Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Das Schwarzwald-Städtchen Triberg und sein erster Männer-Parkplatz. bild: dpa

19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»*



Was an Silvester am Kölner Bahnhof mit vielen Frauen passiert ist, ist grauenhaft. Die Schuldigen werden gesucht – und in vielen Tweets unter dem Hashtag #rapefugees in einem uralten Bild gefunden: In dem des Wilden, des primitiven schwarzen Mannes. In dem des Affen aus dem arabischen und nordafrikanischen Raum.

«Das rassistische Narrativ ‹schwarzer Mann vergewaltigt weisse Frau› ist volle Kanne durchgeschlagen.»

Publizistin Antje Schrupp

Bild

Ein sehr lesenswertes Buch in diesem Zusammenhang: Claire Golls «Der Neger Jupiter raubt Europa» (1926). Selten wurde so schlau mit Fremdwahrnehmungen gespielt.  bild: amazon

Das Bild gehört in die Kolonialzeit. Es wurde aus einem eurozentrischen Blickwinkel entworfen. Und allen, die sich dagegen wehren, werde gesagt: «Ihr verhamlost die Vorfälle von Köln!», schreibt die Kolumnistin Margarete Stokowski auf Spiegel Online. Und weiter: «Feministinnen, die seit Jahren und Jahrzehnten über Gewalt gegen Frauen schreiben, wird erklärt, sie würden nur ablenken wollen, um die Täter von Köln zu schützen.»

Nun gut. Dann lasst uns doch von den «Unseren» lernen. Vom zivilisierten Europäer, der weiss, wie man eine Frau behandelt. Mit 19 ausgesuchten Werbebeispielen aus dem deutschsprachigen Raum, die uns zeigen, welches Bild hierzulande vom «schönen Geschlecht» transportiert wird. 

In Köln musst du unbedingt in die Steffie rein! 

In der Schweiz bestehen die Frauen aus bestem Fleisch.

Bild

Unsere Frauen lassen sich so gerne abschleppen.

Bild

bild: emma

Man kann sie sanieren lassen, wenn sie alt sind.

Sie hocken gerne nackt mit heissen Strümpfen und High Heels auf die Fliesen ...

... und sogar auf Parkettböden! ...

... für sie gibt es eigentlich überhaupt nichts Schöneres, als sich auf diversen Bodenbelägen zu räkeln. 

Sie kochen füdliblutt und fettfrei.

Sie sind der Grund, warum es Astronauten gibt.

Sie wissen genau, wie man sich beim Spargelernten schonend bückt.

Sie halten sich mit Pizza-Essen den Po knackig.

Sie saugen so gerne für jeden beliebigen Zweck an Bananen.

Ihre feuchten Täler sind für alle zugänglich.

Sie trainieren die Bestandteile ihres Gerätes hart. 

Ihre Brüste sind zum Reinbeissen. 

Ihre Produktivität steigern sie in Unterwäsche. 

Sie interessieren sich in erster Linie für Haare. 

Aber für die Bildung ziehen sie sich auch mal gerne aus.

Sie machen sich mit ihren Brüsten für den Zeichenunterricht stark.

Wenn sie sich auf ein Klavier setzen, dann in Unterwäsche.

Ihr Gesicht ist sehr sekundär.

Wenn sie ans Oktoberfest gehen, dann nehmen sie ihre Möpse mit. 

*Ironie

(rof via Buzzfeed)

Hier geht's zum weiterführenden Kommentar: «Und was ist mit den Männern?!» Das Schreckgespenst Feminismus geht wieder um

Mehr zu den Silvester-Übergriffen in Köln:

Massive Proteste in Frankreich – Festnahmen

Link zum Artikel

19 Beispiele dafür, dass unser Frauenbild viel gesitteter ist als das des «schwarzen Mannes»*

Link zum Artikel

Der Hashtag #NotInMyName ist zurück: Tunesische Migranten verteilen Rosen an Kölnerinnen

Link zum Artikel

Nach Ausschreitungen: Polizei löst Pegida-Demo in Köln auf

Link zum Artikel

Das Fazit von Köln: Frauen müssen lernen, nicht vergewaltigt zu werden

Link zum Artikel

Der «perfekte» Massendiebstahl: «Die sexuellen Belästigungen in Köln waren geplant»

Link zum Artikel

Nach Sex-Attacken in Köln: Merkel will rasch Bedingungen für schnellere Abschiebungen schaffen

Link zum Artikel

Deutschland: Harte Strafen nach Kölner Massenüberfällen gefordert

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter