AHV
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Bundespraesident Ueli Maurer, Mitte, Bundesrat Alain Berset, links, und Bundesraetin Karin Keller-Sutter, aeusssern sich ueber die Abstimmungsresultate zum neuen Waffengesetz und zur Steuer-AHV Vorlage STAF, am Sonntag, 19. Mai 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Entspannt nach dem gestrigen Etappensieg: Bundesrat Alain Berset, Bundespräsident Ueli Maurer und Bundesrätin Karin Keller-Sutter. Bild: KEYSTONE

Nach der Abstimmung sind sich alle uneinig: Ringen um die AHV-Reform geht erst richtig los

Die Politik hat dank einer 2-Milliarden-Finanzspritze für die AHV etwas Luft erhalten, um die wichtigste Sozialversicherung des Landes zu sanieren. Wie dies aber genau geschehen soll, daran scheiden sich die Geister.

Anna Wanner / ch media



Unter den Befürwortern der Steuervorlage- und AHV-Finanzierung (STAF) zerbrach die Eintracht, noch bevor gestern die Resultate bekannt waren. Inhaltlich beendete die SP die Harmonie schon am frühen Morgen via «SonntagsZeitung», als Präsident Christian Levrat die Initiative zur Steuerharmonisierung ankündigte.

Die Uneinigkeit zwischen links und rechts geht aber weit über die Steuerfrage hinaus: Das aufgeschobene Projekt zur Stabilisierung der AHV scheint am Tag nach der Abstimmung kaum mehrheitsfähig. Der Streit beginnt schon an der Wurzel: Ist sofort eine neue Reform nötig oder nicht? Auch die Vorstellungen, wie sich die Finanzen der AHV mittelfristig stabilisieren lassen, könnten kaum weiter auseinander liegen.

Der aufgegleiste zweite Schritt

Die Zahlen sind allerdings eindeutig. Die Situation der AHV verschlechtert sich seit Jahren, weil die Einnahmen nicht ausreichen, um die Renten zu finanzieren. Das sogenannte Umlageergebnis ist seit 2014 negativ, 2018 fehlte bereits mehr als 1 Milliarde Franken. Weil auch die Situation an den Kapitalmärkten unbefriedigend ist, konnte 2018 auch das Anlageergebnis des AHV-Fonds die Rechnung nicht beschönigen.

Die gestern vom Stimmvolk genehmigte Finanzspritze von 2 Milliarden Franken mindert zwar den ärgsten Sanierungsdruck. Das Parlament hat nun etwas Luft, um die AHV auf finanziell gesunde Füsse zu stellen. Aber es löst das grundsätzliche Problem nicht: Ab 2020 gehen die Babyboomer (Jahrgänge zwischen 1955 und 1970) in Pension.

Das bedeutet: Immer weniger Arbeitskräfte müssen immer mehr Renten finanzieren. Das Umlagedefizit beläuft sich 2030 auf rund 5 Milliarden Franken. Über die Jahre zusammengerechnet fehlen der AHV bis dahin rund 43 Milliarden Franken. Die Finanzspritze federt die Entwicklung ab, kann sie aber nicht auffangen.

Der Bundesrat erklärte deshalb gestern in aller Deutlichkeit, dass die zusätzlichen zwei Milliarden Franken pro Jahr lediglich ein erster Schritt zur Reform der AHV seien. Sein Vorschlag zur Stabilisierung der AHV bis 2030 liegt auf dem Tisch. Er enthält vier Massnahmen:

Die gute Nachricht: Die politische Mitte unterstützt den Vorschlag des Bundesrats. Eine generelle Erhöhung des Rentenalters lehnen verschiedene CVP-Sozialpolitiker zum jetzigen Zeitpunkt ab. «Ein Sieg bei einer Abstimmung kann auch zu Übermut führen», warnt Ständerat Erich Ettlin (OW). Er plädiert für ein Vorgehen in kleinen Schritten. «Wenn wir die nächste Reform durchbringen, ist das ein Erfolg.» Die FDP befürwortet ebenfalls ein Vorgehen in «homöopathischen Dosen».

