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«Mit Trump gab es eine politisch eindeutige inhaltliche Unterscheidbarkeit bei den Wahlen», sagt der britische Soziologe Colin Crouch. Bild: watson / cbe

Star-Soziologe: «Aufstieg der Frauen weckte den Unmut der alten männlichen Wähler»

Der Brite Colin Crouch diagnostizierte einst, der Westen befinde sich auf dem Weg in die «Postdemokratie». Im Interview erklärt er, warum der Aufstieg des Rechtspopulismus die Demokratie wiederbeleben kann und wie die weiblicher gewordene Sozialdemokratie die Männer zurückgewinnen muss.

26.12.17, 10:57

Herr Crouch, vor einigen Jahren sorgten Sie mit der These für Wirbel, dass das Zeitalter der Demokratie bald vorbei ist. Ist Ihre Prophezeiung eingetroffen?
Colin Crouch:
Mein Buch war nicht als Beschreibung des Ist-Zustands gedacht. Glücklicherweise ist es das auch heute nicht. Ich wollte mein Buch als Warnung verstanden haben. Noch sind die westlichen Staaten keine Postdemokratien.

Was bezeichnet dieser Begriff?
Ich habe versucht eine Entwicklung zu beschreiben, die mir Sorgen bereitete: In den westlichen Ländern bestehen zwar alle Institutionen der Demokratie – Wahlen, Debatten, Interessenorganisation – weiter fort. Aber gleichzeitig droht die politische Energie aus ihnen zu entweichen. Sie verkommen zu leeren Hüllen

Woran machen Sie ihre These fest?
Viele Probleme, mit denen sich die Politik heute befassen muss – Klimawandel, Migration, Kontrolle über die globalisierte Wirtschaft – können im Rahmen der demokratischen Nationalstaaten nicht mehr gelöst werden. Wo es grenzüberschreitende Bemühungen gibt, etwa im Rahmen der G7 oder der OECD, sind sie demokratisch nicht legitimiert.

«Heute werden die Parteien quasi von PR-Teams gesteuert, die im Dienste der politischen Klasse von Zeit zu Zeit Wähler mobilisieren.»

Wer profitiert davon?
Ein Teil der Wirtschaft: Multinationale Konzerne haben in solchen globalen Fragen dank einem privilegierten Zugang mehr Einflussmöglichkeiten auf die Regierungen als die Bürger. Das löst Frust aus, der wiederum zum Verlust politischer Energie führt.

Wie reagiert die Politik in westlichen Ländern auf diesen Frust?
Unter anderem, indem sich die Politiker bewusst auf jene Fragen fokussieren, die sie überhaupt noch beeinflussen können. Deshalb wird dann etwa über die Höhe irgendwelcher Steuerabzüge gestritten. Das sind aber nicht die wichtigsten Probleme ihrer Wähler. Die Dinge haben sich geändert. Überspitzt gesagt: Im letzten Jahrhundert waren es Parteien, welche die gesellschaftlichen Konflikte in die politische Arena getragen haben.

Colin Crouch (73)

Der Brite war Professor für Soziologie an den Universitäten Oxford und Warwick sowie am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz. An der London School of Economics erlebte er die Studentenunruhen 1968 als Präsident der «students’ union». In den 1970er Jahren war Crouch Generalsekretär der «Fabian Society», einer intellektuellen Bewegung mit grossem Einfluss auf die britische Labour Party. Sein 2004 auf Englisch erschienenes Buch «Post-Democracy» wurde zum akademischen Bestseller.

Das ist nicht mehr der Fall?
Heute werden die Parteien quasi von PR-Teams gesteuert, die im Dienste der politischen Klasse von Zeit zu Zeit Wähler mobilisieren. In den wichtigen Fragen sind sich die grossen Parteien oft zum Verwechseln ähnlich und gewissermassen austauschbar.

Im letzten Jahr hatten die US-Wähler mit Trump und Clinton zwei sehr unterschiedliche Kandidaten und Programme zur Auswahl. Das widerspricht doch Ihrer These.
Die These der zunehmenden Ähnlichkeit der Parteien ist momentan herausgefordert. Mit seinem voll auf die eigene Person und markige Sprüche ausgelegten Wahlkampf entsprach Trump zwar in vielem einem idealen postdemokratischen Kandidaten. Aber es ist richtig: Mit Trump gab es eine politisch eindeutige inhaltliche Unterscheidbarkeit bei den Wahlen.

In den USA gab es nach Trumps Wahl die grössten Demonstrationen seit langem. Bürgerrechtsorganisationen verzeichnen neue Mitglieder-Rekordzahlen. Qualitätsmedien gewinnen wieder Abonnenten hinzu. Rettet uns Trump am Ende vor der Postdemokratie?
Ich beurteile Trump zwiespältig. Unter starken Vorbehalten würde ich tatsächlich sagen, dass Trump auf eine paradoxe Weise vielleicht positive Implikationen für die Demokratie hat. Denn der Vormarsch von Rechtspopulisten hat auf der anderen Seite die Re-Politisierung ihrer Gegner zur Folge.

Wie zeigt sich das?
Ich war kürzlich in Wien und sprach mit vielen liberal oder links denkenden Menschen. Sie alle waren unglücklich über den Wahlerfolg der FPÖ. Aber einige von ihnen sagten mir: «Wenigstens haben wir wieder eine politische Auseinandersetzung». Diese sei dem Land unter der Grossen Koalition verloren gegangen. Das ist derselbe Zwiespalt wie bei Trump.

Ihre Theorie hatte den Erfolg des Rechtspopulismus nicht vorhergesehen.
Ich sagte schon 2004, dass gesellschaftliche Bewegungen mit ihren Forderungen eine Störung des herrschenden Systems bewirken können. Sie zwingen die Eliten damit, sich neu zu positionieren. Ich bin einfach unglücklich, dass diese Störung von rechts aussen kommt.

Warum?
Zunächst einmal halte ich Fremdenfeindlichkeit für die verabscheuungswürdigste Form von Politik. Hinzu kommt: Sie hilft den Leuten lediglich, falsche Lösungen auf ihre Probleme zu finden. Diese sind nicht von Ausländern, von Flüchtlingen verursacht. Aber: In Demokratien haben die Leute das Recht, Fehler zu machen. Diese Antwort der Leute auf die Unzufriedenheit über die eigene Situation halte ich zwar für falsch. Trotzdem ist das möglicherweise eine demokratische Reaktion auf die postdemokratischen Tendenzen.

«Es macht weniger Angst, Muslimen oder polnischen Einwanderern oder wem auch immer die Schuld für die eigene Situation zu geben. Das zerstört die Gesellschaftsordnung nicht.»

