Schweiz
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Bild: KEYSTONE

Abtreibungsgegner-Demo in Bern unter massivem Polizeischutz durchgeführt

Flankiert von einem Grossaufgebot der Polizei haben christlich-konservative Kreise am Samstag vor dem Bundeshaus in Bern gegen Abtreibungen demonstriert. Ihr Protest richtete sich besonders gegen die Pränataldiagnostik, die immer mehr zu einer Selektion von Leben führe.

17.09.16, 17:31 18.09.16, 14:26


Die Polizei hatte den Bundesplatz schon am Samstagmittag hermetisch abgeriegelt. Gut hundert Teilnehmende einer Gegendemonstration machten darauf vis-a-vis auf dem Bärenplatz mächtig Lärm mit Trillerpfeifen, Drucklufthupen und Sprechgesängen. Vereinzelt warfen sie mit Wasser gefüllte Kondome in Richtung des mit Absperrgittern abgetrennten Bundesplatzes.

Teilnehmer bei der Kundgebung «Marsch fürs Läbe» auf dem Bundesplatz. Bild: KEYSTONE

Zwischen den beiden Lagern sorgten zahlreiche Polizisten in Kampfmontur dafür, dass eine direkte Konfrontation ausblieb. Kurz vor Ende der offiziellen Kundgebung zündeten die Gegner eine Rauchpetarde und zogen dann von der Polizei unbehelligt ab.

Der «Marsch fürs Läbe», der Jahr für Jahr zu Kontroversen führt, fand nach sechs Austragungen in Zürich erstmals in Bern statt. Aus Sicherheitsgründen hatten die Berner Behörden allerdings nur eine Platzkundgebung bewilligt.

Eine Teilnehmerin der Kundgebung «Marsch fürs Läbe» hält ein Kreuz in die Höhe. Bild: KEYSTONE

Die Veranstalter sagten zähneknirschend zu. Sie schätzten die Teilnehmerzahl am frühen Abend auf 1700 Personen und werteten dies angesichts der schwierigen Umstände als Erfolg.

«Wir werden das Töten ungeborener und behinderter Kinder niemals akzeptieren»

Plakat-Slogan der «Marsch fürs Läbe»-Teilnehmer.

Die Demo-Teilnehmer wurden mit Cars aus zwei Dutzend Schweizer Städten direkt vor das Bundeshaus gefahren und dort wieder abgeholt. Passanten in Bern bekamen wegen des Lärms kaum etwas von den Reden und Konzerten mit.

Für «faire Diskussion»

Die Kundgebung richtete sich besonders gegen den Umgang mit der Pränataldiagnostik: Kranke und behinderte Ungeborene würden heute «mit medizinischen Methoden aufgespürt und vernichtet», bevor sie das Licht der Welt erblickten.

«Wir werden das Töten ungeborener und behinderter Kinder niemals akzeptieren», hiess es auf einem Flugblatt. Die Demonstrierenden forderten auch «eine faire öffentliche Diskussion über die schmerzlichen Folgen von Abtreibungen».

«Meine Entscheidung»

Klare Botschaft an die Abtreibungsgegner. Bild: KEYSTONE

Die Gegendemonstration stand unter dem Motto «Mein Körper – meine Entscheidung». Auch viele Homosexuelle protestierten gegen den «Marsch fürs Leben», weil sie den christlichen Aktivisten eine homosexuellenfeindliche Haltung vorwerfen.

Die Polizei hatte im Vorfeld auf das Konfliktpotenzial des Anlasses hingewiesen, der schon in Zürich immer wieder zu Scharmützeln geführt hatte. Entsprechend gross war das Aufgebot an Einsatzkräften. In der Bundesstadt wimmelte es mitten im samstäglichen Einkaufsrummel von Polizeifahrzeugen und Polizisten, viele von ihnen trugen Kampfmontur.