Offenbar haben die Parteien sowie der Bundesrat die Lehren aus der letzten Renten-Abstimmung gezogen. Die Reform scheiterte auch an der Komplexität. Der Bundesrat hütet sich davor, die Vorlage mit Kürzungen der Witwen- und Kinderrenten sowie Massnahmen in der beruflichen Vorsorge zu überfrachten.

Gewichtige Opposition

Doch bereits im Dunstkreis der Parteien ist es mit der Minne nicht weit her. Die Jungfreisinnigen erklären heute, wie sie die AHV strukturell reformieren wollen – und schlagen aller Voraussicht nach ein höheres Rentenalter vor. Morgen äussert sich der Arbeitgeberverband wohl mit ähnlichen Ideen. CVP und FDP lehnen dies nicht grundsätzlich ab. Sie halten die Erhöhung des Rentenalters im nächsten Reformschritt aber für verfrüht. Kritischer sehen die Polparteien die Reform.

«Wir sind für ein gleiches Rentenalter für Männer und Frauen.»

SVP-Nationalrat Thomas Aeschi.

Die SVP wehrt sich gegen neue Steuern. «Wir wollen die AHV aus bestehenden Mitteln finanzieren», sagt SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi. «Wir wollen mindestens eine Milliarde Franken von der Entwicklungshilfe in die AHV verschieben.» Die SVP will auch nur eine minimale soziale Kompensation, die die Minderausgaben nicht gleich wieder auffrisst. «Wir sind für ein gleiches Rentenalter für Männer und Frauen.»

Mit dieser Positionierung fällt sie bei der SP und den Gewerkschaften jedoch komplett durch. Sie lehnen eine Erhöhung des Frauenrentenalters rundweg ab. SP-Chef Levrat fragt rhetorisch, wie die Bürgerlichen denn den Frauen erklären wollten, dass sie die gesamte Last der Reform alleine tragen müssen. Auch ein Referendum will er nicht ausschliessen, falls es zu einer Rentenaltererhöhung für Frauen kommt.

Vielmehr ist für die SP seit gestern klar: Eine Reform ist nur möglich, wenn einzig und alleine die Einnahmen der AHV aufgestockt werden. Als Beweis führen sie die vergangenen Reformen an: Rentenkürzungen hat das Volk genauso abgelehnt wie eine Rentenaltererhöhung. Dass es sich bei der aktuellen Finanzspritze um einen Kompromiss handelt, wird dabei bewusst unterschlagen. Klar ist nur, der SP sowie den Gewerkschaften eilt eine Reform nicht. Und falls die AHV mehr Geld braucht, fehlt es nicht an Ideen, wo dieses abzuholen ist: Bei den Reichen, bei den Erben, bei den Firmen oder über die Nationalbank.

Allerdings wird das den Bundesrat kaum vom eingeschlagenen Weg abbringen. Er wird seinen Vorschlag im August präsentieren. Seit gestern ist die Diskussion neu lanciert.

25 Bilder zeigen unsere Classe politique beim Schaffen in Bern

Die AHV-Steuervorlage kurz und klar erklärt

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    Alle Leser-Kommentare
  • critico 20.05.2019 17:43
    Highlight Highlight immer die ahv. ein reizwort für mich. seit der letzten erhöhung der mwst dafür hat der br inzwischen über 8 milliarden abgezweigt.(war ein br-entscheid) und da solls der ahv schlecht gehen wenn man sich aus dieser kasse bedient? und, die nötigen liquiden mittel der ahv zahlen negativzins. (wie auch die pk"s) wieso lese ich darüber praktisch nichts? milliarden weg, kasse sanieren, weiter bedienen oder wie....
  • Meinsch 20.05.2019 13:07
    Highlight Highlight Mal von der Lohnungleichheit abgesehen, hätte eine Koppelung des Rentenalters an die Durchschnittslebenserwartung nicht den Effekt, dass Frauen dann sogar länger Arbeiten müssten? 🤷‍♂️ Nur ne logische Schlussfolgerung...
    • Maracuja 20.05.2019 13:36
      Highlight Highlight Wieso soll für eine Koppelung des Rentenalters an die durchschnittliche Lebenserwartung nach unterschiedlichen Gruppen ausgerechnet das Geschlecht eine Rolle spielen? Wieso nicht der Bildungsabschluss, die Branche u.ä.?
    • Meinsch 20.05.2019 15:49
      Highlight Highlight Weil Frauen im Durchschnitt länger leben (4.7 Jahre, Tendenz jedoch abnehmend).
    • Maracuja 20.05.2019 16:27
      Highlight Highlight @Meinsch

