Liebe
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asexualität

Zu Besuch in der watson-Redaktion: Jeanette, Sofia, Kerstin, Manu, Felicitas und Ramona.
Bild: watson

Wenn das Bedürfnis nach Sex fehlt: 6 asexuelle Frauen erzählen ihre Geschichte

Wir leben in einer Gesellschaft, die von Sexualität geprägt ist. Doch es gibt Menschen, die keinen Sex haben möchten. Sechs Frauen erklären, wie sich dieses fehlende Bedürfnis anfühlt – und wie man damit lebt.



«Für die meisten Menschen sind wir Einhörner – also Wesen, die es schlicht und einfach nicht gibt», so fassen die sechs Frauen, die an diesem Abend in der watson-Redaktion zu Besuch sind, ihre Situation zusammen. Alle sechs sind vom Typ her ganz verschieden, doch etwas haben sie gemeinsam: Sie bezeichnen sich als asexuell.

Weil das Thema noch relativ unbekannt ist, haben sie lange Zeit gebraucht, bis sie selbst erkannt und verstanden haben, warum sie «anders» als die meisten Menschen sind. Die fehlende Präsenz des Themas in unserer Gesellschaft hat ihnen den Weg zur Selbstfindung erschwert.

Doch das ist nicht alles. Auch jetzt, wo sie für sich selbst eine Antwort gefunden haben, müssen sie um Anerkennung und Verständnis kämpfen: «Weil die Leute keine Ahnung haben, was Asexualität eigentlich bedeutet, sehen wir uns so oft mit den immer gleichen klischeehaften Reaktionen konfrontiert», erklärt die 21-jährige Ramona und liefert entsprechende Kostproben:

Mit ein Grund für das fehlende Verständnis dürfte die Tatsache sein, dass es längst nicht nur eine Form von Asexualität gibt. Wie verschieden die Ausprägungen sein können, zeigen die folgenden sechs Geschichten.

Jeannette, 46

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Jeannette war sechs Jahre lang verheiratet.
Bild: watson

«Vor fünf Jahren habe ich herausgefunden, dass ich asexuell bin. Damals war ich in einer Beziehung, die etwa ein Jahr gedauert hat, und der Mann hat mir optisch wirklich gut gefallen, das Kribbeln war definitiv da. Aber wenn es an den romantischen und erotischen Teil ging, dann war bei mir Schluss. Das geht schon los beim gegenseitigen Ausziehen und Küssen. Ich spüre dabei einfach nichts – die gesamte Sexualität ist für mich ein kontrollierter Akt. Und das war schon immer so.

Lange Zeit habe ich mir gesagt: ‹Das kommt schon noch, du brauchst einfach mehr Zeit, um Nähe zuzulassen.› Gerne habe ich das damit begründet, dass ich in einem Heim aufgewachsen bin. Aber auch die Zeit hat nichts geändert – der Druck, der auf mir lastete, wurde sogar eher noch grösser. Also musste ich mich trennen. Als ich dann kurz darauf zum ersten Mal über den Begriff ‹Asexualität› gestolpert bin und mich anschliessend in das Thema eingelesen habe, war plötzlich alles so klar – und das auch rückwirkend.

«Ich kann es nie so sehr geniessen, wie mit mir selbst.»

Ich war ja sogar mal sechs Jahre lang verheiratet. Das hat aber auch nur funktioniert, weil mein Ex-Mann weder aufs Knutschen, noch aufs Vorspiel stand. Wir hatten also Sex, um die Sache einfach mal wieder abhaken zu können. Rein, raus, fertig – sozusagen. Nur deswegen hat das überhaupt so lange gehalten.

Passendes Info-Material:

Wer mehr Informationen zum Thema Asexualität finden oder Kontakt zu anderen Betroffenen herstellen möchte, wird laut den hier interviewten Frauen am ehesten auf der deutschen Webpage von AVEN fündig. Weitere Erfahrungsberichte findest du hier.

Mein grosses Glück in der ganzen Geschichte ist, dass ich immerhin Erregung spüren kann, an meinem Hals bin ich zum Beispiel sehr empfindlich. Aber das war's dann auch schon. Wenn mich ein Mann zum Beispiel an den Brüsten anfasst, passiert einfach nichts. Aber so konnte ich meinem jeweiligen Partner immerhin sagen: ‹Du kannst schon kommen› – und hab's mir dann einfach selbst gemacht. Aber dafür brauche ich eben keinen Partner. Ich kann es nie so sehr geniessen, wie mit mir selbst. Das ist genial.»

Sofia*, 21

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Sofia vergleicht Sex mit rohem Fleisch – beides ekelt sie an.
Bild: watson

«Vor einem Jahr hatte ich zum ersten Mal so etwas wie eine Beziehung. Damals habe ich schnell gemerkt, dass ich körperliche Nähe nicht geniessen kann. Ein Kuss auf den Mund und Berührungen bis zu den Schultern, das ist okay. Aber alles andere geht mir schon zu weit. Also habe ich mich gefragt, ob ich gefühlskalt bin und fing an zu recherchieren. Als ich den Begriff ‹Asexualität› gefunden habe, musste ich feststellen, dass das meine Situation sehr gut beschreibt.

Ich habe noch nie Sex gehabt. Obwohl Gelegenheiten da gewesen wären, bin ich dem immer aus dem Weg gegangen. Nur schon, wenn es zum Petting kommt, eine Person mich an den Brüsten oder den Genitalien anfassen will, fühle ich mich bedrängt und unwohl. Der Gedanke an all die Flüssigkeiten, die beim Sex ausgetauscht werden, ekelt mich an. Das ist ein bisschen wie bei rohem Fleisch, das finde ich auch unfassbar ekelhaft. Aber weil ich gerne Fleisch esse, überwinde ich mich und koche es trotzdem. Ich könnte mir vorstellen, dass es beim Sex ähnlich ist: Dass ich es für eine Person, die ich wirklich liebe, tun könnte, aber trotzdem tief in mir drin ein Unbehagen spüren würde.

«Sex ist für mich wie Fussball: Die einen fahren voll drauf ab – und ich kann einfach nichts damit anfangen»

Ich selbst bezeichne mich als asexuell demiromantisch. Das heisst, dass ich mich durchaus verlieben könnte – aber eben erst, wenn ich eine Person wirklich gut kenne. Ich sehne mich nach Liebe und nach einer Beziehung und ich könnte mir auch vorstellen, mal eigene Kinder zu bekommen. Ich glaube aber, dass man auch ohne Sex eine sehr innige Beziehung haben kann. So manches altes Ehepaar macht das ja vor.

Neulich habe ich mich bei einem Freund geoutet. Der konnte gar nicht verstehen, wie man nicht auf Sex stehen kann. Aber meiner Meinung nach ist Sex wie eine Sportart: Es gibt Leute, die unglaublich gerne Fussball schauen und völlig darauf abfahren, und dann gibt es welche, die das einfach nur langweilig finden. Selbstbefriedigung ist wiederum was ganz anderes: Das mache ich gerne. Mein Körper gehört mir und ich möchte einfach nicht, dass er von einer anderen Person angefasst wird.»

Felicitas*, 21

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Felicitas hat ihr Glück bei Männern und bei Frauen versucht.
Bild: watson

«Asexuell ist man wohl von Geburt an, aber es hat ganz schön lange gedauert, bis ich begriffen habe, dass das auf mich zutrifft. Mit etwa 15 oder 16 Jahren habe ich gemerkt, dass es mit Männern nichts wird. Also habe ich das für mich ausgeschlossen und habe mich bei meinen Freunden als lesbisch geoutet – und mich auch so definiert. Mit 17 oder 18 habe ich dann allerdings feststellen müssen, dass es mit Frauen genauso wenig klappt.

