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epa05430586 A handout photograph made available by the British Ministry of Defence on 18 July 2016 showing the British Royal Navy submarine HMS Vengeance, the fourth and final Vanguard-class submarine returning to HMNB Clyde, Faslane. Scotland, 07 September 2007. HMS Vengeance  carries the Trident ballistic missile, the British nuclear deterrent. Reports on 18 July 2016 state that British Members of Parliament are to vote in Parliament on whether the British nuclear weapons programme should be renewed. British Members of Parliament vote will determine if Britain is to continue a program to build the next generation nuclear submarines that carry nuclear weapons.  EPA/POA(Phot) TAM McDONALD / BRITISH MINISTRY OF DEFENCE / HANDOUT MANDATORY CREDIT TAM McDONALD: CROWN COPYRIGHT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Das britische Atom-U-Boot «HMS Vengeance».  Bild: EPA/BRITISH MINISTRY OF DEFENCE

Britische Regierung verschwieg Panne mit Atomrakete



Ein angeblich gescheiterter Test mit einer Atomrakete setzt die britische Regierung unter Druck. Laut einem Bericht der «Sunday Times», die sich auf einen hochrangigen Vertreter der Marine berief, war im Juni 2016 eine Trident-II-D5-Rakete aufgrund eines «ernsten Defekts» vom Kurs abgekommen und für eine gewisse Zeit in Richtung der US-Küste unterwegs gewesen. Die vom U-Boot «HMS Vengeance» vor dem US-Staat Florida abgeschossene Rakete war nicht mit einem Sprengkopf bestückt. 

Der missglückte Test, laut dem Marinevertreter ein «katastrophaler Fehlschlag», habe die Führung der britischen Regierung und Armee in «grosse Panik» versetzt – zumal sich der Zwischenfall zu einem für London äusserst ungelegenen Zeitpunkt ereignete. Wenige Wochen nach dem Test, im Juli 2016, stimmte das britische Parlament nämlich über die Erneuerung des britischen Atomwaffenprogramms ab.

Die vier veralteten U-Boote der «Vanguard»-Klasse, die die «Trident»-Raketen tragen, sollen durch neue Boote ersetzt werden. Das Projekt wird bis zu 41 Milliarden Pfund (rund 50 Milliarden Franken) kosten. 

Man habe beschlossen, den Vorfall zu vertuschen, um das britische Atomwaffenprogramm nicht in Misskredit zu bringen, sagte die anonyme Quelle aus Marinekreisen. Während des Tests hatte noch David Cameron an der Spitze der Regierung gestanden, doch am 23. Juni hatte ihn Theresa May in dieser Funktion abgelöst. 

May gelang es, eine grosse Mehrheit der Abgeordneten zur Annahme des U-Boot-Erneuerung zu bringen. Während der Debatte erwähnte sie den missglückten Test mit keinem Wort. 

(dhr)

Die britische, chinesische und französische H-Bombe

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    Alle Leser-Kommentare
  • Leon1 23.01.2017 01:21
    Highlight Highlight Dieses Interview ist schon bemerkenswert.
    Vier mal wurde die Frage gestellt ob sie davon etwas musste, viermal hat sie die Frage nicht beantwortet - damit sollte eigentlich alles klar sein...

    https://www.theguardian.com/uk-news/video/2017/jan/22/theresa-may-dodges-question-trident-misfire-four-times-video
    3 0 Melden
  • pamayer 22.01.2017 23:09
    Highlight Highlight Hauptsache immer schön vertuschen. So stärkt man nachhaltig das Vertrauen in die Entscheidungsträger des jeweiligen Staates.
    15 3 Melden
  • wes 22.01.2017 19:04
    Highlight Highlight Gibt das jetzt UNO-Sanktionen gegen GB? Oder nur für Nordkorea?
    79 27 Melden
    • Blutgrätscher 22.01.2017 23:05
      Highlight Highlight Hat der UNO-Menschenrechtdreport gegen GB auch gesagt, dass "das Ausmass, die Schwere und Natur dieser [Menschenrechts-] Verletzungen einen Staat zeigen, der in der modernen Welt keinen Vergleich findet." ? Oder nur bei Nordkorea?
      11 0 Melden
    • Lexxus0025 23.01.2017 00:23
      Highlight Highlight Kein guter vergleich. Es war eine "leere" rakete ohne sprengkopf. Nordkorea testet "scharfe" waffen.
      3 0 Melden
  • trio 22.01.2017 18:50
    Highlight Highlight Wieso gescheitert? Wohl eher den Ernstfall geprobt.
    17 25 Melden
  • http://bit.ly/2mQDTjX 22.01.2017 18:34
    Highlight Highlight Was hat ein atomar bewaffnetes britisches U-Boot vor den Küsten von Florida zu suchen?
    53 21 Melden
    • Ruffy 22.01.2017 19:21
      Highlight Highlight Internationale Gewässer dürfen von allen Nationen befahren werden.

      Zudem sind die Ubote mit den Atomwaffen immer an verschiedenen Orten um bei einem eventuellen Erstschlag eines Gegners sicherzustellen, dass nicht alle zerstört werden.
      85 1 Melden
    • Gurgelhals 22.01.2017 19:22
      Highlight Highlight Die hielten sich wohl in internationalen Gewässern auf. Trident ist meines Wissen so angelegt, dass die U-Boote weltweit in internationalen Gewässern patroullieren, damit sie auch dann noch einen Vergeltungsschlag ausüben können, wenn bereits die ganze Insel in Schutt und Asche gelegt wurde. So kann sichergestellt werden, dass die (zugegeben perverse) Logik des Gleichgewicht des Schreckens erfüllt bleibt. Dies wäre ja nicht der Fall, wenn die U-Boote stattdessen irgendwo fest stationiert wären und erst im Kriegsfall - d.h. wenn es möglicherweise schon zu spät ist - ausschwärmen.
      87 0 Melden
    • http://bit.ly/2mQDTjX 22.01.2017 20:03
      Highlight Highlight Es scheint mir strategisch wenig Sinn zu machen, atomar bewaffnet vor den Küsten von Florida zu patroullieren.

      Trident-Raketen haben Reichweiten bis 10'000km, könnten von dort daher nur den europäischen, amerikanischen und afrikanischen Kontinent erreichen. Von da ist aber kein Erstschlag zu befürchten. Vor Florida wird es schwierig, mit Trident-Raketen einen schnellen Gegenschlag zu starten, denn alle möglichen Ziele liegen ausserhalb des Aktionsradius.

      Weder Russland noch China, geschweige den Nordkorea haben diese Trident-Raketen vor Florida zu fürchten. Wirkung der Abschreckung=Null.
      3 9 Melden
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