ÖV
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Postauto-Interimschef räumt ein: «Die Chauffeure wurden ausgepresst»



Postauto-Interimschef Thomas Baur hat in einem Interview grobe Fehler im Umgang mit den Chauffeuren des Unternehmens eingeräumt. «Die Chauffeure wurden ausgepresst.» Diesen seien bei der Arbeitszeit Minuten abgezwackt worden, um ein paar Franken einzusparen.

Thomas Baur, Leiter PostNetz, spricht vor einer Reproduktion der neuen Sonderbriefmarke von Ferdinand Hodlers

Postauto-Interimschef Thomas Baur räumt Fehler ein. Bild: KEYSTONE

An gewissen Orten sei der offizielle Dienstantritt von 6.30 Uhr um eine Minute auf 6.31 Uhr verschoben worden, «nur, um ein bisschen weniger Lohnkosten zu haben und den Gewinn ein bisschen zu erhöhen», sagte der 54-jährige Manager in einem Interview mit dem «Blick» vom Donnerstag.

«Ja, wir haben Fehler gemacht», erklärte Baur, der die Postauto-Führung im Februar nach dem Köpferollen im Zuge des Subventions-Skandals übernommen hatte. Er versprach Besserung. Die Fehler würden angepackt. Es seien schon einige Veränderungen vorgenommen worden.

Testbesuche abgeschafft

Unter anderem seien lohnwirksame Kontrollen durch geheime Kontrolleure in Postauto-Bussen zur Freundlichkeit der Fahrer abgeschafft worden. Zudem gebe es ein Projekt für eine systematische Pausenraum-Regelung, damit Chauffeure nicht in Büsche pinkeln müssten.

Zwei Postauto sind auf der Fahrt durch das Eigenthal im Kanton Luzern am Sonntag, 16. September 2018. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Postautos im Luzerner Eigenthal. Bild: KEYSTONE

Die Problemliste bei Postauto sei lang. «Das geht nicht von heute auf morgen», sagte Baur. Es gebe noch «enorm viele» Baustellen im Betrieb. «Wir brauchen eine neue Kultur. Die Geschäftsleitung in Bern und die Basis haben sich in der Vergangenheit weit voneinander entfernt.»

Mehrere Skandale

Nach Skandalen, Problemen und mieser Stimmung unter der Belegschaft richtet sich Postauto derzeit neu aus. Am Montag war bekannt geworden, dass Postauto-Chauffeure von ihrem Arbeitgeber jahrelang zu wenig Zulagen und Spesen erhalten haben. Zwei Millionen Franken erstattet die PostAuto Schweiz AG ihren Chauffeuren wegen der fehlerhaften Abrechnungen zurück.

Im Februar hatte das Bundesamt für Verkehr bekannt gegeben, dass PostAuto ab 2007 durch gesetzeswidrige Umbuchungen systematisch Gewinne im regionalen Personenverkehr erschwindelt hatte. Bis mindestens 2015 erschlich das Unternehmen dadurch Subventionen in Höhe von rund 100 Millionen Franken. Der Skandal führte zu mehreren Untersuchungen und zu einem Köpferollen bei der Post. Im Juni trat Post-Chefin Susanne Ruoff zurück. (sda)

«Entlassung von Post-Chefin Ruoff ist hart, aber richtig»

Play Icon

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

«14 Uhr: Claras Haut ist rot»: Kitas informieren Eltern neu per Liveticker über ihre Kids

Link to Article

Selbst Trump spricht nun von einem Impeachment

Link to Article

«Hi-Tech-Roboter» in russischer Fernsehshow entpuppt sich als verkleideter Mensch

Link to Article

Tumblrs neuer Pornofilter ist ein riesiger Fail – wie diese 19 Tweets beweisen

Link to Article

Netflix' zweite deutsche Original-Serie ist da – und ein riesiger Fail

Link to Article

Miet-Weihnachtsbäume sind in Hipster-Hochburgen in – doch die Sache hat einen Haken

Link to Article

In diesem Land wohnt nur ein einziger Schweizer. Wir haben mit ihm gesprochen

Link to Article

Welche dieser absolut dämlichen Studien gibt es tatsächlich?

