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Liveticker

Saudi-Kronprinz lässt sich impfen +++ Türkei will von allen Einreisenden negativen Test



Coronavirus in der Schweiz
R-Wert
Positivitätsrate
7-Tage-Ø
Verstorbene
mit Covid
7-Tage-Schnitt Tägliche Hospitalisierungen
7-Tage-Schnitt Tägliche Infektionen
7-Tage-Schnitt Tägliche Tote
Altesverteilung der Fälle: 0–29 30–59 60–99 Jahre
R-Wert Unsicherheitsfaktor

Liveticker: Corona National + International 25.12.20

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21:56
Türkei verlangt von allen Einreisenden negativen Corona-Test
Die Türkei verlangt bei allen Einreisen künftig einen negativen Corona-Test. Für Flugpassagiere gilt dies schon ab diesem Montag, für alle anderen Reisenden ab Mittwoch, wie Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend sagte. Der PCR-Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Wer als Fluggast keinen Test vorweisen könne, dürfe gar nicht erst nicht einsteigen, sagte er. Und wer aus Grossbritannien, Südafrika oder Dänemark komme, werde nach der Einreise separat in Quarantäne genommen. In den Staaten waren zuletzt mutierte Viren nachgewiesen worden, die mutmasslich deutlich ansteckender sind.

Die Türkei erwartet ebenfalls am Montag eine erste Lieferung eines chinesischen Impfstoffs, wie Koca sagte. Auch habe man eine Bestellung bei den Herstellern Biontech/Pfizer aufgegeben.

Seit März wurden in der Türkei mit ihren rund 82 Millionen Einwohnern gut 2,1 Millionen Infektionen registriert. Am Freitag meldeten die Behörden 17 543 neue Ansteckungen mit dem Coronavirus sowie 256 Todesopfer. (sda/dpa)
20:32
Saudi-Arabiens Kronprinz vor laufender Kamera gegen Corona geimpft
Vor laufender Kamera hat sich Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman, faktischer Herrscher des Wüstenstaats, als Erster im Königreich gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Video wurde am Freitag von der staatlichen Nachrichtenagentur SPA via Twitter verbreitet. Saudi-Arabien hatte den Impfstoff des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Partners Pfizer Mitte des Monats zugelassen.

In dem Wüstenstaat mit rund 34 Millionen Einwohnern wurden bisher rund 360 000 Infektionen gemeldet. Die Impfungen sollen für Landsleute und ausländische Bewohner des Königreichs kostenlos sein. Das Gesundheitsministerium strebt an, bis Ende kommenden Jahres 70 Prozent der Bevölkerung geimpft zu haben. (sda/dpa)
20:29
Erste Corona-Impfstoffdosen in Griechenland angekommen
Die ersten 9700 Impfstoffdosen gegen das Coronavirus sind am Freitagabend in Griechenland eingetroffen. Sie kamen mit einem Lastwagen aus Bulgarien, wie das staatliche Fernsehen vom Grenzübergang bei Kulata/Promachon berichtete. Die Polizei sollte den Transport bis ins rund 600 Kilometer entfernte Athen begleiten.

Der Impfstoff der Hersteller Biontech/Pfizer wurde in einem Krankenhaus der griechischen Hauptstadt erwartet. Als Erste sollen dann an diesem Sonntag eine Krankenschwester eines Athener Covid-Krankenhauses und ein Mann in einem Altersheim geimpft werden. Zudem sollen am Sonntag die Staatspräsidentin, Ekaterini Sakellaropoulou, und der griechische Regierungschef, Kyriakos Mitsotakis, geimpft werden, berichtete das Staatsfernsehen weiter. (sda/dpa)
20:28
Wegen Impf-Ankündigung: Venezuela macht Kolumbien schwere Vorwürfe
Venezuelas Vize-Präsidentin Delcy Rodríguez hat die Entscheidung Kolumbiens kritisiert, dass venezolanische Flüchtlinge dort kein Anrecht auf eine Corona-Impfung haben sollen. Sie nannte diese Anordnung des kolumbianischen Staatschefs Iván Duque am Donnerstagabend (Ortszeit) schrecklich und barbarisch. Weiter sagte sie nach einem Treffen mit Vertretern des UN-Hochkommissariats für Menschenrechte im Fernsehsender VTV, Duques Entscheidung sei fremdenfeindlich, rassistisch und verletze die Rechte der Migranten.

