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ZUR BERUFSAUSBILDUNG DER COIFFEUSE STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Hairdresser apprentices of the hairstyling company Coiffina cut and style hair under the supervision of a teaching supervisor, in the Coiffina branch in the Glatt shopping centre in Wallisellen, Switzerland, on May 2019, 29. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Coiffeuse-Lernende des Hairstyling-Unternehmens Coiffina schneiden und frisieren Haare unter Aufsicht einer Lehrbetreuungsperson, am 29. Mai 2019 in der Coiffina-Fililale im Einkaufszentrum Glatt in Wallisellen. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Coiffeuse-Lernende in Wallisellen. Bild: KEYSTONE

Vergesst euren Traum – der ernüchternde Appell des Wirtschaftsministers an die Jugend

Hilfe kommt, sagte Guy Parmelin. Doch der Jugend lässt der Wirtschaftsminister ausrichten: Vergesst euren Traum.

Niklaus vontobel / ch media



«Die Folgen der Rezession werden auch auf dem Lehrstellenmarkt zu spüren sein.» Das sagte kürzlich ein Vizedirektor im Departement von Wirtschaftsminister Guy Parmelin an einer Medienkonferenz. «Wir rechnen für mehrere Jahre mit einer schwierigeren Entwicklung, als wir sie in den letzten Jahren gesehen haben.»

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Eine schwierige Entwicklung und dies für mehrere Jahre erwartet Parmelins Wirtschaftsdepartement. Der Bund befürchtet also eine Lehrstellenkrise. Doch man glaubt, aus der letzten Krise gelernt zu haben. «Wir hatten zu Beginn der Nullerjahre eine Lehrstellenkrise», so der Vizedirektor im Wirtschaftsdepartement. Das Gesetz zur Berufsbildung sei aufgrund dieser letzten Krise umgeschrieben worden. «Wir haben die gesetzliche Basis, um zu intervenieren. Die Kantone haben erprobte Instrumente, um Lehrstellen zu fördern.»

Als ein Bundesrat in der TV-Show unterging

Rückblende: Die Krise der Nullerjahre bewegt die Schweiz. In der Coronakrise könnte es schwerer werden, das Versprechen der Berufslehre zu halten: Nahezu alle Jugendlichen, die wollen, sollen via Lehre in die Arbeitswelt einsteigen können.

In der Lehrstellenkrise der Nullerjahre gibt es keinen Einbruch, es bleibt bei einer wirtschaftlichen Stagnation. Zwei Jahre lang gibt es praktisch Nullwachstum. Die Arbeitslosenquote erreicht den Höchststand bei 5,1 Prozent. Aus dieser Wirtschaftsflaute wird erst durch die Demografie eine Lehrstellenkrise. Ab Mitte der Neunzigerjahre gehen jährlich mehr Jugendliche von der Schule ab. Das Angebot an Lehrstellen hält lange mit. Doch damit ist es vorbei, als die Wirtschaft stagniert. Im Jahr 2002 werden 2400 Lehrverträge weniger abgeschlossen als im Vorjahr.

Die politische Linke will das Recht auf berufliche Ausbildung in die Verfassung schreiben. Gewerkschafter unken, es würden 9000 Jugendliche ohne eine Lehrstelle bleiben. Wirtschaftsminister Joseph Deiss beruft eine Taskforce ein.

«Fleissig, willig – und kaum Chancen», titelt das Boulevardblatt «Blick». In einer Berner Abschlussklasse im Schulhaus Bethlehemacker wird gefragt, wer noch keine Lehrstelle hat. 13 Hände gehen in die Höhe, nur sechs haben schon einen Platz. Am Fernsehen lässt im «Club» keiner den anderen ausreden, Bundesrat Deiss geht unter. Am Ende wird die Lehrstellen-Initiative hochkant abgelehnt.

Das Gesetz für die Berufsbildung wird umgeschrieben. Es braucht einen Effort, um aus der Krise zu kommen. Neu können kleine und mittlere Betriebe einen Lehrling gemeinsam beschäftigen, in Verbünden. Die Kantone gehen Klinkenputzen oder appellieren via Medien an die Betriebe. Neue Programme werden angeboten, mit denen sich ein Jahr überbrücken lässt. Weniger beliebte Berufe werden beworben mit Imagekampagnen und Berufsweltmeisterschaften: etwa Schreiner, Metzger oder Maler.

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Die Macht der Demografie wird oft unterschätzt

In der Coronakrise stehen die Vorzeichen schlechter als in den Nullerjahren. Dieses Jahr bricht die Wirtschaft so stark ein, wie in der Nachkriegsgeschichte sonst nur in der Ölkrise. Im nächsten Jahr wird der Einbruch nicht aufgeholt sein. Es wird eine Arbeitslosenquote von zwischenzeitlich 6 Prozent erwartet.

Das kostet Lehrstellen. Gemäss einer Berechnung der Universitäten von Bern und Zürich lässt sich aus der Geschichte ableiten: Treffen die aktuellen Prognosen ein, würden 5000 bis 20000 weniger Lehrverträge unterschrieben. Bis der Schock ausgestanden ist, könnte es fünf Jahre lang dauern.

Die Rezession kommt zur Unzeit, ähnlich wie die Wirtschaftsflaute der Nullerjahre. Es stehen mehrere Jahre bevor, in denen jedes Mal mehr Jugendliche eine Lehrstelle suchen werden. Die Demografie könnte erneut aus einer Wirtschaftskrise eine Lehrstellenkrise machen.