Nur schon das Küssen ist überhaupt nicht mein Ding. Meine ersten Erfahrungen in dem Bereich habe ich wohl so mit 14 oder 15 Jahren gemacht – und das auch nur wegen des Gruppendrucks. Nach dem Motto: Alles haben's schon gemacht, also sollte ich auch mal. Das waren dann irgendwelche Knutsch-Aktionen auf Partys im betrunkenen Zustand.

«Enge Freundschaften sind alles, was ich brauche.»

Als ich zum ersten Mal für zweieinhalb Monate einen Freund hatte, bekam ich meinen ersten nüchternen Kuss. Und das fand ich einfach nur eklig. Wenn ich eine Person kennenlerne und ich sie noch so nett finde, habe ich trotzdem nie das Bedürfnis, sie zu küssen – geschweige denn sexuell noch weiterzugehen. Einfach weil ich dabei nichts empfinde.

Dasselbe gilt übrigens für das Thema Selbstbefriedigung. Das habe ich insgesamt in meinem Leben vielleicht dreimal gemacht, einfach um es ausprobiert zu haben. Aber auch das gibt mir nichts. Ich habe kein Bedürfnis danach und komme darum auch nicht auf die Idee, es zu tun.

Ich selbst bezeichne mich nicht nur als asexuell, sondern auch als aromantisch: Sich auf eine Person einzulassen und eine Beziehung zu leben, ist einfach nichts für mich. Ich bin also auch nicht auf der Suche nach einem Partner oder einer Partnerin. Richtig enge Freundschaften sind mir dafür umso wichtiger. Das ist alles, was ich brauche.»

Ramona*, 21

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Ramona merkt nicht, wenn jemand mit ihr flirtet.
Bild: watson

«Ich habe mich schon mal verliebt, aber mehr als eine Umarmung war in meiner Fantasie einfach nicht vorhanden. Ich merke zum Beispiel auch gar nicht, wenn jemand mit mir flirtet. Irgendwann ist es dann trotzdem mal dazu gekommen, dass ich mit einem Typen ‹rumgemacht› hab. Das hat mich ziemlich überfordert. Ich habe die ganze Zeit überlegt, was ich als nächstes machen muss und gleichzeitig dachte ich nur: ‹Nein, hier fasst du mich sicher nicht an und da auch nicht.›

Vor einem Jahr bin ich dann zum ersten Mal über den Begriff ‹Asexualität› gestolpert und bin ein bisschen ins Grübeln geraten. Damals dachte ich noch: ‹Nein, das kann nicht sein›. Etwas später habe ich das Wort wieder irgendwo gelesen und dachte: ‹Ja, vielleicht›. Vor ein paar Wochen konnte ich mich dann dazu durchringen, mir selbst einzugestehen: ‹Ja, okay, es ist so›.

«Neugierig bin ich schon – schliesslich reden alle darüber.»

Es ist ja auch nicht so, dass Sexualität der einzige Lebensinhalt ist und man sich deswegen permanent darüber Gedanken machen muss. Aber jetzt beschäftige ich mich doch mehr damit. Einfach weil ich wissen will, was über Asexualität schon geschrieben wurde und wo totaler Quatsch erzählt wird.

Was zum Beispiel häufig missverstanden wird, ist Folgendes: Asexualität heisst nicht unbedingt, dass man Sex nicht gern hat, sondern nur, dass man kein Bedürfnis danach hat. Das ist auch der Grund, warum ich selbst noch keinen Sex hatte. Neugierig bin ich natürlich schon – schliesslich reden alle darüber. Ich kann auch nicht ausschliessen, dass ich es nicht doch vielleicht irgendwann mal ausprobiere. Ich müsste dafür aber mit Sicherheit sehr verliebt sein.

Da ich nicht weiss, wie es ist, nicht asexuell zu sein, kann ich auch nicht behaupten, dass mir etwas fehle. Ich kenne es ja nicht anders. Der einzige Haken ist, dass es schwerer ist, jemanden zu finden, der auch so tickt wie du. Und eine Beziehung ist durchaus etwas, das ich mir sehr fest wünschen würde.»

Kerstin*, 23

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Kerstin kann dem «fehlende Hormone»-Klischee etwas entgegenbringen.
Bild: watson

«Vor etwa zwei Jahren wurde mir klar, dass ich irgendwie ‹anders› bin, aber ich wusste nicht warum. Obwohl ich bereits 21 Jahre alt war, hatte ich noch so gut wie keine sexuellen Erfahrungen gesammelt, ausser ein bisschen Küssen vielleicht. Aber schon damit konnte ich nichts anfangen – das fand ich weder zärtlich, noch reizte es mich irgendwie.

Als Kind bin ich missbraucht worden, das könnte möglicherweise einen Einfluss auf mein fehlendes Bedürfnis nach Sex haben. Aber ich glaube nicht, dass das der ausschlaggebende Punkt war. Denn ich habe eine Therapie gemacht, um das Trauma zu verarbeiten, und ich habe nicht das Gefühl, dass mir irgendetwas fehlt, nur weil ich keine sexuelle Beziehung eingehen kann.

Es gibt Leute, die behaupten, man könne Asexualität therapieren. Aber es stört mich ja überhaupt nicht und selbst wenn es durch das Trauma ausgelöst worden wäre, habe ich keine Probleme damit. Ich trenne den Missbrauchsvorfall und meine Asexualität voneinander – mir geht es gut.

«Du hast doch bestimmt ein Problem mit den Hormonen.»

Das einzige was mir fehlt, ist Nähe und Zuneigung. Ich würde sehr gerne eine asexuelle Beziehung führen. Und ich könnte mir auch vorstellen, dass ich – wenn ich einen Mann finden würde, für den ich ganz grosse Gefühle empfinde – vielleicht sogar mit ihm Sex haben würde. Aber das wäre dann für ihn und nicht für mich.

Was man als asexuelle Person übrigens auch oft zu hören bekommt, ist: «Du hast doch bestimmt ein Problem mit den Hormonen.» Da kann ich sagen: «Stimmt, das habe ich tatsächlich und deswegen muss ich Hormone nehmen. Aber: An meinem Bedürfnis nach Sex hat sich nichts geändert – obwohl ich jetzt hormonell perfekt eingestellt bin.»

Manu, 21

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Manu geht online auf die Suche nach einem Freund oder einer Freundin.
Bild: watson

«Ich habe in meinem Leben noch überhaupt keine sexuellen Erfahrungen gemacht. Noch nicht mal zum Knutschen ist es jemals gekommen. Einfach weil ich immer schon vorher abgeblockt habe, weil mir in den Situationen nicht wohl gewesen ist. Das war zum Beispiel bei Dates der Fall, als mich eine Person beim zweiten oder dritten Treffen küssen wollte. Aber ich habe das Bedürfnis einfach nicht verspürt.

In der Schule, als es bei meinen Kollegen angefangen hat, dass man den ersten Freund oder die erste Freundin hatte, hat mich das überhaupt nicht interessiert. Damals dachte ich noch: ‹Vielleicht kommt das bei mir ja noch›, aber das ist bis heute nicht passiert. Mit 18 Jahren bin ich dann das erste Mal über den Begriff ‹asexuell› gestolpert und konnte der Sache ab diesem Moment einen Namen geben. Dass ich es bin, wusste ich vorher schon.

«Ich glaube nicht, dass ich Freude an Sex haben könnte.»