Weshalb sind es rechtspopulistische Parteien und Figuren wie Donald Trump, welche von der Unzufriedenheit mit dem System profitieren?
Ich denke, das hat zwei Gründe: Unzufriedene, machtlose Normalbürger haben Angst, das System und die Macht der Elite tatsächlich herauszufordern. Dieser psychologische Aspekt ist wichtig: Es macht weniger Angst, Muslimen oder polnischen Einwanderern oder wem auch immer die Schuld für die eigene Situation zu geben. Das zerstört die Gesellschaftsordnung nicht.

Und der zweite Grund?
Vereinfacht gesagt gab es nach dem zweiten Weltkrieg im Westen während langer Zeit einen breiten Konsens darüber, dass mit Nationalismus und Rassismus keine Politik gemacht werden sollte. Rechte Politiker, die damit spielten, wurden von den Anführern der konservativen Parteien geschnitten. Dieses Tabu ist heute gefallen. Mit ihrem Appell an die nationalistischen Gefühle haben die Rechtsaussen-Parteien ein mächtiges Reservoir an bislang unterdrückten Gefühlen angezapft.

Wo lagen Sie mit Ihrer These richtig?
Die Finanzkrise von 2008 ist ein Beispiel für die Postdemokratie. Einer ihrer Auslöser war die Deregulierung des Bankensektors davor. Diese Deregulierung ist damit zu erklären, dass Interessenvertreter der Finanzwelt die Regierungen, insbesondere in den USA, massgeblich beeinflussten. Viele Ex-Banker sassen in der Regierung oder der Finanzmarktaufsicht. Die Finanzkrise wiederum war einer der Mitauslöser für ein zweites Beispiel für meine These.

«Ich glaube, die Menschen sind vom neoliberalen Modell desillusioniert.»

Welches?
Die Eurokrise 2010 wurde in den Folgejahren auf postdemokratische Weise gemanagt. Die Politiker fokussierten in der öffentlichen Darstellung auf diejenigen Teilprobleme, welche sie vermeintlich lösen konnten. Der ganze Entscheidfindungsprozess fand weitgehend hinter verschlossenen Türen und ohne demokratische Kontrolle und Legitimierung statt.

Sie bezeichnen sich selber als Sozialdemokraten alter Schule und waren früher Mitglied der Labour Party. Inwiefern ist die Linke mitschuldig an der Entwicklung hin zur Postdemokratie?
Sozialdemokratische Regierungen im Westen haben in den letzten Jahren im grossen Ganzen zwar eine relativ gute, verantwortungsvolle Politik gemacht. Doch sie wichen den grossen Fragen aus und verpassten es, eine glaubhafte linke Alternative zu entwickeln. Sozialdemokraten des sogenannten «dritten Wegs» wollten glauben, dass Kapitalismus und grosse Unternehmungen keine Probleme mehr schüfen. Das war ein Fehler, wie uns die Finanzkrise 2008 bewiesen hat.

Wie muss die Sozialdemokratie auf diese Herausforderungen reagieren?
Ich glaube, die Menschen sind vom neoliberalen Modell desillusioniert. Das zeigt auch die Resonanz von Trumps Anti-Freihandel-Rhetorik. Dieses Modell stellte lange einen breiten Konsens zwischen Sozialdemokraten, Liberalen und Konservativen dar. Er bildete den Rahmen der Politik von Sozialdemokraten des «dritten Wegs» wie Tony Blair oder Gerhard Schröder in den 90er und 00er Jahren. Jetzt bricht der Konsens auseinander. Das gibt Raum für politische Auseinandersetzung.

Die Sozialdemokraten müssen also wieder nach links rücken?
Sie müssen auf jeden Fall kritischer werden gegenüber dem Kapitalismus und vor allem gegenüber den Kapitalisten – ohne sich vom Konzept der Marktwirtschaft zu verabschieden, allzu protektionistisch zu werden oder neue Schuldenberge anzuhäufen.

In der Postdemokratie verkommen Parteien zu reinen PR-Maschinen. Wie entgehen sozialdemokratische Parteien dieser Gefahr?
Leute wie Blair oder Schröder hielten Parteimitglieder und eine treue Stammwählerschaft letztlich für überflüssig. Sie glaubten, dass man im Wahlkampf mit Hilfe des Fernsehens und des Marketings schon irgendwo die nötigen Wähler finden werde. Das beschleunigte die bereits schwindende Parteibindung der traditionellen sozialdemokratischen Wählerschichten. Diese Parteien müssen jetzt eine neue Stammwählerschaft an sich binden.

Wo ist diese zu finden?
Vereinfacht gesagt besteht die Wählerschaft der Sozialdemokraten in vielen westlichen Ländern momentan aus einer Allianz aus zwei Gruppen. Aus älteren, männlichen Arbeitern aus dem Industriebereich und einer jüngeren, gesellschaftsliberalen, eher weiblichen Wählerschaft aus der Mittelschicht. Diese ist im Dienstleistungsbereich in so genannt sozio-kulturellen Berufen tätig. Die Allianz dieser beiden Wählergruppen bricht jedoch langsam auseinander.

Was führt zu diesem Auseinanderbrechen?
Diese Gruppen wurden bisher durch viele gemeinsame Interessen zusammengehalten, etwa in der Sozialpolitik. Das Thema Immigration hingegen treibt sie auseinander. Das zeigte sich etwa bei den US-Demokraten, welche die weissen Arbeiter an Trump verloren. Der tiefer liegende Konflikt ist jener zwischen einer liberalen und einer konservativen Vorstellung der Gesellschaft. Und die Geschlechterfrage ist von überragender Bedeutung.

Inwiefern?
Hinter der Unzufriedenheit vieler älterer, männlicher Wähler steckt der Unmut über den Aufstieg der Frauen. Historisch gesehen verwundert es nicht, dass die Sozialdemokraten jetzt Mühe haben, diese Männer als Wähler zu behalten.

«Die heutige Sozialdemokratie richtet ihre Politik zunehmend auf Themen aus, denen Frauen sich mehr bewusst sind, weil sie im Alltag stärker davon betroffen sind.»

Das müssen Sie genauer erklären.
Ursprünglich sah die Sozialdemokratie die Interessen der Frau als Teil der Interessen des Mannes. Ihre Politik war den Frauen keineswegs feindlich gesinnt, aber sie basierte auf dem Ernährer-Modell, bei welchem der Mann dank guten Arbeitsbedingungen für Frau und Kinder sorgen können soll. Die Interessen der beiden Geschlechter waren in Vielem deckungsgleich. Aber die Fraueninteressen wurden in erster Linie  im Licht der Interessen der Männer interpretiert.

Und das hat sich verändert?
Ja, dieser Prozess läuft schon seit längerem. Die heutige Sozialdemokratie richtet ihre Politik zunehmend auf Themen aus, denen Frauen sich mehr bewusst sind, weil sie im Alltag stärker davon betroffen sind. Ich denke etwa an die Vereinbarkeit von Beruf und Familie oder prekäre Arbeitsverhältnisse.

