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Participants watch the appearance of Donald Trump, President of the United States of America, on screen from an adjacent room, during the 48th Annual Meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Friday, January 26, 2018. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos, January 23 to 26. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Donald Trump bei seinem Auftritt am World Economic Forum in Davos im Januar 2018. Bild: KEYSTONE

Kommt Trump erneut ans WEF? US-Botschaft bereitet sich auf nächste Schweiz-Reise vor

Die amerikanische Vertretung in Bern sucht einen Anbieter für Hochsicherheitstransporte nach Davos. Laut einem Secret-Service-Experten deutet dies darauf hin, dass der Präsident erneut ans WEF kommen könnte.

Lorenz Honegger / Schweiz am Wochenende



US-Präsident Donald Trump macht alles anders. Während sich seine Vorgänger Barack Obama und George W. Bush kein einziges Mal am World Economic Forum (WEF) in Davos blicken liessen, reiste der ehemalige Immobilienunternehmer diesen Januar bei der ersten Gelegenheit ans Jahrestreffen der globalen Wirtschaftselite. Jetzt gibt es Hinweise auf Vorbereitungen für einen erneuten Trump-Besuch am WEF.

Die amerikanische Botschaft in Bern hat auf ihrer Website eine Ausschreibung veröffentlicht, mit der sie für den kommenden Januar vorsorglich acht Lastwagen zum Transport von Spezialequipment vom Flughafen Zürich nach Davos sucht. Die Fahrzeuge müssen schnee- und gebirgstüchtig sein und sich mit Paletten beladen lassen, wie sie von der amerikanischen Luftwaffe verwendet werden.

Auffällig: «In jedem LKW-Führerhaus muss ein US-Regierungsvertreter mitfahren.» Es handelt sich also um einen Hochsicherheitstransport. Zusätzlich benötigen die Amerikaner am Flughafen Zürich ein abgedecktes Lager, um bis zu zwölf Paletten gleichzeitig beladen zu können, sowie einen Gabelstapler mit einer Nutzlast von 3.5 Tonnen.

Das Auftragsvolumen für die acht Lastwagen beträgt zwischen 35'000 und 50'000 Franken. Interessierte Firmen müssen sich bis am 1. Dezember bewerben.

Kommt nur Trump infrage?

Die «Schweiz am Wochenende» hat die Ausschreibung dem vielleicht renommiertesten Kenner des Secret Service, dem Personenschutzorgan des US-Präsidenten, vorgelegt. Der amerikanische Journalist und Autor Ronald Kessler hat mehrere Bücher über den Secret Service und das Weisse Haus geschrieben und in seiner Karriere zahllose aktive und ehemalige Personenschützer des US-Staatsoberhaupts befragt.

Für Kessler ist der Fall ziemlich klar: Die US-Botschaft bereitet sich auf einen allfälligen Besuch von Donald Trump vor. «Kein anderes Mitglied der US-Administration würde bei einem Besuch ein derart massives Aufgebot erfordern, wie es die Ausschreibung nahelegt», schreibt er auf Anfrage. Es sei üblich, dass der Secret Service im Vorfeld von Reisen des Präsidenten Fahrzeuge und Equipment einfliege.

Bilder aus dem vergangenen Januar vom Flughafen Zürich zeigen, wie mehrere Transportflugzeuge der US Air Force Geländefahrzeuge und Material in die Schweiz brachten. Das Equipment wurde damals auf dem Rollfeld in Lastwagen einer grossen Schweizer Transportfirma verladen. Später wurden dieselben Lastwagen beim Entladen in Davos gesichtet. Ob die Unternehmung tatsächlich einen Auftrag der US-Regierung hatte, ist nicht bekannt. Auf eine schriftliche Anfrage reagierte die Pressestelle diese Woche nicht.

Donald Trump am WEF 2018: «Die Schweiz ist ein grossartiger Ort»

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Video: srf

Die US-Botschaft in Bern teilt in einem schriftlichen Statement mit, sie fordere jedes Jahr im Vorfeld des WEF logistische Unterstützung von Schweizer Unternehmen an, um den Besuch der US-Delegation vorzubereiten. In diesem Fall habe sie den Auftrag aufgrund des hohen Volumens gemäss amerikanischem Recht öffentlich ausschreiben müssen. Die Botschaft schreibt weiter, es sei noch offen, welche Vertreter der US-Administration am WEF 2019 teilnehmen.