Anfang der Woche hatte Duque deutlich gemacht, dass venezolanische Flüchtlinge, die in Kolumbien keinen offiziellen Aufenthaltsstatus oder nicht die doppelte Staatsbürgerschaft haben, nicht die - von Februar an geplante - Impfung für die Bevölkerung bekommen würden. Duque wurde dafür auch in Kolumbien, unter anderem von dem früheren Gesundheitsminister Alejandro Gaviria und Ex-Präsident Andrés Pastrana, heftig kritisiert. Millionen Menschen haben Venezuela verlassen, das einst reiche südamerikanische Land steckt in einer tiefen Krise. Kolumbien hat offiziell 1,8 Millionen Flüchtlinge aus dem Nachbarland aufgenommen, mehr als jedes andere Land. Mehr als die Hälfte von ihnen lebt illegal dort. (sda/dpa)
epa05456834 Minister of Foreign Affairs of Venezuela Delcy Rodríguez speaks during a press meeting at the headquarters of the Foreign Ministry, in Caracas, Venezuela, 05 August 2016. Rodriguez said she will not let Argentina, Brazil and Paraguay, take the pro tempore presidency of Mercosur, which she said Venezuela will fully exercise. Differences between Venezuela and three of its four partners in Mercosur began last 29 July when Uruguay announced that it ended its mandate of the bloc and found that there was no legal impediment for Venezuela to assume the role, despite the opinion of other members of the bloc.  EPA/MIGUEL GUTIERREZ
18:55
Lkw-Staus in England: Armee verstärkt Einsatz - Polen schickt Helfer
Die britische Regierung hat ihre Bemühungen verstärkt, den riesigen Lkw-Stau in der Grafschaft Kent möglichst rasch aufzulösen. Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellstmöglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Auch Polen schickte Helfer und Coronatests, um die Wartezeit für die Fahrer zu verkürzen. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau aufgelöst hat.
18:11
Zahl der Corona-Neuinfektionen in Italien wieder höher
Die Gesundheitsbehörden in Italien haben nach knapp zwei Wochen wieder mehr als 19 000 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages verzeichnet. Fast 19 040 Corona-Fälle seien gemeldet worden, hiess es am Freitag. Höher lag der Wert zuletzt am 12. Dezember, mit damals knapp 20 000 Ansteckungen. Binnen 24 Stunden wurden knapp 460 Tote mit Sars-CoV-2 registriert.

Italien hat damit seit dem Beginn der Pandemie mehr als 71 000 Tote mit dem Coronavirus zu beklagen und insgesamt fast 2,03 Millionen Corona-Infektionen verzeichnet. Zuletzt schien sich ein Trend sinkender Infektionszahlen abzuzeichnen. Die Experten des Gesundheitsministeriums sprachen von einer sich abflachenden Kurve bei den Neuinfektionen. Gleichzeitig betonten sie jedoch, dass sich die Kurve immer langsamer abflache.

Um die Pandemie kontrollieren und auch die Kontaktverfolgung der Corona-Fälle sicherstellen zu können, müsse die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf etwa 5000 bis 6000 sinken, hatte der Experte des Gesundheitsministerium, Silvio Brusaferro, im Interview mit der Zeitung «Corriere della Sera» unlängst gesagt.

Dem neuesten Corona-Lagebericht zufolge ist ausserdem der Reproduktionswert wieder gestiegen und lag für den aktuell erhobenen Zeitraum vom 1. bis zum 14. Dezember bei etwa 0,9. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt. Dem Gesundheitsministerium macht auch die weiterhin die hohe Auslastung der Intensivstationen Sorgen. (sda/dpa)
13:28
Lkw-Staus am Ärmelkanal: Britisches Militär verstärkt Einsatz
Die britische Regierung hat ihre Bemühungen verstärkt, den riesigen Lkw-Stau in der Grafschaft Kent möglichst rasch aufzulösen. Zu den bereits 300 Soldaten, die im Einsatz seien, um die Fahrer schnellst möglich auf das Coronavirus zu testen, seien nun 800 weitere hinzugekommen, teilte das Verteidigungsministerium in London am Freitag mit. Trotzdem wird erwartet, dass es noch Tage dauert, bis sich der Rückstau aufgelöst hat.