Die Macht der Demografie zeigte sich auch in der Finanzkrise von 2008. Damals stützt sie die Berufslehre. Die Wirtschaft bricht stärker ein als in den Nullerjahren. Die Arbeitslosigkeit ist ähnlich hoch. Doch es gehen jährlich weniger Jugendliche von der Schule ab. Das genügt. Die Finanzkrise wird nie zu einer Lehrstellenkrise.

Traditionelle Berufe nicht mehr beliebt

Gottgegeben ist auch in der Coronakrise nichts. Es kann besser kommen. Zum Beispiel, wenn die Jugendlichen weniger wählerisch sind als in der Vergangenheit. So sieht man das im Departement von Parmelin. «Wir appellieren, in dieser Situation auch einmal die zweitbeste Lehrstelle zu wählen», sagt ein Vizedirektor des Departements. Man solle gar nicht erst versuchen, die Krise auszusitzen und so den Traum von der Lieblingslehrstelle zu retten. «Die Aussichten sind vergleichsweise gering, dass es nächstes Jahr die erstbeste Lehrstelle wird.»

Gebt euren Traum auf – der ernüchternde Appell, den Bundesrat Parmelin ausrichten lässt, hat einen Hintergrund. Ein Brückenjahr hilft kaum, falls die Krise mehrere Jahre dauert. 2021 dürfte der Kampf um Lehrstellen wiederum eng werden. Und es gilt, was schon in Nullerjahren galt: Es hat eigentlich mehr Lehrstellen, als nachgefragt werden. Nur sind es Stellen, die kaum einer will. Es sind unpopuläre Berufe oder sie sind im falschen Kanton.

«Man muss endlich akzeptieren: Nicht alle können eine KV-Lehre oder eine Informatikausbildung machen», hiess es schon in den Nullerjahren vom Gewerbeverband. Und von Jugendlichen kam zurück: «Die traditionellen Berufe sind einfach nicht mehr beliebt.»

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122Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Elmas Lento 25.05.2020 10:33
    Highlight Highlight In den nächsten Jahrzehnten wird die Digitalisierung vermutlich viele "klassische" Berufe mit voller Wucht treffen. In solchen Situationen werden Leute welche das Handwerk verstehen und gegenüber Neuerungen offen sind sehr gefragt werden da für ein gutes Resultat beides nötig ist. Mit der entsprechenden Offenheit werden viele Ausbildungen welche heute als "Abstellgleis" angesehen werden zu einer "Überholspur". Wichtig ist das einem die Arbeit gefällt und man sich nicht gegenüber Änderungen verschliesst.
    • BlickvonAussen 25.05.2020 20:46
      Highlight Highlight Schauen Sie sich dieses Video an, dann werden Sie verstehen, wie recht Sie haben.
      Play Icon
  • Normi 25.05.2020 07:14
    Highlight Highlight wenn möglich geht studieren, weil im HR werden immer Personen mit Tertiärstufe bevorzugt auch dann wenn der gelernte mehr erfahrung hat...