Link to Article

Brennende Leichen und blühender Aberglaube – ein Besuch in Indiens heiligster Stadt

Link to Article

Jetzt ist es da! Das geilste Polizeiauto der Schweiz

Link to Article

Viva la nonna! – weshalb ich mega Fan vom neuen Jamie-Oliver-Buch bin (dazu 5 Rezepte)

Link to Article

Über Zürich fliegen jetzt Viren-Drohnen

Link to Article

«Meine 20 Jahre ältere Affäre erniedrigt mich»

Link to Article

Diese 13 Bilder zeigen, wieso «Doppeladler» völlig zu Recht das Wort des Jahres ist

Link to Article

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

Link to Article

Doch noch geeinigt! 30 Minuten vor Ablauf der Deadline rief Nylander in Toronto an

Link to Article

Queen Ariana Grande singt sich mit neuem Song auf den YouTube-Thron 👀

Link to Article

11 Dinge, die du schon immer von einem orthodoxen Juden wissen wolltest

Link to Article

So läuft das Weihnachtsessen mit den Arbeitskollegen ab. Immer. Jedes Jahr. Die Timeline

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Warum die Chinesen die Amerikaner im KI-Wettrennen schlagen werden

Link to Article

Der Super-Beau, der in weniger als 15 Minuten alles verkackt!

Link to Article

Netflix killt die nächste Superhelden-Serie

Link to Article

Die Weihnachtswünsche dieser alten Leute sind so bescheiden, dass es dir das Herz bricht

Link to Article

7 ausgefallene Punsch-Rezepte, die du diesen Winter unbedingt ausprobieren solltest!

präsentiert vonBrand Logo
Link to Article

Herzschmerz pur! 15 Leute erzählen, wie sie vom Seitensprung ihres Partners erfuhren

Link to Article

7 Duschmomente, die uns (vermutlich) allen bekannt vorkommen 

Link to Article

Du regst dich über die Migros-Suppe auf? Dann kennst du diese Gender-Produkte noch nicht!

Link to Article

Wutbürger nehmen Grossrätin wegen Baby ins Visier– und so reagiert der Grossvater 

Link to Article

Nach SBI-Niederlage: Jetzt beginnt der nächste Streit in der Aussenpolitik

Link to Article

Das Sexismus-Dinner des FC Basel sorgt weltweit für Schlagzeilen

Link to Article

«Es war alles ein verdammter Fake»: Schweizer Adoptiveltern packen aus

Link to Article

Führerscheinentzug nach 49 Minuten – so witzelt die Polizei über den «Tagesschnellsten»

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

Themen
13
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Stefflein 20.09.2018 12:38
    Highlight Highlight An gewissen Orten sei der offizielle Dienstantritt von 6.30 Uhr um eine Minute auf 6.31 Uhr verschoben worden, «nur, um ein bisschen weniger Lohnkosten zu haben und den Gewinn ein bisschen zu erhöhen»
    Äh... ist das nicht irgendwie...Betrug? 🤔
  • Miss Jane Marple 20.09.2018 11:11
    Highlight Highlight Es wird höchste Zeit das alle FRONTberufler ( Chauffeure,Polizisten,Pflege,Kondukteure und....) solange zuhause bleiben, bis sie menschenwürdig behandelt werden, und das Geld wieder an die Basis ( das wichtigste ) kommt und nicht für studierte Bürolisten ausgegeben wird, Solidarität hiess das früher mal, als man mehr zu verlieren hatte, als ein iPhone oder Urlaub !
  • Schnueffelix 20.09.2018 09:25
    Highlight Highlight Zwei Millionen werden zurückerstattet. Ich frage mich an der Stelle, wie hoch der Gewinn durch diese Praktiken waren. Ich gehe jetzt mal schwer davon aus, dass nicht das "was die Chauffeure zugute haben" zurückbezahlt wird sondern nur "das, was man der Postauto AG nachweisen konnte"....
    Ist wie bei Schwarzarbeit. Wenn der Betrieb durch Schwarzarbeit und Lohndumping 10 000 Gewinn macht und 2000 Busse zahlen muss, sinds unterm Strich immernoch 8000 Gewinn. Wenn man mal erwischt würde.
  • Töfflifahrer 20.09.2018 09:24
    Highlight Highlight Und der zuständige BR wusste von all diesen Schweinereien echt nichts? Wenn dem so wäre, zeigt dies nur auf, dass Doris Leuthard den Laden nicht im Griff hat. Wusste sie Bescheid, ist es umso schlimmer.
  • My Senf 20.09.2018 08:50
    Highlight Highlight Ich rate mal allen die noch Zeiterfassung haben Ihre Abrechnung genau zu kontrollieren!
    Da gibt es etliche Firmen die „einfachhalber“ beim umrechnen auf Dezimal einfach runden.