Die Verantwortlichen des «Marschs fürs Läbe» zeigten sich nach Ende der Kundgebung entschlossen, «auch 2017 wieder für das Lebensrecht auf die Strasse zu gehen». Ob dies wiederum in Bern sein werde, sei angesichts der massiven Einschränkungen für Veranstalter und Markttreibende noch zu diskutieren. (wst/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • pamayer 22.09.2016 06:57
    Highlight Wenn alle diese tollen christen die bergpredigt lesen und umsetzen würden (und die nicht so richtigen christen ebenfalls), ginge es uns, unserer mitwelt und umwelt um einiges besser.
    Aber das ginge den freikirchlern wohl etwas zu weit...
    5 0 Melden
  • kleiner_Schurke 18.09.2016 15:18
    Highlight Wir tun also gut daran fundamental christliche Gruppierungen wie ICF, FEG, FMG, JMEM, EGW Bewegung Plus, Pfimi, Chrischona, usw. nicht aus den Augen zu lassen. Denn sind sie erst mal in der Lage genügend Einfluss zu nehmen ist Moses plötzlich auch der Gründer der Schweiz. Und wer das nicht anerkennt, tja der wird den Zorn Gottes und seiner fanatischen Anhänger kennen lernen.
    28 9 Melden
    • Soulrider 18.09.2016 16:46
      Highlight Vor allem sollten aber bessere/nützliche Gesetze gegen Stalking und Verleumdungen her. Dann wäre das ICF Problem ziemlich schnell erledigt.
      18 1 Melden
  • kleiner_Schurke 18.09.2016 15:18
    Highlight
    3. Evangelikale Christen versuchen zum x-ten mal die Staatsverfassung so zu ändern, dass sie ihre Religion frei praktizieren können. Unter frei verstehen sie die explizite Diskriminierung von Homosexuellen im Rahmen des Freedom of Religion.
    4. Evangelikale Christen versuchen zum x-ten mal via dem Texas Board of Education, welches den Inhalt der Schulbücher der USA festlegt, die Schöpfungslehre in den Biologie Unterricht aufzunehmen. Ferner soll erreicht werden das die USA in den Geschichtsbücher als Christliche Nation dargestellt wird. So wurde Moses als Gründervater der USA aufgenommen.
    16 4 Melden
  • kleiner_Schurke 18.09.2016 15:18
    Highlight Gucken wir in die USA wo 25% der Bevölkerung zu einer Christlich Fundamentalen Kirche gehören. Dem entsprechend stärker ist deren Einfluss. Da haben wir dann das:
    1. Hobby Lobby: Der Eigentümer der Firma ist Christ, er verweigert es seinen Angestellten die Spitalrechnung bei einer Abtreibung zu bezahlen. (In den USA wird die Krankenversicherung via Arbeitgeber abgerechnet).
    2. Kim Davis, eine Standesbeamte (stramme Christin) weigert sich gleichgeschlechtliche Paar zu trauen, obwohl sie vom Gericht dazu verpflichtet wurde.
    10 4 Melden
  • stadtzuercher 18.09.2016 13:06
    Highlight Wenn bei einer Demonstration in der Schweiz kämpferisch Kreuze in die Höhe gereckt werden, frage ich mich ja schon, ob man das Anliegen nicht aus Prinzip ächten soll. Was hat Religion im öffentlichen Leben oder gar in der Legislative verloren?
    28 9 Melden
  • Pfauenfeder 18.09.2016 10:44
    Highlight Meiner meinung nach muss die einstellung zur abtreibung keinen religiösen hintergrund haben. Ich bin für das leben egal in welcher form. Sei es das ungebohrene kind welches ein recht auf leben hat oder auch ein gleichgeschlächtliches paar welches ebenfalls das recht auf ein glückliches leben zu zweit hat. Leben und leben lassen!
    8 9 Melden
    • Alex_Steiner 23.09.2016 16:12
      Highlight Aha... und die Frau die vergewaltigt wurde muss ihr Leben hald aufopfern für das ungewollte Kind?
      4 0 Melden
    • Pfauenfeder 26.09.2016 10:29
      Highlight Statistisch gesehen werden sehr wenige frauen aus einer vergewaltigung schwanger. Das ist wohl das einzige dislussionswürdige argument der befürworter. Ausserdem kann das kleine gar nichts dafür. Es sitzt im bauch der mama und ist auf ihren schutz angewiesen. Da finde ich es sehr perfide das genau dann das kleine tötet! Und bevor die disskusion darüber losgeht ob das denn ein mensch ist... ja ist es! Ab der 5. Ssw schlägt das kleine herz bereits!
      0 4 Melden
    • Alex_Steiner 26.09.2016 13:35
      Highlight @Joggelina: Das Herz ist nicht wichtig. Oder sollen wir bei einem Herzstillstand aufhören mit der Wiederbelebung? Das Hirn ist wichtig. Klar, dass dir das nichts sagt...

