International
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
President Donald Trump and first lady Melania Trump step off Air Force One as they arrive at the Palm Beach International Airport, Thursday, April 6, 2017, in West Palm Beach, Fla., en route to Mar-a-Largo, in Palm Beach, Fla., for a meeting with Chinese President Xi Jinping.  (AP Photo/Alex Brandon)

Er treibt das Konzept des Bullshits auf die Spitze: US-Präsident Donald Trump. Bild: Alex Brandon/AP/KEYSTONE

Herzlich willkommen im Zeitalter des Bullshits

08.04.17, 17:11 09.04.17, 13:56

Marko Kovic



Schon seit einiger Zeit wird in den Feuilletons argumentiert, wir befänden uns in einem «postfaktischen Zeitalter». Doch was meinen wir damit genau? Dass Politikerinnen und Politiker heute mehr lügen als zuvor? Wie viele Lügen braucht es dann genau, bis etwas «postfaktisch» wird?

Postfaktischer politischer Diskurs hat nicht unbedingt etwas mit Lügen und Lügnern zu tun. Postfaktischer Diskurs zeichnet sich eher dadurch aus, dass die Wahrheit im Sinne der objektiven Realität grundsätzlich an Bedeutung verliert – das, was passiert, ist also noch schlimmer als Lügen.

Dr. des. Marko Kovic ist Präsident von Skeptiker Schweiz – Verein für kritisches Denken und von ZIPAR – Zurich Institute of Public Affairs Research.

Der Lügner orientiert sich eigentlich genau so stark an der Wahrheit, wie jemand, der nicht lügt. Der Lügner kann ja überhaupt erst dadurch lügen, dass er weiss, was die Wahrheit ist. Auf eine perverse Art respektiert der Lügner also die Wahrheit, denn dadurch und nur dadurch, dass er weiss, was die Wahrheit ist, kann er lügen.

Beim postfaktischen Diskurs hingegen spielt Wahrheit gar keine Rolle mehr: Es ist egal, ob das, was behauptet wird, wahr oder falsch ist, solange mit dem Gesagten die gewünschte Wirkung erzielt wird. Diese Art von Sprechhandlung hat in philosophischen Kreisen eine prägnante Bezeichnung: Bullshit.

Postfaktischer, von Bullshit geprägter politischer Diskurs ist nichts Neues. Gerade in den USA ist Bullshit eine etablierte Strategie, um Zweifel an wissenschaftlichen Befunden zu säen. Befunde zu den Konsequenzen von Blei in der Umwelt, Befunde zu den Konsequenzen von Tabak und Zigaretten, Befunde zu den Konsequenzen der Nutzung fossiler Brennstoffe: Seit Jahrzehnten wird Bullshit erfolgreich eingesetzt, um wissenschaftliche Befunde in der öffentlichen Wahrnehmung zu verzerren.

Ob der Bullshit, der dabei verzapft wird, wahr ist oder nicht, ist egal – Hauptsache, die Öffentlichkeit wird beeinflusst und verunsichert.

Bullshit ist nichts Neues – aber Bullshit hat heute Hochkonjunktur. Das hat nicht nur mit Donald Trump zu tun: Die Trump-Regierung und ihr verschwörungstheoretischer Kampf gegen die Wahrheit (Journalisten, die Trump kritisieren, sind pauschal «Fake News») mögen die hellsten Sterne am Bullshit-Firmament sein, aber uns allen steht der Bullshit bis zum Hals.

Die Kehrseite des Internets

Das Internet hat, zweifellos, zahlreiche positive Seiten. Dank des Internets wandelt sich nicht zuletzt auch die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen: Wir können heute nach unserem persönlichen Gusto Informationen zu allen möglichen Themen zusammensuchen und sind nicht mehr auf einige wenige «Gatekeepers» angewiesen. Das ist an und für sich super, wäre da nur nicht die Natur unseres Denkapparates: Wir alle haben die Tendenz, Dinge, an die wir glauben, auch weiterhin glauben zu wollen.

Das führt dazu, dass wir versuchen, das, was wir eh schon glauben, zu bestätigen – diese kognitive Verzerrung wird Bestätigungs-Bias genannt. Das Internet ist eine enorme Spielwiese für unseren Bestätigungs-Bias: Es war noch nie derart einfach wie heute, Dinge, an die wir glauben wollen, mit schier unendlich vielen Quellen zu «bestätigen», und Dinge, an die wir nicht glauben wollen, mit ebenso vielen Quellen zu «widerlegen». Oftmals ist hierbei bildlich die Rede von Echokammern, denn wir hören im Grunde einfach das, was wir selber schon sagen.