    Man kann sich das so vorstellen: Im HR arbeiten Lochkarten die sich für Menschen halten... Persönlichkeit und talente zählen nichts
  • SF_49ers 25.05.2020 06:15
    Highlight Highlight Aber dann wundert man sich wieder über die vielen lehrabbrüche und es heisst die jugend ist faul und kann nicht durchhalten. Ich hab es scho einmal geschrieben, wenn man einfach eine lehre macht aber keine freude daran hat, dann sind drei oder vier jahre extrem lang und verschwendet. Klar es kann nicht jeder it und kv machen, aber mann sollte schon einen beruf wählen den man auch will.
    • LooTerror 25.05.2020 10:33
      Highlight Highlight Ich gebe ihnen recht es wäre schön wen jeder das machen könnte was er will aber leider sieht die Realität eigentlich anders aus. Ein Beruf zu lernen heißt sich in erster Linie in die Wirtschaft einzugliedern und das man als Mensch irgendwann Finanziell unabhängig sein kann.
      Das viele ein Beruf erlernen können ist ein absoluter Luxus unserer Zeit. Dennoch sollte es nicht als Selbstverständlichkeit angeschaut werden. Den mehr als die hälfte der Erwachsenen Arbeiten auch nicht auf ihrem Wunschberuf. Also ist es nur logisch das nicht jeder Junge Mensch das lernen kann was er will.
  • Effie 25.05.2020 06:09
    Highlight Highlight Bei unserem Bildungssystem spielt die Lehre keine grosse Rolle, einfach BM dazu dann stehen alle Türen offen. Watson, finde den Rat Parmelins gar nicht negativ, jedoch den Titel sehr probozierend..
    Wird langsam Blick-Niveau hier
  • Martel 25.05.2020 05:23
    Highlight Highlight Wo, wann und wie genau hat BR Parmelin das gesagt?
  • Angrod Taralom 24.05.2020 22:49
    Highlight Highlight Das mag jetzt eine unbeliebte Meinung sein, aber: hätten wir das bedingungslose Grundeinkommen, wäre das Ganze nicht mehr so ein grosses Problem...
    • Martel 25.05.2020 05:24
      Highlight Highlight Nichz nur unbeliebt sondern völlig irrsinnig und falsch.
    • Queen C 25.05.2020 05:41
      Highlight Highlight Inwiefern?
    • who cares? 25.05.2020 07:28
      Highlight Highlight Auch das Geld des Grundeinkommens muss von irgendwem verdient werden...
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 24.05.2020 22:40
    Highlight Highlight Die heutige Jugend hat es Wirtschaftlich massiv schlechter als ihre Eltern, das ist doch nichts neues. Auch nach einem Studium. Auf der Trauminsel Schweiz mag sich die Situation noch einigermassen in Grenzen halten, aber schaut mal nach Deutschland, in die USA oder nach Italien. "OK Boomer" ist nur das kleinste Symptom eines Generationenkonflikts der von der Wirtschaft über die Politik bis zu Umweltthemen überall präsent ist. Und die Jungen sollen ihre Träume vergessen während die Politik Grosskonzernen die Dividendenausschüttung finanziert. Das kann noch mächtig bitter werden...
    • Shlomo 25.05.2020 06:36
      Highlight Highlight So ein Schmarren, noch nie ging es uns wirtschaftlich so gut in Europa wie vor Corona.
    • giandalf the grey 25.05.2020 12:11
      Highlight Highlight Klar, stagnierende oder sinkende Reallöhne, steigende Altersarmut, ewige unbezahlte oder schlecht bezahlte Praktika, keine Chancen auf Jobs wenn man über 50 oder unter 25 ist, Überalterung der Gesellschaft, Abbau des Sozialstaats, drohende, nie da gewesene Umweltkatastrophe und so weiter... alles ein Schmarren. Wie komm' ich bloss drauf.
    • Shlomo 25.05.2020 18:12
      Highlight Highlight Sowohl die Jungendarbeitslosigkeit als auch die Gesamtarbeitslosigkeit ist um einiges tiefer als in den 90ern. Man bemerke bei einem Bevölkerungswachstum von 15%. Die Löhne haben kaufkraftbereinigt ebenfals zugenommen und in der Schweiz ist die Schere bei weitem nicht so extrem aufgegangen wie anderswo in Europa.
      Die nie da gewesene Umwelkatastrophe möchte ich gerne sehen. Der Klimawandel ist schlimm, aber betrifft uns bis jetzt nur peripher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • KnolleBolle 24.05.2020 20:46
    Highlight Highlight Gebt mir doch alle Blitze zu meinem Kommentar wie PhilippS, Pafeld ect. beleidigt mich als Boomer und "Nichtwisser", aber ich habe in ex Jugoslavien den Krieg als jugentlicher erlebt und weiss wie verwöhnt unsere Jugen hier ist, sie ist verwöhnt, mehr als verwöhnt, ich denke von euch neunmalklugen hier hat keiner einen Krieg mit Toten, Verletzten, Zerstörung, Armut ect. erlebt.
    • lisa lave 24.05.2020 22:31
      Highlight Highlight Du bist super! Weil du es schei**e hattest sollen andere es auch schlimm haben? Hä??? Macht doch viel mehr sinn, wenn es allen besser geht und keiner mehr durch Krieg,Mord,Zerstörung und Armut sterben muss. Sollten wir nicht besser aus dem jugoslavien Krieg und allen anderen Kriegen lernen? Und jugendlichen vorzuschreiben welche Ausbildung zu machen, ist auch bevormundung, da wird doch keiner erwachsen auf diese weise. zum klar stellen: handwerkliche Berufe empfinde ich als hochlobende Kunst, sowas muss gelernt sein und kann mit stolz ausgeführt werden, wenn der stress auf dem Bau nicht wäre
    • Silent_Revolution 25.05.2020 08:13
      Highlight Highlight Sorry hander kei Ahnig was bedütet Krieg und was bedütet schlegle.

      Wönder luege, lueg: Pistoleschuss, Bombesplitter, ich han alles erlebt!!
  • Milkyway77 24.05.2020 20:21
    Highlight Highlight Was soll ich sagen.. er hat schon etwas Recht.
    Nach der Schule ging ich in eine Maurer Lehre.
    Kein Problem die Stelle zu kriegen.( Rest von der damaligen Klasse Kv oder sonst lieber nichts.)
    Naja, heute gehts mir trotzdem gut. Bin immer noch auf dem Bau tätig.
    Hab alles was ich brauch, und gut Portugisisch kann ich mittlerweile auch 😏
  • Kritisch Hinterfragen 24.05.2020 18:36
    Highlight Highlight Wie wäre es denn, die Rahmenbedingungen wirklich einmal zu verbessern?

    Steuersystem vereinfachen, Subsidiaritätsprinzip wieder stärken, Pseudo-Professionalisierung in allen Bereichen durch Menschenverstand und vor allem schlanke Regelwerke ersetzen, usw.

    DAS würde Kräfte freisetzen und den Menschen Perspektiven eröffnen. Der Staat ist nicht da, um alles für uns zu regeln. Und wir müssen eigenverantwortlich handeln (dürfen).

    • blueberry muffin 24.05.2020 20:48
      Highlight Highlight Aha, also Otto Normalbürger rettet erst alle Firmen mit ihren Steuern und danach sollen die noch mehr für die Reichen raushauen, bei tieferen Steuern und am besten noch mit ungelernten Hilfsarbeiter die nichts verdienen?

      Ne danke, hatten die letzten 30 Jahre genug Deregulierungsscheiss bei dem nichts für Arbeiter bei rausgesprungen ist.
    • Dominik Treier 25.05.2020 01:19
      Highlight Highlight Deregulierung ist per se nicht schlecht, wenn ein ungefähr faires Marktgleichgewicht herrscht, sprich in allen Branchen das Anbegot an Arbeitskräften in etwa die Nachfrage decken oder die Nachfrage das Angebot übersteigen würde wie das nach dem Krieg der Fall war. So dass beide Seiten ein gleich grosses Interesse an einer Übereinkunft haben.
      Der Mensch kann aber nicht plötzlich etws machen, worin er schlecht ist oder er hasst und desshalb funktioniert das mit dem heutigen Überangebot an Arbeitskraft nicht. Es seidenn man wäre durch ein Grundeinkommen nicht mehr gezwungen alles zu akzeptieren.
    • Kritisch Hinterfragen 25.05.2020 07:10
      Highlight Highlight @muffin: nicht mehr für die Reichen raushauen, sondern vereinfachen. Wieso muss das steuersystem Volker Ausnahmen und Sonderregelungen sein? Etwas in Richtung Flat-Tax mit Erziehungsgutschriften schwebt mir vor...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 24.05.2020 18:08
    Highlight Highlight Parmelin soll seine Arbeit gut machen, dann wird es auch weniger Probleme geben. Jetzt zu erzählen, dass die nächsten Jahre hart werden, soll nicht etwa davon ablenken, dass man selber keine Ideen hat, wie man die Wirtschaft voranbringt? Wie sagt man unter Managern: in Krisenzeiten zeigt sich, wer wirklich ein guter Manager. Wie im Fussball, so in der Regierung: ein Genie kann den Unterschied zwischen verlieren und gewinnen ausmachen, mittelmässige nicht.
    • Hierundjetzt 25.05.2020 07:51
      Highlight Highlight Ok. Das Thema ist aber Grundbildung.

    • Stefan Morgenthaler-Müller 25.05.2020 08:46
      Highlight Highlight "Die Folgen der Rezession werden auch auf dem Lehrstellenmarkt zu spüren sein." Das sagte kürzlich ein Vizedirektor im Departement von Wirtschaftsminister Guy Parmelin an einer Medienkonferenz. "Wir rechnen für mehrere Jahre mit einer schwierigeren Entwicklung, als wir sie in den letzten Jahren gesehen haben."

      Grundbildung? Primarschule, oder was meinen Sie mit Grundbildung?

  • Amarillo 24.05.2020 18:03
    Highlight Highlight Bei Gesprächen drückt das /ich will irgendwas "im Büro" oder "mit Medien" oder "mit Informatik" machen/ schon stark durch. Und eben auch bei Leuten, die aufgrund ihrer Fähigkeiten eher für einen handwerkl. Beruf geeignet wären, und weniger für einen schul- bzw. theorielastigen. Das wiederum wird dann aber als zu anstrengend, zu schlecht bezahlt, zu dreckig oder suboptimal für die Freizeitgestaltung betrachtet. Die Anspruchshaltung hat sich enorm gesteigert und hält häufig mit den eigenen Fähigkeiten nicht Schritt. Mit was füllt man den Leuten in der Schule den Kopf? Alle hochbegabt oder was?
    • Irene Adler 24.05.2020 21:34
      Highlight Highlight "Anspruchshaltung hat sich enorm gesteigert" - stimmt doch nicht. Vor 20 Jahren konnte man von einem Gehalt eine vierköpfige Familie gut ernähren, die Krankenkasse bezahlen, keine grosse finanziellen Sorgen haben.
      Das ist heute nicht mehr so, und deshalb denkt man, dass die Jugend extrem Ansprüche hat.
    • Dominik Treier 25.05.2020 01:26
      Highlight Highlight Genau meine Meinung frau Adler.

      Warum lassen sich Menschen die Handwerklich begabt sind nicht mehr fürs Handwerk begeistern?

      Weil sie dutzende Leute kennen die ihnen gesagt haben, "Geh um Himmelswillen ins Büro, wenn du gut verdienen und mi 55 nicht mit Kaputtem Rücken, Unfall, Burnout des Preissdruckes wegen enden willst."

      Logisch nehmen das die Jungen ernst, denken es werde von ihnen erwartet.
    • Dominik Treier 25.05.2020 01:28
      Highlight Highlight Wir müssen den Jobs mit weniger schulischer Qualifikation wieder zurückhelfen zu dem Stellenwert, den sie früher hatten! Und das kann nur funktionieren, wenn wir das Angebot an billiger Arbeutskraft reduzieren, die Angestellten mehr Mitspracherecht haben, der Arbeitgeber auch was bieten muss, um noch Leute zu bekommen, auch unter Inkaufnahme höherer Preise wo nötig und das Tolle ist, alle müssten das, mit einem Grundeinkommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 24.05.2020 17:38
    Highlight Highlight Generation Y und Z haben halt verloren. Wirtschaft brach ein 2008, kaum erholt steht eine noch grössere Wirtschaftskrise bevor.

    Und glaubt man prognosen werden die Folgen des Klimawandel bereits 2039 die Wirtschaft wieder in die Knie zwingen.

