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Fast jede fünfte schwangere oder stillende Frau trinkt jede Woche Alkohol. Fachleute empfehlen jedoch, während der ganzen Schwangerschaft abstinent zu leben. bild: shutterstock

1700 Kinder mit Beeinträchtigungen: Der Rausch im Mutterleib bleibt nicht ohne Folgen

In der Schweiz kommen jährlich bis zu 1700 Kinder mit Beeinträchtigungen zur Welt, weil die Mutter in der Schwangerschaft Alkohol getrunken hat. Selbst Fachleute unterschätzen das Ausmass. Eine Pflegemutter erzählt.

Annika Bangerter / Aargauer Zeitung



Öffnete Daniel* in seinem Kinderbettchen die Augen, stülpte ihm seine Pflegemutter Simone* einen Helm über den Kopf. Der sollte den 18 Monate alten Knaben schützen. Vor Beulen oder Schlimmerem. Denn Frustration oder Wut entlud sich bei Daniel über Selbstverletzungen. Bekam er nicht, was er wollte, liess er sich zu Boden fallen. Schmerzen schien er nicht zu spüren, wenn er seinen Kopf mit Wucht gegen den harten Grund knallen liess. Wieder und wieder. «Ich hatte Angst, dass er sich einen Hirnschaden zuzieht, wenn ich mal nicht schnell genug reagiere», sagt Simone.

Vielleicht liess sich Daniel kaum stoppen, weil sein Körper schon ganz anderes aushalten musste. Eben erst auf der Welt angekommen, musste er einen kalten Entzug durchstehen. Im Mutterleib versetzte der Alkohol ihn regelmässig in Rausch. Nach der Geburt gaben die Fläschchen nur noch Milch her. Ein Schock für den Babykörper.

Doch der Alkohol sollte nicht nur seine ersten Tage prägen. Daniel ist eines der bis zu 425 Kinder, die jährlich in der Schweiz mit einem fetalen Alkoholsyndrom (FAS) geboren werden. Der Alkohol im Mutterleib verpasst ihnen oft lebenslange Merkmale: einen kleinen Kopf, schmale Oberlippen und kurze Lidspalten. Gravierend sind die nicht augenscheinlichen Schäden: eine verminderte Intelligenz und starke Verhaltensauffälligkeiten. Dies, weil das Gift durch die Plazenta gedrungen ist und Hirn sowie Nervensystem angegriffen hat.

Alkohol setzt aber weitaus mehr Ungeborenen zu: Das Bundesamt für Gesundheit schätzt, dass jedes Jahr in der Schweiz rund 1700 Kinder mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung (FASD) geboren werden. Das ist der Oberbegriff für sämtliche vorgeburtliche Schädigungen, die durch den Alkoholkonsum der Mutter während der Schwangerschaft bedingt sind. Anders als bei den schweren FAS-Fällen, wie jener Daniels, ist diesen Kindern äusserlich oft nichts anzusehen. Doch die Folgen des Alkoholkonsums prägen ihren Alltag massiv: Sie haben Mühe, sich Dinge zu merken, leiden unter Lernschwierigkeiten, können nicht planen, sind hyperaktiv und verhalten sich sozial unangemessen.

Simone und ihrem Mann fiel rasch auf, dass ihr Pflegesohn anders war als die Gleichaltrigen. Als sie ihn im Kinderheim kennenlernten, erfuhren sie zwar, dass seine Mutter alkoholsüchtig sei. Daniel käme aber mit einem blauen Auge davon, hiess es. «Man sagte uns, er werde vermutlich etwas Schwierigkeiten in der Schule haben und eventuell ADHS entwickeln – allesamt Situationen, die wir uns zutrauten», sagt Simone. Was dann aber folgte, brachte sie an den Rand ihrer Kräfte. Daniel konnte keine Minute ohne Simone sein. Ging sie nur kurz in den Garten, rannte er panisch rufend durchs Haus. Konnte er nicht bei ihr sein, weinte und schrie er. Alleine spielen oder etwas malen: Das konnte Daniel nicht. Er verlangte die ganze Aufmerksamkeit von Simone.