Unser fehleranfälliges Hirn macht keinen grossen Unterschied zwischen einem anonymen Tweet und einer umfangreichen wissenschaftlichen Studie. Im Internet zählt nur Quantität, nicht Qualität, und für das, was wir glauben wollen, findet sich immer Quantität.

So schwimmen wir nun also alle online in einem Ozean von Bullshit. Das Ziel des Online-Bullshits ist, das, was wir eh schon glauben, immer weiter und weiter zu «bestätigen», sowie auch andere zu überzeugen, dass sie das, was wir glauben, auch glauben sollen. Ob dabei das, woran wir glauben, auch wahr ist, ist egal.

Es mag in diesem Sinne für manche von uns unverständlich sein, wenn viele Menschen online glauben, dass jeder Terroranschlag im Westen nur eine (bisweilen mit Schauspielern inszenierte) «False Flag»-Operation westlicher Regierungen gegen ihre eigene Bevölkerung ist. Es mag für manche von uns unverständlich sein, wenn viele Menschen glauben, Impfungen seien Gifte, die bestenfalls Kinder autistisch machen. Es mag für manche von uns unverständlich sein, wenn viele Menschen glauben, sie hätten die metaphorische «rote Pille» («redpilling») zu sich genommen und würden nun endlich erkennen, dass an all unseren Problemen Feministinnen sowie Menschen mit brauner und schwarzer Haut schuld sind. All diese Dinge sind für manche von uns unverständlich, aber für jene, die daran glauben, sind diese Dinge nur eines: Die unumstössliche Wahrheit. Eine Realität à la carte, serviert an dichter Bullshit-Sauce.

Am Schluss holt uns die Realität immer ein

Politik und Bullshit gehören seit jeher zusammen; das ist nichts Neues. Das Problem im aktuellen postfaktischen Diskurs sind denn auch nicht einfach die politischen Eliten: Heute zelebrieren wir alle Bullshit mehr denn je.

Das Problem ist, dass uns die Realität früher oder später einholt. Das hat sie bisher immer getan.

Auch wenn es uns schwer fällt, müssen wir uns darum auch in Zeiten der Bullshit-Omnipräsenz eine seit der Aufklärung zentrale Frage stellen:

«Habe ich wirklich gute Gründe, um zu glauben, was ich glaube?»

Nur dadurch, dass wir uns selber kritisch hinterfragen, können wir uns gegen den immer stärker werdenden Sog von Bullshit rational zur Wehr setzen.

Paradebeispiele von Bullshit: Die besten Tweets von Trump

Selbst das amerikanische Wappentier ist vor Trump nicht sicher

Trump hat die USA in eine nationale Sicherheitskrise gestürzt

Make America Weak Again: Trump beschleunigt den Niedergang der USA

Trump bleibt Trump: Bei der Richterwahl denkt er nur an sich selbst

Der Mann, der Trump retten soll

«F**k July 4th»: Kritische Stimmen und Proteste gegen Trump am Unabhängigkeitstag

Warum US-Medien besessen sind von Donald Trump

Harry-Potter-Autorin macht sich via Twitter über Donald Trump lustig

Trump kann sein giftiges Erbe auf Jahre hinaus zementieren

Gestern hatte Trump einen «Wow!»-Tag – aber diese Frau könnte ihm den Spass noch verderben

Donald Trump ätzt gegen 2 US-Comedians – und die schiessen so zurück 😅

Harley-Davidson ist nur der Anfang: Wie Trump sich im Handelskrieg verfahren hat

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

65
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
65Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Wehrli 10.04.2017 15:49
    Highlight Noise to signal ratio im Informationsbereich, rein neurowissenschaftlich gesehen. Philosophisch am besten darzustellen: Wir haben zu viele Antworten und zu wenig gute Fragen, das war Jahrhunderte lang anderherum.
    Wir sind "high on information", stoned. So nehmen wir auch den Bullshit gerne.

    Noch anders, als Bild formuliert: Im Fernsehen: Interview: Ein Fussballer wird zu seiner Meinung gefragt ob ein Kernkraftwerk stillgelegt werden soll.

