Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Otfried Jarren, Rektor ad interim Universitaet Zuerich, geht seinen Gedanken nach, anlaesslich einer Pressekonferenz am Mittwoch, 4. Dezember 2013, in Zuerich. Die Universitaet Zuerich bestaetigte heute die Kuendigung von Titularprofessorin Iris Ritzmann. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Medienexperte Otfried Jarren fordert die Einführung von einer staatsunabhängigen Förderung von journalistischen Inhalten. Bild: KEYSTONE

«Das Problem ist, dass einige Leser journalistische Vielfalt nicht zu schätzen wissen»

Tamedia organisiert ihre Redaktionen neu. Publizistikwissenschaftler Otfried Jarren bedauert dies. Er spricht im Interview mit watson von einem Verlust der publizistischen Vielfalt.

23.08.17, 20:26 28.08.17, 14:53


Tamedia legt die Inland-, Ausland-, und Wirtschaftsredaktionen seiner Zeitungen zusammen. «Tages-Anzeiger», «Berner-Zeitung», «Bund», «Landbote», «Zürichsee-Zeitung» und «Zürcher Unterländer» werden in diesen Ressorts künftig identisch berichten. Was heisst das für die Leser?
Otfried Jarren: Der Verlust jeder Redaktion, jeder autonom funktionierenden Einheit, ist eine schlechte Nachricht. Damit geht in der Medienlandschaft jeweils ein Stück Vielfalt verloren. Aber falls die Versprechen des Verlags eingehalten werden, heisst das für die Leser auch, dass die Artikel anspruchsvoller und qualitativ besser werden. Diesen Anspruch haben die neuen Redaktionen dann einzulösen.

Keine leeren Versprechungen?
Um es salopp zu sagen: Wenn mehr qualifizierte Journalisten im gleichen fachlichen Bereich arbeiten, könnten die Produkte besser werden und die Redaktionen können einen höheren Leistungsoutput als vorher erreichen. Mal sehen, ob das gelingt.

Zur Person

Prof. Dr. Otfried Jarren ist Leiter der Abteilung Medien & Politik am Institut für Publizistikwissenschaften der Universität Zürich. Ausserdem ist er Präsident der Eidgenössischen Medienkommission und Honorarprofessor im Fachbereich Politik- und Sozialwissenschaften der Freien Universität Berlin.

Was heisst es konkret, dass zukünftig die «Berner Zeitung» und «Bund» nicht mehr in Konkurrenz zueinander stehen, sondern identisch über Schweizer Politikereignisse berichten?
Zuallererst: Es ist ohnehin ein Problem, wenn ein Verlagshaus an einem Ort zwei Titel hat. Dass diese nun ein und denselben Inland-, Wirtschaft- und Auslandteil haben, ist natürlich ein weiterer Verlust. Dadurch fallen unterschiedliche Perspektiven und Meinungen weg, die die beiden Blätter vorher im Wettbewerb noch eingenommen haben.

Was heisst dies für die Demokratie?
Es ist wichtig, dass wir möglichst viele unterschiedliche journalistische Erzeugnisse – aus verschiedenen Verlagen wie Redaktionen – haben, die möglichst viele unterschiedliche Positionen, Blickwinkel und Meinungen vertreten. Vielfalt ist wichtig, das ist in der Wissenschaft und der Kultur nicht anders. Vielfalt dient dem Wettbewerb der Ideen. Jeder Verlust ist deshalb bedauerlich.

«Das Fatale am Internet ist, dass der Eindruck entsteht, dass ja eigentlich alles vorhanden und kostenlos ist.»

Wird diese Entwicklung weitergehen?
Das ist leider zu befürchten. Das Problem sind die hohen Fixkosten im Printjournalismus – wie das Papier, die Druckerei und die Logistik. Was hohe Beträge sind. Viele Verlage suchen daher den Weg in digitale Produkte. Das Problem: Hier sind zwar die Fixkosten viel tiefer, doch dafür muss man erstmals im Netz gefunden werden, sich als Marke definieren, und sich in einem sehr selektiven Nachfragemarkt mit ausgezeichneten Produkten durchsetzen. Die Konkurrenz ist gross.