Trotzdem hätte ich gerne einen Partner oder eine Partnerin – was das Geschlecht betrifft, bin ich total offen. Wie weit ich in einer Beziehung gehen könnte, müsste ich dann herausfinden. Ich kann mir schon vorstellen, dass Kuscheln und Küssen drinliegen, wenn ich richtig fest verliebt bin. Aber dass ich irgendwann mal Freude an Sex haben könnte, glaube ich eher nicht. Selbstbefriedigung gibt mir zum Beispiel auch nichts. Wenn überhaupt, würde ich es wohl nur aus Liebe zum Partner ausprobieren.

Und das ist auch der Grund, warum ich angefangen habe, online auf die Suche nach einem Partner zu gehen. Das macht alles sehr viel einfacher. Dort kannst du die wichtigsten Dinge schon vor dem ersten Treffen besprechen – und wenn man einander in einem entsprechenden Forum kennenlernt, ist die Sache sowieso klar. So musst du keine Angst haben, dass die andere Person beim ersten Date sonst was von dir erwartet. Ich verabrede mich deswegen nicht extra nur mit asexuellen Personen, aber auch diejenigen, die es nicht sind, wissen, woran sie bei mir sind.»

Einigkeit in einem Punkt

So verschieden die einzelnen Geschichten auch sein mögen, in einem Punkt sind sich die sechs Frauen einig: Sie alle sind mit ihrer Situation zufrieden und keine von ihnen hat das Gefühl, dass ihr etwas fehlt, nur weil Sex in ihrem Leben keine Rolle spielt.

Eher das Gefühl, anders zu sein und nicht zu wissen, woran es genau liegt, hat ihnen eine Zeit lang Sorgen bereitet. Doch allein die Tatsache, einen Begriff für ihren Gefühlszustand entdeckt und herausgefunden zu haben, dass sie mit ihrem Empfinden bei Weitem nicht allein sind, hat ihnen allen ein befreiendes Gefühl gegeben. Und das ist auch der Grund, warum es ihnen allen ein Anliegen ist, das Thema bekannter zu machen.

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    Alle Leser-Kommentare
  • smarties 02.04.2017 13:22
    Highlight Highlight Für alle mit Bedürfniss nach mehr Infos aus der Schweiz;)
    Asexuell.ch
  • cateye87 28.05.2016 12:44
    Highlight Highlight Ich (m, 28) kann mich sehr gut mit Dame Nr 5. identifizieren und würde sie sogar gerne kennenlernen. Ich würde mich sicher zu einem Teil als Asexuell bezeichnen. Denn ich habe absolut kein Bedürfnis nach penetrativem Sex. Das würd eich höchstens einer Frau zuliebe machen. Nciht dass ich noch Jungfrau wär, aber sie wollte das - ich nicht. Mir gibt das nichts. Mir fehlt jedoch körperliche Nähe wie Umarmen, liegen, umarmen und auch kuscheln. Der Rest ist mir nicht wichtig. Wichtiger ist die Persönlichkeit einer Partnerin.
    • smarties 09.06.2016 10:19
      Highlight Highlight -> bei aven anmelden und im Jugendforum den Ch-Chat suchen
    • Viktoria 23.08.2016 08:39
      Highlight Highlight Hallo cateye87! Schreib mir doch eine Mail, dann leite ich das an Nummer 5 weiter :) viktoria.weber@watson.ch
      Liebe Grüsse!
  • Mr.Tec 09.05.2016 18:52
    Highlight Highlight Meiner Meinung nach gibt es Assexualität von Geburt nicht! Ich bin der Meinung Blockaden dieser Art fast immer im blinden Fleck der Kindheit zu finden sind. Die Zeit zwischen 0-4 Jahren ist für die meißten Menschen eine Zeit fehlender Errinnerungen. Dafür können aber Traumas, Prägungen, Phobien etc. in dieser Zeit entstehen, z.B. d. Missbrauch. Traumas werden tief auf der unterbewussten Ebene weggesperrt und das Unterbewusstsein wird somit mit der Erfahrung allein gelassen. Im fortschreitenden Alter bilden sich dann Störungen wie Borderline oder eben auch assexuelle Aspekte aus ohne zu wissen
  • Tiburon 09.04.2016 22:47
    Highlight Highlight Ein breiteres Alterspektrum wäre interessant gewesen. Nebst einer Frau sind alle Anfang 20. Menschen die schon jahrzehnte asexuell leben, hätten sicher auch noch ein paar interessante Fakten zu berichten.
  • stadtzuercher 09.04.2016 11:28
    Highlight Highlight naja, es ist ja nicht unnormal, wenn man mit 21 noch nie sex hatte. dass man verunsichert ist, wenn man jung ist. aber wenn eine schreibt, sie fühle nichts beim sex mit dem mann, und dann sagt, sie mache es sich selber, ist das definitiv nicht asexuell.
    braucht wohl erstmal eine begriffsklärung.
    macht die interviews mit diesen frauen nochmal in 10 jahren.
    • Martiis 09.04.2016 12:08
      Highlight Highlight Begriffserklärung (Wikipedia):.....Außerdem sollte Asexualität nicht mit dem Fehlen einer Libido verwechselt werden. Die Libido kann bei Asexuellen wie bei jedem anderen Menschen stark oder schwach ausgeprägt sein, besitzt aber in diesem Fall keinerlei Verknüpfung zu einer weiteren Person. Daher kann das Verlangen zu Masturbieren durchaus gegeben sein, selbst, wenn der Wunsch nach Geschlechtsverkehr nicht besteht.
    • Turi 09.04.2016 12:23
      Highlight Highlight Wenn diese Frauen bei Männern nicht heiss werden, werdens sie vielleicht bei Frauen. Oder bei irgendwas anderem. Etwas mehr Gelassenheit mit der eigenen Sexualität wirkt wunder.
    • Menel 09.04.2016 22:19
      Highlight Highlight Turi, ich glaube, diese Frauen sind recht gelassen. Was sie wohl hat ungelassen werden lassen, ist der Druck von aussen, allem einen Namen geben und in eine Schublade stecken zu wollen. Der Begriff "asexuell" ist nun ihr Schutzschild.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Faceless_Man 09.04.2016 09:09
    Highlight Highlight Im Grunde genommen besitzt jedes menschliche Individuum eine spezifische Eigenschaft, welche es von seinen Artgenossen unterscheidet. Folglich stellt daher kein Mensch das exakte Äquivalent eines anderen dar. In der Theorie scheint es daher paradox, dass ein Zusammenschluss mehrerer ungleicher Instanzen derselben Spezies ein allgemein geltendes Erscheinungs- und Charakterbild entwickelt und sich davon unterscheidende Individuen von der "normalen" Gesellschaft ausschliesst.
    Der langen Rede kurzer Sinn: Kein Mensch ist "normal", weshalb man auch niemanden danach beurteilen sollte.
  • Zeit_Genosse 09.04.2016 08:48
    Highlight Highlight Menschen die keinen Sex mögen, empfinden oder wünschen sind normale Menschen mit dieser Neigung, die sich ja auch in unterschiedlichen Facetten zeigt. Ob sie breite gesellschaftliche Akzeptanz dafür brauchen stelle ich in Frage, da sie ja gesellschaftlich nicht diskriminiert werden. Es ist schlicht ein Art mit sich und bei sich zu leben. Warum die meisten keine Körpernähe wünschen oder zulassen ist das was ich schade finde. Diese Nähe durch Berührung, Streicheln und Küssen ist ja nicht Sex, sondern ein wohlfühliges Miteinander. Deshalb geht das für mich über asexualität hinaus.
    • Sapere Aude 09.04.2016 12:58
      Highlight Highlight Jeder Mensch nimmt seine Umwelt anders wahr und reagiert auf sie anders. Es gibt Menschen die nehmen mehr Reize wahr und diese auch intensiver. Weshalb es Menschen gibt, die bereits mit Berührungen und Körpernähe haben. Nicht weil sie dies nicht schön finden könnten, sondern weil Körperberührungen als eine Art Reizüberflutung wahrgenommen wird. Ich spreche hier aus eigener Erfahrung, weshalb es mir beispielsweise schwierig fällt, bzw. unangenehm ist, Menschen zu berühren.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t

      Ist natürlich nur eine Erklärungsmöglichkeit.


