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«Was ist Aleppo?» Libertärer US-Präsidentschafts-Kandidat blamiert sich am TV bis auf die Knochen



Von mehreren Lesern kam unlängst die Bitte, watson möge doch auch einmal über die alternativen Kandidaten für das US-Präsidentenamt berichten, Gary Johnson und Jill Stein. Da Ersterer in Umfragen respektable +-9 Prozent holt, kamen wir diesem Wunsch nach.

Verglichen mit den beiden Hauptkandidaten schien Ex-Gouverneur Johnson für viele Wähler eine erfrischende Alternative darzustellen.

Ob sie das nach diesem Interview mit MSNBC immer noch so sehen?

Mike Barnicle: «Wenn Sie gewählt würden, was würden Sie wegen Aleppo tun?»

Gary Johnson: «Wegen?»

Mike Barnicle: «Aleppo.»

Gary Johnson: «Und was ist Aleppo?»

Mike Barnicle: «Das ist jetzt ein Witz, oder?»

Gary Johnson: «Nein.»

Mike Barnicle: «Aleppo ist in Syrien. Es ist das Epizentrum der Flüchtlingskrise.»

Gary Johnson: «OK, ich hab's verstanden.»

Die Bildungslücke in voller Länge. Achtung Fremdschämgefahr.

Gegenüber einem Reporter von Bloomberg TV bekundete Johnson Mühe, seinen Aussetzer zu erklären. Eigentlich machte er alles nur noch schlimmer.

Auf Johnsons Unwissen gab es einige Reaktionen im Netz. Am eindrücklichsten ist diejenige von Corinne Perkins, Bildredaktorin von Reuters. Sie twittert mit dem Titel «What is Aleppo? This is Aleppo» Szenen aus dem Kriegsgebiet. 

Und auch das ist Aleppo:

FILE - In this frame grab taken from video provided by the Syrian anti-government activist group Aleppo Media Center (AMC), 5-year-old Omran Daqneesh sits in an ambulance after being pulled out or a building hit by an airstirke, in Aleppo, Syria, Wednesday, Aug. 17, 2016. The White Helmets, were among the crowd of first responders who pulled Daqneesh and his family from the rubble of their apartment building Wednesday night.  (Aleppo Media Center via AP)

Bild: AP/Aleppo Media Center

Umfrage

Muss man Aleppo kennen?

  • Abstimmen

3,993 Votes zu: Muss man Aleppo kennen?

  • 38%Ja, wer US-Präsident werden will, schon.
  • 52%Ja, als Erdbürger schon.
  • 6%Darf man, muss man aber nicht wissen.
  • 2%Nein, unwichtig.
  • 1%Weiss nicht.

Prominente Trump-Unterstützer

(kri)

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59
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59Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Micha Schläpfer 09.09.2016 10:16
    Highlight Highlight Viele denken auch, es gibt in Amerika nur Republikaner und Demokraten und nur ein Kandidat einer dieser beiden Parteien kann Präsident werden. Wäre es möglich, dass eine kleine Partei eine Koalition mit einer der zwei Grossen eingeht, um ein besseres Wahlergebnis zu erzielen (z.B. wie in Deutschland)?
    • rodolofo 09.09.2016 13:06
      Highlight Highlight Genial!
      Und wer ist der Libertärste von allen?
      Trump!
      Oh my God! What's happening with Great America?!
  • Igowhenyougo 09.09.2016 08:53
    Highlight Highlight "What would you do about a leppo?"
    "About what?"
    "A leppo"
    "And what is a leppo?"
    "A leppo is a very dangerous animal living in the middle east."
    "Ok got it. Got it. Well, I'd take the big leppo-gun and shoot that leppo in the head."

    ...könnte jedem von uns passieren. Alles halb so wild. Aber für die Medien natürlich ein gefundenes Fressen.
  • Luca Brasi 09.09.2016 08:31
    Highlight Highlight Also ich kannte Aleppo schon vor dem Bürgerkrieg. Ist das nicht Allgemeinbildung?
    • Kian 09.09.2016 09:28
      Highlight Highlight Eigentlich schon. Aber heutzutage gilt «ich weiss es nicht und stehe dazu» als die grössere Tugend als Allgemeinbildung.
    • Luca Brasi 09.09.2016 10:03
      Highlight Highlight @Zuagroasta: Schon zu speziell? War immerhin ein Zentrum im Widerstand gegen die Kreuzritter, hatte den weltberühmten Markt und war wirtschaftlich stark innerhalb von Syrien. :(
      @Herr Ramezani: Das ist so etwas, dass mir allgemein auffällt. Teils sind gewisse Leute sogar stolz, wenn sie etwas nicht wissen und prahlen damit, dass sie keine Ahnung in einem Bereich haben.
      Von Politikern könnte man ja eigentlich erwarten, dass sie regelmäßig Nachrichten konsumieren um up to date zu bleiben...
    • rodolofo 09.09.2016 10:25
      Highlight Highlight Ja ja, Luca, aber für die nächste Präsidentschaft-Kandidatur kommst Du mit Deinem elitären Establishment-Wissen trotzdem nicht in Frage.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Zeit_Genosse 09.09.2016 05:43
    Highlight Highlight Vielleicht ist zugeben dass er das nicht weiss besser als wenn er Aleppo kennen würde und die Frage beantwortet hätte. Weil darauf hat im Moment die ganze Welt keine Antwort.
  • humpfli 08.09.2016 23:18
    Highlight Highlight Weshalb muss jeder Aleppo kennen? Natürlich, was dort abgeht ist der Horror. Aber es gibt sicherlich noch viele andere Städte oder Orte an denen vergleichbares passiert. Kennt ihr diese alle? Zudem hat er zugegeben, dass er Aleppo nicht kennt. Kennt ihr diese Videos, in welchen Leute gefragt werde, was sie von der *imaginärer Bandname* halten? Die quatschen alle rum, aber es gibt die Band nicht. Als angehender Präsident die Bildungslücke zugeben ist für mich eher positiv.
    • rodolofo 09.09.2016 08:15
      Highlight Highlight Das ist aber nicht Dein Ernst, oder?
      Aleppo ist der Schandfleck heutiger Grossmachtpolitik!
      Die hochgerüsteten Imperialen- und Regionalen Mächte sind nicht imstande, der Zivilbevölkerung wenigstens eine Atempause und die Versorgung mit Lebensmitteln zu gönnen, weil sie dabei einige Zentimeter der Frontlinie einbüssen könnten!
      Schlimmer noch wird die Zivilbevölkerung als Kriegswaffe benutzt!
      Russland produziert ganz bewusst Flüchtlings-Massen, um mit diesen die Türkei und Europa zu destabilisieren und seine Rechtsextremen Verbündeten in Europa zu fördern!
      Wer das nicht merkt, ist ein Ignorant.
  • Madison Pierce 08.09.2016 23:03
    Highlight Highlight Nicht gut, aber lieber ein Präsident, der mal etwas nicht weiss, als einer, der für alles sofort eine Lösung hat, wie zum Beispiel eine Mauer an der Grenze.
  • rundumeli 08.09.2016 22:45
    Highlight Highlight uns was erfahr ich sonst noch über dieses non-valuer ?
    zu wenig für eine so prominent platzierte fette schlagzeile !
  • Muster Mustermann 08.09.2016 21:28
    Highlight Highlight Ähhm, sind Amis wirklich so weltfremd (als dumm würde ich sie nicht gerade bezeichnen) oder tun die nur so? Ich hielt das immer für ein Gerücht...
    • Licorne 08.09.2016 22:16
      Highlight Highlight Ich habe die Amis als unglaubliche Patrioten mit einer gewissen Arroganz kennengelernt. Sie lieben ihr Land und sind tatsächlich nicht extrem interessiert am 'Rest der Welt'. Sie verlassen auch ihr Land sehr selten. Was ich jedoch aufgrund der grösse, der unglaublichen Schönheit und der Abwechslung durchaus nachvollziehen kann.

      Ja, sie sind etwas weltfremd - aber das ist dann doch etwas krass. Er räpresentiert meiner Meinung nach nicht die Mehrheit.
    • E7#9 08.09.2016 23:39
      Highlight Highlight @Pokus: Und in Salzburg regnet es oft.
    • rodolofo 09.09.2016 08:07
      Highlight Highlight In Island waren wir mal auf einer Rundreise unterwegs, bei der alle Touristen mehr oder weniger der gleichen einzigen Küstenstrasse folgen.
      Dabei beobachteten wir einen einsamen Tramper, der jeweils tiefgründig ins Weite blickte. Dieser Naturverbundene, schweigsame, frei herumziehende "Cowboy" erschien uns ziemlich interessant.
      Bis wir mit ihm ins Gespräch kamen.
      Es stellte sich heraus, dass er ein US-Amerikaner war. Unter anderem gab er von sich, dass Jimmy Carter ein schwacher Präsident sei. Die Amerikaner aber liebten halt starke Führer.
      Einige Zeit später kam dann Reagan an die Macht...
  • Erarehumanumest 08.09.2016 19:54
    Highlight Highlight Also ich hab studiert, und hab' auch noch nie was von Aleppo gehört, also halb so schlimm!
    • Mentorius 08.09.2016 20:28
      Highlight Highlight Mol scho
    • Kian 08.09.2016 20:31
      Highlight Highlight Was hast du studiert?
    • sentir 08.09.2016 20:32
      Highlight Highlight "Fachidioten" hat meine Mutter immer gemeint
    Weitere Antworten anzeigen
  • Binnennomade 08.09.2016 18:43
    Highlight Highlight Dachte zuerst auch, dass das hier ein bisschen aufgebauscht wird. Kann ja mal sein, dass man ein Wort falsch versteht. Die Platitüden, die nachher über den Syrienkonflit folgen, klingen aber so auswendig gelernt, dass ich glaube: Der hat tatsächlich keine Ahnung.
  • Sapere Aude 08.09.2016 18:33
    Highlight Highlight Tschuldigung aber unter "von einem anderem Kandidat berichten" verstehe ich etwas anderes als irgendein Video hervorkramen. Wenn ihr euch nicht die Mühe machen wollt, ein Portait zu machen, lasst es doch bleiben. Kandidaten mit Wissenslücken gibts wie Sand am mehr.
    • Kian 08.09.2016 19:22
      Highlight Highlight Mehr als unser Porträt über Johnson prominent zu Beginn des Artikels verlinken, kann ich wirklich nicht.
    • Sapere Aude 08.09.2016 21:38
      Highlight Highlight Den verlinkten Artikel kenne ich bereits. Ich lese deine Artikel sonst immer mit genuss und interessiert. Weil sie gut geschrieben und gut recherchiercht ist. Dieser hier entspricht nicht dem Standart, welcher ich von dir gewöhnt bin. Deshalb die etwas überspitzte Kritik meinerseits.
    • Kian 09.09.2016 08:25
      Highlight Highlight Danke für die Präzisierung, auch wenn mir nach wie vor unklar ist, wo hier das Versäumnis liegt. Ginge es nach mir, hätten wir das Video auch kommentarlos bringen können. Es spricht für sich selbst. Was hat Mr. Johnson die letzten Jahre gemacht, dass er Aleppo nicht kennt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tooto 08.09.2016 18:07
    Highlight Highlight Also bitte! Kann doch nicht sein!
    Dann lieber Trump oder Hillary!!

    Selten beschämender Artikel für Watson. Sorry das muss einfach gesagt werden.
    • Kian 08.09.2016 20:04
      Highlight Highlight Selten undurchsichtiger Kommentar. WTF?
    • heul doch 08.09.2016 21:00
      Highlight Highlight @kian: das kling ja nach mimimimimi 😁
    • Tooto 09.09.2016 09:18
      Highlight Highlight Touché ;)

      Stimmt schon, der Teil mit Aleppo ist peinlich. Aber einen Beitrag nur auf das zu reduzieren ist wirklich zu viel Boulevard für meinen Geschmack.
      Der Typ hat doch einige sehr gute Ansätze und Ansichten (imo).
      Aber wir hier können ja eh nichts beeinflussen, daher ist es nur halb so schlimm.
      Man muss sich als Verfasser nur bewusst sein, dass die meisten Leute hier Johnson nur noch als den Kerl sehen werden, der Aleppo nicht kennt.
  • Mnemonic 08.09.2016 17:46
    Highlight Highlight Wasn Depp...
  • Marcelo 08.09.2016 17:36
    Highlight Highlight Schade, dass hier nur der Aspekt behandelt wird, dass Johnson nicht wusste, was Aleppo ist.

    Was er danach sagte, wäre viel spannender gewesen. Er sagt klar, dass die USA niemals die islamischen Gruppierungen hätte unterstützen sollen und diese von den USA initierten "Regimechanges" noch nie zu etwas gutem geführt haben.