      Die Differenz der durchschnittlichen Lebenserwarung zwischen ärmeren und wohlhabenderen Männer ist noch grösser und führt zu Umverteilung von unten nach oben: < ... Relevant ist diese Entwicklung auch für die gesetzliche Rentenversicherung, sagte Peter Haan vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. Der soziale Gradient und damit die unterschiedliche Lebenserwartung hätten Auswirkungen auf das Rentensystem. Hier käme es mittlerweile zu einer Umverteilung von unten nach oben und damit zu einer Verletzung des Äquivalenzsystems, erläuterte er.> Quelle: Ärzteblatt.de
  • Gigi,Gigi 20.05.2019 11:50
    Highlight Highlight Immer weniger Arbeitskräfte müssen immer mehr Renten finanzieren. Wieso müssen? Da dies offenbar je länger desto mehr rein demographisch ein Problem ist, müssen andere Ideen her: Zum Beispiel die Mikrosteuer auf Finanztransaktionen, die Besteuerung der Arbeitsleistung von Robotern etc
  • Neruda 20.05.2019 10:22
    Highlight Highlight Wir könnten uns die jetzige AHV locker leisten, wenn wir die Superreichen und Unternehmen fair besteuern würden. Die Unternehmen können nur dank unserer Infrastruktur und Bildung so hohe Gewinne machen. Es ist Zeit, dass sie auch ihren Teil dazu beitragen!
  • tomtom60 20.05.2019 09:47
    Highlight Highlight Flexibles Rentenalter heisst freiwillig früher oder später pensionieren mit der Möglichkeit, dies der persönlichen Situation (Gesundheit, Familie, Finanzen, etc.) anzupassen, weniger oder mehr Rente zu erhalten, und damit mehr Eigenverantwortung zu übernehmen.
  • tomtom60 20.05.2019 09:40
    Highlight Highlight Die Politik steht sich selber im Weg, indem die Parteien an ihren alten Positionen festhalten. Diese sind allesamt nicht mehrheitsfähig und deshalb wird es auch zu keiner Lösung basierend auf diesen Standpunkten kommen. Es geht hier nicht ums Gewinnen oder Verlieren von Wählerstimmen, es geht um unseee Altersvorsorge! Es ist an der Zeit, die ganze Thematik neu zu denken. Es fehlt Geld, also muss von irgendwoher regelnässig Geld eingenommen werden. Längere Beitragsjahre durch ein höheres Rentenalter will das Volk nicht, also vergesst das endlich. Flexibles Rentenalter könnte ein Ansatz sein.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 20.05.2019 09:12
    Highlight Highlight Sobald die Frauen für die gleiche Arbeit gleich viel verdienen wie die Männer, kann man auch über das Frauenrentenalter 65 reden
    • koks 20.05.2019 09:51
      Highlight Highlight @Hallo: "Sobald die Frauen für die gleiche Arbeit gleich viel verdienen wie die Männer".

      Tun sie ja.
    • fidget 20.05.2019 09:55
      Highlight Highlight Man kann auch darüber diskutieren, ob das Huhn oder das Ei zuerst waren. Man dreht sich im Kreis, wenn man nicht irgendwo den Anfang macht. Dass das Frauenrentenalter erhöht werden muss, ist nur logisch. Schon alleine deshalb, weil Frauen im Schnitt eine länger Lebenserwartung haben. Ausserdem sind Lohnunterschiede nicht einzig und allein aufs Geschlecht zurück zu führen. Es hat auch viel mit dem persönlichen Verhandlungsgeschick zu tun.
    • Maracuja 20.05.2019 09:57
      Highlight Highlight @Hallo I bims