    • Zeit_Genosse 09.04.2016 17:43
      Highlight Highlight @Sapere Aude
      Kenne jemanden, der mit hochsensitiven Menschen arbeitet. Dies ist eine Erklärung für Hochsensitive, doch im Interview hatte ich den Eindruck, dass die Befragten eher nichts spürten und deshalb der Sex bedeutungslos geworden sind.
    • Sapere Aude 09.04.2016 18:09
      Highlight Highlight Der wesentliche Punkt an Hochsensitivität ist ja unteranderem eine andere neuronale Struktur, als bei den "normal" sensitiven. Wenn nun Berührungen nicht Lust auslöst könnte dies auf unterschiedliche neurale Strukturen hinweisen. Ausserdem kann eine Reizüberflutung aus eigener Erfahrung auch dazu führen gar nichts mehr zu empfinden, weil man schlicht überfordert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • MaxHeiri 08.04.2016 21:25
    Highlight Highlight Gibt es eigentlich sowas auch bei Männern?
    • smarties 08.04.2016 22:19
      Highlight Highlight Ja. Ist soweit ich weiss ca 50:50 (zumindest nach anonymen Befragungen)
    • Flut 08.04.2016 23:26
      Highlight Highlight Trifft zu, asexueller Mann hier. :)
    • Flut 09.04.2016 23:36
      Highlight Highlight Ich komme leider aus Deutschland :D
    Weitere Antworten anzeigen
  • Natürlich 08.04.2016 19:39
    Highlight Highlight Also was ich nicht verstehe:
    Frauen die Lust bei der Selbstbefriedigung empfinden sind doch nicht asexuell, oder?
    Selbstbefriedigung ist doch auch ein grosser Teil der Sexualität.
    • Mathis 08.04.2016 19:44
      Highlight Highlight Dachte ich auch; ist aber gemäss Definition nicht so. Bei Asexualität ist Sexualität nicht an einen Partner gebunden, sondern steht ggf. für sich allein.
    • Natürlich 08.04.2016 20:04
      Highlight Highlight Ja, aber für die Selbstbefriedigung braucht es doch zumindest Lust oder erotische, sinnliche Gedanken, oder?
      Oder an was denken solche Menschen dann während sie sichs selber machen?
      Für mich heisst asexuell, jemand hat überhaupt keine Lust auf Sex (in welcher Form auch immer)
      Sex ist für das Leben dieser Personen irelevant.
      Drückt das nicht schon der Begriff "asexuell" aus?
    • sparrow 08.04.2016 20:12
      Highlight Highlight An der Stelle möcht ich sagen, ich find's cool, dass ihr darüber diskutiert und es nicht abstempelt <3
      Ich nehme an, manche haben Gedanken in die Richtung, aber das ganze real auszuleben ist kein Bedürfnis. Gibt viele Fantasien, die der Mensch aber im Alltag nicht ausleben will/muss.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Milaaa 08.04.2016 19:25
    Highlight Highlight Sehr interesanter Artikel über ein Tabuthema.

    All die Kommentare über "Störung", "krank sein" etc. sind mir unverständlich.
  • Miss_Ann_Thropist 08.04.2016 18:42
    Highlight Highlight Ich bin echt nicht in der Lage mich in diese Personen zu versetzen. Aber zu behaupten sie wären behindert, wie es viele hier tun ist einfach widerlich. Sie sind anders als du. Und glücklich. Wo ist also euer Problem?
  • Sapere Aude 08.04.2016 18:23
    Highlight Highlight Ich kann das, was die Frauen erzählen bis zu einem gewissen grad nachvollziehen. Nicht dass ich mich selbst als asexuel bezeichnen würde, ich kann aber verstehen, wenn einem das Bedürfnis dannach fehlt. Ich kann sehr gut ohne Sex leben, schlicht weil für mich vieles stimmen muss um Sex geniessen zu können und es andere Dinge gibt, die mir wichtiger sind. Solange es emotional nicht stimmt und mein Kopf nicht abschalten kann, kann ich es kaum geniessen und da dies selten der Fall war, sehe ich keinen Grund etwas zu machen, das weder mir weder wirklich Spass noch ein Genuss für mich ist.
    • Bolly 28.04.2016 15:25
      Highlight Highlight In etwa geht es mir auch so. Und ich weiß je mehr man nichts macht umso weniger will man. Aber bei könnte es echt an den Hormonen liegen. Das werde ich demnächst abklären lassen. Und die bevorstenden Wechseljahren spielen auch oft ne Rolle. :-(. Hätte es gerne anders. Nicht einfach wenn der Partner anders tickt. Man entfernt sich auf die eine oder andere Art. Das möchte ich ändern. Es gab mal eine andere Zeit.
  • GelberTopf 08.04.2016 18:11
    Highlight Highlight Jedem das seine, meines Erachtens sind die Damen (abgesehen von der Ersten) noch sehr jung.. Ich fand meinen ersten Kuss auch ecklig, habe immer potenzielle Freunde abgelehnt da ich Angst hatte sie wollten mehr als küssen.. Ich musste auch Mitte 20 werden bis ich zum ersten mal richtige sexuelle Anziehung gesprürt habe. Dass das sexuelle Verlangen jedoch völlig unterschiedlich sein kann ist auf jedenfall klar! Das wichtigste ist dass man einen Partner findet der ein ähnliches Verlangen hat. Sex als Gefallen - macht das bitte nicht, es gibt auch asexuelle Männer(oder eben Frauen)
    • Flut 08.04.2016 21:43
      Highlight Highlight Das junge Alter wird leider oft als Grund zum Infrage stellen benutzt, da muss man den Gedankengang umstellen. Woher weiß man denn, dass man zb mit 18 schon Sex haben möchte? Dies wird viel öfter akzeptiert als andersherum, dabei weiß der Mensch es selbst wohl am Besten. :D Sex Repulsion gibt es in Kombination übrigens auch, das schließt nicht aus, dass man immer angeekelt bleibt.
      Ich stimme dir da nur teilweise zu, aus Zuneigung zum Partner, der nichts aufdrängt und nichts verlangt, was dem anderen Partner nicht gefällt ist es okay, solange es im gegenseitigen Respekt geschieht.
  • SVRN5774 08.04.2016 17:28
    Highlight Highlight Ist man auch asexuell, wenn man von Sex und Liebe fantasiert, aber im Realität andere Menschen nicht anziehend findet?
    Ist bei mir so. Ich finde SB toll und fantasiere (erfundene Personen).
    Doch sogar wenn mich jemand anfassen will finde ich es eklig.
    Verliebt war ich auch nie. Muss ich einfach auf den oder die richtige warten??
    Bitte antworten ;)
    • Natürlich 08.04.2016 19:16
      Highlight Highlight Also ich finde, wenn man lust daran empfindet sich selbst zu befriedigen, ist man nicht asexuell.
      Selbstbefriedigung ist ja schliesslich auch ein Teil der Sexualität.
      Vielleicht ist ist es eher die Angst, sich in Gegenwart von jemand anderem fallen zu lassen, die Kontrolle abzugeben.
    • sparrow 08.04.2016 19:57
      Highlight Highlight Sich selbst zu befriedigen kann Spannungen lösen, man muss nich mal Lust an sich dazu haben - manche Asexuelle machen das, es hat nichts mit Sex an sich zu tun.
    • Natürlich 08.04.2016 20:12
      Highlight Highlight @sparrow:
      Aber Selbstbefriedigung funktioniert doch auch nur wenn man "geil"ist oder Lust hat.
      Man muss sich doch etwas vorstellen können während man das tut...
      Oder ist das dann ein rein mechanischer Akt ohne jeglichen lustvollen Gedanken?
    Weitere Antworten anzeigen
  • bangawow 08.04.2016 17:27
    Highlight Highlight Interessanter Artikel.

