International
Gesundheit

Franzosen erhalten Kondome künftig auf Rezept

In der Stadt der Liebe erhält man künftig Kondome auf Rezept

27.11.2018, 15:1627.11.2018, 15:34
Kondom
Bild: shutterstock

Franzosen erhalten Kondome künftig auf Rezept: Wie die Regierung am Dienstag mitteilte, können sich alle Bürger ab dem 10. Dezember Kondome vom Arzt oder von einer Hebamme verschreiben lassen.

Das Gesundheitsministerium will damit den Kampf gegen das Immunschwäche-Virus HIV verstärken. In Frankreich werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums jedes Jahr rund 6000 neue HIV-Infektionen gezählt.

Gesundheitsministerin Agnès Buzyn sagte dem Sender France Inter, alle Franzosen könnten sich künftig «Schachteln mit sechs, zwölf oder 24 Präservativen bei einer Apotheke abholen». Dies gilt allerdings nur für die Marke «Eden». Der französische Hersteller Majorelle hatte sich im Sommer von den Gesundheitsbehörden bescheinigen lassen, seine Kondome seien erstattungswürdig.

Majorelle erklärte, Kondome auf Rezept «brächten neuen Schwung für das Image des Präservativs». Damit werde deutlich, dass es sich «nicht nur um ein Sex-Spielzeug» handele, sondern um ein «unerlässliches Mittel zur Prävention» – gerade für junge Männer, die wenig Geld hätten. (sda/afp)

Immer mehr Geschlechtskrankheiten sind auf dem Vormarsch

Video: srf/SDA SRF
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
«Verblüffend»: Gibt es Leben auf Enceladus? Neue Studie macht Hoffnung
Enceladus ist einer der wenigen Orte in unserem Sonnensystem, deren Bedingungen die Entstehung von Leben zulassen. Die Ergebnisse einer neuen Studie überraschen Forscher.
Der Eismond Enceladus des Planeten Saturn könnte einer Studie zufolge lebensfreundlicher sein als bisher angenommen. Ein Forscherteam hat in Laborexperimenten nachgewiesen, dass bestimmte Mikroorganismen in dem unter Eis verborgenen Ozean des Mondes überleben könnten. An den Experimenten war auch ein Team mit Wissenschaftlern der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Universität Regensburg und der Freien Universität Berlin beteiligt.
Zur Story