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USA wollen weltweiten Importstopp für Öl aus dem Iran



Die USA wollen nach ihrem Austritt aus dem Atomabkommen mit dem Iran dem Land mit einem Total-Embargo beim Öl die wichtigste Einnahmequelle nehmen. Es sei richtig, dass die USA mit Hilfe eines strikten Sanktionsregimes Ölimporte anderer Länder aus dem Iran auf Null reduzieren wollen, sagte ein ranghoher Beamter des US-Aussenministeriums am Dienstag in Washington.

Ziel sei der 4. November. «Wir werden in etwa einer Woche mit unseren Partnern im Nahen Osten in Kontakt treten, im sicherzustellen, dass das weltweite Ölangebot nicht betroffen sein wird», betonte er.

«Der Iran ist ein anderes Land, seit wir ausgestiegen sind», sagte Trump

Donald Trump

Die USA seien sich im klaren, dass dies bei den US-Verbündeten nicht nur auf Zustimmung stossen werde, besonders bei Öl-Importeuren. «Der Grund, warum sie es dennoch machen werden, ist ihre Beziehung zu uns», betonte er. Grundsätzlich seien alle Länder betroffen, es stünden Gespräche unter anderem mit China, Indien und der Türkei bevor.

Mögliche Krise für den Iran

Sollte es den USA gelingen, die iranischen Öl-Exporte massiv zu beschränken, würde das Land in eine schwere Krise gestürzt. Rund 70 bis 80 Prozent aller Exporterlöse des Iran stammen aus dem Erdölsektor.

US-Präsident Donald Trump hatte im Mai den einseitigen Rückzug seines Landes aus dem Atomabkommen mit dem Iran angekündigt und im Rahmen des Abkommens ausgesetzte Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik wieder eingesetzt. Trump hatte in den vergangenen Tagen von ersten Erfolgen der Politik gesprochen, die der Beamte des Aussenministeriums als «Strategie des maximalen ökonomischen Drucks» bezeichnete.

Am Abkommen festhalten

Die anderen Unterzeichner des Atomabkommens, die übrigen Uno-Vetomächte Frankreich, Grossbritannien, China und Russland sowie Deutschland, wollen an der Vereinbarung festhalten und sich nicht dem Druck der USA beugen, die wirtschaftlichen Verbindungen zum Iran zu kappen.

Das Atomabkommen soll durch Auflagen für den iranischen Atombereich verhindern, dass der Iran Atomwaffen entwickelt. Nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA in Wien hat sich der Iran stets an die Abmachung gehalten.

«Der Iran ist ein anderes Land, seit wir ausgestiegen sind», sagte Trump. Teheran habe sein aggressives Verhalten in der Region bereits geändert. Nach Überzeugung des Aussenministeriums bekommt die Regierung in Teheran auch den Druck aus der eigenen Bevölkerung über die wirtschaftliche Situation zu spüren. Die Menschen im Iran seien es leid, ständig die Folgen der Politik elitärer Kleriker ausbaden zu müssen. (wst/sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 27.06.2018 12:47
    Highlight Highlight Die USA sind das Imperium und als dieses können sie der Welt diktieren was läuft. Das ist nicht erst seit Trump so, seine Vorgänger haben es einfach diskreter gemacht. Joe Biden hat ja selber gesagt, dass die Europäer bei den Russlandsnktionen wegen der Ukraine nicht mitmachen wollten. Die USA hat dann einfach Druck gemacht. Als grösste Wirtschaftsnation und hüterin des Dollars haben die viele Möglichkeiten Druck zu erzeugen.
  • Maruel 27.06.2018 07:39
    Highlight Highlight Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass der Exportschlager der USA nicht iPhones sind sondern Chaos und Terrorismus. Nahezu überall, wo sie die Finger im Spiel hatten, herrscht nun Chaos und Terror.
    Wir haben Glück, dass Europa dabei eine Ausnahme geblieben ist.
  • Oberon 27.06.2018 05:55
    Highlight Highlight Die US-Regierung lernte nichts aus den Irak Kriegen, schade.
  • Astrogator 27.06.2018 05:33
    Highlight Highlight Was genau ist das Ziel des Trottels Trump?

    Iran hat die Vorgaben des Sperrvertrags eingehalten den die USA ohne Notwendigkeit gekündigt haben. Und auf welcher Grundlage will man nun Iran erneut sanktionieren? Die mentale Instabilität eines POTUS kann ha nicht die Grundlage sein um ein Volk von 80 Millionen zu knechten.