      In vielen Branchen läuft die Diskriminierung längst nicht mehr zwischen Mann und Frau, sondern zwischen Person, die neben Erwerbsarbeit auch Betreuungsarbeit übernimmt und Person, die frei von solchen Verpflichtung ist. Wer keine solchen Verpflichtungen hat, kann bei Lohnverhandlungen schlicht besser pokern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Beat_ 20.05.2019 08:35
    Highlight Highlight Wir beginnen ganz neu bei der Finanzierung: Lohnprozente bleiben wie sie sind, führt dazu, dass bei immer weniger aktiven im Verhältnis zu AHV-Bezügern eine Lücke entsteht. Diese Lücke muss gefüllt werden: da gäbe es mal die ordentlichen Steuern, dann könnte auch mal der Energieverbrauch einbezogen weden ("Energie statt Arbeit" besteuern) und dann soll auch endlich eine Finanztransaktionssteuer die Ungerechtigkeiten im heutigen Steuersystem etwas abbauen.
    • dorfne 20.05.2019 10:04
      Highlight Highlight "Immer weniger Aktive im Verhältnis zu AHV-Bezügern."
      Wahrscheinlich waren es 1950 ein Dutzend Aktive pro Rentner, die real 500 Franken im Monat verdient haben und der Armutsgrenze entlang lebten. Heute sind die Löhne teuerungsbereinigt wahrscheinlich mind. 5 Mal so hoch wie damals. Es gibt auch sehr viel mehr Reiche, die auf den vollen Lohn einzahlen müssen. Übrigens: die AHV-Renten hinken seit 1980 der realen Lohnentwicklung um 10% hinterher. Die Durchschnittsrente liegt bei +1600 Fr./pm und Person. Womit der Verfassungsauftrag nicht erfüllt wird.
  • stadtzuercher 20.05.2019 08:27
    Highlight Highlight Gleiches Rentenalter für alle Geschlechter ist überfällig. Danke Bundesrat.
    • rodolofo 20.05.2019 15:49
      Highlight Highlight "alle Geschlechter" ist sehr modern gesagt.
      Bravo!
  • Maranothar 20.05.2019 08:21
    Highlight Highlight Gleiches Rentenalter von mir aus.
    Generelles erhöhen des Rentenalters? Die Witzfiguren in Bern sollen erstmal das Problem lösen das man ab ~50 nicht mehr so leicht eine Stelle findet.

    Wenn das Geld fehlt, holt es euch endlich da wos rumliegt: Bei den Reichen und Besserverdienern.
    • Froggr 20.05.2019 09:08
      Highlight Highlight Eine Erhöhung des Rentenalters ist aufgrund des steigenden Lebensalters ein Muss. Sonst gehts noch weniger auf, als es jetzt scho tut.
    • rodolofo 20.05.2019 15:48
      Highlight Highlight @ Froggr
      Ein "Muss" nur für solche, die sich nichts anderes vorstellen können, als "ehrenwert geplagt sein" und "ehrenwert Andere plagen.
      Doch!
      Es gibt ein Leben nach der Arbeit!
      Und dieses kann durchaus auch Spass und FREIWILLIGEN-Arbeit beinhalten!
      Sonst seid "Ihr Bürgerlichen" doch immer für Freiwilligkeit, vor allem dann, wenn staatliche Regulierungen für krumme Geschäfte drohen...
    • Maranothar 20.05.2019 16:31
      Highlight Highlight Es muss nicht sein. Schon gar nicht wenn das Problem der Arbeitslosigkeit im Alter nicht gelöst ist.

