Zölle sind für US-Präsident Donald Trump zu einem Lieblingsspielzeug geworden, von dem er nicht lassen kann – egal, wie gross das damit einhergehende Chaos auch ist. Erst vor Kurzem hat sich Trump mit der Europäischen Union (EU) auf einen neuen Handelsdeal geeinigt. Nun droht er ihr und ihren Mitgliedsländern schon wieder mit neuen Strafzöllen.
Auf seiner Plattform Truth Social postete Trump in seinem typisch schrillen Stil, als Präsident der USA werde er sich wehren gegen Länder, welche «unsere» unglaublichen Tech-Unternehmen angreifen. Deren Digitalsteuern seien allesamt darauf angelegt, diesen zu schaden oder sie zu diskriminieren. Trump fordert: «Das muss enden und zwar jetzt!»
Er, Trump, warne hiermit alle Länder mit solchen oder ähnlichen Steuern: Wenn sie ihre diskriminierenden Steuern nicht aufgeben würden, werde er zusätzliche Zölle auf ihre Exporte in die USA erheben oder ihnen den Zugang zu US-Technologie verwehren.
Trump schloss mit wildem Geschimpfe und einer letzten Drohung: Die USA und ihre Tech-Unternehmen seien weder das Sparschwein noch der Fussabtreter der Welt. «Zeigen Sie Respekt oder tragen Sie die Konsequenzen!» Trump scheint damit an seiner Strategie festzuhalten, bei welcher er Ausländern die Schuld gibt für alle Missständen in den USA.
Der UBS-Ökonom Paul Donovan spricht in diesem Zusammenhang von der «Sündenbock-Ökonomie», bei der einzelne Gruppen verantwortlich gemacht werden für die wirtschaftliche Unsicherheit. Trump verfahre nach der Devise: «Es ist alles die Schuld der Ausländer».
Die USA, die ehemalige Hüterin des Welthandelssystems, ziehe sich vollständig aus diesem System zurück. Das sagt Richard Baldwin, Ökonom an der Lausanner Managementschule IMD, über Trumps Handelspolitik. Im Interview mit dem Magazin «Die Volkswirtschaft» sagt Baldwin über die Trump-Zölle:
Diese Politik schien Trump bei einem Treffen mit Südkoreas Präsident Lee Jae Myung fortzusetzen. Bei dieser Gelegenheit drohte er China mit Strafzöllen von bis zu 200 Prozent, falls Peking nicht zuverlässig Magnete aus seltenen Erden liefere. «Sie müssen uns Magnete geben». Andernfalls müsse man «200 Prozent Zoll oder so etwas» erheben.
Offenbar würde Trump dafür auch einen Zusammenbruch des China-Handels in Kauf nehmen – oder zumindest tat Trump so:
Seltene Erden sind Metalle, die für viele moderne Geräte gebraucht werden – für Handys, Windräder, Elektroautos oder Waffen. Besonders wichtig sind daraus hergestellte Magnete. China ist bei der Förderung und Verarbeitung dieser Rohstoffe führend, die USA sind auf Importe angewiesen. Peking hatte im Handelskonflikt die Ausfuhr der Metalle und Magnete beschränkt. (Mit Material der dpa) (aargauerzeitung.ch)
Klein Donald
Ach Donald, ich kaufe dir ein paar Magnete in der Migros mit Pinguinen und Mickey Mouse Figuren. Schicke sie dir rüber. Du musst dann halt noch 39% Zoll drauf zahlen. Einen Schnuller schicke ich noch mir.