    Dem ist nichts mehr beizufügen.
    3 1 Melden
  • Wehrli 10.04.2017 15:34
    Highlight "Das Problem ist, dass uns die Realität früher oder später einholt."
    Das gilt eben nicht mehr, Lügen haben plötzlich lange Beine, weil es keinen mehr gibt der "Lügner" schreit.
    Postfaktisch oder "The Age of Bullshit" kam mit dem Informationsoverload des Informationszeitalters. Wir können den Input gar nicht mehr prüfen, bevor wir einen Output generieren, genau daher schlägt das Pendel heute in die Gegenrichtung, ins andere Extrem: Es gilt nur noch das Bauchgefühl.
    5 1 Melden
  • koks 10.04.2017 07:19
    Highlight "...würden nun endlich erkennen, dass an all unseren Problemen Feministinnen sowie Menschen mit brauner und schwarzer Haut schuld sind."

    Äh, es sind doch die weissen Männer an unseren Problemen schuld. Oder nicht?
    3 2 Melden
  • rodolofo 09.04.2017 10:49
    Highlight Ich sehe ein weiteres Problem:
    Die bisherigen Gatekeeper und die sogenannten "Fachleute" sehen ihre Vormachtstellung in Sachen Information gefährdet durch direkt übermittelte e-mails, Bilder und Filme, welche übers Internet sehr schnell und spontan ausgetauscht werden können.
    Darum sehen sie in diesen Entwicklungen vor allem das "Negative" und zeigen sich besorgt über die vielen Fake-News und den Bullshit.
    Aber mit der Zeit werden wir alle versierter im Umgang mit diesen neuen Basis-Medien und wir werden eine Art "Sechsten Sinn" entwickeln, mit dem wir echte und ehrliche News erkennen können.
    9 10 Melden
    • Wehrli 10.04.2017 15:38
      Highlight "Sechsten Sinn" = Bauchefühl. Bauchgefühl ohne Realitätscheck durch das gehirn = Postfaktisch.
      1 4 Melden
  • Der Rückbauer 09.04.2017 08:23
    Highlight "Am Schluss holt uns die Realität immer ein". Ein schöner Satz, der wohlige Gefühle auslöst. Ach, bin ich doch glücklich, dass am Schluss immer die Realität (= Wahrheit?) siegt.
    Tja, das kann man wohl nicht sagen, als die Alliierten zehntausende von deutschen Dorfbewohnern durch die Konzentrationslager der Nazi laufen liessen und diese so durch "durch die Realität eingeholt wurden".
    Nein, dieser Satz greift zu kurz. Wenn die Wahrheit unter die Räder kommt und durch die Realität eingeholt werden muss, ist es meistens zu spät.
    10 3 Melden
  • Raphfa 08.04.2017 23:21
    Highlight Gegen Bullshit bei den Nachrichten gibt es ein Rezept:

    1. Schreibe nichts von Reuters oder AP ab.
    2. Sag dem Chefredaktor, er kann dich mal, wenn er einen aufklärerischen Artikel nicht zulässt.
    3. Zweifle immer an deinen Erkenntnissen und Quellen.
    4. Erforsche, ob die Geschehnis oder die Botschaft den Mächtigen oder dem Normalbürger in die Hände spielt.
    5. Erkundige dich gleich noch, wohin das Geld fliesst.
    6. Wenn du was schreibst, gib an, wie du zu diesen Erkenntnissen gekommen bist
    7. Gib den Leuten die Möglichkeit, deine Fakten zu überprüfen.
    8. Gib zu, wenn du etwas nicht weisst.
    30 11 Melden
    • rodolofo 09.04.2017 10:52
      Highlight Und warum glaubst Du, dass vor allem die Rechtsbürgerlichen Parteien (inkl. die ach so Volksverbundene SVP) sich mit Händen und Füssen gegen mehr Transparenz bei der Parteien-Finanzierung stemmen?
      14 7 Melden
    • Raphfa 09.04.2017 13:49
      Highlight @rodolofo: Natürlich spendieren die Kaufkraftentwender mehr an die rechten Parteien. Weil ich früher auch bei einem US-Multi tätig war, habe ich erfahren, dass die Firma immer bei Parteien unterstützt.

      Die Gemeinsamkeiten zwischen links und rechts sind grösser als die Unterschiede. Hätte ich früher nicht gedacht.

