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Kafi, soll ich abtreiben oder nicht?

Liebe Frau Freitag, ich stehe vor der schwersten Entscheidung meines Lebens – trotz Pille bin ich schwanger geworden, die Zeit drängt. Mein Freund und ich haben bereits zwei Kinder, er möchte partout kein weiteres Kind, fühlt sich zu alt dafür, meint, er hätte keine Nerven ... Ich wollte auch keine weiteren Kinder, aber eine Abtreibung kann ich mir so überhaupt nicht vorstellen. Ich habe so Angst, dass ich damit nicht klar kommen werde. Bis Donnerstag muss ich entscheiden. Was soll ich nur tun? Anna, 37



Liebe Anna

Sie sind in einer schwierigen Lage und ich kann Ihnen sehr gut nachfühlen. Ihr Kopf und Ihr Herz spielen verrückt, von Ihrem Bauch ganz zu schweigen.

Damit Sie etwas Ruhe gewinnen können, sollten Sie zuerst einmal tief durchatmen. Das mag zu simpel klingen, aber wenn wir unter Druck geraten, dann atmen wir nicht mehr richtig. Und wenn wir nicht richtig atmen, können wir keinen klaren Gedanken fassen. Darum: Langsam ein und ausatmen. Bis tief in den Bauch hinein. 10 Mal.

Was Sie tun sollen, können nur Sie allein entscheiden. Selbst dann, wenn der Kindsvater auch mit der Kinderbetreuung konfrontiert ist, mit den Folgen der Abtreibung muss die Frau umgehen können. Ich habe darüber bereits eine sehr ausführliche Antwort geschrieben, die sehr vielen Frauen in Ihrer Situation geholfen hat. Weil meine Antwort hier genau gleich ausfallen würde, verlinke ich ausnahmsweise einen alten Text. Ich hoffe, dass diese auch Sie bei der Entscheidung etwas unterstützen wird.

Ich wünsche Ihnen alles Liebe und ganz viel Kraft. Ihre Kafi

PS: Ich publiziere diese Antwort auf all meinen Kanälen gleichzeitig und hoffe, dass meine Antwort Sie rechtzeitig erreicht.

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Kafi Freitag (41!) beantwortet auf ihrem Blog Frag Frau Freitag Alltagsfragen ihrer Leserschaft. Daneben ist sie Mitbegründerin einer neuen Plattform für Frauen: Tribute.

Im analogen Leben führt sie eine Praxis für prozessorientiertes Coaching (Freitag Coaching) und fotografiert leidenschaftlich gern. Sie lebt mit ihrem 12-jährigen Sohn in Zürich.

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87
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87Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Burdleferin 24.03.2017 13:51
    Highlight Highlight Die Einstellung des werdenden Vaters sollte nie ein Grund zu einer Abtreibung sein.
    7 10 Melden
  • JoJodeli 23.03.2017 13:09
    Highlight Highlight Keine Frau muss diese Entscheidung ganz alleine durch machen. Es gibt in jedem Kanton hervorragende Beratungsstellen inklusiver psychologischer Betreuung für solche Fälle. Da wird der Partner auf Wunsch auch miteinbezogen. Sollte man sich für eine Abtreibung entscheiden, so gibt es auch gute Nachbetreuungsstellen. Die Frauenärzte haben diese Adressen und auch alle Spitäler. So eine Situation überfordert viele Frauen, um so wichtiger ist eine professionelle Begleitung. Ich wünsche der Familie viel Glück und egal wie sie sich entscheiden, dazu stehen und es ohne bereuen durch ziehen
    10 0 Melden
  • Tikvaw 22.03.2017 18:03
    Highlight Highlight Praktisch jedes Spital in der Schweiz, bietet zu diesem Thema psychologische Beratung mit ausgebildetem, medizinischen Fachpersonal an.
    Ist meiner Meinung nach ein besserer Ort um Hilfe zur Entscheidungsfindung zu erhalten, als von einer selbsternannten "Coacher". Welche für "einfachere" Dingen, sicherlich auch ihren Platz hat.
    24 6 Melden
  • Ökonometriker 22.03.2017 07:08
    Highlight Highlight Mich stört an der ganzen Abtreibungsdiskussion wie sehr noch manche Leute der Frau Schuldgefühle einreden möchten - und wie viele Frauen in unserem Kulturkreis noch Schuldgefühle wegen einer Abtreibung haben.

