Blutspur auf dem Eis: Shorttrackerin von Kufe im Gesicht getroffen – und operiert
Die Polin Kamila Sellier hat sich bei einem schlimmen Sturz durch die Kufe einer Kontrahentin eine blutige Verletzung im Gesicht zugezogen. Die 25-jährige Shorttrackerin kam im Viertelfinal über 1500 Meter in Mailand zu Fall.
Dabei schlitterte sie so unglücklich über das Eis, dass sie von der hinteren Kufenkante der noch laufenden Amerikanerin Kristen Santos-Griswold unter dem linken Auge getroffen wurde. Das Rennen wurde sofort abgebrochen.
Helfer schirmen verletzte Athletin ab
Sellier wurde mehrere Minuten auf dem Eis versorgt, Helfer schirmten sie mit einer weissen Plane ab. Sie wurde auf einer Trage fixiert und unter dem Applaus der Zuschauer vom Eis gefahren. Dabei zeigte sie den Daumen nach oben. Auf dem Eis blieb zunächst eine Blutspur zurück. In der Nacht auf Samstag wurde Sellier operiert, wie der polnische Funktionär Konrad Niedzwiedzki bei Eurosport erklärte. Dabei wurde «der auf dem CT-Scan zu sehende beschädigte Knochen wieder zusammengesetzt und alles gereinigt». Wie lange Sellier im Spital bleiben muss, sei derzeit unklar. So stünden weitere Tests zur Beweglichkeit des Augapfels noch aus. Die ersten Tests seien aber positiv.
Die Amerikanerin Santos-Griswold wurde ebenso wie Sellier disqualifiziert. Beide hatten kurz vor dem Unfall geschoben.
In den Sturz war auch Italiens Topstar Arianna Fontana verwickelt. Beim Neustart waren nur noch vier Athletinnen dabei, die 14-malige olympische Medaillengewinner erreichte den Halbfinal und wenig später auch den Final. Dort konnte Fontana kein weiteres Edelmetall holen. Gold und Silber gingen nach Südkorea an Gilli Kim und Minjeong Choi, zu Bronze lief die Amerikanerin Corinne Stoddard. (ram/t-online)