    Das seltsamste dabei ist, dass die reichste Generation der Boomer immer meint sie hätten es schwer. Fakten zeigen aber das gegenteil, jede folgende Generation war ärmer.
    • ungeliebte Wahrheit 24.05.2020 18:15
      Highlight Highlight Wer meint er habe es schwer?
      🤔
    • Stefan Morgenthaler-Müller 24.05.2020 18:23
      Highlight Highlight @bm. Boomer sind teilweise mit Prügelstrafen aufgewachsen, wenig Lebensmittel, 3 TV-Sender, wenig Möglichkeiten sich persönlich zu entwickeln, usw. Das darf man nicht vergessen. Inflationsbereinigt verdient man heute doppelt so viel wie 1980. Die Mieten und die Zigaretten sind heute vielleicht dreimal so teuer wie 1980, aber Brot und Zwiebeln nicht. Kinder der Boomer haben private Internate geniessen können, cute Ausbildungen, Nachhilfe und Psychologe, wo früher der Teppichklopfer zum Zuge kam.
    • blueberry muffin 24.05.2020 21:34
      Highlight Highlight @Stefan natürlich, das Bier an der Bar kostete 8 Stutz, die Pflichtkrankenkasse wurde jedes Jahr teurer und die 1 Zimmer Wohnungs Miete war 1600 im Monat. Der Arbeitgeber erwartete das ihr ein Smartphone und Internet hattet und jederzeit erreichbar ward. Die 80er in a nutshell.

      Und ich kenne keinen Millenial der in einer Privatschule war - mag daran liegen das ich in einem Arbeiterviertel aufwuchs.

      Davon abgesehen, Klimawandel war seit den 70ern bekannt. Na wieviel CO2 reduktion haben die Boomer in 50 Jahren hingekriegt? Wer muss das jetzt zahlen? Zusammen mit der grössten AHV Generation?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Turi 24.05.2020 17:33
    Highlight Highlight Die Büezer sollen ihre Träume vergessen und einfach machen was gebraucht wird. Während jene aus besseren Kreisen ihre systemirrelevanten akademischen Träume verwirklichen können (lic. phil.)...

    Wieviele Lehrabgänger hat es in unserem Parlament? Man wird ab und zu den Verdacht nicht los, dass es bei der Lehrstellenfrage eher um die Bedürfnisse der Wirtschaft als der Menschen geht.
    • Kruk 24.05.2020 17:41
      Highlight Highlight "Man wird ab und zu den Verdacht nicht los, dass es bei der Lehrstellenfrage eher um die Bedürfnisse der Wirtschaft als der Menschen geht."
      das ist nicht nur bei der Lehrstellenfrage so, die ganze Schule und Ausbildungen etc. sind nur auf die Wirtschaft zugeschnitten.

      Ausbildung ist deshalb nie mit Bildung zu verwechseln.
    • De-Saint-Ex 24.05.2020 18:04
      Highlight Highlight Verstehe die vielen Blitzer zu Turi‘s Kommentar (mal wieder) überhaupt nicht. Ist nun mal so und nicht neu, dass in den unteren bis mittleren Segmenten angeboten wird, was gerade gebraucht wird. Und das wird nicht mehr sondern weniger wenn man bedenkt, dass sich „Wirtschaft“ die Kräfte gratis fertig ausgebildet im Ausland holen kann. Dafür hat‘s nicht mal Corona gebraucht...
    • ungeliebte Wahrheit 24.05.2020 18:18
      Highlight Highlight „wenn man bedenkt, dass sich „Wirtschaft“ die Kräfte gratis fertig ausgebildet im Ausland holen kann„

      Tja. Die Personenfreizügikeit mit der EU wurde damals dem Volk als etwas positives verkauft.
      🤷🏾‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lebenundlebenlassen 24.05.2020 17:25
    Highlight Highlight Ich hatte in den letzten fünf Jahren Mühe gute Lerlinge zu finden.. die meisten haben schulische Defizite und so schlechte Noten, dass sie nicht in Frage kommen. Oder wenn ich sie dann zum Schnuppern eingeladen habe, hatten sie grosse Mühe drei vier Tage durch zu halten..
    • Pafeld 24.05.2020 18:47
      Highlight Highlight Dieser Kommentar spiegelt das grosse Problem des Lehrstellensystems wieder, dass systematisch nicht wahrgenommen werden will. Viele Lehrmeister nehmen Lehrlinge noch immer als schnell lernende Hilfsmitarbeiter wahr, auf die sie ein gefühltes Anrecht zu haben scheinen und die gefälligst ihren Wünschen zu entsprechen haben. Diese Vorstelllung hält sich noch immer wacker. Und anstelle die Jugendlichen so zu nehmen, wie sie sind und die volkswirtschaftlich wichtige Aufgabe der Berufsbildung ernst zu nehmen, mäkelt man aus Prinzip an den Unzulänglichkeiten der heutigen Jugend rum (wie inovativ...).
    • Neruda 24.05.2020 19:50
      Highlight Highlight Die Jugend ist seit jeher verdorben... Kann sein dass die Konkurrenz um gute Lehrlinge stärker geworden ist. Dann müsst ihr den Leute halt etwas bieten und nicht immer rumjammern! Immer nutzen die Lehrmeister die Situation zu ihren Gunsten aus, wenn das Blatt dann aber kehrt und sie sich einmal anstrengen müssen, fängt das Gejammer an.
    • Lebenundlebenlassen 24.05.2020 21:19
      Highlight Highlight @pafeld. Nein das empfinde ich nicht so. Ich bin mir der Rolle bewusst und habe aktuell zwei Lernende. Aber ich stelle in der Praxis fest, dass es sich die Lernenden nicht mehr gewohnt sind durch zu beissen.. Disziplin zu zeigen (krank am Montag, verschlafen etc) und sie auch nicht gewohnt sind wenn sie einfach mal das machen müssen was vom Chef verlangt wird. Und eben schulisch ists auch schwierig.. Rechtschreibung etc.. ich weiss es gibt auch viele die schulisch Mühe haben aber in der Firma in der Praxis einen tollen Job machen, nur ist ihnen nicht bewusst dass auch die schulische Leistung..
    Weitere Antworten anzeigen
  • fools garden 24.05.2020 17:04
    Highlight Highlight Das Leben ist lang, auf jeden Fall kennt keiner von uns etwas Längeres als sein Eigenes Leben. Dadurch wünsch ich allen Jugendlichen Mut ihre Träume anzugehn, Zeit ist genügend da.
    • Kruk 24.05.2020 17:45
      Highlight Highlight Es ist aber schnell einmal zu spät.