Und damit vergrault sie die Männer?
Nein, und dieser Punkt ist ganz wichtig. Diese Themen sind keine «Frauenthemen» per se. Aber Frauen erleben sie im Alltag an vorderster Front. Aber auch Männer sagen sich: «Ich würde gerne Familie und Beruf besser vereinbaren können» – und profitieren von Verbesserungen. Es ist einfach die Umkehrung der Denkmuster beim Ernährer-Modell: Die Sozialdemokratie interpretiert heute die Männerinteressen im Licht der Interessen der Frauen.

«Über die Ungleichheit der Einkommen, über die Klassenfrage, ist in den letzten Jahren zu wenig gesprochen worden.»

Trotzdem: Männer wählen heute häufiger rechts als Frauen.
Das ist richtig. Vor drei Jahren hielt  ich in London einen Vortrag über die «weibliche» Sozialdemokratie. Eine junge Feministin im Publikum fragte mich: «Besteht da nicht die Gefahr einer männlichen Gegenreaktion?» Ich antwortete, eine allfällige Gegenreaktion werde eher klein ausfallen. Trumps Wahl zeigt: Ich lag falsch.

Wie gewinnt die Linke die Männer wieder zurück?
Es geht darum, klar zu machen, dass viele vermeintliche «Frauenthemen» auch Männer betreffen und die Lösungen dafür auch in ihrem Interesse sind. Was auch sehr wichtig ist: Wenn in den letzten Jahren in der Politik über Ungleichheit gesprochen wurde, war es oft die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, zwischen Rassen, zwischen sexuellen Orientierungen. Über die Ungleichheit der Einkommen, über die Klassenfrage, ist zu wenig gesprochen worden. Dieses Thema müssen Sozialdemokraten wieder auf die Agenda setzen.

Wie beurteilen Sie die Zukunftsaussichten der Sozialdemokratie?
Die heutige politische Grosswetterlage hat einen Raum für echte politische Auseinandersetzungen geschaffen. Der Untergang des Neoliberalismus zeigt, dass die grossen sozialdemokratischen Themen – der Kampf gegen materielle Ungleichheit und für Gemeingüter und kollektive Interessen – weiterhin zentral bleiben für ein gutes, menschliches Leben. Das ist grundsätzlich positiv. Für die Sozialdemokratie geht es darum, unter der Führung von Frauen Themen zu finden, welche auch die Männer betreffen. Das ist meine Vision für eine Rekonstruktion der Sozialdemokratie, die ich schon länger habe. Derzeit schreibe ich an einem neuen Buch dazu.

Colin Crouchs Buch «Postdemokratie» ist 2008 im Suhrkamp-Verlag auf Deutsch erschienen. Das Gespräch fand im Rahmen eines Auftritts von Colin Crouch im Kulturzentrum «Karl der Grosse» in Zürich statt.

Und das sagt watson-Redaktionssoziologe Renato Kaiser über Trump

1m 59s

Der Haken mit dem Kreuz - Renato Kaisers Statement zu Trump

Video: watson

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    Alle Leser-Kommentare
  • AlainG 28.12.2017 05:44
    Highlight Meines Erachtens liegt das Versagen der Linken in den letzten Jahren darin, dass sie durch ihre „Überakademisierung“ das Milieu der Arbeiter hinter sich liess, deren Lebensängste und -erfahrungen ignorierten und die „Büezer“ und wenig gut situierten Schichten so den rechtsextremen Populisten überliessen.

    Man müsste die neueren Kämpfe geschickter mit den alten linken Kämpfen verlöten zu einer beherzten solidarischen Rebellion, von der sich die Menschen wieder realistisch repräsentiert fühlen, auch als Immunisierung gegen hetzerische Feindbilder und falsche Versprechungen.
    3 1 Melden
    • manago 28.12.2017 20:17
      Highlight Ich finde auch, die Linken argumentieren zu intellektuell. Man kann die alten mit neuen Kämpfen verknüpfen. Trotzdem, weder die Linken noch die Rechten fragen nach deiner Zustimmung zur Teilnahme in die Gemeinschaft. Du wirst gezwungen. Das ist in jedem Land auf der Welt so. So geht man aber nicht mit mündigen Menschen um. Ohne eine ausdrückliche Zustimmung kann man nicht auf die Solidarität von Gemeinschaftsmitgliedern, Politikern usw. vertrauen. Es überrascht daher nicht, dass an der Bevölkerung vorbei politisiert, die Wirtschaft überbewertet wird, und die Demokratie zu scheitern droht.
      0 0 Melden
  • profiprofiler 26.12.2017 14:34
    Highlight Im Übrigen: Der Meinung bin ich auch :-)
    8 6 Melden
  • profiprofiler 26.12.2017 14:31
    Highlight Bezeichnend: Man muss studieren um feststellen zu können, dass man männliche Wähler am besten mit Männerthemen mobilisieren kann;-)
    12 29 Melden
  • Ökonometriker 26.12.2017 12:33
    Highlight Die Vermögensungleichheit wurde noch viel weniger diskutiert als die Einkommensungleichheit. Während die Einkommensschere etwas aufging, ist derweil die Vermögensungleichheit explodiert. Kein Wunder sind so viele Leute in westlichen Staaten so frustriert: wie sollen sich junge Leute bei den heutigen Immobilienpreisen, gerade in den USA, England oder Ostasien, noch eine Wohnung leisten?