Tausende Fernfahrer waren seit vergangenem Sonntag in England steckengeblieben, nachdem Frankreich wegen einer neuen, womöglich noch ansteckenderen Coronavirus-Variante seine Grenze komplett geschlossen hatte. Am Mittwoch wurde eine Einigung zwischen London und Paris erreicht. Die Fernfahrer müssen sich demnach einem Corona-Schnelltest unterziehen, bevor sie den Ärmelkanal per Schiff oder durch den Eurotunnel überqueren dürfen - eine erhebliche logistische Aufgabe.

Der britische Verkehrsminister Grant Shapps hatte am Donnerstag mitgeteilt, mehr als 2300 Fahrer seien bereits getestet worden, davon hätten nur drei ein positives Ergebnis gehabt.

Laut der britischen Nachrichtenagentur PA hatten bis Freitag 700 Lkws die Überfahrt über den Ärmelkanal angetreten. Die Fahrer hatten das das mit lautstarkem Hupen gefeiert. Mehr als 5000 Lkw hängen PA zufolge aber weiterhin auf dem stillgelegten Flugplatz Manston und einem abgesperrten Teil der Autobahn M20 fest. Viele der Fahrer hatten sich beschwert, dass ihnen Wasser und Lebensmittel ausgingen. Auch Toiletten gibt es für viele nicht. (sda/dpa)
Trucks are parked up on the M20, part of Operation Stack in Ashford, Kent, England, Friday, Dec. 25, 2020. Thousands wait to resume their journey across The Channel after the borders with France reopened. Trucks inched slowly past checkpoints in Dover and headed across the Channel to Calais on Thursday after France partially reopened its borders following a scare over a rapidly spreading new virus variant. (AP Photo/Kirsty Wigglesworth)
13:19
Corona-Impfstoff in Italien angekommen
In Italien sind die ersten Corona-Impfstoffe angekommen. Das bestätigte das italienische Gesundheitsministerium am Freitag. 9750 Dosen von Pfizer-Biontech aus Belgien hätten die Staatsgrenze in der norditalienischen Ortschaft Brenner passiert, berichteten mehrere Medien, darunter auch die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und ADNKronos am Freitagvormittag. Der Transport wurde von Polizeiautos der Carabinieri eskortiert, wie auf einem Video zu sehen war, das das Gesundheitsministerium verbreitete. Die Impfdosen seien auf dem Weg nach Rom.

Am 27. Dezember will Italien in der Hauptstadt die ersten Impfstoffe gegen Corona verabreichen. Der Tag ist EU-weit als Impfstart vorgesehen, auch in Deutschland soll von da an geimpft werden. Der europäische «V-Day» (Vaccine Day - Impftag) soll der Startschuss für die Impfkampagne sein. Im Januar werden laut Plan weitere Impfdosen verabreicht.

In Italien unterstützt das Militär die Verteilung der Impfstoffe ins ganze Land mit mehreren Flugzeugen, Helikoptern und Fahrzeugen, wie das Verteidigungsministerium Mitte der Woche mitgeteilt hatte. Die ersten Impfungen sollen Bedienstete im Gesundheitsbereich erhalten, die am stärksten der Gefahr einer Ansteckung ausgesetzt sind. (sda/dpa)
epa08903084 A nurse prepares a vaccine against COVID-19 in Santiago, Chile, 24 December 2020. Chile became the second country in Latin America to start the vaccination process against COVID-19 after Mexico, by immunizing several members of the health sector just hours after receiving the first batch of the vaccine from Pfizer-BioNTech.  EPA/Alberto Valdes
12:27
Coronazahlen in den USA zu Weihnachten weiter hoch
Die USA verzeichnen zu Weihnachten weiterhin hohe Zahlen an täglichen Neuinfektionen und Todesfällen mit dem Coronavirus. Am Donnerstag - Heiligabend - wurden binnen eines Tages 192 081 Neuinfektionen und 2899 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion erfasst, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitag hervorging. Die bisher höchsten Werte wurden vergangene Woche mit 249 709 Neuinfektionen (18. Dezember) und 3682 Toten (16. Dezember) verzeichnet.

Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern etwa 18,6 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 329 100 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2. In absoluten Zahlen gemessen sind das mehr als in jedem anderen Land der Welt. (sda/dpa)
epa08898830 Michelle Chester, DNP, director, employee health services, Northwell prepares the Moderna coronavirus disease (COVID-19) vaccine at Northwell Health's Long Island Jewish Valley Stream hospital in New York, USA, 21 December 2020.  EPA/EDUARDO MUNOZ / POOL
11:30
US-Behörde: Einreise für Fluggäste aus Grossbritannien mit Coronatest
Zur Einreise in die USA sollen Flugpassagiere aus Grossbritannien künftig einen negativen Coronatest vorlegen. Der PCR- oder Antigentest dürfe höchstens drei Tage vor der Abreise in die Vereinigten Staaten vorgenommen worden sein, teilte die US-Gesundheitsbehörde CDC am späten Donnerstagabend (Ortszeit) mit.

In Grossbritannien war zuletzt eine neue Variante des Coronavirus aufgetaucht, die möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form ist. Laut CDC sind die Tests eine zusätzliche Vorsichtsmassnahme, um die Gesundheit der Amerikaner zu schützen und verantwortungsbewusstes internationales Reisen sicherzustellen. Der Behörde zufolge muss Präsident Donald Trump die Anordnung noch unterschrieben. Sie tritt demnach voraussichtlich ab Montag in Kraft.

Die neue Massnahme sieht vor, dass Passagiere aus Grossbritannien Airlines noch vor der Abreise schriftlich oder auf elektronischem Wege über ihre Testergebnisse informieren. Die Fluggesellschaften müssen die Resultate demnach bestätigen. Ohne Test dürften Reisende nicht an Bord. (sda/dpa)
ARCHIVBILD ZUR EINSTELLUNG DER FLUGVERBINDUNGEN ZWISCHEN DER SCHWEIZ UND GROSSBRITANNIEN UND SUEDAFRIKA AUFGRUND DER NEUEN CORONAVIRUS-MUTATION, AM SONNTAG, 20. DEZEMBER 2020 - epa08293889 British Airways passenger aircraft at Heathrow Airport Terminal Five in London, Britain, 14 March 2020. The future of British Airways and other airlines is under threat as global travel is significantly down due to the Coronavirus. The International Air Transport Association (IATA) on 13 March said losses of global airliners will likely exceed its earlier estimate of 113 billion US dollars. EPA/ANDY RAIN
10:02
Mitternachtsmessen mit Liveübertragungen statt vollen Kirchenreihen
Die Mitternachtsmessen sind in der Schweiz wegen des Coronavirus vor leeren Rängen abgehalten worden. Dutzende Kirchen übertrugen sie im Internet. «Ich bin noch nie an Heiligabend in einer so leeren Kirche gestanden», sagte etwa Bischof Markus Büchel in St. Gallen.

Büchel feierte am Donnerstag in der St. Galler Kathedrale eine vorgezogene Mitternachtsmesse. Vor Ort fanden sich rund zwei Dutzend Gläubige ein. Wegen der Coronavirus-Pandemie waren nur maximal fünfzig Menschen pro Gottesdienst zugelassen und es galten Hygienemassnahmen. «Selber sollen wir nicht singen, aber im Herzen können wir mitsingen, was die Sängerinnen und Sänger uns vortragen», sagte der Geistliche des Bistums St. Gallen.