      Gerne würde ich neue Wege gehen,
      Mit einem Ausbildungsgehalt kann ich meine Familie nicht über Wasser halten.
      Ein BGE ist einen Gedanken wert.
    • fools garden 24.05.2020 18:05
      Highlight Highlight Kruk, ich machte selber nur eine Verkäufer und später noch eine Forstwartlehre, habe aber einen Betrieb vom Vater übernommen und später einen Zweiten selber aufgebaut.
      Letzterer ist nun verpachtet und ich bin Teilzeit bei meinem Pächter angestellt, in 4 Jahren bin ich 65.
      Es braucht auch Glück und Energie.
      Ich zähle mich aber Zweifelsohne zu den Befürwortern eines BGE.
      Ich denke wenn wir sozialen Frieden Wollen in den Städten, führt mittelfristig kein Weg daran vorbei, dabei ist die Arbeitssituation in der Schweiz noch gut, hier bei uns in Frankreich ists trister.
  • PhilippS 24.05.2020 16:57
    Highlight Highlight Ich landete mitten in der 90er-Krise. Was ich wollte, war unerreichbar.

    Also lernte ich was komplett anderes. Habe die Lehre durchgezogen, obschon schnell klar war: Dass wird nicht mein Leben.

    Nach dem Lehrabschluss dann direkt ab in die erste Weiterbildung. Mittlerweile 5 gemacht in 20 Jahren.

    Heute arbeite ich in einem Beruf, den es 1995 noch gar nicht gab. Und gerade die Coronakrise hat mir gezeigt, wie toll es mir geht.

    Mein Appell daher: Lernt irgendwas, was geht. Zieht es durch, auch wenn’s hart ist. Arbeitet an eurem Weg, er führt eh nicht dort hin, wo ihr mit 14 meint gehe es hin.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 24.05.2020 18:35
      Highlight Highlight "Heute arbeite ich in einem Beruf, den es 1995 noch nicht gab"

      Personal-Coach? Feng-Jui Berater? Smartphone-Verkäufer?

  • KnolleBolle 24.05.2020 16:53
    Highlight Highlight Endlich sagt mal jemand von oben her der verwöhnten, verträumten, bis jetzt Krisenverschonten Jugend die fast alles hat was man haben kann an alltäglichem Luxus was Sache ist, es ist an der Zeit nicht am Freitag mit haltlosem Geschrei und keinen reell machbaren Vorderungen einmal lernen zu kämpfen für seine Zukunft, mal lernen unten durch zu müssen ohne ewiges Gejammere.
    • PhilippS 24.05.2020 17:12
      Highlight Highlight Ich nehme mal an, du bist nach 1945 geboren. Welche Generation seit dem Krieg musste bitteschön eine derart grosse Krise erleben? Deine jedenfalls wohl nicht.

      Die Jugend von heute wird seit dem Krieg die erste Generation sein, die eine komplett unberechenbare Zukunft vor sich hat. Und das nicht nur wegen der anstehenden Rezession in wohl fast allen Bereichen.