    Bürgerkriege sind immer schlimm. Jedoch wird nur über Aleppo gesprochen, wenn die Islamisten unter druck geraten. 2 Millionen Zivilisten leben zurzeit in Aleppo. Die meisten in Regierungsvierteln. Was meinen die zu den täglichen Mörserangriffen der Islamisten?
    • rodolofo 08.09.2016 18:41
      Highlight Highlight Das ist theoretisch schon richtig.
      Aber wir haben in Syrien die Situation, dass Russland den eigentlich unvermeidlichen Sturz des Assad-Régimes verhindert hat und dass der "Islamische" Staat daran war, einen grausamen Völkermord an der Kurdisch-Jesidischen Bevölkerung zu begehen!
      Wer solche Dinge ausblendet, der lebt doch in irgend einer Phantasiewelt!
      Theoretisch hat er sicher recht, praktisch liegt er aber total daneben.
      Fazit: Hillary Clinton ist eindeutig das Kleinste der für das Präsidentenamt der USA kandidierenden "Übel", da sie immerhin erwiesenermassen etwas von Realpolitik versteht
    • The Destiny // Team Telegram 08.09.2016 19:43
      Highlight Highlight Kommt drauf an was für eine Realität das für uns ist.
  • Slavoj Žižek 08.09.2016 17:30
    Highlight Highlight Kt
    Play Icon
  • heul doch 08.09.2016 17:30
    Highlight Highlight Was ist das bitte für ein artikel? Jetzt dreht ihr dem mann tatsächlich einen strick weil er zu aleppo nicht sofort die richtige synapse schaltet? folgt man dem interview weiter merkt man: johnson hat doch eine recht kritische haltung gegenüber dem aktuellen vorgehen der weltpolitik in der syrienkrise. Er nennt es wenigstens schon mal einen bürgerkrieg. Was es im weitesten sinne auch ist.

    Diese mode ala politikreportagen von blick die sich da neuerdings bei watson zeigt... Mal ehrlich: watson war schon mal besser. Bitte hört auf mit diesen reisserischen boulevardartikeln. Ihr könnt das besser
    • ....ich weiss nicht aber: 08.09.2016 18:31
      Highlight Highlight ...jetzt darfst du Nachsitzen. Die Amerikaner sind nicht dumm, nur ungebildet und das ist das schlimmer. Ein Weltpolizist mus wissen was läuft. Ich war da drüben. Selbst auf Unistufe verwechselt man die Schweiz noch immer mit (Swiden), obwohl sie den Bankenplatz killten und das Judengold Problem so lösten, dass v.a. dieAnwälte ihre Säcke mit Geld füllten. Amerika ist sonst ein schönes Land, hätten sie nicht die Altlasten: Die Indianer, die Afrikaner welche sie um 1570 ins Land hohlten und das Latinoproblem, welche durch verfehlte Politik der USA/Kanada, auch mitverschuldet ist.
    • heul doch 08.09.2016 20:25
      Highlight Highlight @spielverderber: Äähm sorry aber inwiefern nimmst du damit bezug auf meinnen kommentar?
    • heul doch 08.09.2016 20:27
      Highlight Highlight PS: nicht alle amis über einen kamm scheren. Auch da gibts ansändige und kluge menschen.
      Und ja sie spielen gerne die weltpolizei... Aber wer würde es denn sonst machen?
      ja sie haben altlasten... Aber wer hat die nicht?
      Die momentane situation der sozial schwachen und minderheiten ist niederschmetternd... Aber um diese wissen die behörden und werden wohl nicht tatenlos zusehen. Ob erfolgreich/los bleibt abzuwarten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 08.09.2016 16:13
    Highlight Highlight Ein US-Präsident der sich vermehrt um das eigene Land kümmert und keine Kriege im Ausland führt, wäre für uns alle nur von Vorteil.
    • Nevermind 08.09.2016 16:27
      Highlight Highlight Nur weil er nichts über das Ausland weis bedeutet nicht, dass er nicht Krieg führen kann.
      Es bedeutet höchstens, dass er das falsche Land angreifen will.

      Und bei dem Militärapparat der USA bezweifle ich einfach mal, dass sie es lange ohne Krieg aushalten.
    • Fabio74 08.09.2016 16:47
      Highlight Highlight Und tut niemand was schreien alle.
      Es ist als Schweizer auf der Insel der Glückseligen einfach zu motzen.
      Die Schweiz täte gut daran sich nicht feige hinter anderen zu verstecken
    • äti 08.09.2016 18:01
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