«Wir wissen, viele sind mit uns verbunden», sagte der Bischof an der Christmette, die im Internet übertragen wurde. Er rief dazu auf, den Menschen zu gedenken, die besonders an Einsamkeit leiden würden und deren Familienfeiern durchkreuzt worden seien. «Gott braucht uns als Boten der Hoffnung, der Liebe und der Zuversicht.»

Dutzende Kirchen in allen Landesteilen der Schweiz übertragen ihre Festtagsmessen heuer im Internet, via Lokalradio oder im Regional-TV. Die Schweizer Bischofskonferenz hatte im Vorfeld auch zu alternativen Formen des Feierns aufgerufen. So publizierte das Gremium ein Heft mit textlichen und musikalischen Vorlagen für eine Weihnachtsbesinnung in den Familien zu Hause.

Vierhundert Menschen in Lausanne
In der Kathedrale von Lausanne nahmen rund 400 Menschen am Donnerstag an einem ungewöhnlichen Weihnachtsabend teil. Ausgestattet mit Kopfhörern wechselten sich die Besucher in kleinen Gruppen im Halbstundentakt in der Kirche zu einer Klangführung ab.

Zu hören gab es etwa einen Kurzgottesdienst, Orgelmusikstücke und Kindergeschichten. Die Aktion «Weihnachten im Ohr» ermöglichte die Aufrechterhaltung von Heiligabend, der normalerweise fast tausend Gläubige in die Kathedrale von Lausanne lockt. (sda)
Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz so viele Menschen aus der Kirche ausgetreten wie nie zuvor. (Symbolbild)
9:42
Vor Teil-Lockdown: Israel mit Corona-Höchststand seit drei Monaten
Kurz vor Beginn eines dritten Teil-Lockdowns in Israel sind die Corona-Zahlen in dem Land auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten geklettert. Das Gesundheitsministerium teilte am Freitag mit, binnen 24 Stunden seien 3958 neue Fälle gemeldet worden - so viele hatte es in dem Mittelmeerland seit Anfang Oktober nicht mehr gegeben.

Angesichts der steigenden Zahlen soll in Israel von Sonntagnachmittag ein dritter Teil-Lockdown verhängt werden. Dieser soll für mindestens zwei Wochen gelten, es wird jedoch schon mit einer Verlängerung um zwei oder drei weitere Wochen gerechnet.

Israel hatte angesichts der Ausbreitung einer neuen, möglicherweise besonders ansteckenden Variante des Coronavirus seine Einreisebeschränkungen verschärft. Auch in Israel sind aber nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits Fälle mit der in Grossbritannien entdeckten Coronavirus-Mutation identifiziert worden.

Seit knapp einer Woche läuft in Israel eine Impfkampagne. Bereits 210 000 Menschen aus der Gruppe der über 60-Jährigen und des medizinischen Personals haben nach Angaben des Gesundheitsministers Juli Edelstein die erste Impfdosis erhalten. Es wird damit gerechnet, dass im Januar schon mit der Impfung der allgemeinen Bevölkerung begonnen werden könnte. (sda/dpa)
epa08899352 People over the age of 60 receive the first dose of coronavirus vaccine, in the Heichal Shlomo Sports Arena that turned into a massive vaccination center in Tel Aviv, Israel, 22 December 2020. Israel launched a nationwide vaccination campaign, people over the age of 60 will receive the vaccine first.  EPA/ABIR SULTAN
6:51
Zahlreiche Lastwagenfahrer verbringen Weihnachten in England
Obwohl Frankreich die Grenze zu Grossbritannien wieder geöffnet hat, werden zahlreiche Lastwagenfahrer auch den ersten Weihnachtstag in Südostengland in ihren Kabinen verbringen müssen. Zwar ist bisher Hunderten Fahrzeugen die Freigabe erteilt worden. Doch für die Einreise nach Frankreich ist ein negativer Corona-Test erforderlich, und die Abfertigung dauert weiter an. Die britische Regierung will 300 Soldaten in die Grafschaft Kent rund um den Hafen Dover am Ärmelkanal schicken, die bei den Tests helfen sollen. Von bisher 2367 Tests bei Lkw-Fahrern seien 3 positiv ausgefallen, teilte die britische Regierung am Donnerstagabend mit.
Freight lorries lined up in Manston, after French authorities announced that journeys from the UK will be allowed to resume after the coronavirus ban was lifted, but those seeking to travel must have a negative test result, in Kent, England, Wednesday Dec. 23, 2020. (Steve Parsons/PA via AP)
«Wir müssen die Situation in Kent, die durch die plötzliche Auferlegung von Covid-Beschränkungen durch die französische Regierung verursacht wurde, so schnell wie möglich lösen», sagte Verkehrsminister Grant Shapps. «Unser Ziel ist, dass ausländische Fahrer so schnell wie möglich nach Hause zu ihren Familien kommen.» Der Hafen Dover teilte mit, dass Fähren die Nacht über und auch an den Weihnachtstagen im Einsatz sein werden.

