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YB's Guillaume Hoarau, left, fights for the ball against Valencia's Gabriel Armando de Abreu, right, during the UEFA Champions League group stage group H matchday 3 soccer match between Switzerland's BSC Young Boys Bern and Spain's Valencia CF, at the Stade de Suisse Stadium in Bern, Switzerland, Tuesday, October 23, 2018. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Guillaume Hoarau im Luftkampf mit Gabriel Paulista: YB hätte sich den Sieg verdient gehabt. Bild: KEYSTONE

YB holt den ersten Punkt in der Champions League – hätte aber gewinnen müssen



Die Champions League könnte doch noch auch für die Young Boys ein Tummelfeld werden. Sie erzielten im dritten Match das erste Tor und holten den ersten Punkt. Nach den Chancen hätte YB in Bern gegen Valencia aber mehr herausholen müssen als ein 1:1.

Die sechste Halbzeit war die bislang beste, die die Young Boys in ihrer ersten Champions-League-Kampagne abgeliefert haben. Diese zweite Halbzeit im Match gegen Valencia, den Vierten der letzten spanischen Meisterschaft, war, absolut gesehen, sogar ausgezeichnet. Die Spanier mit ihren Spielern im Gesamtmarktwert von gegen 400 Millionen Franken, gelangten nach der Pause nur noch selten und nie gefährlich vor das Tor, während die Berner gute Chancen im halben Dutzend herausspielten.

Diese Möglichkeiten kulminierten in der 88. Minute. Sékou Sanogo brachte nach einem Corner einen Kopfball aufs Tor, den Valencias brasilianischer Goalie Neto in höchster Not an den Pfosten lenkte. So war der von Guillaume Hoarau souverän verwandelte Foulpenalty - Djibril Sow hatte ihn nach 53 Minuten gegen Valencias Captain Daniel Parejo herausgeholt - ein magerer Lohn für eine beeindruckende Leistung der Berner in der zweiten Hälfte.

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Guillaume Hoarau erzielt das erste Champions-League-Tor der YB-Clubgeschichte. Video: streamable

Die vorangegangenen Chancen der Young Boys waren ebenfalls gut bis sehr gut. Vor allem waren sie das Ergebnis einer Spielweise, die von Selbstvertrauen zeugte. Dieses Selbstvertrauen vorher nur in der ersten halben Stunde des Spiels gegen Manchester United (0:0) gesehen. Die zweite Halbzeit im ausverkauften Stade de Suisse legte auch offen, mit wie viel spielerischem Potential und mit welcher Vielfalt der Schweizer Meister in der Offensive etwas ausrichten kann. Die eingewechselten Jean-Pierre Nsame und Nicolas Moumi Ngamaleu benötigten nur kurze Zeit, bis zu ihren ersten gefährlichen Aktionen.

Der Auftritt der Young Boys hat aber auch seine Kehrseite. Wie schon Manchester United und Juventus Turin ging auch Valencia mit seiner ersten Chancen in Führung. Dieses Tor fiel nach 26 Minuten und dürfte Gerardo Seoane geärgert haben. In der Champions League würden Fehler sofort und hart bestraft, hatte YBs Trainer vor dem Match gegen den schlecht in die Saison gestarteten Traditionsklub gesagt. Bestimmt wollten sich die Spieler gerade in der Defensive an die Parole der Vorsicht halten, aber sie taten es nicht immer.

Sandro Lauper, anstelle des verletzten Grégory Wüthrich und des gesperrten Ali Camara in der Innenverteidigung spielend, liess sich in der ersten Halbzeit zwei Fehler zuschulden kommen. Diese hatten keine Auswirkungen. Wohl aber der dritte Fehler, begangen vom linken Aussenverteidiger Loris Benito vor dem Strafraum. Eine rasche Kombination über Carlos Soler liess Chelseas belgischen Leihgabe-Stürmer Michy Batshuayi allein vor Goalie Marco Wölfli auftauchen. Er umspielte den Torhüter und traf beim nahen Pfosten ins Tor. Es war ein Treffer, der - wie es schon nach dem 0:2 gegen Manchester United kurz vor der Pause der Fall gewesen war - das anfänglich sehr schwungvolle und Chancen beinhaltende Spiel der Berner eine Zeitlang lahmlegte.

Michy Batshuayi umläuft Marco Wölfli und markiert das 1:0. Video: kaltura.com

Wölfli wenig beschäftigt, Neto viel

Der Einsatz des Routiniers Marco Wölfli anstelle des an einer Hirnerschütterung leidenden Goalies David von Ballmoos verlief unproblematisch. Wölfli wurde von den Spaniern weniger oft gefordert als letzten Samstag beim 3:3 in Zürich gegen den FCZ, als er nach 20 Minuten für Von Ballmoos einspringen musste.

Weit stärker im Brennpunkt war während fast des ganzen Spiels Wölflis Gegenüber Neto. Der 29-Jährige, der es in diesem Jahr ins Kader der brasilianischen Nationalmannschaft gebracht hat, offenbarte sich als Grund dafür, dass Valencia in den Wettbewerbsspielen dieser Saison prinzipiell wenig Tore kassiert. Acht Tore waren es in neun Meisterschaftsspielen, zwei Tore in den zwei Einsätzen der Champions League. Neto bewies seine Fähigkeiten mit fünf oder sechs erstklassigen Interventionen. Gegen einen Abschluss von Kevin Mbabu nach 51 Minuten hätte Neto nichts machen können. Aber Mbabu zog seinen Schuss aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei. (cma/sda)

Ticker: 23.10.18 YB-Valencia

So arbeitet YB-Fan Nico vor dem Champions-League-Knüller

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Video: watson/Angelina Graf

Die Karriere von YB-Goalie Marco Wölfli

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    Alle Leser-Kommentare
  • Momou 24.10.2018 11:58
    Highlight Highlight Ich versuche Spieltag für Spieltag die surreal anmutende Situation von YB, sei es in der Meisterschaft, im Cup, oder in der CL, nach rationalen Masstäben einzuordnen. Irgendwie komme ich häufig zum gleichen Schluss: Es gleicht reinstem Wahnsinn, dass YB mit Dreifachbelastung souverän an der SL-Spitze liegt. Ferner, dass YB sich der hinter vorgehaltener Hand zugesprochenen Rolle des Kanonefutters allmählich entledigt!

  • Jonas Schärer 23.10.2018 21:18
    Highlight Highlight Starkes Spiel leider nur 75% belohnt...
    Die Stimmung war unglaublich und die 2te HZ der Mannschaft auch. So machts richtig Spass! Einfach geil!

    Hopp YB😎💪💛🖤
  • Calvin Whatison 23.10.2018 20:53
    Highlight Highlight Hätte,hätte Fahrradkette.
    • heinigers 23.10.2018 23:11
      Highlight Highlight *wäre wäre
  • Oscar Cash 23.10.2018 20:51
    Highlight Highlight Aufgrund der 2. Hälfte wäre ein Sieg absolut verdient gewesen.. wenn man, in die EL will muss man Valencia im Direktduell
    Besiegen!

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