    Egal wie sich Anna entscheidet: ich wünsche ihr, dass ihr Umfeld sie unterstützt und sie den Entscheid aus Zuversicht (mehr Kapazitäten für bestehende Kinder oder ein weiteres Mal das Erleben von Mutterglück) treffen kann.
    Und nicht aus Schuld und falsch verstandenem Pflichtgefühl (mein Mann will nicht / wenn ich abtreibe bin ich ein schlechter Mensch). Angst ist ein schlechter Ratgeber.
    31 1 Melden
  • pedrinho 21.03.2017 14:40
    Highlight Highlight Das "traurige" an der frage finde ich, dass man diese oeffentlich stellen und diskutieren will/muss. Dabei ist es ein "problem" welches alleine von den betroffenen und dort vor allem von der frau entschieden werden sollte.

    Sie sollte/muss entscheiden bei welchem weg sie fuer sich eine bessere zukunf sieht. Und die mehr oder weniger "guten ratschlaege" einfach ignorieren.

    17 9 Melden
    • Pasionaria 22.03.2017 00:47
      Highlight Highlight Pedrinho
      Und wie Recht Sie haben!
      Von Anfang an dachte ich, wieso man (frau) ueberhaupt ein solch intimes Thema der Oeffentlichkeit preisgibt. Wurde die Betroffene dazu befragt?
      2 14 Melden
    • Anam.Cara 22.03.2017 07:16
      Highlight Highlight Es soll Menschen geben, die ihre schwierigsten Entscheidungen gerne so breit wie möglich abstützen. Diese Frau wendet sich an Menschen, die i ihren Augen weise oder sonst wie kompetent sind. Damit bekommt sie ein ganz breites Spektrum von Begründungen und Handlungsoptionen. Oder auch nur die Bestätigung ihrer eigenen Überlegungen.
      Viele Frauen funktionieren so. Nur wenige Männer versthen das.
      Und ja, das Thema gehört an die Öffentlichkeit. Immer wieder. Damt wir alle die Entscheidung diese Frauen ein bisschen mittragen könne.
      18 2 Melden
    • Pasionaria 22.03.2017 08:17
      Highlight Highlight Anam.Cara
      und wo bleibt dabei der Ehemann, auf der Strecke?
      1 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ms. Song 21.03.2017 13:21
    Highlight Highlight In einer sexuell aktiven Partnerschaft und Ehe muss man einander vertrauen können. Anna und ihr Mann haben für sich gemeinsam beschlossen, keine Kinder mehr zu wollen. Annas Mann verlässt sich hierbei auf ihr Wort. Nun ist sie schwanger und überlegt sich, ihr Wort zu brechen und ihren Mann dazu zu zwingen, erneut und gegen seinen Willen Vater zu werden. Für mich wäre das so ein massiver Vertrauensbruch, dass ich die Beziehung ernsthaft in Frage stellen würde. Genau so, wie wenn mein Partner mir zusichert, dass er auch ein Kind will und bei einer Schwangerschaft auf einmal Zweifel äussern würde
    13 62 Melden
    • Catnip 21.03.2017 15:18
      Highlight Highlight Weil Unfälle trotz Verhütung ja nicht mehr passieren, wenn man es ganz fest verspricht, oder wie?