Werden die Tamedia-Leser auf den Verlagsentscheid reagieren?
Bisher musste man leider die Erfahrung machen, dass Leser auf solche Sparmassnahmen gar nicht so stark reagieren. Viele denken, na gut, dann ist das so. Doch wenn Redaktionen abgebaut werden, ist dies immer problematisch. Die Folgen sieht man nicht sogleich. Das Problem ist zudem, dass einige Leser journalistische Vielfalt nicht zu schätzen wissen. Viele sind zu wenig auf das Thema des Abbaus bei Medien wie Journalisten sensibilisiert. Das Fatale am Internet ist, dass der Eindruck entsteht, dass ja eigentlich alles vorhanden und kostenlos ist. Warum soll ich dann noch ein Abo abschliessen?

Tamedia will mit diesem Entscheid Geld einsparen. Dennoch haben sie verkündet, keine Kündigungen auszusprechen. Wie passt das zusammen?
Ich denke, dass dies jetzt erstmals ein Schritt ist, um die Organisation umzustrukturieren bzw. neue zu bilden. Ich interpretiere dies als ersten Schritt. Dann wird man die personellen Strukturen anpassen.

Und bei den Mitarbeitern wird der Rotstift zu einem späteren Zeitpunkt angesetzt?
Das weiss ich nicht. Ein solcher Schritt wird aber intern Unruhe auslösen. Tamedia wird aber sich sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt wieder anschauen, wie viele Mitarbeiter es in jedem Ressort tatsächlich braucht. Die Frage ist auch, ob diese neu zusammengestellten Redaktionen die Leistung steigern können, wie in die Qualität. Und vor allem: Ob es gelingt, mit besseren Produkten mehr Geld einzunehmen. Falls nein, wird sich die Frage, wie es weitergehen soll, von alleine wieder stellen.

«Ich halte persönlich die staatsunabhängige Förderung von journalistischen Medien für nötiger denn je.»

Wird der Entscheid der direkten Medienförderung Auftrieb geben?
Davon gehe ich aus. Nur durch Fördermassnahmen kann auf lange Sicht gewährleistet werden, dass qualitativ hochstehende, journalistisch profilierte Medienerzeugnisse angeboten werden können, die nicht nur der A- oder der B-Partei dienen, sondern mit denen sich der Bürger eine eigene Meinung bilden kann. Differenzierte Berichterstattung benötigen wir in der Schweiz, in einer direkten Demokratie mit Sachgeschäften. Der nächste Prüfstein wird die Abstimmung über die No-Billag-Initiative sein. Wenn man die heutigen Probleme im Journalismus sieht, bin ich sicher, dass nun anders über die Gebührenabschaffungsinitiative gedacht wird.

Wie soll das Modell der Medienförderung funktionieren?
 Sie muss staatsunabhängig erfolgen. Und sie sollte alle Angebotsformen, eben nicht nur Radio und TV, neu umfassen, also auch Textinformationen. Diese Frage stellt sich aktuell im Zusammenhang mit dem geplanten neuen elektronischen Mediengesetz. Wir benötigen ein Umdenken. Ich halte persönlich die staatsunabhängige Förderung von journalistischen Medien für nötiger denn je.

«Es wird weiterhin auch Printangebote geben – die aber haben ihren Preis.»

Kann ein Zeitungsverlag heutzutage überhaupt noch schwarze Zahlen schreiben?
Das geht schon. Vor allem jene Verlage, die sich auf die lokale Berichterstattung konzentrieren und deren Erzeugnisse nicht täglich erscheinen. Es stimmt aber, dass es auch in diesem Markt schwieriger geworden ist. Vor allem weil heute ein grosser Teil der Werbegelder ins Netz fliesst.

Zeichnet sich das Ende des Tagesjournalismus ab?
Es wird weiterhin auch Printangebote geben – die aber haben ihren Preis. In der digitalen Welt werden auch journalistische Angebote zunehmend nicht mehr gedruckt verbreitet werden – allein aus Kostengründen.

Legendäre Titelseiten

Schaff dir KEINEN dieser Praktikanten-Typen an!

Video: watson/Knackeboul, Madeleine Sigrist, Lya Saxer

Das könnte dich auch interessieren:

«Dünne Menschen sind Arschlöcher»

Diese Frauen haben etwas zu sagen – und der SVP wird dies nicht gefallen

Norilsk – no fun. Das ist Russlands härteste Stadt

Wieso, verdammt, find ich mich ein Leben lang hässlich?

