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Sexualisierte KI-Bilder bei Grok: Irland leitet Untersuchung ein

FILE - Workers install lighting on an "X" sign atop the company headquarters, formerly known as Twitter, in downtown San Francisco, July 28, 2023. (AP Photo/Noah Berger, File)
Grok Deepfakes
Der Hauptsitz von X in Downtown San Francisco.archivBild: keystone

Sexualisierte KI-Bilder bei X: Irland leitet Untersuchung ein

Die irische Datenschutz-Aufsichtsbehörde ermittelt gegen den in Elon Musks Social-Media-Plattform integrierten KI-Chatbot. Mit dem Tool liessen sich sexualisierte Bilder von Frauen und Kindern erstellen.
18.02.2026, 06:0118.02.2026, 07:24
Ein Artikel von
t-online

Die irische Datenschutzaufsichtsbehörde hat im Auftrag der EU wegen sexualisierter KI-Bilder von Frauen und Kindern eine Untersuchung gegen den Chatbot Grok von US-Milliardär Elon Musk eingeleitet.

Ziel dieser Untersuchung sei festzustellen, ob Musks Social-Media-Plattform X ihren Verpflichtungen gemäss der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten von Betroffenen nachgekommen sei, erklärte die irische Datenschutzkommission (DPC) am Dienstag.

Kinder im knappen Bikini

Die «gross angelegte Untersuchung» soll der DPC zufolge «die mutmassliche Erstellung und Veröffentlichung auf X von potenziell schädlichen, nicht einvernehmlichen intimen oder sexualisierten Bildern von Europäern, einschliesslich Kindern» durch den Chatbot prüfen.

Da X seine Europazentrale in Irland hat, ist die irische Datenschutzaufsichtsbehörde in Europa federführend für die Anwendung der EU-Regeln auf den Onlinedienst. Die DPC erklärte, im Austausch mit X zu stehen.

Bei Grok handelt es sich um ein bei X integriertes Tool. Stein des Anstosses war Anfang Januar der neue «Spicy Mode» (scharfer Modus) bei Grok, mit dem User in Sekundenschnelle anzügliche Bilder von Frauen oder Kindern erstellen konnten – etwa mit Aufforderungen wie «entferne ihre Kleider» oder «zieh ihr einen Bikini an».

Auch die Erstellung und Verbreitung kinderpornografischer Inhalte war damit möglich. Mehrere Länder leiteten Untersuchungen gegen Grok ein oder sperrten das Tool.

Musk wirft EU «Zensur» vor

Die EU leitete eine Untersuchung ein, ob X seinen gesetzlichen Pflichten nach dem EU-Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) nachgekommen ist. Mit dem Gesetz nimmt die EU grosse Internetplattformen in die Pflicht, verbotene Inhalte zu löschen. Dazu gehören sexualisierte Bilder, Kinderpornografie, Morddrohungen und Nazi-Symbole, die im Internet ebenso verboten sind wie auf der Strasse.

Die Regulierung grosser US-Techkonzerne, darunter X, steht seit US-Präsident Donald Trumps Rückkehr ins Weisse Haus im Januar 2025 im Zentrum wachsender Spannungen zwischen Brüssel und Washington.

Vertreter der US-Regierung sowie X-Inhaber Musk haben der EU in der Vergangenheit «Zensur» vorgeworfen, ohne dies mit Fakten zu belegen.

Quellen

  • Nachrichtenagentur afp

(dsc/t-online.de)

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