      So kann man für die Leute eine angebliche Alternative bieten, doch die Resultate sind dieselben. Ein paar Einzelkäpfer ausgenommen, entscheiden die Parlamentarier immer zu Gunsten der internationalen Globalisten.
      7 1 Melden
    • rodolofo 09.04.2017 15:05
      Highlight @ Raphfa
      Von wem bekommen die Politiker am meisten Steuereinnahmen?
      Vom Big Business!
      Also werden sie vor allem darum besorgt sein, es diesem zahlungskräftigen Big Business recht zu machen.
      Die Rechten sagen ganz offen: "Wir sind für die Wirtschaft!" Und damit meinen sie natürlich nicht die nächste Dorfbeiz...
      Die Linken sagten: "Wir sind für die kleinen Leute!" Und weil sie das sagten, bekamen sie kein Geld vom Big Business.
      Und weil sie ohne Geld unauffällig und bedeutungslos wurden, mässigten die Linken und wurden "Wirschaftsnah".
      Und schon sind wir in den Zuständen, wie Du sie beschreibst.
      6 3 Melden
  • Spooky 08.04.2017 21:51
    Highlight Die Realität ist demokratisch.
    12 45 Melden
    • Juliet Bravo 09.04.2017 00:50
      Highlight So ein Seich. Nur weil die Mehrheit es glaubt, muss es noch lange nicht wahr sein. Das hättest du wohl gerne!😅
      43 8 Melden
    • Capitan 09.04.2017 11:01
      Highlight Ich bin der Auffassung, dass es keine objektive Realität gibt, sondern ausschliesslich subjektive Realitäten, die aus der höchstpersönlichen Interpretation der eigenen Sinneseindrücke entstehen. Wir glauben bloss zu wissen, ausnahmslos.
      Dennoch gehe ich mit Spooky einig.
      Alle tauschen sich ununterbrochen aus über ihre persönl. Realitäten. Die Realitäten sind dadurch miteinander verkoppelt. So kommt es zu kongruenten Realitäten, die dann als tatsächlich und allgemeingültig gelten. Das ist wesensgleich zur Demokratie.
      Genau darum war früher die Erde eine Scheibe und jetzt ist sie eine Kugel.
      8 8 Melden
    • Edel Weiss 09.04.2017 12:21
      Highlight Es gab da kürzlich auf Watson Zitate zur Demokratie:

      «Mit dem demokratischen Grundsatz, dass ein Idiot gleich gut ist wie ein Genie, bin ich sehr einverstanden. Aber für mich hört es auf, wenn jemand einen Schritt weiter geht und behauptet, zwei Idioten seien besser als ein Genie.»

      Leó Szilárd
      11 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • fant 08.04.2017 21:35
    Highlight Genau aus meinem Unvermögen, in einer Geistes-Wissenschaft BS von nicht-BS zu unterscheiden, habe ich vor über 20 Jahren schliesslich 'nur' Naturwissenschaften studiert...

    Vielleicht erschaffen wir ja 'die kollektive' Wahrheit' z.B. durch Diskussionen wie hier...

    (Hmmm, würde dieser Kommentar jetzt den Turing-Test bestehen :-)
    19 4 Melden
    • Capitan 09.04.2017 11:02
      Highlight Das ist genau der Punkt: Wir schaffen die Wahrheit. Sie ist nicht einfach da.
      7 1 Melden
  • Fourtwenty 08.04.2017 20:51
    Highlight Schon ironisch, dass ein Artikel über Bullshit das Beste ist, was Watson zu bieten hat.
    44 22 Melden
  • Bouz 08.04.2017 19:32
    Highlight 👏🏻👏🏻👏🏻👏🏻

    Sehr guter Artikel.
    57 9 Melden
  • Gummibär 08.04.2017 19:24
    Highlight Eine ganz ausgezeichnete website für Bullshitforscher, die ich auch der watson Redaktion ans Herz legen möchte:

    http://www.snopes.com

    Die Leute beschöftigen sich ausschliesslich mit dem 'Debunking' von fake news
    18 8 Melden
  • Zeit_Genosse 08.04.2017 18:45
    Highlight Eine kontingente Sichtweise zu Bullshit könnte helfen, nicht in eine Argumentationsfalle zu treten, da Wahrheiten/Realitäten relativ sein können.

