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Berg-Karabach: Aserbaidschan und Berg-Karabach vereinbaren Waffenstillstand



Aserbaidschan und die nach Unabhängigkeit strebende Region Berg-Karabach haben nach tagelangen Kämpfen einen Waffenstillstand vereinbart. Auch die Truppen von Berg-Karabach erklärten, sie hielten die Feuerpause ein.

Das Verteidigungsministerium in Baku teilte am Dienstag mit, die aserbaidschanischen Streitkräfte hätten ihre Kampfhandlungen wie vereinbart um 12.00 Uhr Ortszeit eingestellt.

Berg-Karabach (turko-russisch auch: Nagorni Karabach) hatte unmittelbar davor der aserbaidschanischen Armee noch eine Intensivierung der Angriffe vorgeworfen. Jeden Tag setzten die Truppen grössere Artillerie-Kaliber ein, hiess es in einer Stellungnahme der bewaffneten Kräfte Berg-Karabachs, die von Armenien unterstützt werden.

Der französische Aussenminister Jean-Marc Ayrault erklärte, der Kaukasus-Konflikt könne nicht mit Waffengewalt gelöst werden und rief zu einer sofortigen Feuerpause auf.

Das überwiegend von Armeniern bewohnte Gebiet Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zu Aserbaidschan, hat sich aber Anfang der 1990er Jahre in einem Krieg mit fast 30'000 Toten von Baku losgesagt. Eine seit 1994 geltende Waffenruhe ist brüchig.

Aserbaidschan wirft Armenien vor, die Region Berg-Karabach und angrenzende Gebiete seit dem Krieg Anfang der 1990er Jahre besetzt zu halten. Die Regierung in Baku sieht darin einen Völkerrechtsbruch.

Krisentreffen der Minsk-Gruppe

Friedensverhandlungen unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stocken seit Jahren. Für diesen Dienstag ist ein Treffen der sogenannten Minsk-Gruppe der OSZE in Wien geplant.

Vor der geplanten Zusammenkunft kritisierte Aserbaidschan die OSZE scharf. Der Konflikt sei noch nicht gelöst, weil die Minsk-Gruppe nicht durchsetzungsfähig genug sei, sagte ein ranghoher Regierungsvertreter in Baku. Zu der Minsk-Gruppe gehören Russland, die USA, Deutschland, Frankreich und die Türkei.

In der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku wollen am Donnerstag Russlands Aussenminister Sergej Lawrow und sein iranischer Amtskollege Mohammed Dschawad Sarif mit der Führung der Ex-Sowjetrepublik sprechen. Russland ist der engste Verbündete Armeniens und hat Tausende Soldaten in der Südkaukasusrepublik stationiert. Die russische Armee sichert die Aussengrenzen der GUS-Staaten. Die Türkei wiederum steht dem turksprachigen Aserbaidschan nahe. (sda/reu/dpa)

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