    In der Schweiz haben wir zumindest einen guten Mieterschutz. Aber in vielen anderen Ländern macht mieten keinen Spass...
    25 1 Melden
  • Dogbone 26.12.2017 10:40
    Highlight Tolles Interview!
    Ich hoffe schon ziemlich lange darauf, dass die Linke durch den immer widerwärtigeren Rechtspopulismus mal endlich in die Gänge kommt und ihr eigenes Ding durchzieht, heikle, schwierige und brennende Themen aufs Podest zerrt und sich damit echt auseinandersetzt und den Menschen schliesslich eigene Lösungen präsentieren kann. Aber nein, da passiert nix ausser ein paar klägliche Reaktionen auf die Auswüchse der Rechten und ja - natürlich - tolles Wahlmarketing um nicht vollends in der Bedeutungslosigkeit zu versinken...
    20 11 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 26.12.2017 12:48
      Highlight Geht mir gleich.
      9 5 Melden
  • sir_kusi 26.12.2017 09:09
    Highlight Ob mit diesem linksintellektuellen Geschwurbel die Wähler zurückkommen? Es darf bezweifelt werden... Zudem bezeichnend, dass er auf die Frage, wie denn Stammwähler zurückzuholen seien keine Antwort hat (bzw nur erklärt, dass die jetzigen „auseinanderbrechen“). Vielleicht liegt es ganz einfach daran, dass SP & Co. keine das Volk überzeugenden Antworten auf dessen Anliegen haben? Doch das ist wohl zu einfach: Was nicht sein darf, kann nicht sein. Da schiebt man die Schuld lieber anderen zu.
    26 43 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:25
      Highlight Prost, Kamerad!
      Auf zum nächsten Geflecht!
      12 9 Melden
  • manago 26.12.2017 03:32
    Highlight Ob Postdemokratie, Demokratie, Monarchie, Sozialismus usw., sie unterliegen alle dem gleichen Problem. Keiner wurde je gefragt, ob er in einer Gemeinschaft teilnehmen will, sondern man wird gezwungen. Weiter haben die Gemeinschaften kein gemeinsames Ziel. Solidarität und Loyalität sind nicht erzwingbar. Es muss immer zuerst eine Katastrophe geschehen, bevor die Menschen zusammenhalten, oder sie brauchen einen äusseren Feind. Wenn man zusammenleben will, muss die Mitmenschen fragen, ob sie das wollen. Gut zu wissen, Rechtsstaat, Demokratie, Gemeinschaft sind nicht alles in diesem Universum.
    6 19 Melden
    • Hierundjetzt 26.12.2017 12:30
      Highlight Nicht ganz. Du blendest bei Deiner Argumentation die Geschichte aus. Erst seit der weltweiten Demokratisierung hat ein wesentliches Wirtschaftswachstum stattgefunden. Im Grundsatz seit Beginn der Reformation sicher aber ganz stark seit 1945.

      Der Einwand „aber die Schweiz“ lass ich hier nicht gelten. Wir sind ein Kleinstaat ohne wesentliche Macht.

      Der Mensch ist als Säugetier ein Herdentier, dessen Ziel es ist, in einer sozialen Gruppe leben zu wollen.

      15 6 Melden
    • manago 26.12.2017 15:31
      Highlight

      Ja, die Menschen wollen in einer sozialen Gruppe leben. Deswegen sollte man sie fragen, ob sie teilnehmen möchten, und nicht zwingen. Zwingen ist nicht sozial und kein aufmerksamer Umgang zwischen Menschen. Das lass ich nicht gelten! Gemeinschaftssinn ist nicht erzwingbar! Im Interview wird gesagt, dass die Menschen keinen Mut mehr haben, das System in Frage zu stellen. In vielen Gebieten der Welt stellt sich zur Zeit die Frage, ob die Menschen zusammenleben wollen. Die meisten sind Mitläufer und haben keinen Mut zu sagen, so nicht! Kinder lernen, zuerst fragen, bevor man sich etwas nimmt.
      4 4 Melden
    • manago 26.12.2017 16:35
      Highlight Wirtschaftswachstum hin oder her, es wurde trotzdem keiner gefragt, ob er in der Gemeinschaft teilnehmen will, auch seit der Reformation nicht. Nicht die Wirtschaft müsste wachsen, sondern die Aufmerksamkeit für sein Umfeld und sich selbst. Ohne das wächst die Wirtschaft nicht. Wer nicht aufmerksam ist, lernt nichts. Wenn zu wenig aufgepasst wird, geht die Demokratie verloren. Wer nicht aufmerksam ist, kann auch nicht im Hierundjetzt leben. Eben weil die Menschen in sozialen Gruppen leben wollen, sollte man sie zur Teilnahme fragen, und nicht zwingen. Gemeinschaftssinn ist nicht erzwingbar.
      6 1 Melden
    • Hierundjetzt 26.12.2017 20:09
      Highlight Du drehst hier aber am sehr grossen akademisch-theoretischen Rad.

      Fakt ist: 80-90% der Weltbevölkerung streben danach einen Job zu haben um Ihre Familie überhaupt ernähren zu können.

      Nur Westeuropa oder die Oberschicht an der West- und Ostküste der USA können sich diese etwas gar weltfremde Luxusdiskussion leisten.

      Praktischerweise steht es Dir Als Westeuropäer absolut frei in eine andere Gesellschaftsform zu wechseln. Dazu brauchts nur ein Flugticket.

      Ich geb Dir 3 Monate. Max. Danach bist Du wieder hier...
      8 3 Melden
    • flv 26.12.2017 21:03
      Highlight @manago: Wie stellst du dir denn vor, in eine Gesellschaft geboren zu werden und dann gefragt zu werden, ob du daran teilnehmen möchtest? In der Theorie kann ich das ja irgendwie nachvollziehen, denn ich rege mich regelmässig auch über unsere Gesellschaft auf; in der Praxis funktioniert es jedoch einfach so, dass du in deiner angeborenen Gesellschaft gewisse Rechte und Pflichten besitzt. Wenn dir die Pflichten nicht passen, musst du woanders hin und (meistens) auch auf deine Rechte verzichten.
      Keine Gesellschaft gibt es nirgends.
      8 1 Melden
    • manago 27.12.2017 04:25
      Highlight Den Vorschlag, die Gesellschaft zu wechseln, bringt man, wenn kein anderes Argument einfällt! Wieso nicht bleiben und seine Meinung gegen die Herde vertreten?

      Es muss sich eben keiner verpflichtet fühlen, und das ist das Problem, wenn man die Menschen nicht zur Teilnahme in die Gemeinschaft fragt! Im Gegenteil wäre es moralische Pflicht die Menschen zu fragen.

      Es ist kein Luxusproblem, es trifft genau den Punkt, weil verschiedenen Orts Gemeinschaften drohen auseinanderzudriften. Das Thema hier ist Postdemokratie.

      Der Mensch ist kein Herdentier. Der Mensch kann Tier sein, aber auch Mensch.
      0 1 Melden
    • Hierundjetzt 27.12.2017 11:50
      Highlight Nanana Du hast eigen eigenen Willen. Mach jetzt nicht Dritte für Dein eigenes Scheitern verantwortlich.

      Du kannst jederzeit Aussteigen.

      Aber red nicht nur davon. Tu es. Nicht auf den Erlöser warten. Geh als leuchtendes Beispiel voran.

      Eben.
      2 1 Melden
    • manago 27.12.2017 13:19
      Highlight Nanana, man sollte dazu stehen, wenn man keine Argumente mehr hat. So viel Respekt für sich selber sollte ein Erwachsener haben, und sich nicht hinter Spott verstecken. Natürlich kann man jemanden demütigen, der sagt, man soll zuerst fragen, bevor man sich etwas nimmt.

      Du stehst halt eher dafür ein, sich etwas zu nehmen, ohne zu fragen. Das ist dein Recht. Es ist aber eine Tatsache, dass keiner, gefragt wurde, ob er in der Gemeinschaft teilnehmen will, oder?