    Ich nutze auch mein gut entwickeltes Ignoranzmanagement, in dem ich meinem Hirn nicht alles zuführe und bin dafür bereit auch mal innerhalb meiner doch realativ grossen Echokammer zu bleiben. Dem geistigen Frieden zu liebe, da nicht jeder Bullshit ausgefochten werden muss. Das schon meine wertvollen Ressourcen.
    9 10 Melden
  • Nausicaä 08.04.2017 18:38
    Highlight Das Bewusstsein, was überhaupt 'objektiv' und was 'BS' ist, hat diachron enorm zugenommen (wobei es DIE Objektivität selten gibt, meist bloss den reflektierten Versuch, sich dieser anzunähern). Dass wir mithilfe des Internets BS bestätigen können, ist bestimmt ein neues und problematisches Phänomen. Aber ist sich nicht auch eine immer grössere prozentuale Anzahl von Menschen überhaupt bewusst, dass es eine Differenz zwischen BS und Objektivität gibt? Ich denke, dass gerät uns jeweils aus dem Blick, weil wir, was ja auch recht menschlich sind, immer sehr aufs Negative fokussiert sind.
    13 4 Melden
  • Burdleferin 08.04.2017 18:37
    Highlight Danke für die wunderschöne Sammlung einiger Tweets von Trump. Zum Brüllen 😂
    4 11 Melden
  • Nausicaä 08.04.2017 18:36
    Highlight Danke, sehr lesenswert. Es gibt aber bezüglich BS auch positive Aspekte zu berücksichtigen: In historischer Hinsicht war ja schliesslich BS schon prominenter. Man denke an die Religionen, die in den letzten paar hundert Jahren massiv an Einfluss verloren haben. Die Gefahr von faschistischen Strukturen ist in vielen westlichen Ländern durch gewachsenes und gelehrtes Bewusstsein eingedämmt worden (ich spreche nicht von starkem Populismus und nicht von faschistischer 'Klein'-Gruppenbildung und leider auch nicht von der Türkei, die sich auch leider weigert, ihre Vergangenheit aufzuarbeiten)
    20 7 Melden
  • Gummibär 08.04.2017 18:20
    Highlight Achtung ! Man muss auch beim Bullshit zu differenzieren wissen. Bullshit produzieren Rinder-, Büffel- und Elefantenbullen. Letztere machen wirklich unverwechselbar grosse Haufen.
    Trump gehört in die Elefantenklasse.