    Schade, dass viele Kommentare pures Unverständnis ausdrücken. Warum kann man sich nicht vorstellen, dass es Leute gibt, die das nicht wollen.
  • aschgyyge 08.04.2016 14:42
    Highlight Highlight irgendwie interessant, dass das normalste und (schönste , da vom körper mit glücksgefühlen etc belohnte) akt. so als unwichtig dargestellt wird.
    mir kommt das kotzen wenn ich ein regenbogen sehe und bei bambi sowieso.
    • bangawow 08.04.2016 17:29
      Highlight Highlight Was einem Menschen wichtig ist, kann er doch selbst entscheiden, oder?
    • sparrow 08.04.2016 18:32
      Highlight Highlight Absolut, wenn das für dich wichtig ist, ist das super! Ich kann mir nichts geileres vorstellen, als ein verdammt gutes Buch zu lesen oder mit Freunden was zu unternehmen, anderen reicht Schokoeis für das höchste Glück. Traurig die Vielfalt des Menschen nicht zu sehen :/
  • pamayer 08.04.2016 13:58
    Highlight Highlight versuche, mich ganz vorsichtig auszudrücken. da sehr heikel. habe mich eine weile mit sexuellem missbrauch auseinandergesetzt. und bei den meisten sexuellen auffälligkeiten kommt mir dieses thema leider rasch in den sinn.
    wünsche allen asexuellen, dass es sich wirklich einfach um eine art brauch-ich-nicht handelt.
    • sparrow 08.04.2016 14:13
      Highlight Highlight versteh deinen punkt, liegt den meisten auch nahe. man sollte trotzdem den aussagen der menschen trauen. asexualität kann unter umständen als resultat aus missbrauch entstehen, sprich:
      erlebter missbrauch entspricht uU = asexualität
      asexualität entspricht aber keineswegs erlebtem missbrauch
    • Omega 08.04.2016 14:17
      Highlight Highlight ich bin asexuell und bin 100% nie missbraucht worden eher geschützt und verhätschelt...
  • Kookaburra 08.04.2016 13:01
    Highlight Highlight Gut, dass sie sich ihre Behinderung eingestehen. Aber egoistisch, wenn man dann trotzdem Ansprüche nach Kinder und "Beziehung" hat.

    Bitte sagt "das" einem potentiellen, potenten Partner sofort. Es wäre sehr, sehr selbstsüchtig, dies nicht zu tun.

    Oder schaut halt mal was das Internet so an andersartigem im Angebot hat. Irgendetwas gibt es immer...

    Blitzt ruhig. Aber stehlt jenen, die gesund sind nicht die Zeit. Wenn wir schon dabei sind: Sagt es auch sofort, wenn ihr ein Kind habt, ehe sich jemand in euch verliebt.
    • smarties 08.04.2016 13:56
      Highlight Highlight Es ist weder eine Behinderung noch eine psychische Störung (s DSM 5) noch eine Krankheit. Du bist uns gerade am diskriminieren.


    • Sveitsi 08.04.2016 14:09
      Highlight Highlight Uii, da scheint dir einmal jemand kräftig auf den Schlips gestanden zu sein, so wie du hier über dir fremde Personen herziehst.
      Überdenk deine Wortwahl.
    • sparrow 08.04.2016 14:16
      Highlight Highlight @kleinerfeuerfuchs: Asexuelle sind weder krank noch behindert, deine Aussage klingt mehr nach aufkommender Angst, deinen Trieb nicht ausleben zu können.
      Als Asexueller macht man sich häufig mehr Gedanken um das Wohl des Partners, just saying. ;)
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  • peakposition 08.04.2016 12:55
    Highlight Highlight Grumpy schaut auch ein wenig überraschter als sonst
  • StealthPanda 08.04.2016 12:55
    Highlight Highlight Wird eine asexuelle Frau eigentlich feucht? Könnte sonst schmerzhaft werden für die Damen die es gerne ihrem Schatz zu liebe tun.
    • smarties 08.04.2016 13:58
      Highlight Highlight "Feucht werden" und sexuelle Anziehung/Bedürfniss nach Sexualität ist nicht das selbe
    • StealthPanda 08.04.2016 14:37
      Highlight Highlight Hab ich auch nie behauptet?! Es geht mir um den Akt des " Ich würde Sex haben aber für Ihn" da sie lustlos ist und dies nur aus Liebe tut ohne sexuelle erregung wird sie auch nicht feucht. Oder hab ich gerade per zufall entdeckt dass ihr dies ein und ausschalten könnt nach belieben? würde mein weltbild zerstören.
    • AllknowingP 08.04.2016 15:01
      Highlight Highlight MEINS AUCH !!!
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  • NikolaiZH 08.04.2016 12:34
    Highlight Highlight Assexualität ist psychologisch-physiologisch gesehen leider eine disfunktionelle Störung - was die Betroffenen damit anfangen und wie sie damit leben ist ihre Sache - grundsätzlich bedarf aber ihre Situation einer grundlichen zumindest psychotherapeutischen Abklärung
    • smarties 08.04.2016 12:42
      Highlight Highlight Äh nein?!
      Habe mal eine Psychiaterin gefragt. Sie sagte klar: Es ist keine Störung (genausowenig wie Homosexualität oder Transgender). Falls ein Leidensdruck bestehen würde, dann sähe es anders aus
    • smarties 08.04.2016 13:01
      Highlight Highlight Offiziel KEINE krankheit
      quelle aexualityarchive.com
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    • djangobits 08.04.2016 13:05
      Highlight Highlight Nach Deiner Argumentation wäre auch Homosexualität, Sadomasochismus oder Fussfetischismus eine "disfunktionelle Störung", weil Du offenbar den statistischen Durchschnitt aller Menschen zur medizinisch-psychologischen Norm erklärst und alles abweichende als "Störung". Irgendwelche Abklärungen braucht es deswegen nicht.
      Die braucht es dann, wenn die betroffene Person das subjektiv als Leiden erlebt. Das gilt aber für alles: Waschzwang, Hyperakusie (Lärmempfindlichkeit), Spielsucht, Shoppingsucht, Social-Media Sucht, Watson-Artikel-Kommentarzwang etc.
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  • Rohrschach 08.04.2016 12:30
    Highlight Highlight So viel Schubladisierung...so viel Einordnungsbedarf. Warum?
    "Ich wusste nicht was ich hatte - mir wurde klar ich bin asexuell"
    Es hört sich an, als wäre eine Krankheit diagnostiziert worden. Verstehe nicht ganz was die Begriffzuordnung an der Sache verändert. Bedarf nach Zugehörigkeit wahrscheinlich. Oder einfach der Einfachkeithalber, um kürzere Erklärungen abgeben zu können?
    Kann es sein, dass zu viel unterschieden wird in unserer Gesellschaft? "Ich mag halt keinen Sex" finde ich, ist eine Meinung bzw. Empfindung eines Individuums. "Ich bin asexuell" kategorisiert in eine Minderheit.
    • smarties 08.04.2016 12:43
      Highlight Highlight Es gibt dir Selbstbewusstsein in einer Welt, in der Sexualität das Zentrum zu sein scheint. Es zeigt dir, dass du nicht allein bist, dass du ok bist wie du bist!
    • Bijouxly 08.04.2016 12:51
      Highlight Highlight Meine Meinung. Man muss jede Mindeeheit heutzutage beschreiben.
    • sparrow 08.04.2016 14:21
      Highlight Highlight So ne Aussage kann nur von jemandem kommen, der Glück genug hat in der Masse heimisch zu sein. /rolls eyes
      Es geht einzig und allein darum andere zu finden, denen es ebenso geht und das ist gut so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • smarties 08.04.2016 12:24
    Highlight Highlight Allgemein zum Thema:
    Liebe Leute glaubt an euch und wagt ein Outing! Die Resonanz ist meist besser als erwartet - Ausnahmen gibts immer! Mit ein wenig Verstäntniss für ein unbekanntes Wort kommt man gut (auch in der Familie) durch.
    Habe so viele tolle Menschen kennengelernt und hoffe auf weitere😉
    • sparrow 08.04.2016 14:22
      Highlight Highlight Sowas von! Und die Ausnahmen sind es meistens auch nicht weiter wert sich mit ihnen auseinander zu setzen, oder sie begreifen es mit der Zeit! Outing in jedweder Hinsicht führt zu mehr Akzeptanz und Verständnis in der Bevölkerung
  • BeWi 08.04.2016 12:16
    Highlight Highlight Was mich noch interessieren würde: also, dass diese Damen asexuell sind ist ja kein Problem und eigentlich ihre persönliche Sache. Nur sehnen sich ja doch einige nach einer Beziehung. Wie steht es dann mit der Asexualtität? Was ist, wenn der Mann das nicht will und fremd geht? Wird bedingungslos gefordert, dass der man das dann auch so sehen muss? Ich denke, da muss dann sehr viel Toleranz ins Spiel kommen.
    • smarties 08.04.2016 12:45
      Highlight Highlight Variante 1 du findest einen asexuellen Partner