Ein Gefühl für Gefahren war ihm fremd. Als Simone nur kurz einmal ihre Augen nicht an Daniel geheftet liess, kletterte der Vierjährige zehn Meter hoch auf einen Baum. «Weil er Risiken nicht einschätzen kann, müssen wir ihn zigfach darauf aufmerksam machen. Ein Verbot müssen wir unzählige Male wiederholen, bis es in seinem Langzeitgedächtnis gespeichert ist.»

Daniel wird ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen sein

Während andere Kinder wuchsen, blieb Daniel klein. «In seiner körperlichen Entwicklung hinkte er etwa zwei Jahre hinterher», sagt Simone. Als er vier Jahre alt war, suchte sie einen Spezialisten für Wachstumsstörungen auf. Nach der Untersuchung sagte er zu Simone: «Da kommt noch etwas auf Sie zu.» Daniel habe das fetale Alkoholsyndrom. Es war das erste Mal, dass Simone diesen Begriff hörte.

Auf die verschriebenen Wachstumshormone reagierte Daniels Körper heftig. War er wach, raste er durchs Haus, tobte oder weinte. Zwei Stunden später schlief er erschöpft ein. In der Familie spitzten sich Konflikte zu. Zwischen den Pflegeeltern, zwischen ihrem leiblichen Kind und Daniel. Gleichzeitig traf ein Brief ein. Daniel sollte im nächsten Jahr eingeschult werden. Simone wusste: Damit wird ihr Pflegesohn nicht zurechtkommen – vermutlich auch nicht seine Kindergärtnerin. Gleichzeitig brauchte sie dringend Entlastung. Sie wandte sich wiederholt an die Pflegekindervermittlung und bat, Daniel von einem Kinderpsychiater abklären zu lassen. Dort winkte man ab: So schlimm stünde es nicht um ihn. Er bräuchte nur mehr Disziplin und Struktur. Simone und ihr Mann waren kurz davor, aufzugeben.

Hilfe bekamen sie schliesslich vom Wachstumsspezialisten. Nachdem Daniel in dessen Wartezimmer einen Tobsuchtsanfall hatte, griff er ein. Zwei Tage später schluckte Daniel Ritalin und eine Woche darauf sass er einer Kinderpsychiaterin gegenüber. Inzwischen besucht er eine Sonderschule. Simone weiss, dass er sein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen sein wird.

Bis heute kennt die Pflegefamilie nicht den Schweregrad seines fetalen Alkoholsyndroms. «Das würde uns besser auf die Zukunft vorbereiten», sagt Simone. Bislang fand sie aber keine Ärzte in der Schweiz, die auf die Diagnostik spezialisiert sind. Mit ihren Fragen fühlt sich die Familie oft alleine gelassen. Ratschläge und Wissen sucht die Pflegemutter online, vor allem in deutschen Foren.

Anders als in der Schweiz lässt sich für Deutschland mittels einfacher Google-Suche eine längere Liste von medizinischen und psychiatrischen FASD-Spezialisten finden. Ein Verein hat ein umfassendes Informationsportal aufgebaut, organisiert jährlich Fachtagungen und vernetzt Betroffene sowie deren Eltern. Zudem gibt es in Deutschland mehr als 30 FASD-Selbsthilfegruppen. In der Schweiz gibt es nichts dergleichen.

Dabei hielt das Bundesamt für Gesundheit bereits 2018 in einem Faktenblatt fest: 18 Prozent der schwangeren oder stillenden Frauen trinken mindestens jede Woche Alkohol, bei sechs Prozent ist der Konsum «punktuell risikoreich». Das heisst, sie konsumieren vier oder mehr Gläser hintereinander. Im globalen Vergleich gehört die Schweiz zur Gruppe von Ländern mit dem höchsten Alkoholkonsum und weise entsprechend eine hohe FASD- Quote auf, schrieb der Bund.

Das Thema ist stark tabuisiert und das Wissen nur oberflächlich

Die Auswirkungen eines geringen Alkoholkonsums auf das ungeborene Kind sind bis heute nicht eindeutig nachgewiesen. Umgekehrt ist keine Menge bekannt, die mit Sicherheit unbedenklich ist. Deshalb raten Fachleute, während der gesamten Schwangerschaft auf Alkohol zu verzichten.

«Es wäre falsch, einseitig die Verantwortung der Mütter anzusprechen. Vielmehr steht die ganze Gesellschaft in Pflicht.»

