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Das denkt Putin über einen US-Angriff auf Nordkorea

14.12.17, 13:32 14.12.17, 15:48


epa06389114 Russian President Vladimir Putin gestures during his annual news conference to Russian federal, regional, and foreign media at the WTC Congress Center in Moscow, Russia, 14 December 2017.  EPA/YURI KOCHETKOV

Fände er nicht so gut: Einen US-Angriff auf Nordkorea. Bild: EPA/EPA

Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinen US-Kollegen Donald Trump vor den katastrophalen Folgen eines Angriffs auf Nordkorea gewarnt. Den USA könne es unmöglich gelingen, alle Ziele für einen Angriff auf Nordkorea zu finden, sagte Putin am Donnerstag bei seiner Jahres-Pressekonferenz in Moskau.

Das bedeutet, dass Nordkorea in einem solchen Fall genug Kapazität für einen schweren Gegenschlag bleiben würde. Putin rief alle Beteiligten im Streit über das nordkoreanische Raketenprogramm zur Besonnenheit auf und rügte die USA, die Nordkorea zu seinen Verstössen gegen internationale Verträge provoziert hätten.

Er hoffe, dass im Umgang mit Nordkorea der gesunde Menschenverstand siegen werde und die USA bei dem Thema irgendwann mit Russland zusammenarbeiten würden. Derzeit stuften die USA Russland jedoch in die gleiche Kategorie von Ländern wie der Iran und Nordkorea ein.

Vorwürfe an Kiew

Auch auf den Ukraine-Konflikt ging Putin ein. Er warf der ukrainischen Regierung vor, den Friedensprozess zur Beilegung des Konflikts im Osten des Landes zu behindern. Er könne bei der Regierung in Kiew kein echtes Interesse erkennen, das Abkommen von Minsk umzusetzen.

Zugleich warnte er, ukrainische Nationalisten könnten ein Blutbad im Osten des Landes anrichten. Die Regierung in Kiew müsse zu einer Einigung mit den Rebellen dort kommen, weiche diesem Prozess aber aus. Sie verschleppe auch einen Gefangenenaustausch zwischen beiden Seiten.

Prorussische Separatisten hatten den Osten der Ukraine 2014 unter ihre Kontrolle gebracht. Seither wurden in dem Konflikt Tausende Menschen getötet. (sda/reu)

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • IchHabeAuchNeMeinung 14.12.2017 17:47
    Highlight Schritt 1: Friedensverhandlungen ohne Bedingungen..
    9 1 Melden
  • Moudi 14.12.2017 16:09
    Highlight Wann werden UN-Sanktionen gegen die USA erhoben!?
    95 23 Melden
    • Stop Zensur 14.12.2017 19:19
      Highlight Sobald die USA einen Teil der Ukraine annektieren.
      18 11 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 14.12.2017 20:20
      Highlight Der Regimewechsel hat leider knapp nicht gereicht, da sich DE auch daran beteiligt hat und das wäre dann unschön gekommen.
      5 3 Melden
  • Zeit_Genosse 14.12.2017 15:56
    Highlight Die gefährliche Charmeoffensive des Herrn Putin macht ihn schon fast vertrauenswürdig. Während das amerikanische Pendant jenseits aller diplomatischen Gepflogenheiten in die Hände von Putin spielt. Machtmenschen die zu allem bereit sind und gegenseitig medial zur Massregelung auffordern.
    32 27 Melden
  • wiisi 14.12.2017 15:06
    Highlight Putin - für mich einer der wenigen auf der Weltbühne der noch etwas Verstand besitzt und etwas von Diplomatie versteht. Ist nur zu hoffen, dass es der Westen und die Medien mit ihrer teils russophoben Propaganda nicht vermasseln und endlich begreifen, dass sie auf Russland zugehen müssen. Wer weiss, was für ein Verrückter nach Putin kommen mag.
    116 62 Melden
    • Olaf! 14.12.2017 16:15
      Highlight Nach Putin kommt erst mal wieder Putin denke ich ;)
      65 4 Melden
    • α Virginis 14.12.2017 16:34
      Highlight Naja, bei der Neigung der Russen zu einem "staken Führer" ist wohl anzunehmen, dass nach Putin ein weiterer "Putin" kommt.
      25 2 Melden
    • Hoppla! 14.12.2017 17:43
      Highlight Ja. Die Einverleibung der Krim war ein diplomatisches Meisterwerk. ;-)
      15 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • α Virginis 14.12.2017 13:52
    Highlight Man kann Putin manches nachsagen, und bei dem Meisten würde ich sogar zustimmen, aber als gewiefter Oligarch (auch kein Kompliment...) hat er das letzte Quentchen gesunden Menschenverstands nicht über Bord geworfen.
    Natürlich ist alleine die ganze Säbelrasselei gegen NK eine sehr gefährliche Taktik. Bei einem tatsächlichen Angriff auf NK wären dann wohl die letzten Schranken vor einem Nuklarkrieg - wenn auch "beschränkt" - zwischen NK und die USA gefallen. Mit globalen Folgen, wie dem Weltweiten Fallout der verwendeten Atombomben, eventuelle Verringerung der Sonneneinstrahlung uvm...
    53 14 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 14.12.2017 17:08
      Highlight NK kann die ganze Welt in Geisselhaft nehmen mit ein paar Atombomben, dafür müssen diese noch nichtmal einschlagen, es reicht wenn er eine 260km über NY zündet, ein grossteil von NY wäre für Jahre in die Steinzeit zurückgefallen und die Wallstreet wäre geschlossen für einige Zeit.
      19 6 Melden
    • ch2mesro 14.12.2017 17:27
      Highlight es wäre zeit, dass die usa und ihre alliierten nordkorea aus der geiselhaft entlassen würden.
      13 4 Melden
    • raphidet 14.12.2017 18:09
      Highlight „Das letzte Quentchen gesunden Menschenverstand“??!
      Sorry, aber dies hat Putin scho sehr sehr lange über Bord geworfen! Ich sage nicht, dass Andere besser sind. Aber nur weil plötzlich ein Verrückter Präsident der USA ist, ist Putin nicht automatisch nett! Der verfolgt, genauso wie viele Andere, mit seiner Charmeoffensive knallharte (geo)politische Ziele.
      13 14 Melden
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