Coronavirus
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IM HINBLICK AUF DEN SCHULJAHRESBEGINN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL VON DER PRIMARSCHULE DER SCHULE SUHR ZUR VERFUEGUNG --- Pupils of primary school class 1c pictured during a double science and reading lesson at the schoolhouse Vinci, Public School Suhr, Canton of Aargau, Switzerland, on June 25, 2018. The Public School Suhr consists of kindergartens, primary schools and senior classes. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Für viele Schülerinnen und Schüler sind die Sommerferien seit Montag zu Ende. Bild: KEYSTONE

Virologin zum Schulstart: «Es ist das Allerwichtigste, die Schulen offen zu halten»

In neun Kantonen drücken viele Kinder seit Montag wieder die Schulbank. Die Genfer Virologin Isabella Eckerle schaut dem Schulbeginn besorgt entgegen und warnt vor einem Blindflug der Schweiz. Und sie rät dazu, Schüler- und Lehrerschaft grosszügig zu testen.



Frau Eckerle, am Montag hat in vielen Kantonen der Unterricht wieder begonnen. Haben die Schulen in Ihren Augen die Ferienzeit gut genutzt und sich genügend auf die weitere Entwicklung der Pandemie vorbereitet?
Ich glaube, die Ferienzeit wurde leider nicht gut genutzt. Allerdings würde ich dies auch nicht primär in der Verantwortung der Schulen sehen, denn die Entwicklung von Präventionskonzepten kann nicht primär durch die Schulen erfolgen.

Wessen Verantwortung wäre es stattdessen gewesen?
Es müssen viele neue wissenschaftlicher Daten berücksichtigt werden, zum Beispiel die Übertragung durch Aerosole, das vermehrte Risiko der Übertragung in Innenräumen oder die Übertragung durch asymptomatisch Infizierte. Bisher haben wir uns sehr stark auf die Übertragung durch Oberflächen und die Handehygiene konzentriert, nun kommen Schutzmassnahmen zur Übertragung durch die Luft hinzu. Eine solch komplexe Datenlage kann nicht durch die Schulen bewertet werden. Hier sollte meines Erachtens mehr Orientierung von offizieller Seite kommen, vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) und der wissenschaftlichen Taskforce beispielsweise.

Isabella Eckerle

Zur Person: Isabella Eckerle leitet das Zentrum für Viruserkrankungen in Genf. Eckerle hat, zusammen mit dem Deutschen Virologen Christian Drosten und weiteren Experten, eine Stellungnahmen zum Schulbeginn während der Corona-Pandemie veröffentlicht. Bild: zvg

Anfang der Pandemie hiess es, Kinder spielten bei der Verbreitung des Virus kaum eine Rolle. Hat sich die Datenlage nun verändert?
Infektionsraten bei Kindern und deren Rolle in der Pandemie sind bislang nur unzureichend erfasst. Viele Studien stammen entweder aus der Zeit des Lockdowns, als Kinder zuhause mit Ihren Eltern waren, oder direkt aus der Zeit danach, als es kaum Viruszirkulation gab. Aus solchen Studien können wir nur wenig über die nächsten Monate ableiten.

«Es gibt in der Schweiz, soviel ich weiss, kein einziges wissenschaftliches Projekt, das die Schulöffnungen begleitet.»

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Es hiess auch, Kinder würden nur milde am Virus erkranken.
Das stimmt, die Mehrheit hat beispielsweise nur einen leichten Atemwegsinfekt oder sogar gar keine Symptome. Das bedeutet aber auch, dass sich das Virus im Nasen-Rachenraum vermehren kann während die Kinder vollkommen gesund erscheinen. Deswegen sind Kinder in vielen Studien nicht ausreichend erfasst. Erkrankte Kinder haben aber vergleichbare Viruslasten wie Erwachsene und sie scheiden auch infektiöses Virus aus. Beides konnten wir durch Studien an unserem Zentrum belegen. Biologisch erscheint es also plausibel, dass zumindest symptomatische Kinder auch andere anstecken können. Wie das bei den asymptomatischen Kindern aussieht, das wissen wir einfach noch nicht. Hier braucht es dringend mehr Studien.