Das empfiehlt auch die Stiftung Sucht Schweiz. Mediensprecherin Monique Portner-Helfer weist darauf hin, dass gesundheitsschädigende Folgen nicht zwingend auf einen chronisch risikoreichen Konsum oder gar auf eine Alkoholabhängigkeit der Mutter zurückzuführen seien. Sie spricht von einem stark tabuisierten Thema und hält fest: «Es wäre falsch, einseitig die Verantwortung der Mütter anzusprechen. Vielmehr steht die ganze Gesellschaft in Pflicht.»

Das soziale Umfeld der Schwangeren spiele eine grosse Rolle. Doch in der Schweiz ist das Wissen über alkoholbedingte Geburtsschäden und deren psychosozialen Folgen tief. Das hat eine Studie von Dagmar Orthmann-Bless, Lehr- und Forschungsrätin am Departement für Heil- und Sonderpädagogik der Uni Fribourg, gezeigt. Zwar sei den meisten Menschen in der Schweiz klar, dass Alkohol und Schwangerschaft nicht zusammenpassen, sagt Orthmann-Bless. Aber: «Das Wissen in der Bevölkerung ist diffus und oberflächlich. Es ist eher ein natürliches Empfinden, als tatsächliches Wissen.»

So wussten 43 Prozent der Befragten nicht, dass FASD sowohl durch regelmässiges Trinken als auch durch gelegentliches Rauschtrinken entstehen kann. Zwar schnitten angehende Fachpersonen aus Medizin und Pädagogik in der Studie deutlich besser ab, doch: «Auch bei ihnen stellten wir fest, dass es an genauem Wissen mangelt.» Sie unterschätzen beispielsweise die Auftretenshäufigkeit von FASD massiv. Das sei problematisch, sagt die Forscherin: «Wenn Fachperson der Ansicht sind, ein bestimmtes Problem taucht selten und nur bei bestimmten Risikogruppen auf, dann verhalten sie sich ganz anders, als wenn sie wissen, dass dieses Problem in allen Bevölkerungsschichten anzutreffen ist.»

«Chill Mami»: Doch die Pubertät macht der Pflegemutter Sorgen

In Europa gibt es seit neun Jahren eine FASD-Allianz. Heute setzt sich diese aus 31 Verbänden zusammen. 16 Länder sind darin vertreten; die Schweiz ist nicht dabei. Orthmann-Bless bestätigt: «In der Schweiz gibt es praktisch keine Strukturen, die auf die Problematik FASD spezialisiert sind – weder in der Prävention noch in der Diagnostik und Intervention. Betroffene sind auf sich gestellt, das muss sich ändern.»

Diese Meinung teilt auch die Stiftung Sucht Schweiz. «Handlungsbedarf besteht auf allen Ebenen», sagt Mediensprecherin Portner-Helfer. Sucht Schweiz plant deshalb, ein nationales Netzwerk aufzubauen. Noch ist die Finanzierung nicht gesichert. Kommt diese zu Stande, soll das Projekt 2021 starten. Daniel wird dann bald ein Teenager sein, der an Partys geht, an denen Alkohol getrunken wird. Davor fürchtet sich Simone. Vorsichtsmassnahmen trifft sie bereits heute: Sie erklärt dem Neunjährigen, dass er Alkohol nicht gut vertrage. Und dass dies mit dem Konsum seiner Mutter zusammenhängt. «Wie alle FAS-Betroffene weist er ein höheres Suchtpotenzial auf», sagt Simone.

Seine beginnende Pubertät fordert die Pflegemutter. «Er lebt jede Phase viel extremer aus als Gleichaltrige. Zudem hat er bis heute grosse Mühe mit Nähe und Distanz», sagt sie. Inzwischen entdeckt Daniel seine Sexualität. Wann und wo spielt für ihn keine Rolle. Erst kürzlich hat er, auf dem Sofa sitzend, gerufen: «Mami, guck, ich habe einen Ständer.» Für Simone bedeutet die Pubertät eine neue Gratwanderung: Ohne die Sexualität zu tabuisieren, muss sie seinen enthemmten Umgang bremsen. Zu seinem Schutz, aber auch zum Schutz anderer.