      Variante 2 du findest einen Kompromiss

      Variante 3 Er erfüllt seine Bedürfnisse woanders ev polyamurös

  • Baccara - Team Nicole 08.04.2016 12:11
    Highlight Highlight Ohne jemanden diskriminieren zu wollen - es kann also durchaus sein, dass man meint, man sei asexuell und dann plötzlich vor dem Mensch seiner Träume steht, mit dem alles stimmt. Auch der Sex.
    (vorallem wenn man selber keinen Sex gehabt hat)
    Und Sex mit Rauchen zu vergleichen find ich ein wenig näh. Eher Essen. Und wer kann schon ohne Essen leben? Die Menge machts. http://
    • Natürlich 08.04.2016 19:49
      Highlight Highlight Ja, das dachte ich mir auch.
      Auch der Vergleich mit dem Fussball schauen hinkt gewaltig...
      Fussball ist doch kein Gründbedürfnis, nicht mal annähernd.
    • Flut 08.04.2016 22:12
      Highlight Highlight Asexualität ist ein Spektrum. Es gibt durchaus Asexuelle, die Spaß am Sex haben, ihnen fehlt lediglich die körperliche Anziehung. Demisexualität (Anziehung nach aufgebauter emotionaler Bindung) und Grey/Graysexualität (unregelmäßige Anziehung) existieren ebenfalls im Spektrum.
      Der Vergleich mit Essen hinkt ebenfalls, denn im Gegensatz dazu überlebt der Körper hervorragend ohne Sex. ;)
  • kEINKOmmEnTAR 08.04.2016 11:43
    Highlight Highlight Jetzt gibt es also noch eine Gruppierung auf die wir Rücksicht nehmen müssen und die sich traut Gesicht zu zeigen?

    Es ist doch völlig egal wie man ist und man sollte sich auch vor nichts verstecken. Man ist wer man ist und fertig.
    Der erste Schritt zur Akzeptanz ist immer das persönliche Eingestehen - etwas das wohl noch nicht komplett ist bei jenen die ihr Gesicht nicht zeigen wollen.

    Wie sollte die Gesellschaft jemanden akzeptieren der sich nicht einmal selber akzeptiert?
    • smarties 08.04.2016 12:07
      Highlight Highlight Äh was wolltest du mit deinem Komentar sagen?
    • SoOderSo 08.04.2016 12:12
      Highlight Highlight Steht irgendwo im Artikel das sich diese Frauen nicht akzeptieren wie sie sind?! Wenn man schon kommentieren muss, dann bitte den ganzen Text lesen nicht nur den Titel.. Oder sie halten sich das nächste mal besser an ihr Pseudonym 😉
    • sparrow 08.04.2016 14:23
      Highlight Highlight Weil man vllt anhand der Kommentare sieht, wie aggressiv manche dagegen vorgehen? Sehr ignoranter einseitig-simpler Kommentar
    Weitere Antworten anzeigen
  • kiwitage 08.04.2016 11:29
    Highlight Highlight ich bin selbst asexuell... ich werde häufig gefragt, was bei mir nicht stimme.
    NEWSFLASH: Bei mir ist alles in Ordnung, ich will nur nicht rumpoppen.
    warum muss ich der Gesellschafr beweisen, dass es nicht nur eine Phase ist? Dass ich nicht auf die richtige Person warte?
    ganz ehrlich, es kotzt mich an, dass ich mich andauernd erklären und rechtfertigen muss.
    • Bijouxly 08.04.2016 12:04
      Highlight Highlight Ich finde es einfach doof, dass man immer für alles eine Bezeichnung braucht.. Früher hatte man "keine Lust", heute ist man asexuell. Früher war man "launisch", heute ist man "manisch/labil". Früher war man ein "Zappelphilipp", heute hat man "ADHS". usw.
    • 's all good, man! 08.04.2016 12:12
      Highlight Highlight Das ist eine Verhaltensweise in unserer Gesellschaft, der ich selber gerade sehr oft begegnet bin und begegne; wenn man »anders« ist als »alle andern« muss man sich immer wieder erklären.

      Zwar ein völlig anderes Thema, die Reaktion ist aber fast immer die selbe: ich trinke seit fast einem Jahr keinen Alkohol mehr und in 9 von 10 Fällen kommt sofort die Frage: warum denn nicht?

      Den Menschen fällt es unheimlich schwer, etwas so hinzunehmen, wie es ist, wenn es ausserhalb ihrer eigenen Komfortzone stattfindet.
    • Kimbolone 08.04.2016 13:07
      Highlight Highlight Es gibt auch einfach Leute, die sich für die Gründe interessieren, wieso etwas so ist, wie es ist - gerade wenn es von der gängigen Gesellschaftsnorm abweicht (Alkoholkonsum, Fleischkonsum,usw.). Das muss nicht immer ein Versuch der Bekehrung sein und vielleicht überlegt sich die fragende Person ja auch schon lange, ob sie dem Alkohol abschwören möchte und sucht nur noch eine passende Argumentation.