«In einer idealen Welt wären Solarien verboten»

Wenn Instagram-Posts ehrlich wären – in 7 Grafiken

Jetzt kommt das Gratis-Internet in den Zügen – es sei denn, du bist Swisscom-Kunde

Die 7 schlimmsten Momente, die du an einer Prüfung erleben kannst

In der Schweiz leben 2 Millionen Ausländer – aber aus diesen 3 Ländern ist kein einziger

Wir haben Schweizer Eishockey-Stars verunstaltet – erkennst du sie trotzdem?

Norilsk no fun? «Im Gegenteil», sagt Fotografin Elena Chernyshova

Ist Trump nun ein Faschist oder nicht?

Die Grünen sind die unverbrauchten Linken

Diese Nachricht lässt jede Playstation 4 sofort abstürzen – so schützt du dich

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

107
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 24.08.2017 13:32
    Highlight mit 'staatsunabhängig' meint der typ wohl: geld vom staat/bürger bezahlt, aber nicht vom staat/bürger kontrolliert, wohin es geht.
    wenn er damit einfach nur 'privat' gemeint hat, dann soll er nicht jammern, tamedie ist ja privat finanziert.
    9 3 Melden
  • init_0 24.08.2017 13:21
    Highlight Es geht nicht um die Rettung einer Firma sondern um die Gewinnmaximierung für Aktionäre auf Kosten der Angestellten & der Qualität.

    Schon jetzt sind bei den Tamedia-Blättern alle relevanten Artikel identisch und wurden oft gar nicht durch Tamedia verfasst sondern von Reuters oder DPA kommentarlos übernommen. Man vergleiche z.B. Artikel bei Bund und BZ - reines Copy-Pasta. Da überhaupt von journalistischer Vielfalt zu sprechen ist ziemlich fragwürdig.

    Salopp ausgedrückt kann ich einfach auf reuters.de die Schlagzeilen lesen und dann habe ich gefühlte 90% der Schweizer Medien abgedeckt.
    25 2 Melden
  • Chanich das ändere? 24.08.2017 12:51
    Highlight "staatsunabhängige Förderung" tönt ja sehr gut! ... nur... wer oder was soll das dann sein?