«Gigantische Herausforderung»

Wäre Trump nicht Trump, würde vieles gegen zwei aufeinanderfolgende Besuche sprechen. Martin Naville, Chef der Schweizerisch-Amerikanischen Handelskammer, sagt, für die Organisatoren des World Economic Forum stelle es aus logistischer Sicht eine «gigantische Herausforderung» dar, wenn grosse internationale Namen wie Trump mehrere Jahre hintereinander nach Davos reisten. Gleichzeitig sei klar, dass die Botschaft in Bern für alle Fälle gewappnet sein müsse, selbst wenn die Wahrscheinlichkeit eines Besuchs des amerikanischen Staatsoberhaupts nur zehn Prozent betrage.

Politisch wäre ein Auftritt am WEF für Trump eine Gelegenheit, die internationale Wirtschaftselite zu beruhigen, die sich wegen seines Handelskriegs mit China Sorgen macht.

Nimmt man den Präsidenten selbst zum Massstab, scheint er, der sich in der Rolle des erfolgreichen Business Man immer noch am besten gefällt, einem weiteren Besuch in Davos nicht abgeneigt zu sein: Bei einem kurzen Handshake am Rande der UNO-Generalversammlung in New York Ende September sagte Trump zu Bundespräsident Alain Berset, er habe am WEF eine «grossartige Zeit» gehabt.

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Roterriese 21.10.2018 20:57
    Highlight Highlight welcome mr. president :)
    2 3 Melden
  • Todesstern 21.10.2018 03:26
    Highlight Highlight Ich würde ein one way Ticket zum schwarzen Loch empfehlen. Die Aussicht ist einfach Sagenhaft 😁
    1 1 Melden
  • Crissie 20.10.2018 17:35
    Highlight Highlight Den braucht hier wirklich niemand!
    16 12 Melden
  • Hiker 20.10.2018 15:29
    Highlight Highlight Hu, ich weis nicht so recht. Möglicherweise lieben die Wirtschaftskapitäne den Zollkönig nicht mehr so innig? Oder krichen sie ihm jetzt erst recht in den A....?
    18 6 Melden
  • swisskiss 20.10.2018 14:43
    Highlight Highlight Selbstverstädlich darf Herr Tump in die Schweiz kommen und erwarten mit dem nötigen Respekt behandelt zu werden.

    Da aber der letzte Auftritt in Davos von Herrn Trump nicht genutzt wurde, sich etwas mehr Wissen über grundsätzliche Zusammenhänge zwischen Wirtschaft und Politik und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Staaten anzueignen, ist sein Erscheinen sinnlos.

    Simples Geplapper und sinnbefreite Showauftritte darf er gerne in seinem eigenen Land zelebrieren.

    Als Steuerzahler bin ich dagegen, einen solchen Auftritt mitfinanzieren zu müssen.
    19 6 Melden
  • felixJongleur 20.10.2018 14:08
    Highlight Highlight Ich hab genug von Schwab und seiner Veranstaltung, das letzte Jahr war ein Schlag ins Gesicht für alle Bürger der Schweiz die das erdulden müssen.
    29 21 Melden
  • Hochen 20.10.2018 13:13
    Highlight Highlight Nein einfach nein!
    29 24 Melden
    • Roterriese 21.10.2018 20:57
      Highlight Highlight Doch, einfach doch.
      2 3 Melden
  • banda69 20.10.2018 11:45
    Highlight Highlight Und der Mann mit Block und die anderen Trump-Groupies von der SVP freuen sich.
    User Image
    94 32 Melden
  • Stichelei 20.10.2018 11:43
    Highlight Highlight Könnte man seinen Flug nicht nach Schweden umbuchen? Der würde es erst merken, wenn er da ist. Oder, noch wahrscheinlicher, nicht mal dann.
    135 39 Melden
    • leu84 20.10.2018 11:55
      Highlight Highlight Oder Swasiland. Neu eSwatini
      62 16 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 20.10.2018 18:31
      Highlight Highlight 😂
      2 6 Melden
  • Petersilly 20.10.2018 11:38
    Highlight Highlight Nein Danke, Trumpelstilz bleib bitte Zuhause
    97 62 Melden
    • Mia_san_mia 20.10.2018 12:40
      Highlight Highlight Oder er soll nach Fribourg gehen 😉
      12 22 Melden
    • Salvador Al Daliente 20.10.2018 14:44
      Highlight Highlight Ich freu mich dann schon auf die Pressekonferenz...
      13 2 Melden
    • Hiker 20.10.2018 15:26
      Highlight Highlight Das kapiere ich jetzt nicht so richtig??
      12 4 Melden
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Der in den USA lebende Schweizer Unternehmer Hansjörg Wyss hat eine Milliarde Dollar für den Umweltschutz gespendet. Im Interview erklärt er, warum er sich engagiert, weshalb er die Selbstbestimmungsinitiative der SVP ablehnt und wieso er nicht mehr ans WEF reist.

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