      Klar kann ein und dieselbe Frage mühsam werden - aber man muss auch nicht unbedingt dem heutigen Trend folgen und sofort "offended" sein bei jedem Kleinscheiss. Ist nur ne kleine Nachfrage 😉
    Weitere Antworten anzeigen
  • greeZH 08.04.2016 11:23
    Highlight Highlight Also ok, ein Leben ohne Sex kann ich mir ja noch vorstellen. Aber dass man nicht auf Fussball stehen kann? Das ist doch krank! :)
    • Paul_Partisan 08.04.2016 14:06
      Highlight Highlight Hab ich auch gedacht :'D
  • The fine Laird 08.04.2016 11:17
    Highlight Highlight Rap, Hip Hop, Fussball, Bier und viel viel Sex! Kann mir ein Leben ohne das gar nicht vorstellen.
    Grossen Respekt den Damen sich so zu öffnen! Ich könnts nicht.
    • sparrow 08.04.2016 14:25
      Highlight Highlight Mal ein cooler Kommi!
    • AllknowingP 08.04.2016 15:04
      Highlight Highlight You have my Like fine Laird !
  • Bijouxly 08.04.2016 11:13
    Highlight Highlight Irgendwie ist es für mich ein bisschen fraglich, wenn jemand sich als asexuell bezeichnet, der noch nie Sex hatte. Also das klingt jetzt vielleicht blöd, weil sie ja keinen Sex wollen - aber irgendwie schon. Für mich irgendwie rätselhaft.
    • kiwitage 08.04.2016 11:33
      Highlight Highlight ich hab jetzt lange überlegt, wie ich dir das erklären könnte...
      Musst du rohes Affenhirn essen um zu wissen, dass es eklig ist?
    • Dysto 08.04.2016 11:36
      Highlight Highlight Naja, ich bin auch Nichtraucherin und weiss, dass ich nie rauchen will, obwohl ich noch nie geraucht habe. Aber ich denke, das kann man dann so doch nicht vergleichen, weil ja alle wissen, dass Rauchen keinen Sinn macht.
    • ayamitan 08.04.2016 11:48
      Highlight Highlight Glaubst du auch jedem, der dir sagt, er/sie sei hetero, erst, wenn sie Sex mit dem eigenen Geschlecht ausprobiert haben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • sivi10 08.04.2016 10:53
    Highlight Highlight Asexuell gibt es wahrscheinlich seit es Menschen gibt. Die Mönche und Nonnen haben sich meist zu dieser Lebenseinstellung entschieden da es früher wahrscheinlich nur diese Auswahl gab.
    Ich denke ohne diese Menschen hätten wir heute evtl nichteinmal Strom.

    Und schämen oder verstecken müsst ihr euch bestimmt nicht.
    • Human 08.04.2016 11:15
      Highlight Highlight "Ich denke ohne diese Menschen hätten wir heute evtl nichteinmal Strom." weil alle anderen Menschen den ganzen Tag nur Sex im Kopf haben und zu sonst nichts kommen oder wie? o.O
    • Olaf44512 08.04.2016 11:26
      Highlight Highlight Es wäre mir neu dass die Erfinder und Wissenschaftler der letzten Jahrhunderte in besonderem Masse asexuell gewesen wären..
    • Fly Baby 08.04.2016 11:29
      Highlight Highlight Ja genau, asexuelle Mönche und Nonnen. Auf welchem Planeten lebst du eigentlich?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Theor 08.04.2016 10:42
    Highlight Highlight Grossen Respekt vor diesen Damen. Ich würde mich selber nie darüber lustig machen, wenn jemand unter so etwas "leidet". Aber leider ist es auch als Mann sehr oft so, dass man vielen Blödsinn hört, wenn Frau schlichtweg nicht interessiert ist, es aber nicht deutlich sagen kann. Und dann leiden die Menschen darunter, wo es keine Ausrede sondern tatsächlich die Wahrheit ist, weil man es ihnen nicht glaubt.

    Gerade schwierig bei der Thematik stelle ich mir den Wunsch nach Nähe vor. Den gibt es sicher trozdem. Aber ich z.B. würde keine Beziehung eingehen ohne Sex. Da herrscht sicher Partnermangel.
    • smarties 08.04.2016 11:59
      Highlight Highlight Leider kenne ich kaum asexuelle Männer - für sie ist es vermutlich aus der gesellschaftlichen Norm heraus noch schwieriger sich zu outen. Mir viel es schon als Frau schwer...
    • sparrow 08.04.2016 14:30
      Highlight Highlight Ich kenn etwa gleich viele asexuelle Menschen jedweden Geschlechts, aber ich versteh was du meinst Theor. :|
    • Flut 08.04.2016 22:44
      Highlight Highlight Grundsätzlich ist es so, dass wir nicht unter der Asexualität "leiden", sondern unter den Reaktionen der Gesellschaft und deren Folgen. Das aber nur als kleines Detail. :)
      (Unter anderem sieht man das an diversen Kommentaren hier, dazu muss man nicht mehr viel sagen :'D)
  • Scaros_2 08.04.2016 10:30
    Highlight Highlight Ich will mal noch eine Frage in den Raum werfen. Und zwar jemand der Asexuel ist. Hat diese Person auch kein Verlangen an eigenen Kinder? Die Frage fehlt für mich. KLAR - du kannst heute ein Kind adoptieren. Aber ein Kind selbst austragen? Ist das für diese Personen von Bedeutung? Somit stellt sich der erweiterte Fokus dahingehend ob Asexuelle Menschen auch kein Interesse an Kinder haben oder begrenzt sich Asexualität lediglich auf den "Akt" aber einie künstliche Befruchtung wäre an sich ok.