    Steuergelder ja wohl kaum, (böse Billag!) also woher kommt's? Und wer bestimmt dann, was gefördert wird?
    9 1 Melden
  • Daniel Caduff 24.08.2017 10:15
    23 1 Melden
  • reader187 24.08.2017 10:08
    Highlight Ich finde es extrem Bezeichnend dass Tamedia natürlich sofort wissen will wo das Problem ist. Sich mal an die eigene Nase zu fassen wird nicht mal im entferntesten in Betracht gezogen. Statdesesn schreit man nach Hilfe und irgendwelchen Zwangsgebühren die erhoben werden sollen. Über die Qualität der Medien möchte ich hier gar nicht eingehen, dass soll jeder selbst entscheiden. Aber auf die potenziellen Kunden zu schimpfen hat sich noch nie als gute Strategie erwiesen.
    14 1 Melden
  • Daniel Caduff 24.08.2017 10:08
    Highlight Ich bin nur zum Teil einverstanden. Gerade bei Tamedia sehe ich noch einen anderen wichtigen Grund: Änderung des Geschäftsmodells. Im alten Geschäftsmodell verkaufte man Anzeigen, um damit den Journalismus zu finanzieren. Seit der gedruckte Anzeigenmarkt eingebrochen ist, hat die Tamedia verschiedenste Onlineplattformen gekauft (z.B. Ricardo). Das Inserategeschäft also vom Journalismus getrennt. Mit den Inseraten macht Tamedia immer noch sehr viel Gewinn, anders als sie auch in der Medienmitteilung suggerieren. Aber man finanziert damit nicht mehr Journalismus, sondern Shareholder...
    27 1 Melden
    • atomschlaf 24.08.2017 12:54
      Highlight @Daniel: Es ist ja eigentlich nicht mal ein neues Geschäftsmodell, denn die Tamedia verdient nach wie vor gutes Geld mit Inseraten.
      Diese erscheinen nun einfach nicht mehr gedruckt zwischen den Zeitungsartikeln sondern auf separaten Plattformen, aber finanziell hat sich dadurch nicht viel geändert.
      Daher gibt es m.E. auch keinen sachlichen Grund, die journalistische Arbeit nicht mehr aus den Inserategewinnen zu finanzieren - ausser der Gier der Aktionäre!
      16 1 Melden
  • rodolofo 24.08.2017 09:30
    Highlight ...
    Weiter gibt es die Parteiblätter, welche eigentlich nur noch um den Rechtsnationalen Dunstkreis der SVP herum existieren.
    So ist die Weltwoche ein klassisch parteiisches Sprachrohr der SVP. Aber auch die BAZ geht in diese Richtung, seit sie vom Hause Blocher übernommen wurde.
    Die NZZ ist immer noch stark mit dem Freisinn liiert, versucht aber zumindest, den Berufs-Ethos über die bevorzugte Ideologie zu stellen.
    Den Tages Anzeiger schätze ich als professionellstes Massenmedium neben den Öffentlich-Rechtlichen.
    srf Radio+Fernsehen muss sich aber gegen rechtsbürgerliche Bevormundung wehren!
    12 25 Melden
    • Skip Bo 24.08.2017 10:46
      Highlight Kennst du die WW via watson Artikel oder liest du sie?
      17 14 Melden
    • Skip Bo 24.08.2017 12:29
      Highlight Nicht blitzen, antworten.
      Keine Antwort ist ein Eingeständnis, nur Nachzuplappern.
      5 16 Melden
    • rodolofo 24.08.2017 13:35
      Highlight Ich kenne Müsterchen davon, wie den kreidebleichen, also offensichtlich der Weissen Bürolistenrasse angehörenden Chefredaktor Gut, der behauptet, dass Frauen dümmer seien, als Männer.
      Dann kenne ich den Ober-Chef mit der Hornbrille, der sich aufführt, als wäre es Super-Swiss-Man.
      Oder die Ehrentitel-Verleihung der WW an Sepp Blatter zum "Schweizer des Jahres", oder der Jubel über die Wahl von Trump, oder das grosse Verständnis für Erdogan, und und und.
      Das genügt mir eigentlich, damit ich mir ein braunes Bild machen kann von dem als "Weltwoche" getarnten "Schwiizer Wücheli".