Führt der Schulstart dazu, dass die Fallzahlen weiter steigen werden?
Das ist schwer zu sagen, da wir im Moment die Schulen gar nicht systematisch untersuchen. Es gibt, so viel ich weiss schweizweit kein einziges wissenschaftliches Projekt, das Schulöffnung begleitet, zumindest keines, das öffentlich gefördert wird. Wir wollten in Genf ein solches Projekt zu SARS-CoV-2 bei Kindern durchführen, haben aber keine Förderung erhalten.

«Ich bin wirklich besorgt, dass wir uns hier in einen absoluten Blindflug begeben.»

Isabella Eckerle

Es fehlt eine nationale Untersuchung zu den Schulöffnungen, jeder Kanton handhabt die Schutzkonzepte anders. Das klingt nicht gerade nach den besten Voraussetzungen, um das Virus auch im Hinblick auf die kälteren Tage in den Griff zu bekommen.
Ich bin wirklich besorgt, dass wir uns hier in einen absoluten Blindflug begeben. Insbesondere bei den momentan steigenden Gesamtzahlen wird es schwer werden, Virus-Ausbrüche in Schulen rechtzeitig zu erkennen. Daten aus Ländern wie Frankreich, Israel oder Australien berichten bereits von Schulausbrüchen. Auch wenn Schulen nur einen kleinen Teil des Ausbruchsgeschehens ausmachen, ist es trotzdem wichtig zu verstehen, welche Risikofaktoren Ausbrüche an Schulen auslösen.

Einige Schulen haben eine Maskenpflicht eingeführt, andere arbeiten mit Plexiglasscheiben. Welche Massnahmen sind in Ihren Augen die wichtigsten, um das Ansteckungsrisiko möglichst klein zu halten?
Helfen werden primär kleinere Klassen und feste Gruppen, die sich untereinander nicht sehen. Ein Mundschutz und Belüftungskonzepte sind sicher auch von Vorteil. Am wichtigsten ist aber vor allem die schnelle Identifizierung von Infektionsclustern. Sie werden darüber entscheiden, ob wir gut und sicher durch den kommenden Winter kommen.

«Es ist das Allerwichtigste, die Schulen offen zu halten. Darin sind sich auch alle Experten einig.»

Bräuchte es dazu nicht auch regelmässige Corona-Tests für Schulklassen und die Lehrerschaft?
Unbedingt, sonst wird es unmöglich, Infektionen an Schulen rechtzeitig zu entdecken. Die Empfehlungen vom BAG sind ausserdem inkonsistent, was das Testen von Kindern unter 12 Jahren anbelangt. Hier ist die Testung bei milden Symptomen beispielsweise gar nicht immer empfohlen.

Besonders in den Wintermonaten sind viele Kinder öfters etwas verschnupft. Würde hier nicht auch sehr viel Testkapazität verbraucht werden?
Natürlich befinden wir uns bei den Kindern hier in einem Dilemma, denn Kinder haben nun einmal oft Erkältungen im Winter, die entweder durch banale Erkältungsviren, oder aber eben durch SARS-CoV-2 verursacht werden könnten. Es gibt aber auch viel Entwicklungspotenzial im Bereich der Diagnostik, beispielweise durch Selbst-Abstriche oder Schnelltests. Das sind aktuell noch keine praxisreifen Methoden, aber darüber nachdenken sollte man. Zudem ist aktuell die Testkapazität in der in der Schweiz nicht ausgeschöpft, und ich denke, das Testen von Lehrern und Schülern sollte ganz grosszügig erfolgen.

«Wir können uns hier nicht viele Fehleinschätzungen leisten.»

Muss man mit dem Szenario einer erneuten Schulschliessung rechnen?
Wenn wir uns nun auf die Hoffnung stützen, dass Schulen schon nicht so eine grosse Rolle spielen werden und einfach zuwarten, dann wird irgendwann der Punkt kommen, wo wir Schulschliessungen wieder in Betracht ziehen müssen. Das wird dann allen schaden: den Kindern, den Eltern, der Wirtschaft, und vor allem dem Vertrauen in die Entscheidungsträger.