Frankreich hatte wegen der raschen Ausbreitung der neuen und möglicherweise besonders ansteckenden Corona-Variante in Grossbritannien die Grenzen geschlossen und erst in der Nacht zum Mittwoch wieder geöffnet.
A man conducts a COVID-19 test on a driver at the Port of Dover in Kent, England, Thursday Dec. 24, 2020 where thousands wait to resume their journey across The Channel after the borders with France reopened. Trucks inched slowly past checkpoints in Dover and headed across the Channel to Calais on Thursday after France partially reopened its borders following a scare over a rapidly spreading new virus variant.(Aaron Chown/PA via AP)
Mit lautem Hupen feierten die ersten Fahrer, die wieder auf die Fähren durften, das Vorankommen. Üblicherweise kann eine Fähre mit 120 Lastwagen beladen werden. Auch am Eurotunnel ging es vorwärts. Nach Schätzungen waren bis Donnerstagabend etwa 3000 Fahrzeuge über diese Route ausgereist.

Noch aber warteten etwa 5000 Fahrzeuge in Kent. Die Behörden hatten den stillgelegten Flughafen Manston gut 30 Kilometer von Dover sowie Fahrspuren der Autobahn M20 als Parkplätze freigegeben. Einige Fahrer haben bereits fast eine Woche in ihrer Kabine verbracht. «Ich weiss, dass es für viele Fahrer sehr schwierig ist, aber ich versichere ihnen, dass wir unser Bestes tun, um sie heimzubringen», sagte Minister Shapps.
epa08901085 Queues of stationary lorries on the M20 motorway between Ashford and Folkestone in Kent, Britain, 23 December 2020. France closed its border with the UK for 48 hours over concerns about the new coronavirus variant. Lorry drivers must now obtain negative coronavirus tests before they will be allowed to cross by sea and the Port of Dover remains closed to outbound traffic on the morning of 23 December 2020.  EPA/VICKIE FLORES
Im Kampf gegen das Lastwagen-Chaos schickte Frankreich mehr als 1000 Mahlzeiten über den Ärmelkanal. Auch Grossbritannien sei sehr aktiv, teilte der Beigeordnete Minister für Verkehr, Jean-Baptiste Djebbari, am Donnerstagabend via Twitter mit. «Wir müssen für die blockierten Lastwagenfahrer handeln», forderte Premierminister Jean Castex. «Hinter jeden Produkt, das in unserem Land vertrieben wird, stehen häufig eine Logistikkette und unsere Lastwagenfahrer», schrieb er auf Twitter. (sda/dpa)
21:12
Papst Franziskus feiert mit begrenzter Teilnehmerzahl Christmette
Papst Franziskus hat unter Corona-Bedingungen mit etwas mehr als 100 Gläubigen im Petersdom die traditionelle Christmette gefeiert. Im Jahr der Pandemie musste die Messe wegen der geltenden Ausgangsbeschränkungen in Italien vorverlegt werden. Bereits um 19.30 Uhr schritten rund 30 Kardinäle und der Papst zum Altar, um die Messe anlässlich der Geburt von Jesus Christus zu feiern.

Für die Feier war zum Schutz vor Ansteckungen mit dem Coronavirus nur eine begrenzte Zahl an Teilnehmern zugelassen. In den Bankreihen standen die Menschen mit grossem Abstand zueinander und sangen mit Mund-Nasen-Bedeckungen. In seiner Predigt machte Franziskus darauf aufmerksam, nicht sich selbst zu bemitleiden, sondern «die Tränen derer zu trösten, die leiden».