      Wenn man Abtreibungen verbietet, "fallen" einfach wieder mehr Frauen "die Treppe runter".
      4 0 Melden
  • pamayer 18.09.2016 09:56
    Highlight Sind das nicht die, die in den USA in Kliniken, die Abtreibungen durchführen, dort arbeitendes personal erschossen??

    Ich kämpfe auf das Recht auf Leben. Wenn's sein muss, mit dem Gewehr.

    Und du wirst jetzt Christ, oder dein Kopf rollt.
    31 10 Melden
  • Lord_ICO 18.09.2016 08:58
    Highlight An dieser Demo waren wieder mal the walking dead unterwegs. Nach der Demo trafen sie sich dann noch in einem Festsaal und der Organisator, hat Ihnen Heizdecken und Vitaminpräparate angedreht. Hach diese süssen Rentner mit ihren Kaffeefahrten, brauchen auch immer mehr Action.
    40 8 Melden
  • elivi 17.09.2016 22:08
    Highlight Aww cute, ich glaube das machen sie nur damit sie sich mit den gegnern jährlich streiten können ... Wie ne kleine hass liebe. Ein jährlicher ausflug um zusammen mal was bösses machen und laut sein.
    Wir haben ja keine andere probleme wie AHV und so ...
    22 23 Melden
    • Too Scoop 17.09.2016 23:22
      Highlight Ich bekomme das Gefühl nicht los, dass es einigen bzw. Allen einfach zu gut geht, damit sie sich nicht mit anderen Problemen beschäftigen müssen. Wir ärgern uns immer über andere und selber ist man kein deut besser. Hauptsache die Lobby stimmt.
      20 6 Melden
  • Soulrider 17.09.2016 21:08
    Highlight Ich bin überhaupt kein Abtreibungsgegner, aber es ist nun doch schon wieder so, dass diejenigen die am lautesten nach Toleranz schreien genauso Intolerant sind. Sollen die dort doch Ihre Versammlung abhalten. Mit sinnlosen Petarden, Panikmache usw. wird doch nur das Gegenteil erreicht und zwar dass sich diese Menschen weiter abschotten von der liberalen Gesellschaft.
    89 25 Melden
    • phreko 17.09.2016 21:51
      Highlight Intolerante verdienen keine Toleranz.
      66 55 Melden
    • Macke 17.09.2016 21:53
      Highlight Ich habe nichts dagegen, wenn eine Person nicht abtreiben möchte, an Gott glaubt oder an das fliegende Spaghettimonster. Ich bin auch dafür, dass sich Menschen treffen und austauschen. Ich habe aber etwas dagegen, wenn ca. 1700 Menschen den Bundesplatz besetzen um Frauen, die abgetrieben haben, als Mörderinnen zu bezeichnen und sie zu verleumden. Deshalb bin ich heute an der Gegendemo gewesen.
      105 40 Melden
    • Marek Zeman 17.09.2016 22:02
      Highlight Was zwar ein Problem sein kann, wenn es zu Radikalisierung führt, aber es ist halt auch wichtig, dass diese Haltungen klar von der Gesellschaft abgelehnt werden. Es soll nicht akzeptabel sein, seine religiösen Gefühle anderen aufzwingen zu wollen. Es soll nicht das Gefühl entstehen, dass sowas ernsthaft in Betracht gezogen werden kann.
      41 16 Melden
    • Roterriese 17.09.2016 23:58
      Highlight @Phreko, mit deiner Aussage erliegst du aber einem Zirkelschluss. "Intolerante verdienen keine Toleranz.". Das macht dich dann auch zum intoleranten der nach deiner Aussage keine Toleranz verdient.
      45 15 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 00:12
      Highlight Warum erwarten die Intoleranten immer Toleranz für sich?
      32 16 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 03:01
      Highlight @Roterriese: Man kann natürlich alles verdrehen bis es für einen stimmt.
      Es kan für Leute die Hass und Intoleranz keine Toleranz geben.
      11 24 Melden
    • Fabio74 18.09.2016 23:01
      Highlight @smarter: kenne deine Islamophobie miitlerweile. Intoleranz kann keine Toleranz erwarten. Dies ist aber keine Rechtfertigung für einen pauschalen Rundumschlag gegen den Islam.
      10 14 Melden
  • dääd 17.09.2016 19:30
    Highlight Eine Demo machen gehört zu unseren Grundrechten. Ich halte die "Für's Läbe"-Bewegung aus versch. Gründen für problematisch, wie andernorts schon kommentiert. Wenn sich diese Leute doch nur mit demselben Engagement für das geborene Leben einsetzen würden (Strassenverkehr, Bildung, erhöhte Suizidgefahr bei schwulen Jugendlichen etc.).
    86 13 Melden
    • dääd 18.09.2016 08:14
      Highlight Pro Jahr sterben ca. 300 Menschen auf der Strasse. Ist einfach ein fact, ich kann nichts dafür. - Ich bin für blackboxes in allen Autos (auch in meinem). Würde was kosten (auch für mich). Autofahren ist in meinen Augen eine öffentliche und keine private Sache, eben weil stets auch andere davon betroffen sind wie ich mich auf der Strasse verhalte.
      16 12 Melden
  • Lowend 17.09.2016 18:16
    Highlight Die grösste Gruppe an der Demo stellte eindeutig das Konkordat Nordwestschweiz, dass die ganze Stadt lahmlegte, damit sich ein paar hundert, meist ältere Männer auf dem Bundesplatz treffen und darüber reden konnten, was Frauen dürfen und was nicht.

