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Luxuskarossen von Jaguar warten auf Mobility-Kunden. bild: zvg

SUV statt Tesla: So erklärt Mobility die Offroader-Offensive

Der Carsharing-Anbieter nimmt Karossen von Jaguar und Land Rover in die Flotte auf. Insgesamt kurven bereits über 70 Mobility-Offroader durchs Land. Das hat seinen Grund.



Wer eine Luxuskarosse fahren will, kann dies neuerdings mit Mobility tun: Seit Dienstag hat der Carsharing-Anbieter Autos von Jaguar und Land Rover im Angebot.

In Zeiten der Klimastreiks sorgt die neue Premium-Kategorie für Irritationen bei Mobility-Nutzern. «Mobility verspielt gerade seine Glaubwürdigkeit als Anbieterin von nachhaltiger Mobilität», kommentierten User auf der Facebook-Seite von Mobility.

Die Landrover sind übrigens nicht die einzigen Offroader in der Mobility-Flotte. Inzwischen kurven bereits über 70 Mobility-Offroader von Audi der Kategorie «Emotion» durchs Land. Die Audi-SUVs hatten 2016 für einen Proteststurm in Bern gesorgt, worauf die Fahrzeuge nach Thun verschoben wurden.

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Neu bei Mobility: der Land Rover Discovery. bild: zvg

Jetzt kommen neun Land Rover und Jaguar dazu, die 9 Franken pro Stunde und 1.50 pro Kilometer kosten. «Unsere Kunden buchen überdurchschnittlich oft SUV-Fahrzeuge», sagt Mobility-Sprecher Patrick Eigenmann zu watson. Mit den Fahrzeugen der Kategorien «Emotion» und «Premium» wolle man neue Kundengruppen ansprechen und so möglichst viele Leute von den Vorteilen des Car-Sharings überzeugen.

Man sei sich durchaus bewusst, dass man in einem Zielkonflikt stehe. «Aber wir können nicht am Markt vorbei planen. Zudem gilt: Je mehr Leute wir mit unseren Fahrzeugen überzeugen können, Kunde zu werden, desto besser für die Umwelt». Carsharer verzichteten nämlich auf Privatautos und unnötige Fahrten. «Darin liegt der grosse nachhaltige Effekt – nicht im Fahrzeugmodell», so Eigenmann.

Fakt ist: Die Schweiz ist ein SUV-Land. Fast jedes dritte verkaufte Auto ist ein Offroader. Dem Trend entsprechend ist auch die SUV-Flotte von Mobility in den letzten Jahren gewachsen.

Carsharer pfeifen auf Elektroautos

Nicht nur bei SUVs, sondern auch bei Elektroautos geht der Carsharing-Anbieter in die Offensive. Bis 2020 will Mobility die Anzahl auf 130 verdoppeln.

Doch es gibt ein Problem: Die Elektroautos seien unterdurchschnittlich ausgelastet. «Die Kunden haben nach wie vor Berührungsängste. Wir hoffen, diese werden sich in Zukunft legen», so Eigenmann.

Vielleicht sind die Fahrzeuge einfach zu wenig sexy. Bei Mobility verkehren Elektroautos vom Typ Renault Zoe. Warum setzt Mobility nicht auf Teslas?

Teslas seien für Carsharing noch nicht massentauglich, da sie in ihrer Bedienung anfangs komplex und nicht selbsterklärend seien, so Eigenmann.

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Nein, du hast keine Drogen genommen. Das ist Kunst

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Mit dem Rennauto durch die Berner Altstadt

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