      Tut mir Leid, aber empfinde deinen Beitrag vom jemandem, der wohl selbst nie eine richtige Krise umfassende Systemkrise erleben musste, eine gute Ausbildung und wohl auch Anstellung hat, ziemlich überheblich.
    • Nekomana 24.05.2020 17:31
      Highlight Highlight Ich ging auch schon untendurch. Als ich erfuhr, dass ich als Bäcker nicht mehr weiterarbeiten darf, war ich 6 Monate Arbeitslos. Ich habe pro Monat etwas mehr als 30 Bewerbungen verschickt. Habe Absagen über Absagen erhalten. Und dann endlich bekam ich eine Chance - als ungelernte Kraft in die IT (1st Level Support) und dies auch noch als Frau ;) Und ja, ich verstehe die Leute, die ins Büro wollen, man verdient um einiges mehr! Ich verdiene besser, als meine ehem. Mitstiften, welche noch als Bäcker arbeiten... Traurig.
    • Pafeld 24.05.2020 18:52
      Highlight Highlight Schon wieder so ein Boomer, der im ewigen Aufschwung aufgewachsen ist und glaubt, er müsse der heutigen Jugend in ihrer von den Boomern verschuldeten Perspektivlosigkeit auch noch Vorträge darüber halten, wie verwöhnt man doch sei. Die von Boomern zelebrierte Ignoranz gepaart mit Selbstgerechtigkeit ist ja schon kaum zu übertreffen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Nekomana 24.05.2020 16:53
    Highlight Highlight Das gleiche hiess es auch bei uns in der Oberstufe. Alle wollten das KV machen und ich wollte Bäcker werden. Habe meine Lehre auch abgeschlossen. Wenn ich gesundheitlich noch dürfte, wäre ich nie ins Büro. Bin in der IT gelandet. Da ich ein Stellenangebot von einer anderen Filiale erhalten habe (1 Jahr Technischer Kaufmann, danach Stück für Stück Projektleiter ausserhalb der IT), warte ich noch auf ein Angebot der Filiale, ob ich innerhalb der IT eine Weiterbildung machen kann. Und ich bin erst 21. Das Leben verläuft sowieso nie nach Plan! Seid also für alles Offen!
  • Snowy 24.05.2020 16:14
    Highlight Highlight Wenigstens redet er mal Tacheles und nicht nur verklausuliert wie fast alle anderen Entscheidungsträger und Experten (obwohl ich seine Meinung nicht teile).
  • Rethinking 24.05.2020 16:12
    Highlight Highlight Da produzieren wir also Kinder und bemerken dann, dass die Gesellschaft diese eigentlich gar nicht wirklich brauchen kann...
    • ungeliebte Wahrheit 24.05.2020 16:58
      Highlight Highlight Hat auch nichts mit der Gesellschaft zu tun.
      Kindermachen ist seit jeher reiner Egoismus.
    • Mitläufer 24.05.2020 17:03
      Highlight Highlight Kinder brauchts für die AHV.. und fürs Ego, oder aus Langeweile.. oder als Accessoire.. und jetzt hasst mich bitte, weil ich das so ernst meine
    • Kruk 24.05.2020 18:00
      Highlight Highlight Naja, was wäre eine Gesellschaft ohne Kinder...

      Nach 80 Jahren ausgestorben.

      Kinder sind etwas sehr schönes und sie bringen einem manch glücklichen Moment.
      Um "brauchen" geht es eher nicht, denn brauchen tut es eigentlich niemanden.
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  • Gubbe 24.05.2020 16:01
    Highlight Highlight Ich bin kein Fan von Herrn Parmelin. Das er gesagt haben soll, dass die Jugend ihren Traumberuf in die Wolken schiessen soll, glaube ich nicht. Die Jugendlichen müssen gegen Ende der 8. Klasse bereits Bewerbungen für eine Lehre verschicken. Sicherlich wissen viele nicht, was sie in den angestrebten Berufen erwartet. Das beste Mittel dagegen ist 'Schnuppern', so viel als möglich. Es gibt immer noch handwerkliche Berufe, die sich seit Jahrzehnten nicht stark verändert haben. Selten wird eine Person mit dem Rentenalter die gleiche Funktion ausführen, wie sie sie gelernt hat.
  • Atavar 24.05.2020 15:35
    Highlight Highlight Herr Vontobel, das schafft nicht gerade Vertrauen, einen Satz als Titel zu nehmen, der so dann nicht mal fällt...
  • Der Rückbauer 24.05.2020 15:23
    Highlight Highlight Ein Appell an die Jugend: Geht zurück zum Makrokosmos, vergesst virtuelle Reality, Wissensgesellschaft by Dr. Google, digitales Nomadentum, Wockenendshopping in NY, Bikiniferien auf den Seychellen. Meidet die digitale Verblödung, seid kritisch, engagiert Euch, zeigt Zivilcourage!
    Die Seuche ist eine Chance, Dinge zu ändern, die nachgewiesen falsch gelaufen sind. Das für unsere Erde angewandte Geschäftsmodell ist zerstörerisch.
    • buddelflink 24.05.2020 21:29
      Highlight Highlight Gerade digitale Lösungen haben doch dazu beigetragen, dass in vielen Lebens- und Arbeitsbereichen sehr viel mehr Normalität möglich war als z.B. vor 20, 30 Jahren. Ich persönlich gehe davon aus, dass dieser Trend anhalten wird.
  • MaPhiA 24.05.2020 15:06
    Highlight Highlight ich hatte eine klare vorstellung, was ich lernen wollte und ich war so zu sagen nicht davon abzubringen... meine eltern rieten mir noch andere sachen anzuschauen und ich bin dann schlussendlich bei etwas gelandet, was ich selber nie auf dem ''schirm'' hatte und das mache ich nun seit über 32 jahren mit viel freude und leidenschaft... aber dass man den jungen sagt ''begrabt eure träume'' ist sicher nicht gerade sehr motivierend, egal von wem sie das gesagt bekommen... es lohnt sich auch für alternativen offen zu sein, ohne gleich seine träume zu begraben...
    • Super8 24.05.2020 15:46
      Highlight Highlight "Verschiebt eure Träume" wäre in deinem Sinne der Slogan ;)
    • Toltec 24.05.2020 21:08
      Highlight Highlight ja, war bei mir auch in etwa so.
      Berufswünsche einige, gingen alle nicht weil ich farbblind bin.

      Ist aber doch noch was draus geworden. Und so meilenweit daneben war das nicht, und vom Einkommen her auch nicht.