      Keine Kinder mehr zu wollen und bei ungewollter Schwangerschaft tatsächlich abzutreiben sind zwei gänzlich verschiedene Entscheidungen. Und die Zweitere fällt nicht plötzlich superleicht nur weil man sich für die Erste entschieden hat.
      54 2 Melden
    • Arutha 21.03.2017 15:31
      Highlight Highlight Und warum haben Anna und ihr Mann keine Massnahmen ergriffen, dass diese Situation definitiv nicht eintrifft? Eine Vasektomie wäre relativ einfach und sehr sicher.
      Sie wollten keine Kinder und somit auch keine Schwangerschaft. In dieser Situation die ganze Schuld auf die Frau schieben zu wollen, ist weder fair noch hilft es ihr in der Entscheidung.

      Eine alternative Lösung zum Abbruch der Schwangerschaft könnte eine Adoptionsfreigabe sein, wenn sich das Paar am Ende der Schwangerschaft immer noch sicher ist, das Kind nicht zu wollen. Keine einfache Entscheidung.
      30 3 Melden
    • Emma Jones 21.03.2017 17:10
      Highlight Highlight Wow Haustierhalter sind echt Fanatiker. Das eigene Kind soll man ohne mit der Wimper zu zucken abtreiben. Aber wehe man bezahlt der Katze keine Chemotherapie!
      User Image
      21 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Noeldi18 21.03.2017 08:41
    Highlight Highlight Liebe Anna

    Meine Frau und ich mussten über 20 Jahre warten, bis wir dank einer Schweizer Adoption Eltern eines wunderbaren Mädchens wurden. Wir sind der Mutter und dem Vater dieses Kindes von ganzem Herzen dankbar für ihre mutige Entscheidung! Ich möchte auch sie ermutigen, die Freigabe zur Adoption in Betracht zu ziehen. Das Kind würde sicher auch zu ganz tollen Eltern kommen - wie ihr es ja bereits seid - und die Beratung der Fachstelle ist sehr professionell und unterstützend. Für diese wichtige Entscheidung wünsche ich dir Anna viel Kraft und einen inneren Frieden.
    38 5 Melden
  • Pasionaria 20.03.2017 23:05
    Highlight Highlight Lukas Blatter
    Entschuldigen Sie, da off topic.
    Aber koennten Sie ev. Frau Freitag fragen, welche Kriterien es braucht, um von ihr auf eine hoeflich gestellte Frage (mind. 10 x gleich hoeflich gestellt :-)), eine Antwort zu erhalten.
    Sie will und will es mir einfach nicht verraten. Hingegen antwortet Sie umgehend auf (hoch verdiente) Komplimente an ihre Adresse.
    Danke
    7 15 Melden
    • Lukas Blatter 21.03.2017 00:04
      Highlight Highlight @Pasionaria: Da kann ich Ihnen wohl auch nicht weiterhelfen 😕 Aber über das Kontaktformular auf Kafis Blog dürfen Sie bestimmt auch mal eine Frage deponieren, die Kafi Freitag dann nicht gleich öffentlich beantwortet. Und vielleicht – wer weiss, mit etwas Glück – antwortet Sie Ihnen ja hier mal 😉
      9 0 Melden
    • Pasionaria 21.03.2017 00:16
      Highlight Highlight Danke vielmals fuer Ihre Antwort.
      Nun unter 'Glueck' stelle ich mir eigentlich etwas anderes, erhabeneres vor.

      "Aber über das Kontaktformular auf Kafis Blog dürfen Sie bestimmt auch mal eine Frage deponieren..."
      darf ich das wirklich? Welch grosses Privileg....
      Wie konnte ich auch diesem Glueck bis jetzt fernbleiben? :-)
      Danke sonst geht es mir gar nicht so schlecht!

      7 13 Melden
    • Spooky 21.03.2017 19:31
      Highlight Highlight @Pasionaria
      Vielleicht antwortet Kafi nicht, weil sie gar nicht mehr weiss, was du eigentlich wissen wolltest. Ist ja schon lange her.