Schulschliessungen sollten also mit allen Mitteln verhindert werden?
Es ist das Allerwichtigste, die Schulen offen zu halten. Darin sind sich auch alle Experten einig. Die negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Kindern wurde während des Lockdowns nur allzu deutlich gezeigt. Je wichtiger es uns ist, Schulen zum Wohl der Kinder und Eltern offen zu halten, umso mehr müssen wir dringend in gute Präventionskonzepte für Schulen investieren. Wir können uns hier nicht viele Fehleinschätzungen leisten.

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • tellmewhy 11.08.2020 19:52
    Highlight Highlight Richtig so ! Schule geht vor !
    So weit kommt es noch, dass die Grossveranstaltungen stattfinden, alles ausser Kontrolle gerät und am Ende die Schulen zugehen...Wir sollten uns auf as Wesentliche konzentrieren, darum macht es auch Sinn, wegen den Schulen mit weiteren Öffnungen bis ende September zu warten.
    Mal abgesehen von den Grenzen, die bei weiter steigenden Fallzahlen auch nach und nach von zugehen. aktuell überlegt UK, ob CH auf ihre Quarantäne-Liste kommt (ab 20 pro 100 000).
  • Booker 11.08.2020 19:15
    Highlight Highlight Ein völliger Fehlentscheid! Man hätte den Schulstart mit 2 Wochen Homeschooling beginnen sollen. So wäre man auf der sicheren Seite gewesen. Nun werden wir das Dilemma erleben mit den verschleppten Urlaubs-Fällen, die nicht in Quarantäne gehen !
  • Hangover 11.08.2020 14:55
    Highlight Highlight Also wenn das die grösste Sorge ist, die Schulen offen zu halten ... Kopfschüttel im Quadrat ...



  • Joe Meier 11.08.2020 11:08
    Highlight Highlight Es wird behauptet wir hätten hier keine Erfahrung, dabei wurden die Schulen schon vor den Sommerferien wieder einige Wochen geöffnet ohne dass sich die Fallzahlen gesteigert hätten. Das sollte doch zumindest als praxiserprobte Situation verwenden lassen. Dies im Gegensatz zu Laborstudien wo die Infektiosität bestätigt sein sollte. Ich glaube der Ansatz alles wissen zu wollen, wird gnadenlos scheitern und wir sollten zurückkehren zum Vertrauen dass alles gut kommt. Vor allem bei Kindern, wo der Kollateralschaden aus der Verängstigung noch nachhaltig sein wird..
  • Posersalami 11.08.2020 09:49
    Highlight Highlight "Es gibt, so viel ich weiss schweizweit kein einziges wissenschaftliches Projekt, das Schulöffnung begleitet, zumindest keines, das öffentlich gefördert wird."

    Man fragt sich halt schon, was die Verantwortlichen geritten hat. Es kann doch nicht sein, das es in einem der reichsten Länder der Welt am Geld scheitert!

    Aber gut, lieber lassen wir wieder Grossveranstaltungen zu. Natürlich auch unbegleitet und mit löchrigen Konzepten, aber was solls.
    • tellmewhy 11.08.2020 19:55
      Highlight Highlight Wenn sie mit weiteren Lockerungen nicht bis Ende September warten....schon allein, um die Schulöffnungen zu beobachten.....dann ist Ihnen nicht mehr zu helfen, wenn es weiter geht mit den Reiseverboten und Quarantäne-Listen anderer Länder.
  • Zat 11.08.2020 09:32
    Highlight Highlight "... jeder Kanton handhabt die Schutzkonzepte anders."
    Das ist ein Teil. Der andere ist, ob und wie das Konzept in den Schulen umgesetzt wird. Vor den Ferien hat man das in unserer Region immer mehr schleifen lassen.
    Die Umsetzung eines Konzepts finde ich wichtig, egal ob es jetzt ein wenig anders ist als anderswo. Dies, um allfällige Cluster und deren weitere Ausbreitung möglichst klein zu halten.
    Der Schuljahresbeginn wäre ein guter Zeitpunkt, um sich wieder so gut wie möglich nach den Massnahmen auf dem Papier zu richten, und dies zu einer Gewohnheit werden zu lassen.
  • Triple A 11.08.2020 09:13
    Highlight Highlight Und wieder meldet sich eine Virologin zu Wort! Nichts gegen Fachmeinungen - ganz im Gegenteil. Diese sollten aber den Entscheidträgern zur Verfügung gestellt werden. Schliesslich geht es stets darum, ein gesamtgesellschaftlich sinnvolles Vorgehen zu definieren und zu kommunizieren. Virologen sind also nur ein Teil des Puzzles. Wenn ein Virologe also kommuniziert, sollte dies nur in Absprache mit den Entscheidtägern geschehen, sonst verunsichert man die Bevölkerung und senkt die Kooperationsbereitschaft für die beschlossenen Massnahmen!
    • Posersalami 11.08.2020 09:51
      Highlight Highlight Die Entscheidungsträger haben ganz sicher soviel Zugang zu Fachmeinungen, wie sie wollen.

