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Wie der Terror das Reisen verändert: Schweizer bleiben im Inland

Sonnenbräunen mit dem Sturmgewehr: Strand von Sousse in Tunesien. Bild: EPA/EPA

Die unsichere Lage in der Südtürkei hat auch Auswirkungen auf das Reiseverhalten der Schweizer. Diese fliegen vermehrt auf die spanischen Inseln – oder bleiben im eigenen Land.

Fabienne Riklin, Stefan Ehrbar / Schweiz am Sonntag



Der Reiseanbieter Hotelplan verzeichnet dieses Jahr etwa 70 Prozent weniger Gäste in der Südtürkei, wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt. Hotelplan-Mediensprecherin Prisca Huguenin-dit-Lenoir führt diesen markanten Einbruch vor allem auf die vielen Anschläge zurück.

Allein seit vergangenem Juli kam es im Raum Istanbul zu 18 Attacken. «Auch wenn die Südtürkei Hunderte von Kilometern entfernt liegt, verunsichern die Vorfälle», lässt sie sich zitieren.

Es sei eine «gewisse Verunsicherung» zu spüren, sagt auch Kuoni-Sprecher Marcel Schlatter der Zeitung. Allerdings, so Schlatter, verzichten Schweizer nicht auf Ferien, sondern weichen in sicher erscheinende Destinationen aus. So werden Ferien vermehrt am westlichen statt östlichen Mittelmeer gebucht.

Am beliebtesten ist dieses Jahr sowohl bei Hotelplan als auch bei Kuoni und Tui Suisse Mallorca. Bei Tui reist momentan jeder vierte Kunde auf die Insel. Daneben reisen Schweizer laut Hotelplan vor allem nach Kreta, Zypern und Gran Canaria.

Bei der Online-Reiseplattform Kayak verzeichnen dieses Jahr die Destinationen Bali, Ibiza, Mallorca, Porto und Barcelona die höchsten Zuwächse gegenüber dem Vorjahr, während Destinationen in den USA, Berlin und Wien am stärksten im Minus liegen.

Du musst über die Sommermonate arbeiten? Hier ein paar Bilder, um wenigstens in Gedanken ein bisschen Ferien zu machen

Von der schwierigen Sicherheitslage in vielen Ländern und dem Trend, Ferien vermehrt in der Nähe zu verbringen, profitiert aber auch der Schweizer Tourismus: Wie die «Schweiz am Sonntag» schreibt, sprechen sowohl Arosa, Engadin St. Moritz wie auch Zermatt von einem sehr guten Buchungsstand.

Gerade bei jungen Leuten gewinne der «Zurück zur Natur»-Trend weiter an Bedeutung, sagt Janine Imesch von Zermatt Tourismus der Zeitung. So würden Biken und Wandern immer beliebter. Für den Erfolg des Schweizer Tourismus sei die Wettersituation in den nächsten Wochen entscheidend. (aargauerzeitung.ch)

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