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Nahost

UNO-Sicherheitsrat fordert erneut «sofortige Waffenruhe» im Nahost 



Der UNO-Sicherheitsrat hat am Donnerstag erneut eine «sofortige und bedingungslose humanitäre Waffenruhe» im Nahen Osten gefordert. 

In einer nach vierstündigen Konsultationen veröffentlichten Erklärung drängten die Sicherheitsratsmitglieder die Konfliktparteien am Donnerstag ausserdem zu zwischenzeitlichen «humanitären Feuerpausen», damit die Zivilbevölkerung versorgt werden könne. 

Bei neuen israelischen Angriffen im Gazastreifen wurden unterdessen nach Angaben palästinensischer Rettungskräfte am Donnerstagabend 13 Menschen getötet. Allein neun Menschen starben demnach bei einem Luftangriff auf ein Haus im zentralen Flüchtlingslager Nusseirat. 

Drei weitere Todesopfer habe es bei Angriffen im Süden des schmalen Küstenstreifens gegeben, und eine Leiche sei aus Trümmern in Chan Junis gezogen worden, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte am Abend. Damit stieg die Zahl der getöteten Palästinenser seit Beginn der jüngsten Militäroffensive vor über drei Wochen auf mehr als 1430.

USA hält israelischen Beschuss von Schule für «absolut inakzeptabel»

Zuvor haben die USA Israel in aussergewöhnlich scharfer Form ein rücksichtsloses militärisches Vorgehen im Gazastreifen vorgeworfen. Der Granatangriff auf eine UNO-Einrichtung, in der unschuldige Zivilisten Schutz vor der Gewalt gesucht haben, sei «absolut inakzeptabel und nicht zu rechtfertigen».

Israel hebe häufig hervor, dass es grossen Wert darauf lege, Zivilsten zu verschonen, sagte Regierungssprecher Josh Earnest am Donnerstag in Washington. Aber die Vereinigten Staaten glaubten, dass Regierung und Militär dafür nicht genug täten.

«Wir glauben, dass die israelische Regierung und das israelische Militär mehr tun müssen, um ihren eigenen Standards gerecht zu werden, die sie zum Schutz unschuldiger Zivilisten gesetzt haben», sagte Earnest weiter. 

USA stehen für die Sicherheit Israels ein

Beim Beschuss der UNO-geführten Schule durch israelische Streitkräfte waren nach palästinensischen Angaben 15 Menschen getötet worden. Der Chef des UNO-Flüchtlingshilfswerks UNRWA sagte gegenüber dem Westschweizer Fernsehen RTS, sie hätten Israel die Anwesenheit von 3300 Flüchtlingen mehrere Mal klar signalisiert. 

Die USA sind gleichzeitig auch der wichtigste Verbündete Israels. Wenige Stunden nach dem Beschuss der Schule gaben sie die Versorgung Israels mit neuer Munition bekannt. 

Die USA stünden für die Sicherheit Israels ein, sagte Pentagonsprecher John Kirby. Es sei für die nationalen Interessen der USA «entscheidend», Israel dabei zu helfen, seine Fähigkeit zu einer «starken und reaktiven Selbstverteidigung» zu entwickeln und aufrecht zu erhalten. (viw/sda/reu)

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