International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Der «Dschungel»von Calais kann wie geplant geräumt werden, sagt das Gericht

25.02.16, 17:11 14.03.16, 10:59

Die französische Justiz hat die geplante Räumung eines Teils des Flüchtlingslagers in Calais gebilligt. Das Verwaltungsgericht der nordfranzösischen Stadt Lille erklärte ein entsprechendes Dekret der zuständigen Präfektur am Donnerstag für rechtmässig.

Dies verlautete aus Verwaltungskreisen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Damit können die Behörden wie geplant den südlichen Teil des als «Dschungel» bekannten Lagers am Ärmelkanal räumen. Ein genauer Zeitpunkt ist aber nicht bekannt.

Die Flüchtlinge von Calais

In dem Lager im Osten der Hafenstadt Calais harren tausende Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Eritrea oder dem Sudan aus. Die meisten hoffen, nach Grossbritannien zu gelangen.



Das Lager steht wegen der dort herrschenden Zustände – die Flüchtlinge leben in Zelten oder selbst errichteten Hütten, es fehlt an sanitären Anlagen – seit langem in der Kritik, ausserdem gibt es Spannungen mit den Bewohnern von Calais.

Nur 300 frei Plätze in Wohncontainern

Die Behörden wollen nun zunächst den südlichen Teil des Lagers räumen. Dort leben nach Angaben der Präfektur des Départements Pas-de-Calais derzeit bis zu tausend Flüchtlinge. Hilfsorganisationen sprechen dagegen von fast 3500 Bewohnern im südlichen Lagerabschnitt.

Die Flüchtlinge sollen in einem an den «Dschungel» angrenzenden Wohncontainer-Lager, in dem es aber nur noch 300 freie Plätze gibt, oder in Aufnahmezentren in anderen Landesteilen untergebracht werden. Viele Flüchtlinge wollen aber in Calais bleiben, weil sie hoffen, von dort aus nach Grossbritannien zu gelangen. (whr/sda/afp)

Hamlet im «Dschungel»

Flüchtlinge willkommen!

Warum zwei Appenzeller Piloten im Mittelmeer Flüchtlinge retten müssen – eine Reportage

Diese 6 Dinge kannst du als Normalsterblicher tun, um Flüchtlingen in der Schweiz zu helfen

Bist du eher Front-Kämpfer oder Cüpli-Helfer? 11 Retter-Typen und was sie für Flüchtlinge tun

«Es gibt mehr als genug Arbeit für Flüchtlinge» – davon ist Integrationsexperte Thomas Kessler überzeugt

Diese 6 Dinge machen die watson-User für die Flüchtlinge 

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 25.02.2016 18:29
    Highlight In Frankreich wird kein Flüchtling um sein Leben fürchten müssen. Letzten Endes geht es hier nur um die illegale Einreise in das Wunschland GB zur Maximierung der Sozialhilfe.
    Und da die Briten anders als z. B. A. Merkel ihre Grenze nicht jedermann öffnen, hängen die Leute da fest. Klar könnten die Briten alle reinlassen, aber deren Migrationspolitik ist wohl eher: "Wir suchen uns aus, wer kommen darf" und nicht "wir nehmen jeden, wenn er es nur schafft."
    8 2 Melden
    • Paco69 25.02.2016 20:54
      Highlight 2)
      Warum die französische Regierung dieses Chaos in Calais so lange geduldet hat, ist noch immer unklar. Was jetzt passiert, ist das Resultat davon, dass die Regierung wegen des Chaos auf Schadenersatz vom Tunnelbetreiber verklagt wird, und das mit guten Chancen.
      2 0 Melden

Italien greift bei Einwanderungspolitik massiv durch

Italiens Regierung hat eine erleichterte Ausweisung von Einwanderern und eine deutliche Verschärfung des Asylrechts beschlossen. Ein entsprechendes Dekret wurde am Montag in Rom verkündet.

Innenminister Matteo Salvini sagte bei einer Pressekonferenz, mit dem Dekret könnten künftig Asylanträge ausgesetzt werden, wenn der Antragsteller als «sozial gefährlich» eingestuft werde oder in erster Instanz verurteilt worden sei. Die Asylanträge von Bewerbern, denen Drogenhandel oder Taschendiebstahl …

Artikel lesen