      Frag doch einfach noch einmal! Vielleicht antwortet sie. 😂
      12 3 Melden
  • Gohts? 20.03.2017 20:29
    Highlight Highlight Eigentlich egal, was ich hier schreibe. Der Kommentar wird sowieso wieder gelöscht, gäll @kafi?
    5 26 Melden
    • Lukas Blatter 20.03.2017 20:45
      Highlight Highlight @Gohts?: Nein, aber konstruktive Kommentare schalte ich umso lieber frei 😉 ! Also hopp, an die Tasten, und bitte etwas Themenbezogenes.
      31 2 Melden
    • kafi 20.03.2017 21:35
      Highlight Highlight ich lösche eh nix weil ich die Kompetenz dazu nicht habe, Sehe die Kommentare erst, wenn sie freigeschaltet sind.
      35 1 Melden
  • OkeyKeny 20.03.2017 19:57
    Highlight Highlight Es gibt Gründe, weshalb man Föten abtreiben darf. Klar sollte eine Abtreibung durch Verhütung verhindert werden, aber - es wurde verhütet, absolut nicht Ihr Fehler, dass Sie also trotzdem schwanger wurden.
    26 8 Melden
  • Spooky 20.03.2017 19:21
    Highlight Highlight @Anna
    Also wenn dir die Entscheidung derart schwer fällt, dann würde ich sagen: Im Zweifel für den Angeklagten.

    In diesem Fall ist der Angeklagte der Fötus.

    Aber es ist brutal: Du musst selber wissen.

    Aber trotzdem: keine Angst, es kommt schon richtig.
    15 18 Melden
    • Pasionaria 20.03.2017 23:01
      Highlight Highlight Selten bloeder Mist von Dir, Spooky:
      "In diesem Fall ist der Angeklagte der Fötus."
      Vorallem nehme ich an, dass es sich bei Anna noch um ein Embryo (Fruehstadium) und noch nicht um ein Foetus handelt!
      Anna's Situation ist deshalb so schwierig, weil es Argumente fuer beide Handlungs-, resp. Nichthandlungsweisen gibt.
      Ganz pers., was zum Glueck nicht zaehlt, sehe ich in ihrer Situation das Abtreiben als langfristig viel befriedigendere Loesung, da fuer alle stimmend.
      Nur Sie alleine kann es wissen, ganz alleine entscheiden hingegen, finde ich dem Partner gegenueber als auch nicht besond. fair.
      8 10 Melden
    • Spooky 21.03.2017 00:06
      Highlight Highlight @Pasionaria
      "Vorallem nehme ich an, dass es sich bei Anna noch um ein Embryo (Fruehstadium) und noch nicht um ein Foetus handelt!"

      Du legst jedes Wort auf die Goldwaage. Was für ein Erbsenzähler du bist!
      ______________

      "Ganz pers.(.....) sehe ich in ihrer Situation das Abtreiben als langfristig viel befriedigendere Loesung, da fuer alle stimmend."

      Woher willst du wissen, was für das Kind stimmt?
      9 9 Melden
    • Pasionaria 21.03.2017 19:50
      Highlight Highlight Erbsenzaehler? Wie bitte?
      Fuer mich macht es einen riesengrossen, ja entscheidenden Unterschied, ob es sich um ein Embryo oder ein Foetus handelt, Entschuldigung!
      Ob es sich um einen Zellhaufen oder um ein sich zu entwickeln beginnendes Lebewesen handelt! Fuer Dich nicht?
      "Woher willst du wissen, was für das Kind stimmt?"
      Sprich mir beim Embryo bitte einfach noch nicht von > Kind!
      Aus welcher fundamental-religioeser Sicht schreibst denn Du in dieser Sache?