      Aber Leuten die eine Erhöhung als zwingend erachten, fehlt eh die Fantasie um sich ein besseres System auch nur vorzustellen, geschweige denn es auszuarbeiten.
  • dorfne 20.05.2019 07:48
    Highlight Highlight Die 11. AHV-Revision liegt fixfertig ausgearbeitet vor. Die Vernehmlassung hat bereits stattgefunden. D.h. die Vorlage ist reif für die Abstimmungen in den Räten. Und wenn die SVP sagt, das JA von gestern werde zu einer Verschlampung der "strukurellen Reform" führen, teilt sie uns nur ihre eigene Strategie mit - nämlich wieder zu Allem nein sagen. SVP Aeschi sagte gestern sinngem. seine Partei werde keine Erhöhung der MwSt um 0,7% akzeptieren. Da kann man nur hoffen, dass die "Anderen" da nicht mitmachen werden. Von irgendwoher muss das Geld ja kommen.
    • Froggr 20.05.2019 09:09
      Highlight Highlight Erhöhung der MwSt ist gut, da sie alle gleichermassen betrifft. Eine faire Steuer also.
  • Platon 20.05.2019 07:40
    Highlight Highlight Flexibilisieren und richtige Anreize setzen! Damit wäre die AHV schon vor Jahren saniert worden!
    • FrancoL 20.05.2019 11:16
      Highlight Highlight Die AHV ist flexibilisiert, was soll da noch mehr folgen? allerhöchstens sind die Sätze pro Jahr nochmals zu überprüfen.
    • Maracuja 20.05.2019 13:52
      Highlight Highlight @Platon: Flexibilisieren und richtige Anreize setzen!

      Eine gewisse Flexibilität besteht bereits. Mehr Flexibilität fordern in der Regel Gutverdiener (s. FDP), weil sie es sich leisten können kürzer (mit Renteneinbusse) oder länger (weniger gesundheitl. Verschleiss durch Arbeit) zu arbeiten. Solche Lösungen sind eine Gefahr für Kleinverdiener, letztlich werden diese so lange wie möglich arbeiten müssen (falls sie das überhaupt können, wer beschäftigt denn einen 65+ Bauarbeiter, Kellner usw.?). Hoffe die Gewerkschaften wehren sich gegen weitere Flexibilisierung auf Kosten der Normalverdiener.
    • FrancoL 20.05.2019 14:24
      Highlight Highlight Ich lese immer wieder "Flexibilisierung" und denke was will man da noch mehr als einige Jahre früher oder später in Rente gehen? Diese Flexibilisierung ist ja mit +/- 5 Jahre gegeben und ist wie Maracuja richtig bemerkt hat wohl für manche Branchen eine Scheinflexibilität, weil schlichtwegs die Jobs oder die Kräfte nicht mehr vorhanden sind.
      Was will man also flexibilisieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 20.05.2019 07:25
    Highlight Highlight Falsch. Nun habt ihr was ihr wolltet. Mehr gibt es nun erst mal längere Zeit nicht mehr.

    Optimiert besser mal das Bestehende statt ständig nach mehr Einnahmen zu schreien
    • rodolofo 20.05.2019 09:28
      Highlight Highlight Wem sagst Du das?
      Den Alten, oder den Unternehmen?
    • wolge 20.05.2019 15:47
      Highlight Highlight @rodolofo: Den Politikern die die AHV sanieren wollen, schlussendlich aber meist einfach mehr Geld über Mehrwertsteuern etc. eintreiben. Das sind keine echte Lösungen.
    • rodolofo 20.05.2019 16:24
      Highlight Highlight @ wolge
      Doch, denn diejenigen die zu viel Geld haben können sich nur von ihrem geliebten Geld lösen, wenn man es ihnen wegnimmt, so dass dann "die Armen", welche zu wenig Geld haben, in den Genuss kommen von dem, was ihnen am meisten fehlt, so dass sie es dann auch wirklich geniessen, wenn sie es bekommen und nicht gelangweilt eine weitere Handtasche und eine weitere goldene Rolex und einen weiteren Sportwagen kaufen.
      Wenn sich die Materialisten JETZT von ihrem Luxus lösen, entledigen sie sich gleichzeitig auch noch der dazugehörigen Luxusprobleme!
      Probleme gelöst in einer Win-win-Situation!
  • Raffaele Merminod 20.05.2019 07:09
    Highlight Highlight «Wir sind für ein gleiches Rentenalter für Männer und Frauen.» ich auch und zwar bei 64!
    Es geht nicht an dass all unsere Errungenschaften der letzten 100 Jahre jetzt rückgängig gemacht werden, obwohl noch nie so viel Geld existierte wie wie Heute.
    Es wird Zeit an den richtigen Stellen zu schrauben!
    • Friedhofsgärtner 20.05.2019 07:47
      Highlight Highlight Aber wir werden doch immer älter und bleiben immer länger gesund. Und da soll man mit dem Rentenalter runter? Ich bin da nicht 100% up to date, aber ich glaube nicht dass das aktuelle Problem der AHV zu volle Kassen sind.
    • Oberon 20.05.2019 08:56
      Highlight Highlight Die Frage die sich stellt wie viele Arbeitskräfte müssen pro Jahr in den Arbeitsmarkt fliessen damit der Laden läuft. Dann muss man schauen wie die 3 Säulen zusammen noch spielen und die Finanzierung darauf ausrichten.