      Man fragt sich beizeiten nur, ob sie darauf zugreifen.
    • wilhelmsson 11.08.2020 09:58
      Highlight Highlight Ich bin froh um die Expertisen von Fachleuten aller Fachrichtungen, bevor Entscheidträger/Politiker alles verwässern und in ihrem Interesse auslegen. Es war zudem nicht ihre Entscheidung, sich zu Wort zu melden, sie wurde von den Medien angefragt. Betreffend einer kohärenten Strategie, die auch ehrlich und logisch begründet wird, haben sie vollkommen recht.
    • Garp 11.08.2020 11:17
      Highlight Highlight Du willst einen Maulkorb für Fachleute ohne Bewilligung von irgendwelchen Entscheidträgern?

      Das Volk ruhig halten, weil sie mit verschiedenen Fachmeinungen nicht klar kommen könnten? Ich würd sagen, die Schweiz muss mehr in Bildung investieren.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Tamarillo 11.08.2020 08:28
    Highlight Highlight Ich arbeite seit gestern wieder an einer oberstufe. Ich kann die abstände zu meinen schülern nicht einhalten - und ich unterrichte noch nicht mal textil, wah oder bg... schutzkonzepte entstehen halt wie vieles, das in der praxis nicht verhebt, am schreibtisch. zudem ist es fast nicht erträglich bei 31 grad die fenster offen zu halten und die luft steht sowieso. Immerhin das lüften wird in ein paar wochen wieder besser funktionieren, wenn die hitzetage abnehmen.
  • hgehjvkoohgfdthj 11.08.2020 08:12
    Highlight Highlight Die beste Prävention für Schulen ist und bleibt das Distance-Learning. Will man das nicht, dann ist vor allem die Expertise der Präventivmediziner gefragt. Haben diese vielleicht zuwenig oder gar kein Gewicht in der Task-Force? Ich lese immer mur von Virologen und Epidemiologen. Die Fachkräfte an Schulen sind jedenfalls nicht dafür ausgebildet, Präventionskonzepte zu entwickeln. Der Ball ist bei den Präventivmedizinern des Bundes und der Kantone, welche wissen, wie man gemeinsam mit den Schulen Präventionsmassnahmen entwickeln, umsetzen und evaluieren kann.
  • Ali_G 11.08.2020 07:48
    Highlight Highlight Ich muss diese Woche auch mit Maske antraben. Und bin wirklich enttäuscht über diese lauwarmen Schutzkonzepte meiner Schule, es wurde nichts verändert ausser das jetzt Maskenpflicht herrscht.
    Die Maske alleine bringt keinen Schutz wenn nicht eine hygieneschulung und sichere Zonen zur dekontaminierung geschaffen werden. Auch das tragen über eine lange Zeit ist sehr anspruchsvoll und sollte mit klaren Vorgaben trainiert werden.
    Ich hoffe der Fernunterricht und der Habklassenunterricht kommen bald wieder zurück, das war wenigstens effektiv gegen das Virus.
    • hgehjvkoohgfdthj 11.08.2020 10:05
      Highlight Highlight Ali_G, der Fernunterricht benachteiligt leider Schülerinnen und Schüler, die zu Hause kein gutes Lernumfeld haben. Das widerspricht der Chancengleichheit. Dieses Problem ist nicht einfach zu lösen, da es nicht zuletzt auf den sozioökonomischen Status einer Familie zurückzuführen ist.
    • Burkis 11.08.2020 12:00
      Highlight Highlight In unserer Nachbargemeinde haben sie für die Kindergärten Tablets angeschafft, während in unserer Schule einem Mittelstufenschüler kein Laptop temporär zur Verfügung gestellt wird.
      Willkommen im Föderalismus CH-2020
    • Varanasi 11.08.2020 18:54
      Highlight Highlight Halbklassen? Wo? Hier im Aargau gab es nie Halbklassen. Soweit ich weiss, gab es diese nur in Zürich.
      Und nein, Fernunterricht mag ich keinen mehr. Das ist stressig für die ganze Familie und dazu herrscht keine Lerngleichheit.