    Wie sieht es hier aus?
    • Viktoria 08.04.2016 10:47
      Highlight Highlight Bei Nummer 2 wird genau das thematisiert. Sie möchte gerne Kinder haben. Die anderen 5 haben keinen Kinderwunsch, aber nicht wegen der Sexualität sondern aus anderen Gründen.
    • kiwitage 08.04.2016 11:25
      Highlight Highlight ich bin auch asexuell, habe KEINEN Kinderwunsch.
      Aber ich kann hier nicht für alle reden.
      ausserdem, heutzutage kann man ja auch ohne Sex Kinder haben.
    • Yelina 08.04.2016 13:37
      Highlight Highlight Ich bin nicht asexuell und will trotzdem keine Kinder, umgekehrt geht das sicher auch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • mein Lieber 08.04.2016 10:17
    Highlight Highlight Aus eigener Erfahrung kommt mir der Begriff Trauma in den Sinn, womit ich mir (auch aus Erfahrung) einige Blitze einfange.
    • mister_michael 08.04.2016 10:35
      Highlight Highlight Dein Kommentar ist nicht schlecht. Dies ist sicher gut möglich, das ein Trauma eine Art Asexualität auslösen kann. Jedoch haben die meisten Asexuellen kein Trauma gehabt.
  • Mathis 08.04.2016 10:11
    Highlight Highlight Für mich sind nicht alle Beispiele wirklich Fälle von Asexualität. Wenn z. B. eine Frau sich selbst befriedigt, ist dies durchaus Sexualität. Und wenn sich jemand vor Sex ekelt, ist dies ja gerade keine indifferente Einstellung zu Sex. Gerade Desinteresse an Sex ist für mich aber ein Kriterium für Asexualtität.
    • essy* 08.04.2016 10:34
      Highlight Highlight Asexualität wird eigentlich überwiegend als sexuelle Orientierung gesehen: Die Menschen fühlen sich weder zu Männern noch Frauen sexuell angezogen. Das bedeutet jedoch nicht zwingend, dass diese Menschen keine Libido oder rein gar nichts mich Sexualität am Hut haben... Die Libido bezieht sich bei Asexuellen jedoch nicht geziehlt auf Menschen. Gewisse gehen dem wohl nach durch Selbstbefriedigung, andere vielleicht gar nicht. Ändert sich denn die sexuelle Orientation eines hetero- oder homosexuellen Menschen, nur weil er sich selber befriedigt?
    • El Schnee 08.04.2016 10:53
      Highlight Highlight Ich finde auch, dass asexuell viel eher als eine Unlust zu definieren ist. Das kann auch bei Frauen sein, die 'normal Sex machen'. Und manche tun es ohne Lust selbst wenn sie keine Kinder wollen, frage mich dann aber warum.
    • anatomyjane 08.04.2016 11:00
      Highlight Highlight Sebima- ich habe gelesen, dass Asexualität eben keine sexuelle Orientierung ist, sondern nur beschreibt, wie gering ausgeprägt sexuelles Interesse ist. Asexuelle können sich durchaus als homo oder hetero oder bi definieren, jedoch halt auf der Ebene, der romantischen Partnerwahl. Also, mit wem lebe ich zusammen und adoptiere Kinder. Auch greysexuals können lgbt oder straight sein. Nur weil sie wenig Lust haben, heisst das nicht, dass sie keine Präferenzen hätten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • anatomyjane 08.04.2016 09:56
    Highlight Highlight Dank dem Watson-Quiz vor einiger Zeit, weiss ich jetzt, dass ich greysexual und nicht asexual bin. Was es nicht alles gibt.
    • Human 08.04.2016 10:21
      Highlight Highlight Was bedeutet das?
    • anatomyjane 08.04.2016 10:54
      Highlight Highlight Ganz simpel gesagt: Es gibt ein Spektrum für sexuelle Lust. Es gibt welche, die wollen ständig Sex haben und es gibt auf der anderen Seite die Asexuellen, die das nie wollen. Greysexuals sind in der unteren Skala, selten/wenig Lust auf Sex aber noch nicht asexuell. Bei mir variierts.
    • Human 08.04.2016 11:08
      Highlight Highlight Danke für die Erklärung :)
  • Einer Wie Alle 08.04.2016 09:51
    Highlight Highlight Ich für meinen Teil kann mir nicht vorstellen wie das ist, asexuell zu sein. Aber dennoch kann ich es akzeptieren und denke nicht dass diese Personen ein Problem haben. Es ist halt so. Ich finde es gut, dass solche Themen auch angesprochen werden.
  • alana 08.04.2016 09:51
    Highlight Highlight Danke, dass ihr dieses Thema ansprecht. Ich habe mir schon öfters überlegt, mich bei einer Zeitung zu melden, um meine Geschichte zu erzählen. Es wird einfach nur mit Unverständnis aufgenommen, wenn man es erzählt. Ich bin schon vor knapp 10 Jahren erstmals über den Begriff Asexualität gestolpert und hab mich schon damals sehr damit identifiziert. Trotzdem habe ich bis heute Mühe, damit fertigzuwerden und besuche eine Sexualtherapie. Ich erhoffe mir davon, wenigstens keinen Ekel vor Sex zu empfinden, damit ich Dinge nicht nur für meinen Freund mache, sondern auch selbst in Ordnung finde.
    • MSAgeha 08.04.2016 12:41
      Highlight Highlight liebe Alana, der Kompromiss, den du eingehen musst, ist traurig. Aber ich verstehe dich sehr gut. Mir fehlt die Nähe einer Beziehung, dafür muss ich mich nicht zu Sex überwinden. Hoffentlich weiss dein Freund, wie gross die Mühe ist, die du in eure Beziehung steckst.
    • alana 12.04.2016 17:05
      Highlight Highlight MSAgeha
      Glücklicherweise weiss er das und setzt mich überhaupt nicht unter Druck. Was auch nicht selbstverständlich ist, schliesslich wären wir im besten Alter um unsere Sexualität auszuleben. Für einen Mann mit "normalem" Sextrieb garantiert auch nicht einfach.
  • forestkidd 08.04.2016 09:44
    Highlight Highlight Ich kann Watson nur von Herzen für diesen Bericht danken. Asexualität wird so gut wie nie thematisiert und ich bin froh, so einen neutralen, faktengestützten Artikel lesen zu dürfen. Ich habe selbst vor zwei Jahren zum ersten Mal vom Begriff Asexualität gehört und das war für mich ein riesiges AHA-Erlebnis. Seit einiger Zeit habe ich das Gefühl, dass ich vermutlich auch aromantisch bin, da ich mit inzwischen 21 Jahren noch nie auch nur in jemanden verknallt war. Es ist aber so, wie es auch die Frauen in diesem Artikel sagten: Mir fehlt nichts. Ich bin zufrieden mit meinem Leben wie es ist.
    • Omega 08.04.2016 11:48
      Highlight Highlight Hallo "forestkid" falls du interesse hast, wir haben uns auf einer Whatsapp Gruppe zusammengeschlossen wir sind alle junge Asexuelle um die 20+ jahre und treffen uns auch ab und zu einfach nur um zu quatschen...

      du kannst mich hier kontaktieren;

      applegakure@gmail.com
  • Lionqueen 08.04.2016 09:39
    Highlight Highlight Danke für den Bericht. Aufklärung ist es, was die Welt braucht. Egal in welchem Bereich.
  • Darki 08.04.2016 09:37
    Highlight Highlight Ich muss ehrlich zugeben das ich diese Damen ein wenig beneide.
    Besser können und nicht wollen als zu wollen und nicht zu können...
    • Human 08.04.2016 10:23
      Highlight Highlight Habs auch gedacht, aber vorallem auf die aromantische Seite bin ich neidisch ... wie einfach es das Leben machen würde sich nicht zu verlieben
    • forestkidd 08.04.2016 10:35
      Highlight Highlight @Human, manchmal bin ich auch ganz froh, aromantisch zu sein. Kein Liebeskummer, kein Beziehungsstress... Klingt anfangs doch ganz gut. Es hat aber auch seine unschönen Seiten. Die Verwandten die ständig fragen, warum man noch keinen Beziehung hat (und einem nicht zuhören, wenn man sagt, dass man keine will), die Eltern die sich ja so sehr Enkelkinder wünschen und so weiter... Ausserdem ist es schon so, dass man in der Gesellschaft als Sonderling oder Loser angesehen wird, wenn man keine Beziehung hat. Die meisten Leute glauben einem nicht, wenn man sagt, dass man einfach nicht möchte!
    • Misel 08.04.2016 10:40
      Highlight Highlight @human glaube mir bist du erst mal davon betroffen findest du das nicht so toll.. eine Freundin von mir würde sehr gerne lieben auch ihre Partner/Partnerinnen und sie kann nicht und fühlt sich desshalb sehr einsam und schuldig.. Liebe ist auch oft etwas wunderschönes und diese Momente fehlen dir dann eben auch..
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  • Scaros_2 08.04.2016 09:36
    Highlight Highlight Bis auf die erste Person fällt mir bei allen andern Mädchen so die wirkliche Bestätigung Ich meine wenn jemand, wie nr2 sagt, das sie noch nie sex hatte aber auch klar sagen kann das sie das nicht braucht glaub ich das nicht wirklich. Das ist wie mit Kindern die etwas nicht essen wollen weil sie es nicht probiert haben. Man muss doch Sex gehabt haben um zu wissen ob man das will oder nicht. Daher glaub ich viel mehr das es pure Unwissenheit ist und keine Asexualität ist. Ich meine meine Frau "braucht" auch sehr wenig sex, keine selbstbefriedigung usw. - denoch haben wir sex. Nur nicht dauernd
    • Mathis 08.04.2016 10:13
      Highlight Highlight Der Sexualtrieb existiert aber auch bei Menschen, die noch nie Sex hatten. Sonst hätte drei Viertel der Menschheit keinen Sex. Irgendwie muss man ja dazu gebracht werden.
      Ich denke schon, das man asexuell sein kann, ohne zu wissen, wie Sex eigentlich ist.
    • bokl 08.04.2016 10:14
      Highlight Highlight In dem Fall hattest du auch schon Sex mit einem Mann, oder woher weisst du, dass du nicht bisexuell bist?
    • Datsyuk * 08.04.2016 10:18
      Highlight Highlight Sie hat eben kein Verlangen danach.
      Wenn du eine Person siehst, die dich auf keine Weise sexuell anspricht, wirst du wohl auch nicht "ausprobieren", wie Sex mit dieser Person ist. Dies, weil du kein Verlangen danach hast..
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