    Immerhin sind sie nicht allein, denn auch im Bundeshaus wird gern über statt mit den Frauen gesprochen, z.B. wenn es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie geht und vergessen wird, Frauen einzuladen.
    http://www.blick.ch/news/politik/frauen-fehlten-beim-spitzentreffen-zur-vereinbarkeit-von-beruf-und-familie-so-nicht-meine-herren-id5501812.html
    84 58 Melden
  • Ingenieur 17.09.2016 18:14
    Highlight Das habe ich nicht ganz verstanden, da marschieren einige gegen die Abetreibung und dann tauchen Schwule provokativ rumzüngelnd auf und demonstrieren gegen homosexuellenfeindlichkeit? Alles klar...
    104 47 Melden
    • kleiner_Schurke 17.09.2016 19:24
      Highlight Genau diese Kreise sind eben auch stark homophob. Mir sind persönlich Homosexuelle bekannt die aus Freikirchen systematisch weg gemobbt wurden. Das ist weder Zeitgemäss noch mit der Schweizer Verfassung oder den allgemeinen Menschenrechten zu vereinbaren.
      75 35 Melden
    • Fabio74 17.09.2016 19:28
      Highlight Ja du hast es nicht verstanden, weil diese Typen eben auch gegen Rechte für Schwule kämpfen
      62 35 Melden
    • michiOW 17.09.2016 20:45
      Highlight Abtreibungsgegner automatisch als homophob zu bezeichnen ist nicht richtig.

      Ersteres ist eine Ansicht, welche ich zwar Grösstenteils nicht teile, aber respektiere.
      Homophobe Menschen sind, wenn sie homophob handeln, Verbrecher.

      Ich kenne einige homosexuelle Paare, doch dass sie homosexuell sind, ist mir ziemlich egal. Was mich aber stört, sind diese paar Leute, welche sich wegen ihrer Sexualität diskrimminiert fühlen und deswegen gegen alles mögliche demonstrieren, egal ob es etwas mit ihrer Sexualität zu tun hat oder nicht.
      Hauptsache provozieren.
      46 28 Melden
    • Fabio74 17.09.2016 21:27
      Highlight @michiOW: Ganz simpel gesagt. Es sucht sichbnoemand seine sexuelle Neigung aus. Darum gleiche Rechte für LGBT eie für Heteros.
      23 18 Melden
    • michiOW 18.09.2016 07:56
      Highlight @simply smarter

      Ja, dieses Schubladendenken verhilft uns garantiert zu einer konstruktiven Diskussion.

