China
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In this May 16, 2019, photo, Chinese men pass by a Huawei retail shop in Beijing. Stepping up the pressure on Beijing, the U.S. Commerce Department has effectively barred U.S. companies from selling or transferring technology to Huawei Technologies, the world's biggest maker of network gear, No. 2 smartphone manufacturer and a champion of Chinese industry. (AP Photo/Ng Han Guan)

600 der 850 Beschäftigten der US-Forschungstochter des chinesischen Konzerns Huawei müssen gehen. Bild: AP/AP

Huawei entlässt Hunderte Mitarbeiter bei US-Forschungstochter



Huawei entlässt bei seiner Forschungstochter in den USA mehr als zwei Drittel seiner Mitarbeiter.

Wegen des Banns der US-Regierung würden mehr als 600 der insgesamt 850 Arbeitsplätze bei Futurewei Technologies gestrichen, teilte der chinesische Technologiekonzern am Dienstag mit. Der Stellenabbau sei «aufgrund der Einschränkung des Geschäftsbetriebs» durch die Massnahmen der US-Regierung notwendig.

Insgesamt beschäftigte Huawei in den USA vor der Entlassungswelle 1500 Mitarbeiter. Seit die USA Huawei vor etwa zwei Monaten auf eine schwarze Liste setzte, ist die Arbeit bei der US-Forschungstochter einem Mitarbeiter zufolge zum Stillstand gekommen.

Unterdessen kündigte US-Präsident Donald Trump an, rasch eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Geschäfte heimischer Unternehmen mit Huawei treffen zu wollen. Er werde darüber «rechtzeitig» befinden, sagte Trump am Montag (Ortszeit) bei einem Treffen mit Chefs grosser US-Technologiekonzerne wie Cisco, Intel und Alphabet in Washington.

Mit dem US-Bann war es Futurewei verboten, sensible Technologien an Huawei zu übertragen. Zugleich durfte Huawei, der weltweit grösster Hersteller von Telekommunikationsgeräten, keine Komponenten mehr von US-Firmen ohne spezielle Genehmigung beziehen. Futurewei hat dem US-Patentamt zufolge mehr als 2'100 Patente für Telekommunikation wie etwa Technologien für 5G-Netzwerke angemeldet.

Huawei versucht Wogen zu glätten

Huawei-Gründer Ren Zhengfei versucht derweil Bedenken westlicher Staaten weiter zu zerstreuen. Im Interview mit der italienischen Zeitung «Il Sole 24 Ore» betonte er, der Konzern könne mit jedem Land Verträge «ohne Hintertür» für einen Zugriff auf Kundendaten schliessen. Die USA und weitere Länder befürchten, dass der Einsatz von Huawei-Technologie China Spionagemöglichkeiten einräumt. Versteckte Hintertüren im Telekommunikationsnetz ermöglichen ihrer Ansicht nach den Zugriff auf Kundendaten. Huawei weist die Spionage-Vorwürfe zurück.

Grossbritannien hatte am Montag eine Entscheidung darüber, ob Huawei beim Aufbau des neuen 5G-Netzwerks beteiligt werde, verschoben. Zunächst müsse die Position der USA klarer werden, sagte Digital-Minister Jeremy Wright im Parlament. Auch in mehreren anderen westlichen Staaten steht eine Entscheidung zur Rolle von Huawei beim Aufbau des 5G-Mobilfunknetzes noch aus. (mim/awp/sda/reu)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Beasty 23.07.2019 20:21
    Highlight Highlight Gratulation Herr Trump. So sichert man Arbeitsplätze. Nicht.
  • sa5 23.07.2019 20:02
    Highlight Highlight Es gibt keine großen Innovationen mehr. Es wird Modellpflege betrieben und einzelne Features nachgereicht.

    Für die Konsumenten gibt es keinen Grund mehr sich jedes Jahr ein neues Gerät anzuschaffen.

    So wie z.b. bei Kassetten Geräten . Mitte der 70er Jahre waren sie der Renner und entsprechend teuer. Dann verfielen die Preise, der Markt war gesättigt und heute gibt es schon gar keine Kassettenrekorder mehr.
  • Nerthu 23.07.2019 10:39
    Highlight Highlight ''Treffen mit den Chefs grosser US-Technologiekonzerne wie Cisco, Intel und Alphabet in Washington''
    Warum die wohl wollen dass huawei boikotiert wird? noch dazu cisco. da war doch was mit nem backdoor. aber ist nicht so schlimm. das ist ja der eigene geheimdienst. es ist weder bewiesen noch widerlegt das bei huawei der geheimdienst rein schaut. ebi us konzernen wissen wir es.
  • Delisa06 23.07.2019 09:44
    Highlight Highlight Danke Trump. Aber nein, stimmt ja, die Demokraten sind Schuld.
  • Lumpirr01 23.07.2019 08:05
    Highlight Highlight Typisches Eigengoal von Trump. Er verbietet wegen angeblicher Spionagegefahr bedeutende Aktivitäten von Huawei. Und was ist nun die Folge: In der US Tochterfirma von Huawei verlieren nun mehrere Hundert hochqualifizierte Fachleute ihren Job.............
    • The Snitcher 23.07.2019 08:40
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass die lange ohne Job da stehen werden wenn sie aus der F&E kommen.
    • Sam12 23.07.2019 08:41
      Highlight Highlight Die Spionagegefahr ist dennoch nicht ganz wegzureden, diese ist meiner Meinung nach sehr reell. So wie die USA genau gleich Spionage betreibt.
    • El Pepedente 23.07.2019 14:29
      Highlight Highlight doch die sind evtl ein zeitchen arbeitslos^^ es gibt da solche sachen wie konkurrenz-sperren etc^^ wenn ich mal wieder arbeitslos bin, darf ich 2 jahre nicht auf der branche arbeiten, da ich zu viel insider-wissen besitze und somit meine jetzige firma zu stark konkurieren könnte^^

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