Am Freitag geht es mit den Weihnachtsfeierlichkeiten weiter, wenn der 84-Jährige den Segen «Urbi et orbi» in der Benediktionsaula des Apostolischen Palastes spenden will. Bei diesem Anlass verkündet der Papst auch seine Weihnachtsbotschaft. (sda/dpa)
19:43
Mutiertes Virus auch in der Schweiz festgestellt
Die in Grossbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus ist erstmals auch in der Schweiz nachgewiesen worden. In zwei Proben von positiv getesteten Personen wurde die betreffende Mutation entdeckt, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Donnerstag mitteilte.

Diese betroffenen Personen haben einen Wohnsitz in Grossbritannien und wurden in der Schweiz positiv auf das Coronavirus getestet. Die Proben wurden im Nationalen Referenzzentrum für neuauftretende Viruskrankheiten in Genf sequenziert.

Die Personen seien dem BAG namentlich bekannt, heisst es in der Mitteilung. Die Kantone, aus denen diese Proben stammen, wurden durch das BAG darauf aufmerksam gemacht, dass diese ansteckendere Variante allenfalls bei ihnen zirkulieren könnte. Um welche Kantone es sich handelt, gab das BAG nicht bekannt. (sda)

18:25
Bulgarien erlaubt wieder Grossbritannien-Flüge
Bulgarien hat Flüge von und nach Grossbritannien ab Donnerstag wieder erlaubt. Damit wurde ermöglicht, dass Flugzeuge mit Heimkehrern in dem EU-Land wieder landen dürfen. Der wegen der Coronavirus-Mutation ab Montag geltende Flug-Stopp wurde nach drei Tagen wieder aufgehoben. Die Passagiere einer ersten Maschine aus London wurden laut einer Verordnung von Gesundheitsminister Kostadin Angelow noch am Flughafen mit Schnelltests auf das Coronavirus getestet. Insgesamt acht Flugzeuge wurden am Donnerstag aus dem Vereinigten Königreich erwartet.

Die ersten Corona-Impfdosen werden in dem Balkanland an diesem Samstag erwartet. Die erste Impfung ist für Sonntag geplant. Gesundheitsminister Angelow deutete an, er sei bereit, sich als erster impfen zu lassen, um ein persönliches Beispiel zu setzen.

In einem erfreulichen Trend stiegen in Bulgarien die Corona-Fallzahlen aktuell etwas langsamer an – knapp einen Monat nach Verhängen eines Teil-Lockdowns. Binnen 14 Tagen gingen die Neuinfektionen auf 425 pro 100'000 Menschen zurück, wie der Oberste Inspektor für Gesundheit und Mitglied des Corona-Krisenstabs, Angel Kuntschew, am Donnerstag mitteilte. Damit gebe es in Bulgarien keine roten Zonen mehr.

«Zu diesem Zeitpunkt erfüllten die Massnahmen die von uns gesteckten Ziele», betonte Regierungschef Boiko Borissow. Bulgarien verlängerte bis Ende Januar einen seit Ende November geltenden Teil-Lockdown in einer allerdings gelockerten Form. Restaurants in Hotels nahmen ab 22. Dezember unter Corona-Auflagen den Betrieb nur für Hausgäste wieder auf. In den Skigebieten wurde die Wintersaison unter Corona-Vorschriften eröffnet – wegen Schneemangels etwas später als gewöhnlich. Nachtclubs, Kasinos, Restaurants, Cafés, Sportsäle und teils Einkaufszentren sind geschlossen. Apotheken, Supermärkte, Drogerien, Banken, Versicherungen und Tankstellen blieben geöffnet. (sda/dpa)
epa08899047 A British Airways aircraft prepares for landing at Henry Coanda International Airport in Otopeni, 20 Km north from Bucharest, Romania, 17 December 2020 (issued 22 December 2020). Romania has stopped all flights to and from Britain due to the spreading of a new Coronavirus mutation. Travellers coming from Great Britain are send into quarantine. The flight cancellation applies for a period of 14 days starting from 21 December. Other countries that have suspended flights are: Austria, Bulgaria, Belgium, Italy, Poland, the  Netherlands, Norway and Switzerland.  EPA/ROBERT GHEMENT
16:54
Englische Coronavirus-Variante erstmals in Deutschland nachgewiesen
Die in Grossbritannien aufgetretene Variante des Coronavirus ist erstmals auch in Deutschland nachgewiesen worden. Bei einer Frau, die am 20. Dezember aus Grossbritannien nach Baden-Württemberg einreiste, wurde am Donnerstag die mutierte Variante B.1.1.7 festgestellt. Dies teilte das Gesundheitsministerium in Stuttgart mit. Die Frau habe milde Krankheitssymptome und befinde sich in häuslicher Isolation. Drei enge Kontaktpersonen seien ebenfalls in Quarantäne.