      Nur weil die Stadtzürcher teilweise arrogant sind nicht automatisch rlle Zürcher arrogant.
      11 6 Melden
    • Chrigu91 18.09.2016 18:31
      Highlight @michiOW: "Homophobe Menschen sind, wenn sie homophob handeln, Verbrecher"

      Leider ist es in der Schweiz im Moment immer noch so, dass ich rechtlich nichts in der Hand habe, wenn mich jemand verbal homophob angreift. Erst letztes Jahr hat der Ständerat der Erweiterung der Antirassismusstrafnorm zugestimmt, welche auch die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung unter Strafe stellt.
      5 0 Melden
    • Alex_Steiner 23.09.2016 16:20
      Highlight @Chrigu91: Du kannst ihn wegen der Beschimpfung anzeigen.
      1 0 Melden
    • Ingenieur 23.09.2016 22:05
      Highlight @Fabio74 Niemand sucht sich seine sexuelle Neigung aus? Rechtfertigt das irgendetwas? Dann könnten Pädophile nicht verurteilt werden. So ein scheiss.
      1 2 Melden
    • Chrigu91 24.09.2016 01:14
      Highlight @Ingenieur: die sexuelle Orientierung und sexuelle Präferenzen, wie z.B. Pädophilie, sind zwei unterschiedliche Dinge. Die kann man nicht verglechen. Zudem schadet Homosexualität im Gegensatz zur Pädophilie niemandem.

      Und wann hast du dir denn ausgesucht, jetzt heterosexuell zu sein?
      1 0 Melden
  • Ollowain 17.09.2016 18:06
    Highlight Und wiedermal: Religioten. Soll doch jede/r selber wissen...
    77 44 Melden
  • kleiner_Schurke 17.09.2016 18:04
    Highlight Fundi-Christen wollen nicht Abtreiben, keine PID, ja oft nicht einmal Verhüten. Das können sie doch alles machen, genau so, wie sie es wollen. Warum nur wollen sie dem Rest der Menschheit dann auch noch vorschreibe wie sie zu leben hätten? Ist das eine Art Machtanspruch oder einfach nur Arroganz?
    144 45 Melden
    • Ingenieur 17.09.2016 18:30
      Highlight kleiner Schurke, nö demonstrieren ist ein Grundrecht und hat nichts mit Arroganz zu tun. Man darf seine Meinung kund tun und das ist gut so. Egal wer es ist. Aber manche scheinen damit ein Problem zu haben. Schade.
      74 53 Melden
    • kleiner_Schurke 17.09.2016 19:20
      Highlight Natürlich soll demonstriert werden, damit habe ich ganz sicher kein Problem. Die Gesetzgebung ist doch nun aber so, das jedem Genüge getan wird. Wer Abtreiben will, der kann, wer nicht abtrieben will, der muss nicht usw. Die Motivation für der Fundis ist aber religiös und das ist aus meiner Sicht reine Privatsache. Stell dir nur vor was passiert, wenn solche Freaks die politische Macht hätten. Ich kann dir sagen das willst du nicht wirklich erleben....
      74 21 Melden
    • atomschlaf 17.09.2016 19:25
      Highlight @Schurke: Das haben religiös Verwirrte leider so an sich, egal welcher Religion sie angehören.
      51 10 Melden
    • Tom Garret 17.09.2016 19:26
      Highlight krass dass 15 von 30 anderer meining sind... 😳 Gilt Meinungsfreiheit wirklich nur wenn sie sich mit der eigenen deckt?
      31 11 Melden
    • Ingenieur 17.09.2016 21:01
      Highlight kleiner_schurke das ist dein Vorurteil, dass die Motivation aller Teilnehmer religiös sei. So können wir dann gegen jede Demonstration sticheln, mit eingebildeten Vorstellungen. Demonstrationsrecht für alle. Und im Prinzip, selbst wenn es religiös motiviert ist. Wir sind ein freies Land. Du machst den Anschein, dass du einfach ein Problem mit den religiösen hast, wohl weil du dir, tief drin, selbst nicht so sicher bist, was du glauben sollst...
      27 24 Melden
    • Marek Zeman 17.09.2016 22:05
      Highlight Mit Meinungsfreiheit hat das Ganze nichts zu tun, da ja die Meinungsfreiheit von beiden Seiten gewahrt wurde.

