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President Donald Trump gestures as he boards Air Force One at Andrews Air Force Base, Md., Friday, Jan. 12, 2018, to travel to Palm Beach International Airport in West Palm Beach, Fla. (AP Photo/Andrew Harnik. (AP Photo/Andrew Harnik)

Donald Trump – der Stargast am diesjährigen WEF. Bild: AP/AP

Trump hält am WEF die Abschlussrede – Merkel erneut abwesend



Das 48. Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos ist im Banne von Donald Trump. In einer zersplitterten Welt ist es laut WEF-Gründer Klaus Schwab essentiell, den US-Präsidenten am Tisch zu haben, um neue Lösungen zu finden. Die USA bringen die grösste Politik-Delegation, gefolgt von Saudi-Arabien.

Der Auftritt von Trump am Freitag kommende Woche um 14 Uhr wird das alles dominierende Thema und der finale Höhepunkt des WEF 2018 sein. WEF-Gründer Schwab sieht kein Problem darin, dass sich Globalisierungskritiker Trump am Forum für «America first» stark macht. «Für das laufende Jahr ist die globale Zusammenarbeit entscheidend, deshalb ist es essentiell, dass wir Trump bei uns haben», sagte Schwab.

Sein neuer Geschäftsleitungspräsident Borge Brende betonte, dass sich das WEF nicht als Globalisierungstreffen und -förderer sehe. «Wir wollen eine Globalisierung für alle, und ich denke, die Politik- und Wirtschaftsführer werden sich freuen, von Trump zu hören.»

JAHRESRUECKBLICK 2017 - MAERZ - President Donald Trump meets with German Chancellor Angela Merkel in the Oval Office of the White House in Washington, Friday, March 17, 2017. (KEYSTONE/AP Photo/Evan Vucci)

Donald Trump ist am WEF 2018 zugegen, Angela Merkel erneut nicht. Bild: AP

Andere 69 Staatschefs nicht vergessen

Brende gab sich am Dienstag am WEF-Sitz in Cologny Mühe, den Fokus von Trump auf die anderen Gäste zu lenken. «Vergessen Sie nicht, dass wir insgesamt 70 Staat- und Regierungschefs am WEF haben werden», sagte der ehemalige norwegische Aussenminister.

Nach der Ansprache von Bundespräsident Alain Berset wird der indische Premierminister Narendra Modi am kommenden Dienstagvormittag die Eröffnungsrede halten. Im Vorjahr hatte an dieser Stelle der chinesische Präsident Xi Jinping für mehr Handel plädiert.

Von grossem Interesse ist der Auftritt des französischen Präsidenten Emmanuel Macron am Mittwoch. Für Europa ist das laufende Jahr laut Schwab entscheidend - am WEF komme es zu einem kleinen EU-Gipfel. An Bord seien Regierungschefs aus 27 EU-Staaten - so auch die britische Premierministerin Theresa May und der italienische Premierminister Paolo Gentiloni, der am Donnerstag seinen Auftritt hat.

epa06443259 French President Emmanuel Macron delivers a speech to police officers and gendarmes in the Gendarmerie headquarters  in Calais, northern France, 16 January 2018. Macron is on a day-trip to Calais and neighboring Croisilles, the symbolic epicenter of France's migrant situation.  EPA/ETIENNE LAURENT

Der französische Präsident Emmanuel Macron erweist dem WEF 2018 die Ehre. Bild: EPA/EPA

Das höchstrangige deutsche Regierungsmitglied ist Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen. Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel hat bisher nicht zugesagt. Ranghohe Vertreter der EU wie EU-Kommission-Präsident Jean-Claude Juncker dürften auch im Interesse der Schweizer Bundesräte sein.

Sommaruga und Parmelin fehlen

Von der Schweizer Regierung sind neben dem Bundespräsidenten Berset die Bundesräte Ignazio Cassis, Doris Leuthard, Ueli Maurer und Johann Schneider-Ammann am 48. World Economic Forum präsent. Nicht auf der Gästeliste sind Guy Parmelin und Simonetta Sommaruga.