Die Frau war von London Heathrow nach Frankfurt am Main geflogen, um Angehörige im Landkreis Freudenstadt zu besuchen. «Bereits bei der Einreise erfolgte am Flughafen ein Schnelltest aller Passagiere auf Sars-CoV-2, der bei der betreffenden Person positiv ausfiel», sagte ein Ministeriumssprecher. Sie sei dann von Verwandten mit einem Auto abgeholt worden. «Zur Diagnosesicherung erfolgte am 21. Dezember 2020 ein PCR-Test, der ebenfalls positiv ausfiel.» Die engen Kontaktpersonen seien bisher nicht erkrankt. Eine Abstrich-Untersuchung der Kontaktpersonen wurde in die Wege geleitet.

Die neue Variante des Coronavirus ist möglicherweise deutlich ansteckender als die bisher bekannte Form. Die meisten EU-Staaten hatten nach Bekanntwerden der Mutation entschieden, Reisen aus und nach Grossbritannien weitgehend einzuschränken, um die Verbreitung zu verhindern. In Dänemark sind bislang 33 Fälle der neuen Variante nachgewiesen worden. Auch in den Niederlanden ist sie inzwischen aufgetreten.

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte bereits am Dienstag erklärt, es sei recht wahrscheinlich, dass B.1.1.7 mittlerweile auch in Deutschland sei. Bei den derzeitigen Beschränkungen im Lockdown «dürfte diese Variante hierzulande eher schwer Fuss fassen», sagte Drosten. «Ich glaube nicht, dass wir da bald ein grösseres Problem kriegen.» Bislang gebe es keine Hinweise darauf, dass die neue Variante einen Einfluss auf die Krankheitsschwere hat.

Der Chef des Impfstoffherstellers Biontech, Ugur Sahin, erklärte am Dienstag, dass sein Präparat sehr wahrscheinlich auch gegen die neue Variante wirke. (sda/dpa)
Shoppers wear a face masks at the Burlington Arcade in London, Tuesday, Dec. 22, 2020. Britain's government has imposed new restrictions across many regions, in an effort to restrict the spread of the new mutant coronavirus variant during Christmas festivities. (AP Photo/Alberto Pezzali)

Sars-Cov-2, Covid-19, Coronavirus – die wichtigsten Begriffe
Coronaviren sind eine Virusfamilie, die bei verschiedenen Wirbeltieren wie Säugetieren, Vögeln und Fischen sehr unterschiedliche Erkrankungen verursachen.

Sars-Cov-2 ist ein neues Coronavirus, das im Januar 2020 in der chinesischen Stadt Wuhan identifiziert wurde. Zu Beginn trug es auch die Namen 2019-nCoV, neuartiges Coronavirus 2019 sowie Wuhan-Coronavirus.

Covid-19 ist die Atemwegserkrankung, die durch eine Infektion mit Sars-Cov-2 verursacht werden kann. Die Zahl 19 bezieht sich auf den Dezember 2019, in dem die Krankheit erstmals diagnostiziert wurde.

Die wichtigsten Fakten zum Coronavirus: Symptome, Übertragung, Schutz.

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