Daniels Bewegungsdrang ist ungebrochen; Gefahren kann er nach wie vor kaum einschätzen. Auf seinem BMX- Fahrrad rast er über Hindernisse, übt Sprünge und Kunststücke. «Chill, Mami», sagt er dann zu Simone, bevor er seinen Helm aufsetzt und losbraust. (aargauerzeitung.ch)

* Name geändert

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59
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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Rikku 05.02.2020 22:54
    Highlight Highlight Ich bin selber gerade schwanger und es würde mir nie in den Sinn kommen, Alkohol zu trinken. Es gibt so viele leckere alkfreie Alternativen zum Anstossen und feiern. Könnte nie nur für sowas die Gesundheit meines Babys aufs Spiel setzen.
  • Blubber 04.02.2020 22:28
    Highlight Highlight Alkohol in der Schwangerschaft ist für mich tabu. Ich finde aber auch problematisch, wenn man Stillen und Schwangerschaft in einen Topf wirft, wie ihr das in einem Satz macht. Beim Stillen funktioniert das Ganze auch etwas anders (Promillegehalt in Milch entspricht wohl Promillegehalt im Blut, hab ich mal gelesen). Ich fände einen Artikel dazu mega spannend, weil da gibts nicht so viele Infos dazu und die sind teilweise widersprüchlich.
  • John Henry Eden 04.02.2020 15:38
    Highlight Highlight Müsste man für Sex denken, wäre keine dieser Mütter schwanger geworden.
    • öpfeli 05.02.2020 07:35
      Highlight Highlight Das trifft aber auf viele andere auch zu😂
  • Seraohara 04.02.2020 14:43
    Highlight Highlight Ich bin im siebten monat schwanger und es käme mir nicht einmal in den sinn auch nur einen schluck alkohol zu konsumieren! Das selbe gilt für zigi’s und für mich auch kaffe!
    Für mich selbstverständlich und aufgrund meiner liebe zu meinem kind,absolut problemlos umsetzbar!
    • Mira S. 04.02.2020 19:45
      Highlight Highlight Verstehe die Blitzer bei diesem Kommentar nicht. Sie hat inhaltlich absolut recht. Welcher/e Blitzer/in könnte sich erklären? Sie teilt sich nur mit und belehrt ja niemanden.
    • Seraohara 04.02.2020 23:09
      Highlight Highlight Danke mira😘
    • Seraohara 05.02.2020 19:16
      Highlight Highlight Da hast du recht... ich für mein empfinden finde es aber unnötig da coffein von der plazenta nicht gefiltert wird und in der vollen dosis zum kind kommt... ich dachte mir einfach was ich meinem kind nicht zum trinken geben würde,konsumiere ich während der schwangerschaft nicht.. betrifft natürlich auch eistee,schwarztee... und andere koffein haltige getränke wie cola...
  • Ichweissmeinennamennichtmehr 04.02.2020 14:15
    Highlight Highlight Bin erschrocken alls ich 1700 lass, hätte niemals so hoch eingeschätzt. Einfach nur traurig!
    Wünsche Simone und ihrer Familie alles gute!
  • Macke 04.02.2020 11:20
    Highlight Highlight Die Hälfte aller (ausgetragenen) Schwangerschaften in der Schweiz sind ungeplant. Es gibt also einen Zeitraum, in dem die Hälfte der schwangeren Frauen nicht wissen, dass sie schwanger sind. Dies kann sich, je nach Zyklus der Frau, über die ersten 2-3 Monate hinziehen, gerade wenn sie ihren Zyklus schlecht kennt. Ich finde es schwierig, hier einseitig zu Gunsten des Kindes zu argumentieren. Die Folgen sind schrecklich, aber das ist jeder Schwangeren klar. Die Probleme für Alkoholkonsum während der Schwangerschaft liegen meist beim Unwissen oder Sucht.
  • Vesparianer 04.02.2020 11:10
    Highlight Highlight Muss sich immer vor Augen halten, was man dem unschuldigen Kinde antut, welches 10mal so lange braucht, um den Alkohol abzubauen.
  • Cas 04.02.2020 11:03
    Highlight Highlight Danke für den Artikel.
    Wusste nicht wie dramatisch die Lage in der Schweiz ist.
    In meinem Umfeld trank keine Schwangere Alkohol und ich dachte, das sei völlig normal...
  • fools garden 04.02.2020 11:03
    Highlight Highlight Ganz happig die Story, danke für den Bericht!
  • Kupetzky 04.02.2020 10:30
    • Nik G. 04.02.2020 12:57
      Highlight Highlight Es ist keine Mediale Panikmache. Sie präsentieren einfach nur die Zahlen des BAG was hier im Bericht auch gemacht wird, nur zeigt dieser Bericht die Auswirkungen des Konsums während der Schwangerschaft nicht auf. Wo soll aus ihrer Sicht denn die mediale Panikmache sein?!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.02.2020 16:07
      Highlight Highlight @Kupetzki
      Wirst du dafür von Tony Bortoluzzi bezahlt?
      Der verharmlost nämlich den Alkohol auch.
    • Kupetzky 05.02.2020 09:11
      Highlight Highlight Lieber Nik - Ein Beispiel: Im Titel sind die 1700 Fälle von FASD erwähnt. Im Text dann einer der massiv schwereren 170 bis 425 Fälle von FAS. BAG: Rund 6% der Schwangeren pflegt einen problematischen Alkoholkonsum. Das resultiert in 2 bis 5 Promille FASD-Fälle. Das erkennt aber nur wer den Artikel sorgfältig liest. Dass dies kaum jemand macht, zeigen Kommentare welche den fürsorgerischen Freiheitsentzug fordern sobald Frau auch nur einen Schluck Wein trinkt.