      Wieso fühlst du dich deswegen gleich persönlich Angegriffen? Ein Erwachsener sollte schon ein wenig stärker sein und mehr aushalten.
      1 0 Melden
    • manago 27.12.2017 14:42
      Highlight

      Wenn man einem vorschlägt, er soll doch das Land verlassen, weil er eine stärkere gemeinschaftliche Basis fordert, kann man auch in Erwägung ziehen, selber zu gehen. Am besten in eine Diktatur. Dort kann man schön weiter in der Komfortzone als Herdentier leben, und sich liebevoll ausnützen lassen, herrlich.

      Gewisse Leute stört es, wenn Menschen aufmerksam sind. Denn dann sind sie nicht mehr so leicht zu manipulieren. Es ist jeder selber verantwortlich, ob er sich von einer Scheingemeinschaft blenden lässt, oder ob er den gemeinschaftlichen Zusammenhalt kritisch betrachtet.
      0 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 25.12.2017 23:07
    Highlight Die Theorie passt. Die praktische Umsetzung habert noch. Solange die Kälber ihren Metzger in der Hoffnung selbst Schlachthausbesitzer zu werden wählen, bleibt die Sache so hoffnungslos wie deren Aussicht selbst Schlachthofbesitzer zu werden. Es geht lange bis Mehrheiten klar wird wie das System funzt. Reiche werden immer reicher und Arme immer ärmer.
    Dazu wird einigermassen bezahlte Arbeit je länger je mehr abgeschafft.
    Das System lebt vom Konsum und der Umwelt. Abhängig sind alle.
    Den Einen reicht das Münz bis weit in Zukunft. Mehrheiten jedoch wären in Kürze am Ende.
    24 1 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:32
      Highlight Das sind eben wieder diese typischen Ausreden!
      Während meiner Laufbahn im "Alternativen Kuchen" habe ich alle Phasen durchlaufen:
      Am Anfang wollten wir ALLES ANDERS machen, da wir "Den Konventionellen Kapitalismus" für gescheitert bzw. dem Untergang geweiht hielten.
      Also experimentierten wir munter drauflos, scheiterten oft, aber kamen auch auf neue Lösungen und Qualitäten! Und -Achtung jetzt kommt's!- diese neuen Lösungen und Qualitäten liessen sich VERKAUFEN!
      Damit waren wir quasi durch die Hintertüre, wieder im Kapitalismus, hatten diesen aber auch sozialer und ökologischer gemacht!
      8 8 Melden
    • Gelöschter Benutzer 26.12.2017 12:12
      Highlight Ausnahmen bestätigen die Regel.

      Global betrachtet: Katastrophe

      Neo verkauft sich aktuell gut.

      Wie lange?

      Ich bleib vorsichtig optimistisch um nicht zu sagen skeptisch.
      7 0 Melden
  • LYX 25.12.2017 22:50
    Highlight Wann immer man jemanden als 'star....' ankündigen muss kann man davon ausgehen dass er das gegenteil ist. Ansonsten müsste man ihn nicht als solches ankündigen.
    19 24 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:33
      Highlight Du hast zuviel Isostar getrunken.
      16 10 Melden
  • R. Peter 25.12.2017 21:16
    Highlight „Aufstieg der Frauen weckte den Unmut der alten männlichen Wähler“

    Falsch: die immer stärkere Unterdrückung der Männer mit dem verlogenen Anstrich der Gleichstellung (!?) durch Quoten, Vorurteile, Schlechterstellung per Gesetz, etc. löst Unmut aus.

    Es wäre einfach: gleiche Rechte und Pflichten. Also keine Geschlechterbezogenen Gestze (Mutterschaft gilt für Eltern und Geburt weiterhin via EO/ Krankheit). Alles ist allen Erlaubt oder Verboten- jeder kann selber Entscheiden. DAS wäre Gleichstellung und würde nach und nach zur Normalität.
    50 43 Melden
    • Juliet Bravo 25.12.2017 23:50
      Highlight Wo empfindest du, dass die Männer unterdrückt werden? (Ernst gemeint)
      31 18 Melden
    • Saraina 26.12.2017 08:17
      Highlight Mutterschaft gilt eben nicht für Eltern. Du willst ja kaum dem Mann frei geben, weil die Frau sich im 9ten Schwangerschaftsmonat wegen ihres dicken Bauches kaum mehr bewegen kann? Oder den Vater die ersten drei Monate stillen lassen?

      Tatsache ist, dass niemand z.B. Männer aus dem Lehrerberuf vertrieben hat. Sie gehen von selber, weil ein Beruf oder ein Amt in dem viele Frauen präsent sind, für Männer an Status verliert.
      27 17 Melden
    • Genital Motors 26.12.2017 09:28
      Highlight Nein seraina.. die männer gehen aus dem lehrerberuf weil eine diskussion über die farbe der ballone eines festes für männer eine andere priorität besitzt als für frauen... eigene erfahrung..
      29 22 Melden
    • Saraina 26.12.2017 09:50
      Highlight Aha, vor lauter Frust über unnütze Themen an Sitzungen verzichten Männer auf die Haupttätigkeit eines Lehrers, nämlich zu unterrichten und den Jungs in den Klassen als Vorbild zu dienen? Jööö, Mimösli.

      Und dann sind die Frauen verantwortlich dafür, dass die Schule zu wenig jungenfreundlich ist? Und für offenbar schlecht organisierte Teams ohne Deko- oder Festkommitee auch gleich? Während die Männlein im Schmollwinkel sitzen und ein anderes Spielfeld suchen? Billig.
      26 22 Melden
    • flying kid 26.12.2017 10:19
      Highlight @Juliett Bravo
      So ganz spontan fällt mir da die Dienstpflicht ein, welche ja nur für Männer existiert.
      Dann Pensionsalter, ist immer noch nicht angeglichen und das obwohl die Frauen statistisch gesehen die höhere Lebenserwartung haben.

      22 7 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:35
      Highlight Saraina, Du machst mir ein wenig Angst...
      Aber gerade das gefällt mir so an Dir!
      11 12 Melden
    • R. Peter 26.12.2017 10:51
      Highlight Saraina, „Sie gehen von selber, weil ein Beruf oder ein Amt in dem viele Frauen präsent sind, für Männer an Status verliert.“.