      9 6 Melden
  • rodolofo 24.08.2017 09:24
    Highlight Sehr professionelle Beschreibung der gegenwärtigen Lage im "Medien-Markt", wie ich sie von einem professionellen Medienschaffenden auch erwarte!
    Ich beobachte bei den Medien die selben Tendenzen, wie auch beim Detailhandel:
    Es gibt einen Konzentrationsprozess, mit Gross-Verlagen, die versuchen, für alle etwas zu bieten, 20minuten-Billigramsch für Pendlerinnen, praktische Informationen für Heimwerker und gut recherchierte Hintergrund-Berichte für Akademiker und Hobby-Intellektuelle.
    Dann gibt es die Spezialisten, wie z.B. die WOZ, welche ganz spezielle Themen aufgreifen und behandeln.
    ...
    6 6 Melden
    • Karl33 24.08.2017 13:33
      Highlight und dann gibts noch entertainment mit pic-dump und co.
      4 0 Melden
  • IMaki 24.08.2017 09:19
    Highlight Spätestens seit sich Tamedia das faktische Monopol bei den Gratiszeitungen unter den Nagel gerissen hat, war die Entwicklung abzusehbar. Man hat den Kannibalen an Bord geholt und mit der eigenen Substanz gefüttert. Wohin das führt, zeigt satirisch-grotesk das Buch "Der Abgang - Bericht aus einer nahen Zeit" auf. Am nicht fernen Ende steht eine von den Monopolmedien herbeigepushte totalitäre Gesellschaft Schweiz. Ein Buch, übrigens, ist ein Ding mit zwei Kartondeckeln, dazwischen befindet sich bedrucktes Papier, das man lesen kann. Aber man sollte umblättern und nicht scrollen.
    8 5 Melden
    • PatCrabs 24.08.2017 09:58
      Highlight Gratis-Zeitungen sind das Eine, die gratis-Kultur online aber das meiner Meinung nach grössere Problem. Nur mit ein paar Bannern oder gesponserten Artikeln lässt es sich halt schlecht überleben.
      5 5 Melden
  • dracului 24.08.2017 08:25
    Highlight Das Fundament des Neojournalismus sind aufbereitete SDA-News oder "Reposts" aus anderen Quellen inkl. Twitter, was zur oft kritisierten Medieneinfaltigkeit führte. Ein Bruchteil der Artikel wird noch kommentiert und selbst recherchiert. Journalisten sind oft angewiesen eigene Artikel an viele Formate verkaufen zu können. Erhält ein Jounalist viele "Likes" wird ein Format populär und die Werbeeinnahmen fliessen. Gute Journalisten im Dienste der Wahrheit unterwegs, jenseits der temporären Lesergunst sind ein Luxusgut. Wer kann es sich langfristig noch leisten zu schreiben, was man muss?
    11 5 Melden
    • Alpöhy 24.08.2017 14:44
      Highlight So siehts aus. Schöne Zusammenfassung!
      5 0 Melden
  • blaubar 24.08.2017 08:22
    Highlight Das ist schon lange eine Gefahr, und zwar weltweit. Es gibt eine riesige Scheinvielfalt. Letztlich kommt alles aus zwei, drei Küchen (AP). Und das Problem ist dabei, dass diese überhaupt nicht objektiv sind. Siehe AP oder Syrische Beobachtungsstelle...
    Übrigens das gleiche bei Waren: Auch hier gibts tausende TVetc- Marken. Produziert wird alles von wenigen Fabriken. Ich erachte diese Tendenz als gefährlich, da sie manipulativen Charakter haben kann.
    20 3 Melden
    • rodolofo 24.08.2017 09:31
      Highlight Du würdest also Russland TV bevorzugen?
      6 6 Melden
    • Hallosager 24.08.2017 10:44
      Highlight @rodolfo: ist doch völlig egal welche Marke dee TV hat. Letzlich wird alles von Foxcon produziert.
      8 0 Melden
    • Hierundjetzt 24.08.2017 10:57
      Highlight Blaubar: nö AFP, DPA und SDA. AP nur Fallweise da amerikanisch
      4 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • atomschlaf 24.08.2017 08:13
    Highlight Welche Vielfalt, denn bitteschön?