      Der Artikel
    Weitere Antworten anzeigen
  • Füürtüfäli 04.02.2020 09:20
    Highlight Highlight Ein Vortragender im Studium hat mal gesagt: Wenn die Mutter trinkt, trinkt das Kind 1:1 mit. Möglicherweise schadet ihm 1/8 oder ein Glas Sekt nicht, aber stellen Sie sich vor, das Kind ist bereits geboren - würden Sie 1/8 Wein ins Babyflascherl füllen? Wenn Sie das für pervers halten, sollten Sie auch in der Schwangerschaft nicht trinken... Wer es nicht vorübergehend für 9 Monate ohne Alkohol aushält, hat sowieso ein Problem, meiner Ansicht nach.
    • Garp 04.02.2020 10:51
      Highlight Highlight Der Vergleich hinkt, wegen des unterschiedlichen Körpergewichtes.
      Nichtsdestotrotz sollte jede Frau während der Schwangerschaft und Stillzeit auf Alkohol verzichten. Wenn sie das nicht kann, sollte sie eine Suchtberatungsstelle aufsuchen. Am besten schon vor der Schwangeschaft.
  • Bits_and_More 04.02.2020 08:29
    Highlight Highlight Eine gute Kollegin ist gerade schwanger und konsumiert 0 Alkohol. Für mich ist das Selbstverständlich. Was mich aber wirklich überrascht hat sind die vielen Kommentare von anderen Personen. "Ach, ein Glässchen zum Anstossen macht doch nichts". "Also früher war man hier nicht so streng". usw.
    Ich finde es erschreckend, wenn Schwangere sich rechtfertigen müssen, dass sie jetzt keinen Alkohol trinken!

    Also bitte liebe Leute, hört verdammt nochmal auf, Alkohol in der Schwangerschaft zu verharmlosen!!!
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 04.02.2020 08:48
      Highlight Highlight Tja, Volksdroge Alkohol halt.
    • bokl 04.02.2020 08:49
      Highlight Highlight Ich finde es erschreckend, dass sich Irgendjemand rechtfertigen muss, wenn er keinen Alkohol trinkt.
    • Bee89 04.02.2020 09:14
      Highlight Highlight Finde das generell ein Problem unserer Gesellschaft. Man wird quasi belächelt und trifft auf Unverständnis, wenn man nichts trinken will.

      In der Schwangerschaft ist das doppelt schlimm, weil es einfach egoistisch ist nur an sich zu denken und nicht an das ungeborene Kind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 04.02.2020 08:25
    Highlight Highlight Warum werden Eltern eigentlich nicht in die Pflicht genommen?