      Es muss möglich sein das Menschen 18+ und 50+ zusammen eine perspektive in der Schweiz haben.

      Ich bin der Meinung das langfristig weniger Arbeitnehmer benötigt werden und somit eh eine ganz andere Finanzierung angestrebt werden muss.
  • rodolofo 20.05.2019 07:00
    Highlight Highlight Die Bürgerlichen tun immer so, wie wenn es unmöglich wäre die AHV und andere Sozialwerke auszubauen.
    Das ist doch nicht wahr!
    Wenn der finanzielle Bedarf der AHV steigt, da auch die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, dann müssen auch nicht -einem bürgerlichen Naturgesetz folgend- "die Jungen" mit höheren Beiträgen bezahlen, oder "die Frauen" mit einem höheren Rentenalter, oder "die Alten selber" mit Beitragskürzungen!
    Nein!
    Die zusätzlich benötigten Gelder lassen sich problemlos von dort her organisieren, wo sie heute masslos verschwendet werden: Vom Militär-Geheimdienst-"Deep State"...
    • ingmarbergman 20.05.2019 09:06
      Highlight Highlight oh mann.. „deep state“ 🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️🤦🏻‍♂️
      Komm bitte zurück in die realität. Die AHV sanierung ist ein reales promple, das nicht mit ideen aus fantasialand gelöst werden kann!
    • rodolofo 20.05.2019 13:24
      Highlight Highlight @ ingmarbergman
      Ich habe doch gerade einen praktischen Vorschlag gemacht, der nur darum nicht realistisch ist, weil er viel zu einfach zu realisieren wäre, was nicht der hierzulande immer noch üblichen "Christlich-Abendländischen Leidkultur" entspricht...
  • atomschlaf 20.05.2019 06:55
    Highlight Highlight Gleiches Rentenalter für Männer und Frauen ist ein Muss und zwar ohne wenn und aber.
    • Raffaele Merminod 20.05.2019 07:15
      Highlight Highlight Ich erwarte immer noch das zuerst bei den Rechten Gleichberechtigung herrschen soll, bevor dies bei den Pflichten stattfindet.
    • wolge 20.05.2019 07:26
      Highlight Highlight @Raffaele Merminod: von welchen Rechten sprichst du?
    • dorfne 20.05.2019 07:51
      Highlight Highlight Das ist auch mehrheitsfähig. Vielleicht sollten Juso, welsche Gewerkschaften und die Grünen eine Umfrage zu diesem Punkt machen, bevor sie wieder das Referendum dagegen ergreifen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 20.05.2019 06:53
    Highlight Highlight Die langfristige Sicherstellung der AHV-Finanzierung kann nicht über die Anpassung des normalen Renteneintrittsalters an die veränderte Lebenserwartung erfolgen. Aufgrund der Arbeitsbelastung und den Anforderungen des modernen Arbeitsmarktes wäre eine generelle Erhöhung des Renteneintrittsalters kontraproduktiv. Gute Alternativen sind: Flexibilisierung des Renteneintrittsalters; Beitragserhöhungen, ev. auf Kosten von Lohnerhöhungen; neue Finanzierungsquellen (Mehrwertsteuererhöhung, Finanztransaktionssteuer, Kapitalgewinnsteuer, Umlagerung des Bundesbudgets zugunsten der AHV).
    • FrancoL 20.05.2019 11:22
      Highlight Highlight Daraus richtig erkannt, nur bei den Finanzierungsquellen sollte man schon eine "Rangliste" Restellen, nicht alle Quellen sind sinnvoll. zB die Umlagerung des Bundesbudgets ist mehr als problematisch.