    Und hinterher wundert man sich über brennende Fahnen undTerror gegen die USA.
  • nichtwichtig 27.06.2018 04:11
    Highlight Highlight Der konflikt mit dem iran basiert auf rein wirtschaftlichen interessen. Die USA werden spätestens 2019 der weltweit grösste ölproduzent.

    "Nachdem das Ölkartell Opec gemeinsam mit zehn Partnern, darunter Russland, ihre Ölproduktion seit Anfang 2017 um 1,8 Millionen Barrel pro Tag einschränkt, konnte das Überangebot abgebaut werden". (Handelsblatt)

  • Perimius 27.06.2018 00:16
    Highlight Highlight Somit hätten wir dann ein weiteres Land, welches systematisch von Murica in den Ruin getrieben wird.
  • KnechtRuprecht 26.06.2018 23:54
    Highlight Highlight Wenn dann der Ruin über den Iran hereingebrochen ist. Aus lauter Armut und Not ein Bürgerkrieg tobt. Stehen die USA wieder zuvorderst um das Land zu befrieden und eine Schein Demokratie zu installieren. Als Dank dafür nehmen sie dann natürlich gerne das Öl! Ist nicht genau das der Plan? Zur Not, tun es auch noch ein paar ABC Waffen die man irgendwo vermuted. Immer das selbe kranke Spiel! Wach auf Welt, stoppe endlich diesen selbst ernannten Herrscher!
  • PhilippS 26.06.2018 23:53
    Highlight Highlight Die USA steigen überall aus... Klimaabkommem, Iranabkommen, Zollabkommen, Menschenrechtsrat,... wann treten sie korrekterweise ihr Vetorecht ab?

    Wie dem auch sei - ich hoffe, die EU, Russland uns China bleiben hier standhaft, beugen sich dem Druck der USA nicht - bleiben verlässliche Partner bei internationalen Abkommen.
  • Jorge de los alpes 26.06.2018 23:48
    Highlight Highlight so, der US-Superpräsi, wo auf niemand hört, will, dass man international seinen Willen durchsesetzt.
  • swisskiss 26.06.2018 23:39
    Highlight Highlight Man sollte nicht die USA anklagen, da diese nur die Machtpolitik weiterführen, die sie seit Jahrzehnten erfolgreich betreibt. Und wieso ist diese Politik (immer noch!) erfolgreich? Weil "befreundete Staaten" des Westens zwar hinstehen und Statesments abgeben, wie verabscheuungswürdig und unfair solche Politik ist, aber bei wirtschaftlichen Eigeninteressen jedesmal einknicken.

    So wird der Iran vollmundig unterstützt, aber in der Realität hat sich der Grossteil westlicher Firmen aus dem Handel mit dem Iran zurückgezogen, weil die eigenen Regierungen nicht bereit sind klare Flagge zu zeigen.
  • capture 26.06.2018 23:08
    Highlight Highlight Die Wirtschaft bricht zusammen, Leute stürzen in Arbeitslosigkeit und Armut, Extremisten empfangen sie mit offnen Armen, USA Hass und Terror.

    Die Geschichte wiederholt sich und sie lernens einfach nie.
  • Beat Galli 26.06.2018 22:43
    Highlight Highlight Dies sind also jetzt die westlichen Werte die wir alle Vertreten.
    Primärziel Iran in die Kriese zu stürtzen.
    80mio Menschen in die Kriese zu stürtzen?
    Es dient sicher dem Frieden wenn die westliche Welt 80mio Iraner ans an die Grenzen der Existenz bringt.
    Die Iranische Regierung ist nicht gut. Aber wenn du das Volk ausbluten lässt, wie sollen sie sich den wehren. Die einzige Nation im Nahen Osten welche eine Akademische Schicht besitzt, welche nur vorhanden ist, wenn es die Mittel hat dazu.

    Stopt endlich die Amerikaner. Die Welt geht noch früh genug vor die Hunde.
    • rolf.iller 27.06.2018 01:58
      Highlight Highlight Was soll das Geschimpfe auf "westliche Werte"? Trump ist ein hasserfüllter möchtegern Autokrat und steht für alles andere wie "westliche Werte". Dinge wie rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung, Demokratie, ... stehen bei mir immer noch ganz hoch im Kurs.

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