      Wie die Einen das Recht haben, ihre Demo zu machen, haben die Anderen das Recht, eine Gegendemo zu machen, um zum Ausdruck zu bringen, dass die Meinung / Haltung von Ersteren nicht gesellschaftlich akzeptabel ist.

      Das ist schon okay so.
      15 12 Melden
    • kleiner_Schurke 17.09.2016 22:07
      Highlight Dann erkläre mir bitte mal welcher Anteil der Demonstranten des “Marsch fürs Läbe“ denn säkular oder nicht religiös motiviert sind. Wie gross ist dieser Anteil von 1700 Personen? Das OK des Marsches wird präsidiert von Seraina Messmer von “Christen für die Wahrheit“ steht für Werte wie
      “Wir glauben, dass die Familie (ein Mann und eine Frau, verheiratet und deren Kinder) die Grundlage einer gesunden Gesellschaft bildet, wenn zwischen Mann und Frau, Kindern und Eltern eine Beziehung auf dem Fundament der Heiligen Schrift besteht“.
      17 16 Melden
    • kleiner_Schurke 17.09.2016 22:08
      Highlight Ich denke der Anteil nicht fundamentalistischer Christen wird an diesem Anlass marginal gewesen sein. Insbesondere da die Rechtlsage ja eindeutig ist. Diese Leute werden in keiner Weise tangiert, wenn andere Abtreiben. Ich bin der Meinung dass Frau Messmer ihre Einstellung ruhig haben darf. Ich bin aber auch der Meinung, diese Einstellung soll sie daheim auf dem Sofa habe und nicht in der Öffentlichkeit. Die Mitgliedschaft in solch rückwärtsgewandten Gruppierungen ist nicht verboten. Es ist jedoch stossend wenn solche Leute ihre Sülze überall herum posaunen müssen.
      23 18 Melden
    • fabianhutter 18.09.2016 00:30
      Highlight @kleiner_Schurke: Um noch einmal kurz auf Ihre Anfangsfrage zurückzukommen, wieso diese "Fundi-Christen" anderen vorschreiben wollen was sie zu tun haben. Die Frage ist ganz einfach zu beantworten. Es geht um einen einzigen Unterschied in der Weltanschauung. Diese "Fundi-Christen" betrachten Föten als gleichwertiges menschliches Leben.

      Auch wenn Sie anderer Ansicht sind und wahrscheinlich viele gute Gegenargumente haben, so können Sie sich das der Diskussion Willen kurz vorstellen.

      Mit diesem Hintergrund müssten sie Abtreibung, genau wie die Todesstrafe, oder Sklaverei bekämpfen.
      17 6 Melden
    • SemperFi 18.09.2016 08:41
      Highlight @Simply smarter: Das behaupten Sie ernsthaft? Sie tragen da ein ziemlich mittelalterliches Weltbild mit sich herum. Wie würden Sie den Zustand des Kindes vor der Geburt bezeichnen? Wie definieren Sie Leben?
      8 5 Melden
    • michiOW 18.09.2016 08:49
      Highlight @simply smarter
      Ansichtssache

      In einigen Länder ist das Zeugungsdatum das, was bei uns der Geburtstag ist.