Zu den Schwerpunkten des WEF 2018 zählt Afrika mit zehn erwarteten Staatschefs. Ihren ersten Auftritt an einem WEF werden der neue Präsident von Zimbabwe, Emmerson Mnangagwa, sowie der Präsident von Angola, Joao Lourenco, haben. Ein Panel ist zudem Syrien gewidmet mit neun Staats- und Regierungschefs aus dem Mittleren Osten.

epa06361944 Newly installed Zimbabwean President Emmerson Mnangagwa (R) officiates during a ceremony at the Chinhoyi University of Technology in Chinhoyi, 116 km west of Harare, Zimbabwe, 01 December 2017. Mnangagwa officially held his job as the Chancellor of all the country's universities replacing former president and Chancellor, Robert Mugabe, who resigned on 21 November, after 37 years in office.  EPA/AARON UFUMELI

Emmerson Mnangagwa kommt nach Davos. Bild: EPA/EPA

Trump ist der erste US-Präsident in Davos seit Bill Clinton im Jahr 2000. Er wird unter anderem von seinem Schwiegersohn Jared Kushner, von Finanzminister Steve Mnuchin, Handelsminister Wilbur Ross sowie dem Handelsbeauftragten Robert Lighthizer begleitet.

Mitglied der grössten politischen Länderdelegation - mit zwei Dutzend Mitgliedern - ist auch Aussenminister Rex Tillerson. Zum Besucherinventar zählt auch sein Vorgänger John Kerry sowie Ex-Vizepräsident Al Gore.

Saudi-arabische Halbinsel im Vormarsch

Auffällig ist zudem die grosse Delegation aus Saudi-Arabien mit 14 Mitglieder, darunter acht Minister, sowie jene der Vereinigten Arabischen Emirate mit 13 Mitgliedern.

Abwesend ist dieses Jahr die Spitze der russischen Regierung. Die russische Delegation wird vom Vize-Premierminister der russischen Föderation, Arkady Dvorkovich angeführt. Dabei ist dafür der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko.

Frauenanteil steigt auf 21 Prozent

Der 79-jährige Schwab will an seiner Eröffnungsrede für eine neue Strategie plädieren. «Ich werde ein 'qualitative Easing' fordern», sagte er. «Wir haben die Finanz- und Wirtschaftskrise überwunden, aber jetzt befinden wir uns in einer sozialen Krise, die über ein qualitative Easing gemindert werden soll.»

Unter dem Motto «Das Schaffen einer gemeinsamen Zukunft in einer zerrissenen Welt» (Creating a Shared Future in a Fractured World) sollen die Risse in der Gesellschaft an der Wurzel gepackt und pragmatische Lösungen gefunden werden.

Das notorisch männerlastige Forum weist heuer mit 21 Prozent den grössten Frauenanteil in seiner Geschichte aus. Es sind auch Frauen, die das Treffen unter den sogenannten Co-Chairs leiten - unter anderem CERN-Direktorin Fabiola Gianotti sowie die IWF-Chefin Christine Lagarde. Insgesamt werden rund 3000 Entscheidungsträger erwartet. (cma/sda)

Vielleicht ist Trump ja mal zu Gast: Bei Viktor Giacobbo im «Giacobbodcast»

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • chäsli 17.01.2018 12:10
    Highlight Highlight Kritisieren kann man Trump nach seiner Rede, das dauernde Trump-Bashing geht mir auf den Wecker, er ist nun mal da, Punkt. Dass Frau Merkel nicht kommt ist wahrlich kein Verlust.
  • Sanchez 16.01.2018 18:30
    Highlight Highlight Ist ja lustig; Kaum sagt Trump seine Teilnahme am WEF zu, kommen plötzlich alle wichtigen Staatschefs doch auch noch. Das ist doch einfach nur ein einziger Heuchlerhaufen, angefangen bei unserer eigenen Regierung. Letztere hat sicher schon brav die Bücklingshaltung eingeübt..
  • manuel0263 16.01.2018 18:18
    Highlight Highlight Es ist selbstverständlich immer gut, auch und gerade mit schwierigen Politikern im Gespräch zu bleiben; allerdings nur dann, wenn zumindest die Möglichkeit einer ernsthaften Diskussion gegeben ist. In diesem Fall wird man nur von Herrn Trump als Wasserträger und Jubelperser benutzt werden, um sein geniales und ausserirdisches Ego vergrössern zu dürfen. Und man darf ein Selfie machen...
  • fabsli 16.01.2018 17:44
    Highlight Highlight Ich hab mal gelernt, am Ende eines Workshops oder Meetings immer etwas gutes und positives zu sagen. So würden die Leute gut gestimmt davonziehen. Scheint eine überholte Taktik zu sein.
    Benutzer Bild
  • äti 16.01.2018 17:40
    Highlight Highlight Abschlussrede? Heisst das er tritt zurück? ;)
  • fabsli 16.01.2018 17:38
    Highlight Highlight Ein Applaus für Angela Merkel. Die hat so'n Scheiss nicht nötig.
  • pedrinho 16.01.2018 17:31
    Highlight Highlight "Geehrt werden dieses Jahr Schauspielerin Kate Blanchett für ihr Engagement in der Flüchtlingskrise, sowie Elton John in seinem Kampf gegen HIV."