      Man muss flexibel bleiben im Kopf.
  • COVID-19 ist Evolution 24.05.2020 14:50
    Highlight Highlight "wie die Krise die Digitalisierung vorantreibt" (andreas maurer / ch media) am 11.5.2020

    und

    "Nicht alle können eine [...] Informatikausbildung machen." (niklaus vontobel / ch media) am 24.5.2020

    Können die Autoren der gleichen Redaktion bitte aufklären wie ihre beiden Standpunkte zusammen gehen?
    • ConcernedCitizen 24.05.2020 15:14
      Highlight Highlight Digitalisierung heisst nicht, das plötzlich alle Informatiker sind.
    • Firefly 24.05.2020 16:08
      Highlight Highlight Ja, die Welt ist widersprüchlich nicht?
  • Nik G. 24.05.2020 14:43
    Highlight Highlight Die Jungen sind die grossen Verlierer dieser Krise. Wer führt zum grössten teils Restaurants, Bars, Clubs, Geschäfte usw. und die Boomer entscheiden dann für sie.....
    • Super8 24.05.2020 15:48
      Highlight Highlight Leider hast du nicht ganz unrecht.
    • Nik G. 24.05.2020 17:27
      Highlight Highlight Besonders wenn man sieht wie alte Menschen Jungen übelst beschimpfen die beim vorbeigehen nicht ganz 2 Meter Abstand einhalten.....
  • lilie 24.05.2020 14:38
    Highlight Highlight Finde es reichlich reisserisch, Parmelin einen Satz in den Mund zu legen, den er so nie gesagt hat. Er riet den Jugendlichen, sich nicht auf einen bestimmten Beruf zu versteifen, sondern zu schauen, welche Alternativen es gibt.

    Ich behaupte mal, dass die meisten Jugendlichen nicht allzu viele Ahnung von den Möglichkeiten haben, die es gäbe.

    Sich deshalb breit zu informieren und sich nicht zu früh auf einen bestimmten Beruf zu fixieren, wäre deshalb schon vor Corona ein guter Rat gewesen.

    Vielleicht werden so sogar eher Träume wahr als mit halbgaren Vorstellungen über die Welt.
    • Raembe 24.05.2020 15:59
      Highlight Highlight Es ist nicht nur reisserisch, es ist aktives Verbreiten von Lügen.
    • lilie 24.05.2020 16:32
      Highlight Highlight @Raembe: Danke dir. Es stimmt. Ich erwische nie genug starke Wörter, wenn ich mich aufrege. 😣
    • SanchoPanza 24.05.2020 22:11
      Highlight Highlight @lilie
      naja, ich arbeite u.a. mit Jugendlichen genau in der Phase des Übergangs zur Lehre bzw weiterführenden Schule. Ich erlebe sie i.d.R. als sehr differenziert und häufig haben sie deutlich mehr unteeschiedliche Berufe geschnuppert und Bewerbungen geschrieben als ich und meine Peers um die Jahrtausendwende. Allerdings: es sind immer noch Teenager!! Ihr Hirn befindet sich im Komplett-Umbau. Da den Fokus halten und sich entscheiden ist verdammt schwer.
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  • Peter Marthaler 24.05.2020 14:18
    Highlight Highlight Die Jungen sollen das nicht einfach hinnehen. Es ist an der zeit dass sie aufstehen und kämpfen, um ihrebn Forderungen nachdruck zu verschaffen!
    • Meierli 24.05.2020 14:42
      Highlight Highlight Da können sie "kämpfen" wie sie auch wollen, es wird nichts ändern. Kostet höchstens die Chance auf einen Lehrabschluss. Kann halt nicht jede/r Tierpfleger, Pilot, Versicherungsvertreter, Lebensmitteltechnolige oder KVler werden. Gibt auch andere Wege, zusammen mit der FH danach wird aus einem normalen Elektriker schon mal ein gesuchter MSR-Projektleiter, usw...
    • Raembe 24.05.2020 14:53
      Highlight Highlight Wieso genau? Es war bereits vor Corona für viele Jugendliche durchaus realistisch, keine Lehrstelle in ihrem Traumjob zu finden. Man sollte immer mehrere Möglichkeiten ins Auge fassen.
    • brudi 24.05.2020 15:11
      Highlight Highlight Was erwartest du denn? Ein Recht auf Ausbildung im Wunschberuf?
      Wenn die Nachfrage nicht besteht, muss auch nicht ausgebildet werden. Ein echtes erste-welt Luxusproblem..... in vielen Teilen der Welt wären die jungs und Mädels froh überhaupt eine Ausbildung bzw. Arbeit zu kriegen.
      Aber hier möchten viele mit leichter Arbeit möglichst viel und schnell Geld verdienen.
      Bescheidenheit würde den schweizer/innen gut tun
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Interview

«Der Lockdown zeigt: Der Staat hat immer noch das Familienmodell der 50er-Jahre im Kopf»

Die Eltern leiden während des Lockdowns besonders – das zeigt eine Umfrage des Schweizer Elternkomitees. Viele arbeiten abends und am Wochenende. Denn während Kinderbetreuung und Homeschooling noch der Arbeit nachzugehen, sei praktisch unmöglich, sagt Stephan Germann vom Elternkomitee im Gespräch.

Herr Germann, Sie haben selber Kinder, wie organisieren Sie sich derzeit?Stephan Germann: Glücklicherweise konnten meine Frau und ich beide unser Arbeitspensum auf 50 Prozent reduzieren. So können wir uns die Kinderbetreuung aufteilen. Ich kann die Zeit, in der ich nicht arbeite, aufschreiben. Sie werden als Pflegetage gerechnet, wie wenn das Kind krank wäre, und ich bekomme den vollen Lohn. Das ist aber meines Wissens eher ein Einzelfall.

Wie sieht es bei anderen Familien aus?Es ist sehr …

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