      Die Flexibilisierung, des Eintrittsalters besteht ja bereits, was soll da noch mehr flexibilisiert werden als +/- 5 Jahre beim Eintritt? Die entsprechenden Abzüge oder Zuschläge müssten vielleicht nochmals überlegt werden.
  • V-REX 20.05.2019 06:38
    Highlight Highlight Kommt mir bisschen so vor, man hat ihnen den kleinen Finger gereicht und jetzt wollen sie die ganze Hand. War ja schon klar dass auf lange Sicht die 2 Mia nicht ausreichen, aber ich höre zum ersten Mal von weiteren 43 Mia die sie noch brauchen wird! Mit welchem Paket wollen sie dafür ein Ja einkassieren?
    • atomschlaf 20.05.2019 06:57
      Highlight Highlight Die beiden Zahlen kann man nicht direkt vergleichen.
      Die 2 Mia. sind auf ein Jahr bezogen, die 43 Mia. sind über die Jahre hinweg kumuliert.
    • rodolofo 20.05.2019 07:01
      Highlight Highlight Ja, genau so ist es:
      Jetzt wollen wir die ganze Hand.
      Und später wollen wir auch noch unseren versklavten Körper zurück!
    • dorfne 20.05.2019 07:56
      Highlight Highlight Steht im Artikel! Zwischen 1948 und 1996 gab es 10 AHV Revisionen. Alle 5 Jahre eine Revision. Die kommende 11te wird die möglichen Probleme der Zukunft nicht lösen können. Dafür wird es eine 12te, 13te usw. brauchen. Und der Trend verweist darauf, dass die Lebenserwartung schon bald nicht mehr steigen sondern leicht sinken wird. Also abwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hessmex 20.05.2019 06:25
    Highlight Highlight Schade ist damals das bedingungslose Grundeinkommen abgelehnt worden, so wären diese Diskussionen nun hinfällig!
    • dorfne 20.05.2019 07:56
      Highlight Highlight Es war mMn zu früh dafür, aber es muss kommen.
  • Reto32 20.05.2019 06:23
    Highlight Highlight Die Mehrwertsteuer ist eine höchst asoziale Steuer, die auch die Ärmsten trifft. Anstatt diese zu steigern sollte man doch eine progressive Rentenalterserhöhung auf dem Tisch legen. Wir können nicht einerseits länger leben, aber anderseits gleich viel beitragen - das geht offensichtlich einfach nicht auf.
    • atomschlaf 20.05.2019 06:59
      Highlight Highlight ...und immer wieder das Märchen von der asozialen Mehrwertsteuer.
      Ersten konsumieren Reichere viel mehr und vor allem mehr Güter zum normalen Satz.
      Zudem sind die grössten Kostenblöcke von Geringverdienern (Miete, KK-Prämie, Nahrungsmittel, etc.) entweder MWSt-frei oder werden nur zum reduzierten Satz besteuert.
    • dorfne 20.05.2019 07:59
      Highlight Highlight Und wenn dann die Lebenserwartung anfängt zu sinken wird die Rechte ein Dutzend Gründe finden, um die Renten nicht erhöhen zu müssen. Dann kommen sie dann plötzlich mit dem Bevölkerungswachstum, oder mit dem schlechten Börsengang.
    • dorfne 20.05.2019 10:11
      Highlight Highlight @atomschlaf. Natürlich zahlen die Reichen viel mehr, denn lt. Verfassung sollte jeder nach seinem Vermögen Steuern zahlen. Wer für einen SUV 100'000 ausgeben kann, dem tut die höhere MwSt nicht weh. Wenn die Sozialhilfebezügerin für den Coiffeur oder das Telefonieren mehr zahlen muss, dann tut es weh, weil das Geld schon vorher kaum gereicht hat.
  • Clife 20.05.2019 06:07
    Highlight Highlight Wann wurde das Rentenalter für Frauen auf 65 Jahre abgelehnt?
    • Friedhofsgärtner 20.05.2019 07:53