    P.S. Alle weiblichen Kommentatorinnen freuet Euch.
    Bullen sind eindeutig männlich.
    21 7 Melden
    • Energize 09.04.2017 09:23
      Highlight Shit. Was produziert den Sarah Palin? 😜
      3 2 Melden
    • Gummibär 09.04.2017 12:27
      Highlight Cowshit
      6 2 Melden
  • Wagner 08.04.2017 18:17
    Highlight Wer definiert wahrheit ... ziemlich doofer Artikel ... mit bezug auf Trump nehme ich an, mit dem Bild! Also was ist die motivation dahinter? Ist Assads Wahrheit die richtige, ist es Demokratie, ist es Putins ... ?
    6 55 Melden
    • Firefly 08.04.2017 20:40
      Highlight Es gibt Assads Meinung oder Weltsicht aber Assads Wahrheit, die gibt es nicht.
      24 8 Melden
    • reconquista's creed 08.04.2017 20:51
      Highlight Zuerst den Artikel lesen, dann denken und erst dann kommentieren. (Gibt auch weniger Blitze)
      26 9 Melden
  • Amadeus 08.04.2017 18:06
    Highlight Danke für diesen informativen Kommentar!
    35 13 Melden
  • mogad 08.04.2017 18:05
    Highlight Ist das, was heute in den Medien, in gewissen Politkreisen usw. mit der KESB passiert ein Bestätigungs-Bias????
    15 11 Melden
  • Nicolas Flammel 08.04.2017 17:50
    Highlight Jeder, der ideologisch denkt, glaubt und erzählt automatisch mehr oder weniger Bullshit, da die Realität ja in sein Weltbild passen muss. Fakten sind da oft störend.
    Das gilt für Linke, Rechte, Grüne, Verschwörungstheoretiker, Verschwörungsskeptiker, Klimagläubige, Klimaskeptiker usw.
    Finde den Artikel eigentlich nicht schlecht aber die Beispiele, die der Autor nennt, sind ein bisschen Einseitig gewählt. Er suggeriert, dass Leute, die skeptisch gegenüber Regierungen und den Massenmedien sind, mehr Bullshit glauben. Ich denke nicht dass das der Fall ist.
    39 45 Melden
  • Capitan 08.04.2017 17:30
    Highlight Das Konzept von Bullshit setzt voraus, dass es eine objektive Wahrheit gibt.
    Es gibt aber keine objektive Wahrheit. Wahrheit ist ausschliesslich subjektiv.
    Wahrheit ist eine Wahrnehmungsleistung irgendeines Hirns und extrem subjektiv.
    Dennoch gibt es viele deckungsgleiche Wahrheitswahrnehmungen. Das gilt dann als "die Wahrheit". Aber so eine kollektivkongruente Wahrheitswahrnehmung kann auch nur Einbildung oder Irrtum sein.
    Darum sollte sich jede bewusst sein, dass sie eigentlich nichts weiss, sondern es nur glaubt, nämlich zu wissen glaubt. Wahrheit existiert nicht, sie wird konstruiert.
    21 60 Melden
    • Capitan 08.04.2017 18:06
      Highlight @Rendel: Fakten sind Wahrheiten, von denen Du glaubst, sie bestätigen zu können.
      Ein paranoider Schizophreniepatient findet tagtäglich Beweise, dafür dass jemand hinter ihm her ist. Ein Aussensthender kann fast immer die Beweise ebenfalls feststellen, misst ihnen aber eine andere Bedeutung zu.
      Selbst ein Physiker weiss beim Experimentieren nicht, ob wahr ist, was er gerade misst. Er glaubt einfach nur seinen Instrumenten.
      @Waldfee: Du meinst Wahrheit existiere und Realität sei wahrgenommene, erlebte Wahrheit. Doch woher willst Du wissen, dass die Wahrheit existierte bevor Du sie erkanntest?
      14 27 Melden
    • Buff Rogene 08.04.2017 18:18
      Highlight Die Rede "Pappe ist genüsslich" setzt voraus, dass es etwas objektiv Genüssliches gibt.
      Es gibt aber nichts objektiv Genüssliches. Genuss ist subjektiv. Genuss ist eine Wahrnehmungsleistung eines Hirns und subjektiv.
      Dennoch gibt es viele deckungsgleiche Genusswahrnehmungen. Das gilt dann als "Genüsslichkeit". Aber so eine kollektivkongruente Genüsslichkeit kann auch nur Einbildung oder Irrtum sein.
      Darum sollte sich jede bewusst sein, dass sie nichts geniesst, sondern es nur glaubt, nämlich zu geniessen glaubt. Genuss existiert nicht, er wird konstruiert.

      Ich geniesse jetzt mein Bier!
      8 4 Melden
    • mogad 08.04.2017 18:31
      Highlight Wahrheit kann nur durch das Subjekt wahrgenommen werden, wodurch sie ihre Objektivität verliert? Würde mir einleuchten. Das heisst doch aber, dass wir alle auch ungewollt Bullshit aussondern. Das heisst, wir alle sind zum postfaktischen Diskurs verurteilt und können nur bei andern Bullshitern Bestätigung finden? Aber dann ticken wir doch alle mehr oder weniger gleich?
      6 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiyoaki 08.04.2017 17:28
    Highlight It's funny, because it's true. #NewSpeak #1984
    18 6 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 08.04.2017 17:22
    Highlight Danke, Marko Kovic, für diesen lesenswerten Kommentar, und danke watson, dass ihr solche "Perlen" bringt!
    43 8 Melden

Wie Exil-Amerikanerinnen von der Schweiz aus Trump stürzen wollen

Eine von Frauen geführte Expat-Gruppe will dafür sorgen, dass die Amerikaner in der Schweiz bei den «Midterms» fleissig an die Urne gehen.

Alexandra Dufresne ist Amerikanerin. Laut herausposaunen will sie das aber nicht. Es ist ihr peinlich – und zwar seit Donald Trump ins höchste Amt des Landes gewählt wurde.

Die 45-jährige Wahlzürcherin und Rechtsdozentin ist auch die treibende Kraft hinter der Widerstandsbewegung «Action Together», einer Gruppe von US-Expats und einigen Schweizern, die sich für die Erhaltung der amerikanischen Grundwerte einsetzen. «Diese werden derzeit von der Trump-Administration und dem republikanischen …

Artikel lesen