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Der «Dschungel»von Calais kann wie geplant geräumt werden, sagt das Gericht



Die französische Justiz hat die geplante Räumung eines Teils des Flüchtlingslagers in Calais gebilligt. Das Verwaltungsgericht der nordfranzösischen Stadt Lille erklärte ein entsprechendes Dekret der zuständigen Präfektur am Donnerstag für rechtmässig.

Dies verlautete aus Verwaltungskreisen, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Damit können die Behörden wie geplant den südlichen Teil des als «Dschungel» bekannten Lagers am Ärmelkanal räumen. Ein genauer Zeitpunkt ist aber nicht bekannt.

Die Flüchtlinge von Calais

In dem Lager im Osten der Hafenstadt Calais harren tausende Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Eritrea oder dem Sudan aus. Die meisten hoffen, nach Grossbritannien zu gelangen.

Das Lager steht wegen der dort herrschenden Zustände – die Flüchtlinge leben in Zelten oder selbst errichteten Hütten, es fehlt an sanitären Anlagen – seit langem in der Kritik, ausserdem gibt es Spannungen mit den Bewohnern von Calais.

Nur 300 frei Plätze in Wohncontainern

Die Behörden wollen nun zunächst den südlichen Teil des Lagers räumen. Dort leben nach Angaben der Präfektur des Départements Pas-de-Calais derzeit bis zu tausend Flüchtlinge. Hilfsorganisationen sprechen dagegen von fast 3500 Bewohnern im südlichen Lagerabschnitt.

Die Flüchtlinge sollen in einem an den «Dschungel» angrenzenden Wohncontainer-Lager, in dem es aber nur noch 300 freie Plätze gibt, oder in Aufnahmezentren in anderen Landesteilen untergebracht werden. Viele Flüchtlinge wollen aber in Calais bleiben, weil sie hoffen, von dort aus nach Grossbritannien zu gelangen. (whr/sda/afp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Paco69 25.02.2016 18:29
    Highlight Highlight In Frankreich wird kein Flüchtling um sein Leben fürchten müssen. Letzten Endes geht es hier nur um die illegale Einreise in das Wunschland GB zur Maximierung der Sozialhilfe.
    Und da die Briten anders als z. B. A. Merkel ihre Grenze nicht jedermann öffnen, hängen die Leute da fest. Klar könnten die Briten alle reinlassen, aber deren Migrationspolitik ist wohl eher: "Wir suchen uns aus, wer kommen darf" und nicht "wir nehmen jeden, wenn er es nur schafft."
    • Paco69 25.02.2016 20:54
      Highlight Highlight 2)
      Warum die französische Regierung dieses Chaos in Calais so lange geduldet hat, ist noch immer unklar. Was jetzt passiert, ist das Resultat davon, dass die Regierung wegen des Chaos auf Schadenersatz vom Tunnelbetreiber verklagt wird, und das mit guten Chancen.

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