      Weiss von Kindern, die in dieser Zeit so gut wie nichts gemacht haben (auch weil ihnen zuhause keiner helfen konnte).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 11.08.2020 07:45
    Highlight Highlight Irgendwie habe ich das Gefühl, dass Frau Eckerle nicht gerade mit vielen Schulen über den dortigen Alltag gesprochen hat, sondern es eher um Vermutungen geht. Ich jedenfalls habe beruflich einige Schulleitungen und Behörden getroffen und diese waren sehr wohl den ganzen Sommer damit verbracht, Schutzkonzepte zu erstellen und sich vorzubereiten. Dass das unter den ständig wechselnden Voraussetzungen und den immer neuen, sich dann teilweise wieder widersprechenden Erkenntnissen nicht ganz einfach ist, versteht sich von selbst.
    • ands 11.08.2020 07:58
      Highlight Highlight Die Kritik richtet sie ja nicht an die Schulleitungen oder die lokalen Behörden, sondern ans BAG und die wissenschaftliche Task-Force. Eben weil es nicht einfach ist, sollten die lokalen Entscheidungsträger vom Bund unterstützt werden.
    • wilhelmsson 11.08.2020 09:48
      Highlight Highlight Da halte ich dagegen. An gewissen Schulen ist das definitiv nicht der Fall. Auf Primarstufe ist man im Kt. Zürich durchaus bemüht, bei den Gymnasien und Berufsschulen herrscht Konfusion. Das Amt und die SL sind bemüht, schieben jedoch die Verantwortungen hin und her...
    • Burkis 11.08.2020 12:07
      Highlight Highlight @ ands, die Kantone und als nächste Instanz die Gemeinden sind für die Schulen verantwortlich. Die haben aber kein oder kaum Budget für irgendwelche infrastrukturelle Anpassungen. So bleibt es halt bei ein paar Hygieneregeln und Pseudomassnahmen. In der Schweiz dreht sich das Leben ums Geld und ohne Geld ist da keiner der die Verantwortung übernimmt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Peter R. 11.08.2020 07:38
    Highlight Highlight In der Schweiz wird immer noch viel zu wenig getestet. Seit März raten Virologen: testen, testen, testen - und sie haben recht.
    Man sollte endlich ein umfassendes Testprogramm anbieten, dass es jedem erlaubt unkonventionell sich zu testen. In der reichen Schweiz wird das wohl möglich sein.
    • Der Buchstabe I 11.08.2020 08:11
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • _Qwertzuiop_ 11.08.2020 08:12
      Highlight Highlight Ich weiss nicht wo du lebst aber ich konnte einfach zum Spital gehen, mich bei der Teststelle hinsetzten, Formular ausfüllen & mich testen lassen als ich leichte Halsschmerzen und Husten hatte...
    • Posersalami 11.08.2020 09:54
      Highlight Highlight @Peter R.: Völlig deiner Meinung. Da die meisten überhaupt keine Symptome haben aber dennoch ansteckend sind könnte man doch zB. an Schulen regelmässig alle Schüler testen lassen..

      Gleiches natürlich auch für alle, die zB. im Grossraumbüro oder im Verkauf arbeiten müssen.

    Weitere Antworten anzeigen
  • no-Name 11.08.2020 07:14
    Highlight Highlight „Die negativen Auswirkungen auf das Wohlbefinden von Kindern wurde während des Lockdowns nur allzu deutlich gezeigt.“

    Vielleicht sind wir bedingt durch unsere ungewöhnlichen Lebensumstände statistische Ausreisser, aber ich kann diese Aussage keinesfalls unterstreichen. Der positive Effekt auf die kognitive, physische und emotionale Entwicklung und auf unsere Kinder war so ausgeprägt, dass wir einen kurzen Moment darüber nachdachten den Heimunterricht weiterzuführen. Was aber den Kindern Boden gab nahm ihn den Eltern. 🤪