    Natürlich Abrunden!

    Aufs Jahr, kann das bis zu einem ganzen Tag ausmachen!
  • leu84 20.09.2018 08:50
    Highlight Highlight Hahaha. Sagt Herr Baur das nur so oder meint er das ernsthaft? Hat er dies, den PostAuto-Chauffeuren auch ins Gesicht gesagt?
  • Rednerpult Tester 20.09.2018 08:43
    Highlight Highlight Etwas schwarzer Humor und Ironie gefällig?

    Neue Schinderbahn Postauto Chauffeure gesucht - Topsalär: CHF 5000.-
  • walsi 20.09.2018 08:17
    Highlight Highlight Wenn der Service Public nach Grundsätzen der privaten Wirtschaft organisiert wird, ist das Versagen vorprogrammiert.
    • bokl 20.09.2018 09:05
      Highlight Highlight @walsi
      Ach was. Auch in der Privatwirtschaft hast du keinen Erfolg, wenn du die Belegschaft auspresst und die Stimmung im Keller ist. Unzufriedene Arbeitnehmer bringen schlechte Leistungen. Egal wer der Arbeitgeber ist.

      In der Privatwirtschaft geht die Bude einfach Konkurs und ein Konkurrent übernimmt. Das geht im Service Public nicht.
    • Seni 20.09.2018 09:16
      Highlight Highlight Die Chauffeure haben aber trotz den immer schlechter werdenden Bedingungen super Arbeit geliefert.
    • Schnueffelix 20.09.2018 10:53
      Highlight Highlight @bokl, dem kann ich nicht zustimmen. In der Privatwirtschaft werden solche, die Unzufriedenheit äussern oder ihr Recht einfordern schlichtweg aussortiert und "wieder dem Arbeitsmarkt zugeführt". Next please. Schliesslich hat es genug Arbeitnehmer, die auf den lohn mehr als nur angewiesen sind und nach ein oder Zwei Exempel auch nicht mehr wagen, aufzumucken.Selbst wenn man eine Rechtsschutz hat, läuft es vielleicht darauf hinaus, dass die den Fehlbetrag auszahlt, weil es billiger kommt als ein prozess. Und der Arbeitgeber macht munter weiter, ihm ist ja nix passiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • AskLee 20.09.2018 07:45
    Highlight Highlight Schöne Worte, die Zukunft wird zeigen ob es nur Worte waren.

Mängel an SBB-Doppelstock-Zügen: Fahrplanmässiger Einsatz verzögert sich

Zwischen Genf und St. Gallen verkehren zum Fahrplanwechsel am kommenden Wochenende noch keine neuen Doppelstockzüge des Typs «FV-Dosto». Der Hersteller Bombardier muss erst noch verschiedene Störungen bei Klimaanlagen und Kundeninformationssystemen beheben.

Deshalb nehmen die neuen Doppelstockzüge der SBB den fahrplanmässigen Einsatz vorerst nur schrittweise auf, wie es in einem Blogeintrag des Unternehmens heisst. Der «FV-Dosto» verkehrt wie geplant zwischen Chur, St. Gallen, Zürich und …

Artikel lesen
Link to Article