      Und noch an alle:
      Ausserdem habe ich lieber religiöse Menschen, welche demonstrieren, als solche, welche terrorisieren.
      4 10 Melden
    • kleiner_Schurke 18.09.2016 11:04
      Highlight @Ingenieur
      Wie hoch ist nun der Anteil der nicht christlich fundamentalistischen Demonstranten beim Marsch fürs Läbe?
      5 2 Melden
  • Dreiländereck 17.09.2016 18:01
    Highlight Die Polizei trägt Schutzausrüstung und keine Kampfmontur.
    Es ist schade, dass mit solchen Begriffen nicht bewusster umgegangen wir.
    Die Menschen in Polizeiuniform gehen nicht in den Kampf. Sie schützen sich, damit sie am Sonntag wieder gesund bei ihren Familien sein können.
    105 27 Melden
    • Volande 17.09.2016 18:52
      Highlight Mit so einer naiven Einstellung hättest du es bei der Polizei höchstens zu der Parkbußenabteilung gebracht. Aber schöner Gedanke!
      37 58 Melden
    • Volande 17.09.2016 23:20
      Highlight @Koala: man muss die Polizei nicht hassen, um sie zu kritisieren. Stattdessen ist es sogar so, dass wenn man die Idee «Polizei» verstanden hat und befürwortet, gezwungen ist, solche Scheisseinsätze zu kritisieren. Das stärkt diejenigen Teile der Polizei, welche nicht regelmässig durchstarten. Aber vermutlich habt ihr einfach Angst vor der Idee einer solchen phösen Pharty. Ich lass euch die Freude.
      5 17 Melden
  • ma vaff... 17.09.2016 17:55
    Highlight yeah...Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat✊🏽💪🏽
    #nofundis#stopptmarschfürsleben
    52 63 Melden
    • ma vaff... 17.09.2016 21:21
      Highlight @stipps
      nein kein sozialistisches Einheitsvolk...
      Aber was wir (oder zumindest ich und die anderen über 200 Demonstrant/innen) devinitiv nicht brauchen sind rückständige Religionsfundis, die die Gleichstellung, Homosexualität, selbstbestimmung usw... mit Füssen treten...
      Solches Gedankengut ist anno 1356 hipstermässig angesagt gewesen, aber wir schreiben das Jahr 2016 und es hat kein Platz mehr für Religionsfundis...punkt
      Meine Meinung...Und ich werde immer wieder jederzeit dafür auf die Strasse gehen und Lärm machen!
      23 19 Melden
  • chrisdea 17.09.2016 17:42
    Highlight Die meisten Teilnehmer (anhand der Fotos) sehen nicht so aus als wären sie in ihrem Leben direkt von der Thematik betroffen....
    69 20 Melden
    • kleiner_Schurke 17.09.2016 18:34
      Highlight ich könnte nun zynisch antworten, dass vielen in diesen Kreisen eben gerade nicht besonders fit aussehen und evtl. betroffen gewesen wären... aber das wäre nicht angebracht.
      36 13 Melden
    • posti 18.09.2016 00:06
      Highlight Don't like drunken driving, don't drive drunken

      Gewisse Menschen finden die oben beschriebenen Sachen schädlich. Desswegen fordern sie ein Verbot als Schutz für sich und ihre Mitmenschen. Es ist Sache der Gesellschaft/Politik herauszufinden was wirklich schädlich/schlecht ist. Aber in erster Linie ist es eine Form von Nächstenliebe seine Mitmenschen von schlechtem schützen zu wollen.
      4 14 Melden
    • chrisdea 18.09.2016 01:53
      Highlight Nichts gegen diese Interpretation, doch ist es eine sehr perverse Art der Nächstenliebe.
      8 6 Melden
  • Roaming212 17.09.2016 17:39
    Highlight Wie wäre es wenn man Religion abschafft anstatt Abtreibungen? Aber scheinbar brauchen gewisse Menschen einen imaginären Freund im Leben...
    84 40 Melden
    • blobb 17.09.2016 20:20
      Highlight @roa.
      Ja nee is klar;
      Ohne Religion wäre die Wissenschafft nicht so weit gekommen?
      Das Gegenteil von Religion ist Anarchie? Naturvölker sind ohne Religion?

      Sag mal, wie bastlest du dir dein Weltbild zusammen? Oder macht das ein anderer, mental überlegener für dich?
      29 11 Melden
    • blobb 17.09.2016 20:21
      Highlight @Stipps natürlich...
      12 6 Melden
    • Ingenieur 17.09.2016 21:03
      Highlight Ja, "scheinbar". Schau mal im Duden nach, was du gerade von dir gegeben hast, Roaming. Du scheinst nicht gerade zu wissen, wovon du wie redest.