    • Blubber 11.08.2020 10:12
      Highlight Highlight Sehe ich auch so. Weiter ist noch gar nichts klar in dieser Situation (Beziehe mich auf das Zitat. Was hat zum niedrigen Wohlbefinden geführt? Das Fehlen sozaler Kontakte? Die Schule an sich? Die Sorgen der Eltern?). Ich nehme mal an, dass bei Homeschooling Kinder mit guten Voraussetzungen (fürsorgliche Eltern, hoher Bildungsstand, etc.) profitieren, wobei Kinder aus schwierigen sozialen Bedingungen das Nachsehen haben. Somit öffnet Homeschooling langfristig wohl eher die soziale Schere.
    • no-Name 11.08.2020 13:45
      Highlight Highlight Das mit der Schere stimmt wohl, wenn alle MÜSSEN, für einige tab es wohl auch Vorteile. Wie gesagt, bei uns sind wohl auch etwas ausergewöhnliche Umstände (die, trotzdem wir beide normal weiterarbeiten mussten (beide Eltern im 3-Schichtbetrieb und WE-Arbeit im Spital/Pflege), für unsere Kinder ein Vorteil entstand... Deutlich mehr Familienzeit.
  • Fairness 11.08.2020 06:56
    Highlight Highlight Sie sagt wenigstens ehrlich, dass man noch zu wenig weiss. Nicht wie „Super“-Berater Mr. Corona.
    • bokl 11.08.2020 07:41
      Highlight Highlight Natürlich sagt sie "man weiss noch zu wenig". Sonst kann sie die Forderung für mehr Geld für ihre nächsten Studien ja nicht rechtfertigen.
    • Petoman 11.08.2020 09:54
      Highlight Highlight @Bokl: Genau, das ist eine Eigeninteresse Taktik und fernab der Realität. *ironieoff*
    • dmark 11.08.2020 11:30
      Highlight Highlight @Bokl:
      Deshalb redet sie ja auch von einer "solch komplexen Datenlage"...

      Wäre es einfach, dann könnte es jeder ;)
  • Meierli 11.08.2020 06:42
    Highlight Highlight In Israel vernichtete die Schulöffnung alles mit Lockdown erreichte. Und wir begeben uns in einen Blindflug? Bedenklich. Noch bedenkliche wenn Grissanlässe wieder kommen.
  • bokl 11.08.2020 06:35
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Dubio 11.08.2020 07:05
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Rethinking 11.08.2020 06:09
    Highlight Highlight „Übertragung durch Aerosole, das vermehrte Risiko der Übertragung in Innenräumen oder die Übertragung durch asymptomatisch Infizierte“

    WANN WERDEN ENDLICH BÜROS ZUM THEMA?

    Immer mehr Arbeitgeber holen einen grossen Teil ihrer Mitarbeitenden wieder ins Büro zurück...

    Sitzungszimmer sind wieder bis auf den letzten Platz gefüllt...

    Im Pausenraum, der Cafeteria, im Gang und am Arbeitsplatz sitzt und dreht man wieder zu lange zu nahe zusammen...

    Man gibt sich teils wieder die Hände...

    Die Arbeitgeber sensibilisieren nicht mehr...

    Die Chefs sind ein negativ Beispiel (Präsenzfetisch)...
    • Posersalami 11.08.2020 09:56
      Highlight Highlight Ja aber der Chef hat doch keine Kontrolle, wenn du Zuhause arbeitest! Du könntest während der Arbeitszeit zB. deinen Geschirrspüler ausräumen und dafür bist du nicht bezahlt (O-Ton von meinem Chef).

      Es braucht ein Recht auf Homeoffice, sofort (natürlich nur dort, wo es sinnvoll und zweckmässig ist)!
    • dmark 11.08.2020 10:05
      Highlight Highlight "Die Arbeitgeber sensibilisieren nicht mehr..."

      Äh, ja? Die wollen ja auch Geld verdienen?
    • Rethinking 11.08.2020 13:30
      Highlight Highlight @ dmark: Naja wenn die Leute krank werden arbeiten sie nicht...

      Insofern verdient man durch Sensibilisierung und Home Office Geld, während man durch Ignoranz sich der Gefahr eines partiellen Betriebsunterbruches ausliefert...
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