      Bitte um Quelle für diese Behauptung. Ich glaube nicht dass Männer (wegen eingebüsstem Status) „gehen“, sondern eher dass sich mehr Frauen für den Lehrberuf interessieren und daher deren Anteil seit der Gleichberechtigung ansteigt.
      12 13 Melden
    • R. Peter 26.12.2017 11:00
      Highlight Juliet: Quoten (Auch „weiche“, da diese mit „harten“ bedrohr sind, wenn nicht erfolgreich umgesetzt, wobei erfolgreich die Negierung pot. Unterschiedlich verteilter Interessen bedeutet), Rentenalter, Elternschaft, Absicherung (Witwenrente), öffentliche Voverurtfilung bei jeglichen Übergriffsvorwürfen, Wierholte Behauptung det Lohnbevorzugung (Aussagen wie: „klar, du verdienst sicher schon mehr weil du ein Mann bist“...?!?), Dienstpflicht (Ersatzangabe), Es gäbe wohl noch mehr.
      12 10 Melden
    • R. Peter 26.12.2017 11:05
      Highlight Saraina, nein wenn sich Grau wegen Schwangerschaft nicht mehr bewegen kann, nicht. Es wird sber heute schon zwischen gesundheitlichen Problemen und elterlichen Pflichten unterschieden. Letzters gilt für beide, ersteres für denjenigen mit den körperlichen Einschränkungen - ebenfalls geschlechtunabhängig - auch wenn logischerweise bie Schwangerschaft ausschliesslich Frauen von letztem betroffen wären.
      6 8 Melden
    • Saraina 26.12.2017 13:49
      Highlight R. Peter: ich könnte dir mehr als ein Schulhaus nennen, das einen Lehrer mit Handkuss nehmen würde! In der Betreuung gilt dasselbe. Und vor einiger Zeit erzählte mir die alleinerziehende Mutter zweier Söhne, die beide keinen einzigen Lehrer hatten, dass jetzt auch der Hockey-Trainer ihres Unterstüflers eine Frau ist. Will heissen, der Knabe hat genau Null Männer um sich, und reagiert entsprechend unwirsch auf die Übermacht von Frauen.
      Es hat nicht einen höheren Frauenanteil in der Primarschule, es hat fast keine Männer mehr.
      11 3 Melden
    • Saraina 26.12.2017 13:51
      Highlight Äh, und eine Schwangerschaft ist kein "gesundheitliches Problem". Sie bringt von Natur aus massive körperliche Veränderungen mit sich, und bedingt, dass zumindest der gestillte Säugling primär von seiner Mutter betreut wird.
      8 5 Melden
    • slick 26.12.2017 17:26
      Highlight Sie wollen es nicht verstehen. Es geht darum, dass Männer und Frauen, die exakt gleichen Rechte und Pflichten haben sollten. Alle wissen, dass Männer nicht schwanger werden können. Eine Schwangerschaft sollte arbeitsrechtlich wie gesundheitliche Probleme behandelt werden, sprich EO etc. Im Sinne der Gleichberechtigung. So war das von R. Peter wohl gemeint.
      7 3 Melden
    • flv 26.12.2017 21:14
      Highlight @Saraina (zu deinem ersten Kommentar): Den 9. Schwangerschaftsmonat, die Geburt und die Stillzeit kann dir kein Mann abnehmen, trotzdem wäre ein Elternschaftsurlaub eigentlich die Lösung. Beispiel Norwegen: 1 Jahr Elternschaftsurlaub, Minimalbezug für Männer 3 Monate.

      Ich glaube, auch eine stillende Mutter möchte einmal pennen (->Schoppen abfüllen) und ein Vater sollte einmal in der Nacht aufstehen müssen, ohne im Hinterkopf zu haben, dass er hundemüde am nächsten Morgen die Geschäftspräsi durchführen muss. Und vor allem "bonding"-mässig ist es doch einfach wichtig!
      11 1 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 21:51
      Highlight @ Saraina
      Ist doch egal!
      Je mehr Frauen wir Jungs und Männer um uns haben desto besser!
      4 4 Melden
    • R. Peter 27.12.2017 14:35
      Highlight Danke Slick.
      2 1 Melden
  • Bucky 25.12.2017 20:22
    Highlight Schaut, Leute, es ist ganz einfach: "Wer hat uns verraten? Die Sozialdemokraten!" Wer das Zitat nicht kennt, googelt am besten mal nach.
    24 41 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:38
      Highlight Wer ist "uns"?
      Die Redensart haben Kommunisten und Linksaussen-Revolutionäre erfunden.
      Bist Du etwa ein solcher Kommunist, oder ein Linksaussen-Revolutionär?
      Nach Deinen bisherigen Beiträgen zu schliessen doch wohl eher überhaupt nicht, oder?
      14 6 Melden
    • flv 26.12.2017 21:16
      Highlight @Bucky: Bring bitte ein Beispiel, wo sie dich verraten haben! Oder wo du dich verraten fühlst. Oder bist du Grossindustrieller? Dann kann ich deinen Unmut verstehen...
      6 3 Melden
    • Bucky 26.12.2017 21:59
      Highlight @rodolfo @flv Wer das Zitat nicht kennt, googelt am besten mal nach. Und auf Trollfragen kann ich nicht eingehen, sorry.
      2 3 Melden
    • Bucky 27.12.2017 03:47
      Highlight "Bist Du etwa ein solcher Kommunist, oder ein Linksaussen-Revolutionär?"

      Welcher Kommunismus? 19./20./21. Jh.?Theorie ist das eine, praktische Umsetzung das andere: UdSSR? DPRK? Nehmen wir China als Massstab? China ist bewundernswert. Wow. Linksaussen-Revolutionär also eher nicht, eher Pragmatiker/Technokrat.
      Wichtig: 1. Harmonie mit der Natur (ressoucenschonende Technik, erneuerbare Energien, Genügsamkeit). 2. Harmonie der Gesellschaft (soziale Gerechtigkeit, Bildung, Gesundheit) und international Frieden (Entwicklungshilfe, Abrüstung, ggf. Militärhilfe). 3. Gut geplant ist halb gewonnen.
      0 1 Melden
    • rodolofo 27.12.2017 11:15
      Highlight @ Bucky
      "Gut geplant ist halb gewonnen"...
      Du bist doch nicht etwa ... Permakulturist?
      2 1 Melden
  • Bucky 25.12.2017 19:21
    Highlight Die "weiblicher gewordene Sozialdemokratie", wie die feministische Schweizer Sozialdemokratie sie mustergültig darstellt, ist einfach viel näher bei einem primordialen Darwinismus und damit grundsätzlich in Konflikt mit sozialdemokratischen Werten. Gleichstellung wäre der Sozialdemokratie immanent, Vorrechte für Frauen, wie Schweizer Feministinnen sie geltend machen, sind mit der Sozialdemokratie genauso unvereinbar wie Vorrechte für Männer. Die "weibliche" Sozialdemokratie hat mit Sozialdemokratie nur noch den Anstrich gemein. Darunter verbirgt sich - primordialer Darwinismus.
    19 51 Melden
    • aglio e olio 25.12.2017 22:47
      Highlight Welche Vorrechte machen Schweizer Feministinnen geltend?
      21 7 Melden
    • SemperFi 26.12.2017 10:32
      Highlight @Bucky: Das Prinzip des „primordialen Darwinismus“ müssten Sie mir bitte erklären - ich hätte jetzt gerade Zeit für so etwas.
      9 5 Melden
    • flv 26.12.2017 21:28
      Highlight Ähm? Kannst du mir primordialer Feminismus erklären? Kenn ich echt nicht!

