Schweiz
Gesellschaft & Politik

Sonnencreme, Spezialhelm und T-Shirt – Baumeister laufen Sturm gegen Suva-Entscheid 

ZUR MEDIENKONFERENZ DER SBB UEBER DIE LEISTUNGSVEREINBARUNG 2017-2020, STELLEN WIR IHNEN AM DIENSTAG 9. AUGUST 2016 FOLGENDES THEMENBILD ZUR VERFUEGUNG. - Des ouvriers travaillent a la refection des v ...
Bauarbeiter müssen sich in Zukunft besser gegen die Sonne schützen.Bild: KEYSTONE

Sonnencreme, Spezialhelm und T-Shirt – Baumeister laufen Sturm gegen Suva-Entscheid 

01.06.2018, 17:5502.06.2018, 08:51

Ab 2019 müssen Arbeitnehmer, die im Freien tätig sind, ein Bauhelm mit Nackenschutz und Sonnenblende tragen. Das hat die Suva beschlossen. Für die Baumeister ist das eine realitätsfremde Massnahme. Sie pochen auf Eigenverantwortung.

Der wirksame Schutz vor starker Sonneneinstrahlung sei ein wichtiges Thema, schreibt der Schweizerische Baumeisterverband in einer Mitteilung vom Freitag. Mit den neuen Regulierungsmassnahmen schiesse die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) aber übers Ziel hinaus. Diese seien realitäts- und praxisfremd.

Die Baumeister fordern deshalb von der Suva, die – aus ihrer Sicht unnötigen – Vorgaben zum Sonnenschutz zurückzunehmen. Zu begrüssen sei ein praxisgerechter Schutz vor UV-Strahlung. Auch erwarte der Verband, bei der Erarbeitung künftiger Lösungen miteinbezogen zu werden.

Die Suva hatte am Mittwoch bekanntgegeben, die Arbeitgeber bei Hautkrebs mehr in die Pflicht zu nehmen. Jeden Tag erkrankten in der Schweiz drei Menschen wegen ihrer beruflichen Tätigkeit an weissem Hautkrebs, begründet sie die Einführung dieser obligatorischen Massnahmen ab Januar 2019.

Konkret müssten Mitarbeiter, die im Freien arbeiteten, auch in den heissen Sommermonaten Juli und August immer ein T-Shirt tragen und wiederholt Sonnencreme verwenden. Notwendig sei auch ein Bauhelm mit Nackenschutz und Sonnenblende oder eine Mütze. Für die Schutzausrüstung sind die Baumeister verantwortlich, auch für die Sonnencreme. (sda)

Wir haben das unverschmutzbare T-Shirt getestet

Video: watson/Angelina Graf
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
79 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Schluch
01.06.2018 18:26registriert Mai 2014
Vor jahren schon hat uns der chef Sonnencreme uns Mireralwasser zur verfügung gestellt, hat selbiges auch auf die Baustelle gebracht. Und das in einer kleinen Gärtner-Bude mit acht Mitarbeitern. Das kann doch für die grossen nicht so schwierig sein.
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Carlitos Fauxpas
01.06.2018 18:20registriert April 2018
Das berühmt berüchtigte Bauarbeiter-Décolleté ist in Gefahr!
00
Melden
Zum Kommentar
avatar
Quacksalber
01.06.2018 21:32registriert November 2016
Die Schutzausrüstung muss vom Arbeitgeber berappt werden. Deshalb der Aufstand.
Bei den Kommentatoren hier hat es sicher einige Bürolisten die laut nach Klimaanlagen schreien, wenn das Thermometer in Richtung 30* klettert.
00
Melden
Zum Kommentar
79
Mit 28 Jahren ist er zu langsam für seine Sportart: Fabian Bösch spricht über Rücktritt
Freeskier Fabian Bösch beendet seine Karriere – nicht aus Zwang, sondern aus Überzeugung. Warum er kein Risiko mehr eingehen will, was ihn an der Jury stört und weshalb er dem Sport trotzdem treu bleibt.
Am vergangenen Wochenende hatten Sie beim Weltcup in Silvaplana Ihren letzten Wettkampf. In den sozialen Medien waren Leute zu sehen, die Fabian-Bösch-Masken trugen. Wie kam es dazu?
Fabian Bösch: Ich weiss ehrlich gesagt nicht, wo diese Masken herkamen. Aber ich fand es witzig. Ich hatte keine Ahnung, wer sich unter welcher Maske versteckte. Es waren jedenfalls alle da. Meine Freundin, die Eltern, meine Tante, mein Götti, meine Schwester und Kollegen aus Engelberg.
Zur Story