      Highlight Highlight Ich kann mich täuschen, aber war das nicht Inhalt der Letzten (abgelehnten) AHV-Revision? Ich habe da irgendwie im Kopf, dass das mitunter ein Grund war, dass viele Linke- Gewerkschafts- und Frauenverbände damals die Nein Parole gefasst haben. Bitte korrigiert mich!
    • dorfne 20.05.2019 07:59
      Highlight Highlight War Teil der Rentenreform 2020, die vom Volk abgelehnt wurde.
    • stadtzuercher 20.05.2019 08:29
      Highlight Highlight Die Linke (SP, Grüne) hat sich bis jetzt erfolgreich gegen gleiches Rentenalter für Mann und Frau gewehrt. Deshalb kam es gar nie vors Volk. Die Bevölkerung würde ziemlich sicher ja dazu sagen, aber die Linke will die Diskriminierung der Männer beibehalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 20.05.2019 05:59
    Highlight Highlight Der Bund hat das Problem Jahrzehnte lang verschlafen und den Babyboomern Renten versprochen, die unbezahlbar sind. Wäre er ehrlich gewesen, hätten sie zumindest selbst mehr sparen können oder es hätte ein demografischer Sparfonds geäuffnet werden können.
    So müssen die Rentner jetzt mit weniger zu recht kommen, länger arbeiten oder die Jungen mehr bezahlen. Klar kann man das via MWSt. oder Geschlechterstreit kaschieren, aber es ist was es ist: Die alte Politikergeneration hat's verbockt.
    • dorfne 20.05.2019 08:03
      Highlight Highlight Schon die 10. AHV-Reform vor 23 Jahren war eine Abbaurevision. Erhöhung des Rentenalters für Frauen von 62 auf 64 Jahre, Kürzungen bei der Witwenrente, dafür gabs neu eine Witwerrente und Erziehungsgutschriften als soziale Abfederung für nichterwerbstätige Mütter. Aber unter dem Strich wars eine Abbaurevision.
    • dorfne 20.05.2019 08:07
      Highlight Highlight Ich finds immer lustig, wenn 25jährige Studis sagen, die Alten fressen meine zukünftige Rente auf. Die haben eine top Ausbildung genossen auf Kosten der Allgemeinheit und noch kaum etwas in die Rentenkassen eingezahlt. Sie bedenken nicht, dass Rentenkürzungen sie eines Tages auch treffen werden.
    • dorfne 20.05.2019 08:16
      Highlight Highlight Schade, dass die SVP und ihre Freunde von den Ultraliberalen (weg mit dem Sozialstaat, Steuern nur noch für die Sicherheit, für Militär, Polizei und Justiz) nicht das alleinige Sagen haben. Wobei gerade die Justiz nat. nicht mehr unabhängig sein dürfte. Wär ja noch schöner, wenn die eines Tages auf die Idee käme von Grundrechten für die Lumpenprolos zu faseln. Wo wir doch ein so schönes Almosenwesen aufgebaut haben. Jedem Prolo eine Schale gekochte Hirse mit Dörrfrüchten! Sind wir nicht die Weicherzigen? Applaus bitte von Euch "Anderen". ENDE Ironie.
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  • CogitoErgoSum 20.05.2019 05:54
    Highlight Highlight Die Babyboomer haben per 2020 alle durchschnittlich rund 40 Jahre einbezahlt. Ist die AHV-Planung so kurzfristig gedacht, dass das nicht schon lange hätte berücksichtigen können?
    • FabianK 20.05.2019 08:53
      Highlight Highlight Nein, aber das Volk hat seit 20 Jahren jede Reform abgelehnt.
    • Neruda 20.05.2019 10:40
      Highlight Highlight Vielleicht sollten die Bürgerlichen einmal eine ausgeglichene Reform zusammenstellen, als immer nur ein Abbauprojekt. Dann würde das Volk vielleicht auch, wie früher, eine Reform mal annehmen.

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