      Ich (männlich, linksliberal) stimme dir zwar bei, dass die heutige Juso für Männer ein bisschen spezielle Themen aufs Parkett bringt. Grundsätzlich kann ich die Themen jedoch verstehen. Dass sie mehrheitsfähig oder hilfreich fürs Parteiprogramm sind, bezweifle ich jedoch.

      Wenn ich das richtig verstehe, werden Forderungen gestellt, die den männlichen Darwinismus ausgleichen – ohne Eingeständnisse bei Frauenprivilegien zu machen. Gewisse Vorbehalte habe ich da auch, ehrlich gesagt.
      5 2 Melden
    • Bucky 26.12.2017 22:01
      Highlight @aglio @SemperFi @flv auf Trollfragen kann ich nicht eingehen, sorry.
      0 6 Melden
    • aglio e olio 27.12.2017 09:07
      Highlight Bucky, das hast du nun bereits getan. Und deine Antwort ist sehr aussagekräftig.
      0 0 Melden
  • Thomas Rohrer 25.12.2017 13:57
    Highlight Ich freue mich auf die Politik der jungen Frauen und weniger Politik der alten Säcke.
    80 46 Melden
    • flv 26.12.2017 21:30
      Highlight Auf diese zähle ich, die sind echt gut! (bin männlich...)
      2 5 Melden
  • Fidelius 25.12.2017 12:56
    Highlight Für mich ist er eher ein männlicher Feminist und kein Star-Soziologe. Was ist denn z. B. mit dem radikalen Feminismus, welcher global erstärkt? Dies blendet er gezielt aus und betrachtet das Ganze nur einseitig.
    52 97 Melden
    • Enzasa 25.12.2017 14:41
      Highlight Was ist denn radikaler Feminismus?

      Mich erstaunt es immer wieder, wieviele Kommentare geschrieben werden, wenn es um Männer und die Gleichberechtigung der Frau geht. Wieviele gegen eine Frauenquote sind, insbesondere mit welcher Argumentation, wieviele Männer schreiben, dass der niedrigere Verdienst von Frauen rechtmäßig ist und wieviele von #metoo genervt sind.
      65 39 Melden
    • R. Peter 25.12.2017 21:08
      Highlight Enzesa
      1) Gleichberechtigung: ich kanns nicht mehr hören, wo haben Frauen weniger Rechte als Männer?

      2) Frauenquote: wie soll eine Quote je gerecht sein? Sie benachteiligt immer eine vermeintlich oder tatsächlich bevorzugte Gruppe. Damit schafft sie bestenfalls ein Gleichgewicht der Ungleichgewichte - also zusätzliche positive und negative Diskriminierung. Schlimmstenfalls war die Gruppe gar nicht oder weniger als angenommen bevorzugt.

      3) der im Durchschnitt niedrigere Verdienst von Frauen ist Tatsache. Min. 2/3 davon sind rechtmässig, für den Übrigen Drittel haben wir keine Daten.
      27 37 Melden
    • Enzasa 25.12.2017 21:51
      Highlight Frauen haben lediglich in Westeuropa annähernd soviel Rechte wie Männer!
      Frauenquote bedeutet einfach bei „gleicher Eignung“ bekommt die Frau den Job, daher ist das ganze Quotenfrau Gerede überflüssig.

      Fakt ist, das überwiegend Frauen Opfer von häuslicher Gewalt sind, warum wird bei jedem Artikel darüber über die Gewalt an Männer lamentiert?
      Warum stehen nicht Frauen und Männer beisammen, wenn es um den Schutz und die Förderung von Kindern geht? Warum ist es wichtig



      Es ist eine Tatsache, dass Berufszweige, in denen überwiegend Frauen arbeiten Durchschnittlich weniger verdienen.

      Wo
      29 26 Melden
    • R. Peter 26.12.2017 00:54
      Highlight Enzesa,

      1) Fage nicht beanrwortet.

      2) bei gleicher Eignung wird die Frau bevorzugt. Genau: bevorzugt (das Gegenteil von bevorzugt ist übrigens diskriminiert).

      3) Stimmt, in diesen Berufszweigen verdienen aber auch die Männer weniger. Ergo ist es ein Branchen- und kein Genderproblem.

      17 21 Melden
    • rauchzeichen 26.12.2017 15:30
      Highlight bei gleicher Eignung wird die Frau bevorzugt?

      enzasa?

      inwiefern passt diese aussage zu einer gleichberechtigten, freien gesellschaft, die wir ja alle ach so hart anstreben?

      7 1 Melden
    • flv 26.12.2017 21:40
      Highlight Frauenqoute: Naja... Hat auch negative Aspekte. Könnte man aber z.B. auf 5-10 Jahre begrenzt einmal einführen, danach wieder evaluieren, ob's noch notwendig ist.

      Viel zielführender wäre ein Elternschaftsurlaub à la Norwegen: 1 Jahr gemeinsam frei aufteilbar für beide, pro Person aber min. 3 Monate.

      So fällt bei einer Schwangerschaft nicht nur die Frau aus, sondern auch der Mann für mindestens 3 Monate. Somit würde wenigstens dieser (wirtschaftliche) Nachteil etwas ausgeglichener.
      5 0 Melden
  • Doeme 25.12.2017 12:32
    Highlight Super Interview Herr Bernet! Nur wer kluge Fragen stellt, erhält auch intelligente Antworten. Bitte mehr von diesen hochstehenden Artikel auf watson! Und weniger von "das sind die 10 blablabla"
    181 23 Melden
  • Posersalami 25.12.2017 12:31
    Highlight „Hinter der Unzufriedenheit vieler älterer, männlicher Wähler steckt der Unmut über den Aufstieg der Frauen. „

    Kann doch gar nicht sein! Frauen sind nur in muslimischen Gesellschaften nicht zu 100% gleichberechtigt! Hier ist doch das Paradies wo alle Männer die Frauen ebenbürdig akzeptieren!!!!
    41 101 Melden
    • Enzasa 25.12.2017 19:29
      Highlight Posersalami
      Deine Blitze bestätigen deinem Beitrag
      27 19 Melden
    • flv 26.12.2017 21:41
      Highlight Die Blitzer haben wohl den Sarkasmus nicht verstanden...
      4 0 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 25.12.2017 12:28
    Highlight Habe ich richtig gelesen?