    ........und wo bleiben all jene, die wirklich was tun ?
    • sambeat 16.01.2018 23:03
      Highlight Highlight Und wer tut denn wirklich was? Names please...
    • pedrinho 17.01.2018 15:24
      Highlight Highlight @sambeat
      .....unzaehlige "namenlose", welche in kleinen privaten, mittleren und grossen hilfs-organisationen ihr wissen und ihre zeit kostenlos zur verfuegung stellen und nur selten damit eigenwerbung verbinden.

      tu gutes und rede darueber - scheint eher das motto der "stars"
  • Firefly 16.01.2018 16:28
    Highlight Highlight Ach ja, all die Wasser prediger und Wein säufer...
  • Linus Luchs 16.01.2018 16:13
    Highlight Highlight Glaubt WEF-Gründer Schwab wirklich an das, was er sagt? Es ginge um die globale Zusammenarbeit, deshalb sei es "essentiell, dass wir Trump bei uns haben". Als würde es in Davos jemandem gelingen, mit dem POTUS auch nur ansatzweise einen vernünftigen Dialog zu führen. Mit ein paar Leuten aus seiner Delegation dürfte das möglich sein. Aber Trump selber hat nur ein Ziel: sich inszenieren. "The greatest speech ever heard in Davos." Das WEF war schon immer viel Lärm um nichts. Trump ist diesbezüglich die Krönung.
  • lily.mcbean 16.01.2018 16:07
    Highlight Highlight Das wird mit sicherheit die Geistreichste Ansprache die die Schweiz jeee gehört hat! Absolut fantastisch!
    Und nächstes Jahr bitte Bill Cosby oder Harvey Weinstein als Redner!
    • Lukakus 16.01.2018 18:39
      Highlight Highlight Ich weiss ehrlich gesagt nicht, ob man Schneider-Amman noch übertreffen kann. Sorry, wenn das für dich schlechte Neuigkeiten sind.
    • Citation Needed 16.01.2018 18:43
      Highlight Highlight Er wird sehr stabil und genial sein.
    • Vanessa_2107 16.01.2018 22:20
      Highlight Highlight Herr Hast - aha Ihre Kommentare sind ironisch gemeint, dann sagen Sie das doch....weil, ein "normaler Mensch" kann Trump nicht gut finden..., nicht wahr?
      Benutzer Bild
  • Scaros_2 16.01.2018 16:06
    Highlight Highlight Das liest sich so falsch.
    Ein Mensch der für Abschottung steht redet am Schluss eines Treffen von Menschen die für Welthandel und offenheit steht? ^^
    • smarties 16.01.2018 18:29
      Highlight Highlight Welthandel ja. Offenheit wenn es ums eigene Portemonnaier geht...
      Probleme werden hier nicht gelöst. Es geht um Kontakte für den nächsten Deal.
    • Juliet Bravo 16.01.2018 20:14
      Highlight Highlight Wofür standen denn seine Vorgänger? War doch alles immer America First.
    • Christa Gli Chotzi 16.01.2018 21:31
      Highlight Highlight ....
      Benutzer Bild
  • Pana 16.01.2018 16:05
    Highlight Highlight Der Spengler Cup der Weltpolitik.
  • Therealmonti 16.01.2018 16:05
    Highlight Highlight Am WEF in Davos werden ziemlich viele eine ziemlich braune Zunge haben.
    • Zwerg Zwack 16.01.2018 16:36
      Highlight Highlight Oder eine orange?
    • Triumvir 16.01.2018 17:37
      Highlight Highlight Genau haben sich eigentlich Blocher und Köpel schon angemeldet 😂🤪😂
  • Gummibär 16.01.2018 15:58
    Highlight Highlight «Für das laufende Jahr ist die globale Zusammenarbeit entscheidend, deshalb ist es essentiell, dass wir ....das Grabembythepussy-Genie ...... bei uns haben.»

    In der Schlussrede wird er den Vertretern der Shithole-Nationen so richtig den Marsch blasen .
  • Amadeus 16.01.2018 15:57
    Highlight Highlight "Für das laufende Jahr ist die globale Zusammenarbeit entscheidend, deshalb ist es essentiell, dass wir Trump bei uns haben."

    Wie oft muss Trump wohl noch "America first" schreien, bis auch der Letzte kapiert, dass Zusammenarbeit keine Priorität hat für den amerikanischen Präsidenten.

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