International
USA

Jeffrey Epstein Files: Alexander Acosta schloss mit ihm 2007 Deal ab

Documents that were included in the U.S. Department of Justice release of the Jeffrey Epstein files are photographed Friday, Jan. 2, 2026. (AP Photo/Jon Elswick)
Justice Department Jeffrey Epstein
Jeffrey Epstein hätte schon 2007 lebenslang verurteilt werden können.Bild: keystone

2007 sagten über 50 Frauen gegen Epstein aus – dafür angeklagt wurde er nicht

Dass Jeffrey Epstein an minderjährigen Frauen sexuellen Missbrauch betrieb, war 2007 gut dokumentiert. Trumps späterer Arbeitsminister schloss aber einen Deal mit Epstein.
01.02.2026, 10:4901.02.2026, 10:49

Die am Freitag neu veröffentlichten Dokumente rund um Jeffrey Epstein zeigen: Der später verurteilte Sexualstraftäter hätte schon 2007 eine lebenslange Haftstrafe antreten können. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur AP.

Demnach habe die Staatsanwaltschaft eine solche Anklage vorbereitet, nachdem mehrere minderjährige Frauen ausgesagt hatten, von Epstein für sexualisierte Massagen bezahlt worden zu sein.

Gebrauchte Kondome entsorgt

In den am Freitag veröffentlichten Dokumenten wird ein persönlicher Assistent Epsteins zitiert. Zu seinen regelmässigen Aufgaben habe es gehört, Bargeld in 100-Dollar-Scheinen in Epsteins Schlafzimmer bereitzulegen.

Nach den Massagen habe er aufräumen müssen. Das habe unter anderem geheissen: gebrauchte Kondome zu entsorgen. Der Name des Mitarbeiters ist in den Akten geschwärzt.

Deal mit der Staatsanwaltschaft

Über 50 Frauen sagten damals gegen Epstein aus. Angeklagt wurde er gleichwohl nicht: Der damalige Generalstaatsanwalt in Miami, Alexander Acosta, schloss einen Deal mit Epstein ab.

Epstein entging der strafrechtlichen Verfolgung und bekannte sich im Gegenzug schuldig, eine Minderjährige in die Prostitution getrieben zu haben. Dafür erhielt er eine anderthalbjährige Haftstrafe.

Acosta diente in Donald Trumps erster Amtszeit als Arbeitsminister. Aufgrund seiner Rolle im Epstein-Skandal musste er 2019 zurücktreten.

(her)

Neue Fotos in Epstein-Affäre veröffentlicht

1 / 12
Neue Fotos in Epstein-Affäre veröffentlicht

Einen Tag vor Ablauf der Frist für das US-Justizministerium, alle Akten freizugeben, haben die US-Demokraten weitere Fotos aus dem Nachlass von Jeffrey Epstein veröffentlicht.

quelle: house oversight democrats
Auf Facebook teilenAuf X teilen
    DANKE FÜR DIE ♥
    Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
    (Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
    5 CHF
    15 CHF
    25 CHF
    Anderer
    Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
    Das könnte dich auch noch interessieren:
    Du hast uns was zu sagen?
    Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
    43 Kommentare
    Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
    Die beliebtesten Kommentare
    avatar
    Lohner
    01.02.2026 10:54registriert August 2025
    Gut, kommt in dieser Sache langsam immer mehr zum Vorschein. Ich warte auf die ersten Verhaftungen und gehe davon aus, dass das nicht mehr allzu lange dauern wird. Meine Hoffnung gebe ich nicht auf, dass diese Typen ihre gerechte Strafe erhalten werden.
    834
    Melden
    Zum Kommentar
    avatar
    CH-Bürger
    01.02.2026 13:04registriert Juni 2018
    Der Fall zeigt, wie leicht die Aussagen einzelner betroffener Frauen – und sogar die übereinstimmenden Aussagen von fünfzig Frauen, die sexuelle Übergriffe gemeldet und vor der Polizei ausgesagt haben – entwertet oder ignoriert werden können. Gerade im Bereich sexualisierter Gewalt verdeutlicht dies, wie stark strukturelle Machtverhältnisse die Wahrnehmung und Behandlung von Zeugenaussagen beeinflussen und wie schwierig es für Betroffene sein kann, Gehör zu finden, selbst wenn zahlreiche unabhängige Stimmen auf dasselbe Muster hinweisen.
    590
    Melden
    Zum Kommentar
    avatar
    ändu aus B (weder Bärn noch Basel)
    01.02.2026 13:05registriert Februar 2016
    Ich verstehe nicht, wie man bei Straftaten wie diesen hier einen Deal abschliessen kann. Bei Dingen, die Bussen oder Geldstrafen zur Folge haben, ok. Aber hier?! Kein Wunder wandern reiche Leute auch für schlimme Dinge nicht ins Gefängnis sondern kaufen sich einfach frei!
    430
    Melden
    Zum Kommentar
    43
    Mieser Weihnachtsverkauf in USA: Aktie von Barbie-Hersteller Mattel kollabiert
    Die Aktie des Spielzeugriesen Mattel hat nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft auf einen Schlag mehr als ein Viertel ihres Werts verloren.
    Der Kurs fiel im nachbörslichen US-Handel um rund 28 Prozent. Mattel gehören Marken wie Barbie und Hot Wheels.
    Zur Story