    Konzerne haben mehr Macht auf die Politik als der Bürger. PR-Teams sagen was die Parteien schreiben. Und die EU entscheidet bei wichtigen Themen undemokratisch hinter verschlossenen Türen? Er findet Trump gut und ist Kapitalismus-Kritiker.

    Der Typ muss ein Verschwörungstheoretiker sein!

    Danke, sehr interessantes Interview.
    24 60 Melden
    • sowhat 25.12.2017 21:00
      Highlight Nein. Er hat nur den Durchblick und ist lästig genug es auch zu sagen, damit wir dereinst nicht behaupten,wir hätten es nicht gewusst ;)
      26 4 Melden
    • flv 26.12.2017 21:45
      Highlight Nö, er hat absolut recht. Die Parteien machen ein bisschen Politik, jedoch nicht die, wofür sie eigentlich gewählt worden wären, sondern, die, die ihnen von den Lobbyisten eingeflüstert wird. Die wichtigen Entscheidungen passieren aber eh jenseits der nationalen Politik. Da werden die Spielregeln gemacht und jedes Land probiert sich möglichst gut durchzumogeln.

      Fairplay in der Politik ist etwa so wie in der FIFA...
      4 0 Melden
  • Redly 25.12.2017 12:12
    Highlight Die Menschen seien vom Neoliberalismus enttäuscht. Könnte sein, wenn sie ihn erlebten.

    Kurzer Faktencheck: Ups, Staatsquoten, Regulierung und Staatsverschuldungen waren noch nie so hoch wie die letzten Jahre.

    Mist, Enttäuschung korreliert eher mit steigenden Staatseingriffen...
    Aber pssst, bloss niemandem verraten - man müsste seine Thesen hinterfragen.
    Frohes Fest und blitzen allerseits.
    26 72 Melden
    • FrancoL 25.12.2017 13:33
      Highlight @Redly; Und was genau führt zu diesen hohen Verschuldungen? Amerika lässt Grüssen, die neue Verschuldungsspitze steht dort ja in den nächsten jähren an.
      Du Musst lauter sprechen, denn Dein Unsinn soll gut gehört werden.
      Neoliberalismus erleben wir tag täglich in rauen Mengen. Da gibt es kein entrinnen, ausser wohl in Deiner bescheidenen Welt.
      55 12 Melden
    • R. Peter 25.12.2017 21:10
      Highlight Hohe Staatsausgaben führen zur Verschuldung. Rettungsaktionen (das Gegenteil von Liberalismus) ebenfalls.
      19 3 Melden
    • Firefly 25.12.2017 22:33
      Highlight Aktion und Reaktion! Der westlich demokratische Staat ist im Grunde liberal, neue Gesetze und Reglemente werden erst dann implementiert, wenn eine Minderheit über die Stränge schlägt und die ungeschriebenen Regeln das Anstands und der Rücksicht verletzen. Neue Gesetze und Regeln entstehen also nicht im luft leeren Raum
      12 5 Melden
    • Redly 26.12.2017 00:03
      Highlight @FrsncoL: wer nicht deiner Meinung ist, ist gleich bescheiden/Unsinn.
      Wer wenig Argumente hat oder wenig von Redefreiheit hält, greift gleich die Person an.
      Deshalb sind die Staatsquoten und Umverteilung trotzdem so hoch wie früher nie.
      5 9 Melden
    • flv 26.12.2017 21:53
      Highlight @Redly: Ok, kompletten Neoliberalismus haben wir zum Glück nicht. Dafür die Staatsverschuldung und nicht Obdachlose ohne Ende. Denn, wenn der Neoliberalismus wieder einmal nicht funzt, greift der Staat ein, ob bei crashenden Banken oder lahmender Konjunktur (-> Infrastrukturprojekte). Aber wenn er mal funzt, streichen ein paar wenige die Milliarden ein (im Steuerparadies) und der Rest guckt in die Röhre, bzw. behält – wenn er/sie Glück hat – den Job.

      Momol! Funktioniert doch recht gut so, oder nicht? Wieso noch mehr Neoliberismus? Dann hast du ja gar niemanden mehr, der dich raushaut!
      4 2 Melden
    • FrancoL 27.12.2017 00:10
      Highlight @redly
      Bescheiden sind diejenigen die falsche Schlüsse ziehen, da geht es nicht um Meinungen, da geht es um Fakten und Korrelationen die nun Deiner Meinung widersprechen, darum sind Deine Annahmen angefangen schon bei der Einleitung falsch.
      Aber du kannst gerne beleidigt sein wenn die Fakten Dir widersprechen. Sry das ist dann dein Bier.
      1 2 Melden
  • flying kid 25.12.2017 11:04
    Highlight Was genau ist/macht ein Star-Soziologe?
    Bücher über abstruse Thesen schreiben, die dann nicht eintreffen?

    Unglaublich, mit was man alles Geld verdienen kann...
    48 134 Melden
  • FrancoL 25.12.2017 10:48
    Highlight Sie müssen (Sozialdemokraten) auf jeden Fall kritischer werden gegenüber dem Kapitalismus und vor allem gegenüber den Kapitalisten – OHNE sich vom Konzept der Marktwirtschaft zu verabschieden, allzu protektionistisch zu werden oder neue Schuldenberge anzuhäufen.

    Ich denke dies sollte nicht nur das Ziel der Sozialdemokraten sein, sondern Ziel der grossen Mehrzahl der Bürger, die mit der Marktwirtschaft gut bedient werden, aber von einem überspitzten Kapitalismus mit seinen gewaltigen Ungleichheiten erdrückt werden.
    182 28 Melden
  • anders Denken erlaubt? 25.12.2017 10:43
    Highlight Der Mann hat weit und Klarsicht und doch, verkürzt meine ich: Geld regiert die Welt!
    101 21 Melden
    • The Origin Gra 25.12.2017 11:16
      Highlight Ja, leider scheint diese einfache Wahrheit nicht durchzudringen oder die Leute glauben zu sehr an dieses Schneeballsystem ☹
      50 9 Melden
    • rodolofo 26.12.2017 10:24
      Highlight Geld regiert die Welt, aber es regiert nicht die Seelen!
      Schau nur mal in die abgelöschten Augen von Melania Trump! Dann wirst Du feststellen, dass sie sich den Reichtum wohl früher mal ganz anders vorgestellt hat.
      Ich wage sogar zu vermuten, dass sie insgeheim mit der "Me Too"-Bewegung sympathisiert!
      Und als sie für ihre eigene Rede die Rede von Michelle Obama abgeschrieben hat, zeigte sie der ganzen Welt, für welche Seite ihr Herz schlägt!
      Melania heisst die bessere Hälfte des Ehepaars Trump!
      8 4 Melden

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