      6 20 Melden
    • SemperFi 17.09.2016 21:23
      Highlight @Stipps: Selbstverständlich braucht menschliches Zusammenleben Regeln. Ob das zwingend religiöse sein müssen, wage ich aber zu bezweifeln.
      26 1 Melden
    • blobb 17.09.2016 21:36
      Highlight @ing.
      http://www.duden.de/rechtschreibung/scheinbar_anscheinend_angeblich
      Was ist daran falsch? Klär mich auf.
      7 2 Melden
    • blobb 18.09.2016 01:08
      Highlight @Stipps
      Tipp: Weniger brabelbrabel, mehr denkidenki und evtl. mal wirklich ein Buch lesen.
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    • blobb 18.09.2016 01:21
      Highlight Fehrenbach war Journalist in Texas und schrieb vor dem Buch über die Comanchen, das Buch „Lone Star – a History of Texas“. In diesem Buch zeigt sich Fehrenbach als überzeugter Anhänger der „Manifest Destiny“. Die Manifest Destiny besagte, dass es „ein durch die göttliche Vorsehung bestimmtes Schicksal der christlichen Siedler war, das Land der Indianer zu erobern und sie deshalb im Recht waren“.
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    • blobb 18.09.2016 01:24
      Highlight Fehrenbach rechtfertigt in diesem Buch nicht nur die Vertreibung und Fastausrottung der Indianer, sondern glorifiziert diese noch zu einer großen Heldentat.

      War das genug Nachhilfe für einmal?
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    • blobb 18.09.2016 14:05
      Highlight "Diese Volk mit den breiten Gesichtern und runden Köpfen gehörte mit einem Index von 83 der brachycephalischen Rasse an" Ist das eine seiner feinen Analysen? Habe das Buch wegen solchen abstrusen Aussagen abgebrochen und mich mehr über Fehrenbach informiert. Was ich da erfahren habe lässt Fehrenbach nicht gerade Vorteilhaft dastehen.
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    • blobb 19.09.2016 23:14
      Highlight "Alle besaßen schwarze oder tiefbraune Augen mit blutunterlaufener Lederhaut Ihre asiatische Herrkunft zeigte sich in in dem glatten schwarzen Haar, der Bartlosigkeit und den Schlitzaugen bei Babys. Diese Volk mit den breiten Gesichtern und runden Köpfen gehörte mit einem Index von 83 der brachycephalischen Rasse an, die aus den Cro-Magnons Asiens hervorging. Ihr Gesichtsschnitt war grob und massiv" Comanchen, T.R. Fehrenbach, Seite 39,40
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    • blobb 19.09.2016 23:26
      Highlight Fehrenbach sprach mit einer Reihe von Comanchen, traf aber später keine mehr, die nicht in Reservaten lebten. Seine Informanten waren Comachen die, die Geschichte ihres Volkes nur vom Hörensagen kannten.
      Die Grausamkeiten der Indianer, wurden von anderen, weit besser informierten Quellen nicht erwähnt oder gar wiederlegt. Viel ist schlicht erlogen um ins rassistische Konzept zu passen.

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    • blobb 20.09.2016 21:38
      Highlight http://www.cherokee-indianer.de/board4-indianer/board110-plains-pr%C3%A4rie-und-plateau/2313-comanchen/
      Dazu eine Forumsdiskusion. Lohnt sich sehr zu lesen (Alle Behauptungen mit Quellenangaben)
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Diese 5 Schweizer Gastrobetriebe sind ihrer Zeit voraus

Zum heutigen Tag der Nachhaltigkeit erzählen uns fünf Mitarbeitende aus fünf verschiedenen Gastronomien, was sie für einen umweltfreundlicheren Alltag tun und was sie sich von anderen Betrieben wünschen.

Lou Pfister, Sie arbeiten Teilzeit im «Foifi». Erklären Sie uns bitte kurz das Konzept des Ladencafés.Lou Pfister: «Bei uns findet man praktisch alles ausser Plastik. Das heisst, unsere Kunden kommen mit ihren eigenen Einmachgläsern vorbei, füllen ihre Lebensmittel selbst ab und verzichten somit auf unnötiges Verpackungsmaterial. Zudem kann man bei uns gemütlich eine Tasse Kaffee trinken oder ein Sandwich verspeisen.» 

Kriegt man bei euch auch einen coffee to go?«Ja, wir bieten Kaffee …

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