    Man könnte Beeinträchtigungen bei Kindern, die auf Alkohol oder Drogenkonsum der Eltern zurück zuführen sind als Körperverletzung oder dergleichen ahnden...
  • Rethinking 04.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Leider kann jeder Kinder zeugen... Egal ob er das Zeug zum Vater / zur Mutter hat...
  • Marco Kleiner 04.02.2020 08:24
    Highlight Highlight Ich konnte nicht einmal den ersten Abschnitt fertig lesen — ist mir zu krass! Macht mich so traurig, wütend...
  • The oder ich 04.02.2020 08:19
    Highlight Highlight Dito für Nikotinmissbrauch
  • sikki_nix 04.02.2020 08:16
    Highlight Highlight Alkoholiker werden sich immer für den Alkohol entscheiden. Es macht keinen Unterschied ob sie Schwanger sind oder irgend eine andere Form von Verantwortung tragen. Der Alkohol hat immer die höchste Priorität. deswegen wird sich das Problem auch nicht einfach lösen.
    • trio 04.02.2020 12:45
      Highlight Highlight Das Problem sind aber nicht nur Alkoholiker! Es genügt 1mal zuviel Alkohol zu trinken und das Kind hat eine lebenslange Beeinträchtigung. Und niemand weiss wieviel zu viel ist.
  • Ökonometriker 04.02.2020 07:28
    Highlight Highlight Unglaublich, dass es das noch gibt. Mütter die während der Schwangerschaft trinken sollten wegen versuchter schwerer Körperverletzung von den Behörden verfolgt werden. Gerade Süchtige sollte man sofort einweisen, damit sie von der Flasche wegkommen. Die Interessen des ungeborenen Kindes sind hier definitiv höher zu gewichten als die Freiheit der Mutter. Zudem ist eine Süchtige ohnehin nicht Frei: die Sucht zwingt sie zu einem Verhalten, dass sie ohne die Sucht nie wollen würde.
    • Nerd077 04.02.2020 07:45
      Highlight Highlight Meinte das Problem mit süchtigen Schwangeren ist, dass der kalte Entzug auch schädlich ist für das Ungeborene, respektive die Stresshormone/Entzugserscheinungen der Mutter wirken sich auch negativ auf das Kind aus.
      Deshalb wird Kettenraucherinnen auch empfohlen ihren Konsum sehr stark zu reduzieren und nicht ganz aufzuhören.

      Sprich: Wenn man voll und ganz auf das Wohl des Kindes gehen will, sollte man, wenn man solche Dinge konsumiert am besten gar nicht schwanger werden. Aber so läuft das Leben nicht.
  • öpfeli 04.02.2020 07:23
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht, wie Frau nicht auf Alkohol verzichten kann und möchte während der Schwangerschaft.
    Ebensowenig verstehe ich nicht, wie tatsächlich immernoch Gynäkologen/innen ein Glas Wein / ein Bier als harmlos betiteln und die Frauen mit dieser Info aus der Praxis gehen lassen.

    Das Kind und dessen Gesundheit sollte doch über den Alkohol stehen 🙄
    • Samurai Gra 04.02.2020 07:55
      Highlight Highlight Aber es wäre schön wenn das Umfeld dann am besten auch Abstinenz Praktiziert wärend der Zeit
    • öpfeli 04.02.2020 08:04
      Highlight Highlight Jein. Mein Mann trank freiwillig nicht. Ich sagte ihm immer, er soll doch wenn er Lust auf Wein etc. hat.

      Alkohol ist kein fester Bestandteil meines Lebens, ich konnte damit umgehen, wenn mein Umfeld trank und ich durfte nicht.
    • Domimar 04.02.2020 08:11
      Highlight Highlight @Samurai Wenn Umfeld = Mann/Vater, dann kann ich das ansehen, er hat es grundsätzlich auch mit-verbrochen. Aber weiteres Umfeld, nein. Einfach nein, weil die können nichts dafür.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sharkdiver 04.02.2020 07:11
    Highlight Highlight Oh ich kenne so eine vollpfosten Mami, die ganz sicher wegen der Schwangerschaft nicht auf Zigi und Alk verzichtete. Sie wollte nichts dazu hören. Und ich finde schon man kann den Eltern heute die Schuld geben. Jeder der ein MÜ Grips hat, Weiss heute das Alk und Zigi in der Schwangerschaft tabu ist. Aber den super Ega A...Gesichter ist dies scheiss egal

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