erschließen.
      Zumal wir bedenken sollten, daß mit dem Umzug in die Stadt dieser Logik folgend die Landbevölkerung ihren Konservatismus mitbringt. Bedeutet das, wir sollten uns Sorgen um die Infrastruktur der Städte machen?
    • Stefan Sowieso 03.08.2020 20:00
      Highlight Highlight Ihr Name verrät alles. Bisher gilt: Links gleich teurer. Vergleichen und zwar mit Landesindex und nicht Parolen herumbieten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chef_baba 03.08.2020 11:34
    Highlight Highlight Die wissen alle nicht wie schön es ausserhalb der Zentren sein kann...Das nenne ich Lebensqualität :)
    • Lavamera 03.08.2020 15:26
      Highlight Highlight Kommt darauf an, wenn man täglich in die Stadt pendelt, geht die Lebensqualität schnell verloren. Ich kann mir keine Stadtwohnung leisten und bin dementsprechend täglich mind. 2h mit den Öv unterwegs.
    • Lami23 04.08.2020 19:39
      Highlight Highlight Ich weiss es, bin da aufgewachsen. Aber lebe auch gerne in der Stadt. Diese bietet eben auch viel Lebensqualität.

Zürich hatte «vielfältige und relevante» Verbindungen zur Sklaverei

Die Stadt Zürich war an der Sklaverei und dem Sklavenhandel finanziell beteiligt und so mitverantwortlich für die Versklavung tausender Afrikanerinnen und Afrikaner. Die Unterstützung erfolgte durch Staatsanleihen, den Handel und Plantagen.

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