      Aber wie gesagt, Anna wird selbst entscheiden muessen, hoffentlich im Einklang mit ihrem Partner. Wuensche ihr von Herzen nur das Beste.
      7 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 20.03.2017 18:48
    Highlight Highlight Die Angst mit einem Abbruch nicht klar zu kommen ist grösser als der ursprüngliche und beidseitige Wunsch zu den bestehenden Kindern kein weiteres Kind aufzuziehen. Wenn wir es jetzt von der Freude her sehen, ist da ein Bild das ihnen mehr Freude bereitet. Zu viert mit einem Neugeborenen, also zu fünft, oder zu viert bleiben? Würden sie es bereuen nur zu viert gelebt und alt geworden zu sein? Ein Abbruch ist einschneidend für eine Mutter, aber muss kein Unglück sein. Und eine lebendige Überraschung ist auch keine Katastrophe. So oder so, eine partnerschaftliche Entscheidung wäre gut.
    28 2 Melden
  • stadtzuercher 20.03.2017 17:49
    Highlight Highlight Ein Kind ist nicht nur das Kind der Mutter, sondern auch eines Vaters (etwas seltsam, dass wir darüber im 2016 noch diskutieren müssen).
    Insofern spielt auch die Meinung des Vaters eine Rolle. Die Jungliberalen in Schweden haben konsequenterweise auch schon ein Abtreibungsrecht des Vaters gefordert (male abortion). Dass der Vater sich zumindest der finanziellen Forderungen verwehren kann, im Falle einer ungewollten Schwangerschaft (dürfte hier ja zutreffen).

    -

    Dies ist natürlich ein politischer Beitrag, betrifft nicht die persönliche Situation von Anna.
    45 24 Melden
    • lilie 20.03.2017 21:07
      Highlight Highlight @stadtzuercher: Das ist für mich ein ganz neuer Gedanke.

      Einerseits verstehe ich den Gedanken, dass der Mann mitreden dürfen muss, da er schliesslich bezahlen muss.

      Andererseits graut es mir bei der Vorstellung, dass eine Frau abtreiben muss, weil der Vater das Kind nicht will.

      Vielleicht wäre ein Kompromiss gut: Der Vater darf das Kind bei einer ungewollten Schwangerschaft ablehnen. Wenn die Mutter das Kind trotzdem bekommen will, muss sie auf die Alimente vom Vater verzichten. Dafür bekommt er aber auch kein Besuchsrecht.

      Weiss aber nicht, ob das funktionieren würde.
      19 5 Melden
    • Bruno Wüthrich 20.03.2017 22:00
      Highlight Highlight Vielleicht noch erwähnenswert: Die Liberale Volkspartei in Schweden, zu welcher die Jungliberalen gehören, hat etwas über fünf Prozent Wähleranteil. Das ist etwas mehr als die GLP in der Schweiz. Die Jungliberalen werden also keine grosse Rolle spielen.

      Wichtig: Nicht einmal die Mutterpartei geht in dieser Frage mit ihrer Jugend einig. Mit andern Worten: Fordern kann man vieles. Es findet sich immer jemand, der das unterstützt.

      Die Jungliberalen in Schweden fordern auch die Legalisierung von Inzest und Nekrophilie (= Sex mit Leichen).
      16 1 Melden
    • Macke 20.03.2017 23:07
      Highlight Highlight Ein Mann kann ein Kondom benutzen oder sich unterbinden lassen, wenn er keine Kinder möchte. Eine Vasektomie kann unter Umständen rückgängig gemacht werden. Tut er das nicht, trägt er die Verantwortung mit. Punkt.
      Zur Frage selbst: Ich finde es unangebracht, hier die Moralkeule hervorzuholen. Sie bezieht die Wünsche ihres Partners in ihre Fragestellung mit ein. Das reicht. Da braucht man nicht noch mehr Menschen, die mit Moral argumentieren.
      31 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Capitan 20.03.2017 14:07
    Highlight Highlight Es ist eines der grossen Dilemmata,
    bei denen man, so oder so, leider,
    trotz aller Gründe tiefes Inventar,
    auf Dauer nie ganz kommt aus dem Schneider.
    Dann kommt und geht der Zweifel, ob's gut war.
    21 7 Melden
  • Bruno Wüthrich 20.03.2017 13:16
    Highlight Highlight Liebe Fragestellerin, ich bin wahrlich kein Experte. Doch ich möchte Ihnen etwas zu bedenken geben:

    Es ist ja unstrittig, dass eine Abtreibung für viele Frauen eine grosse seelische Belastung mit sich bringt, die zum Teil ein ganzes Leben lang anhält. Sie sind bereits Mutter zweier Kinder. Denen müssen Sie trotz dieser seelischen Belastung weiterhin gerecht werden. Es könnte möglicherweise sehr viel einfacher sein, drei Kinder ohne seelische Belastung zu meistern statt zwei Kinder mit.

    Bitte bedenken Sie das, bevor Sie sich unglücklich machen. Wer zwei Kinder «meistert», schafft auch drei.
    76 75 Melden
    • Wehrli 20.03.2017 14:46
      Highlight Highlight Wieso nicht gleich vier oder fünf? Halt so chli Katholik, "Sie hat sich füllen lassen, jetzt soll sie noch Moralin schlucken"
      35 73 Melden
    • Alex_Steiner 20.03.2017 14:58
      Highlight Highlight Blödsinn. Welche "seelische Belastung"? Nur Leute wie du belasten sie. Ihr redet ihr Schuldgefühle ein. Ein Fötus kann ohne bedenken abgetrieben werden.

      Ausserdem würd ich sie als Mann verlassen, wenn sie einfach so bestimmt ein weiteres Kind haben zu wollen. Aber eine Scheidung gibt sicher keine "seelische Belastung".
      51 150 Melden
    • béast 20.03.2017 15:16
      Highlight Highlight @A_S: glücklich die frau, die im falle einer solchen entscheidung einen mann und nicht sie an ihrer seite weiss.

      das ist nicht als votum fürs 'behalten' auszulegen.
      76 7 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 20.03.2017 12:46
    Highlight Highlight Super Antwort! Dem gibt es nichts mehr hinzuzufügen. 👍
    13 10 Melden
  • azoui 20.03.2017 11:51
    Highlight Highlight Wenn der Kindvater weiss, dass er keine Kinder mehr will, keine Nerven mehr dafür hat, sich zu alt fühlt, dann frage ich mich, wieso er sich nicht alt genug gefühlt hat, sich unterbinden zu lassen.
    241 12 Melden
    • Capitan 20.03.2017 13:53
      Highlight Highlight Weil das Schicksal oft lustig drechselt,
      Und später man die Meinung wechselt.
      Oder wär's, wie bei and're Länder,
      nicht der Freund ist der Samenspender.
      5 15 Melden

Liebe Kafi, Ich arbeite in einem Unternehmen, bei dem Überzeit nicht vergütet und als Investment angesehen wird

Seit 4 Jahren arbeite ich bis zum Gehtnichtmehr – Beförderungen etc. erreicht. Mittlerweile habe ich mich entschieden, zu gehen und habe eine tolle Stelle gefunden. Künden werde ich sobald ich den neuen Vertrag habe – sogar 7 Monate vorher anstatt nur die 2 Monate, die ich müsste. Wie höre ich auf? (Überstunden zu machen, um alles kümmern, mich für alle zu opfern). Danke :-) Lea, 29

Liebe Lea

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie weitere 7 Monate im Betrieb bleiben werden, obwohl Ihre Kündigungsfrist 2 Monate beträgt? Bin mir gerade nicht ganz sicher. Hoffe eigentlich sogar, dass ich das falsch verstehe. Denn das wäre sehr ungünstig.

Ich bin der Meinung, dass man gekündigte Menschen möglichst schnell aus der Firma haben sollte. Und zwar im Interesse beider Seiten. Es ist meist recht unangenehm, in diesem Zustand weiterhin in einem Team zu arbeiten. Darum: Falls ich das …

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