    Mit wenigen Ausnahmen (WOZ, BaZ, Weltwoche, vielleicht noch NZZ) lese ich überall den gleichen faden Mitte-Links- Einheitsbrei, der die immergleichen Mainstream-Mantras schön brav runterbetet.

    Schulbeispiel sind die alle paar Wochen bis Monate auftauchenden, meist skandalisierenden Artikel über den angeblichen Wage Gap zwischen Frauen und Männer, wo regelmässig auf Statistiken Bezug genommen wird, deren Unvollständigkeit bzw. Unkorrektheit längst erwiesen ist. Trotzdem wird völlig unreflektiert immer dasselbe wiederholt.

    Vielfalt wäre anders.
    38 23 Melden
    • Hans der Dampfer 24.08.2017 09:38
      Highlight Die ganzen Katzenbilder hast Du noch vergessen. Ansonsten stimme ich dir zu. Dann kommen noch die Medien wie Watson dazu die einen auf Freiheit machen aber dann kritische Kommentare (keine Hasskommentare) nicht veröffentlichen. Ich persönlich habe mir überlegt ein Abo bei einer neutralen Zeitung zu lösen, bin aber noch in der Recherche-Phase.
      16 4 Melden
    • Hierundjetzt 24.08.2017 11:00
      Highlight Atomschlaf: vielleicht bist einfach Du es, der nach Rechts gewandert. Das macht mehr Sinn, denn es wäre mir neu, dass der Tagi seine publizistischen Leitlinien geändert hat...
      8 10 Melden
    • atomschlaf 24.08.2017 12:40
      Highlight @Hierundjetzt: Was willst Du mir sagen? Ich habe den Tagi nicht mal erwähnt...
      8 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 24.08.2017 07:49
    Highlight Journalistische Vielfalt bedeutet nicht unbedingt Meinungsviefalt. Es ist einfacher den Lesern mit Schlagzeilen die bereits gemachten Meinungen zu bestätigen als gemachte Meinungen zu hinterfragen und anders zu beleuchten.
    Journalistsche Vielfalt heisst nicht, identische Meinungen in unterschiedlichen Verpackungen anzubieten, sondern den Mut habe auch mal quer zum Strom zu berichten. Gegen den Strom ist ein Selbstmordkommando...
    24 0 Melden
    • äti 24.08.2017 09:12
      Highlight Ich dachte, wer gegen den Strom schwimmt kommt zur Quelle.
      9 1 Melden
    • Skip Bo 24.08.2017 10:40
      Highlight äti, das kommt auf den Schwimmstil und die Kondition (hier finanzielle Möglichkeiten) an.
      5 0 Melden
  • pamayer 24.08.2017 07:15
    Highlight Lest die WOZ.
    Unabhängig, kritisch und sehr gut recherchiert seit heute.
    23 10 Melden
    • blaubar 24.08.2017 08:25
      Highlight unabhängig gibt es nirgends, was auch kein Problem ist. Allerdings sollte man eine Auswahl haben. Aber wenn im Bund, BZ Bern und Tagi das gleiche steht, habe uch das nicht. Versucht euch möglichst breit zu unformieren! Dazu gehört auch das Internet. Doch!
      5 4 Melden
    • Sillum 24.08.2017 08:33
      Highlight Lest die Weltwoche. Unabhängig, kritisch und unglaublich gut recherchiert. Und linke , ultralinke sowie rechte Stimmen haben Platz und dürfen sich äussern.
      17 8 Melden
    • poga 24.08.2017 09:32
      Highlight Also für jeden Woz Artikel muss ich mir jeweils noch einen Weltwoche Artikel gönnen. Das ganze mischen, und daraus die Mitte suchen. Meine Güte, die Woz ist ein Ideologenblatt auf stark linker Seite.
      13 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 24.08.2017 06:33
    Highlight Soziale Medien und Demokratie
    Mit dem Aufkommen der sozialen Medien wird offensichtlich, dass die veröffentlichten Meinungen und Kommentare der Journalisten, aber auch der gewählten Politiker ihre bisher unbestrittene Leitfunktion verloren haben. Die Meinungsbildung im Volk wird durch die sozialen Medien breiter abgestützt und damit die Indoktrination durch die Mainstream-Medien erschwert. Für die Demokratie ist dies grundsätzlich ein Gewinn.
    16 10 Melden
    • rodolofo 24.08.2017 09:35
      Highlight Ja, recht hat er! Endlich sagt das mal einer!
      Frölein, bringen Sie dem Mann ein Bier!
      4 8 Melden
    • PatCrabs 24.08.2017 10:05
      Highlight Falsch, Alex. Aus folgenden Gründen:

      1. Die Gatekeeper-Funktion (z.B. Trennung von Fiktion und Wahrheit) der Medien ist essentiell. Wenn diese wegfällt, haben wir überall als "alternative facts" getarnte Lügen, die sich verbreiten.

      2. Social Media führt dazu, dass wir alle in einer Blase leben. Du kannst davon ausgehen, dass fast alle in deinem Umfeld +/- deine Meinung haben. Wenn du dich nicht mit anderen Ansichten auseinander setzen musst, lernst du nichts dazu und bestätigst dich nur selbst. Das hilft weder dir noch sonst jemandem irgendwas.
      6 1 Melden
    • atomschlaf 24.08.2017 13:02
      Highlight "1. Die Gatekeeper-Funktion (z.B. Trennung von Fiktion und Wahrheit) der Medien ist essentiell."

      @Tubel500: Sähe ich auch so, bloss habe ich den Eindruck, dass die Medien diese immer weniger wahrnehmen. Die höchst einseitige Berichterstattung zu Themen wie Trump, Russland, Flüchtlingen oder auch gewissen ökologischen Themen riecht mehr nach Volkserziehung wenn nicht gar nach Propaganda als nach Gatekeeper!
      13 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • kingkong 24.08.2017 06:05
    Highlight Auch am Korrektorat sollte nicht gespart werden. Die Schreibweise von das und dass ist auch in grossen bunten Zeilen keine Glückssache.

    «Das Fatale am Internet ist, dass der Eindruck entsteht, das ja eigentlich alles vorhanden und das alles kostenlos ist.»
    9 0 Melden
    • bresse 24.08.2017 07:43
      Highlight das dumme ist halt, dass die medien den grössten teil auch gratis bekommt, oder halt - einfach nimmt. die medien nehmen aus dem leben, arbeiten es um und tun so als ob es ihnen gehört. nicht zu vergessen, dass sie damit geld "verdienen". die lieferanten der geschichten gehen dann halt leer aus. unfair oder?
      9 1 Melden
    • kingkong 24.08.2017 12:29
      Highlight Nein, Durabase! Wäre das so, wie du vermutest, hätte ich schwerere Geschütze auffahren lassen.
      1 0 Melden
  • 2sel 23.08.2017 23:40
    Highlight Klar, ich bin eher links angesiedelt, aber WATSON, deckt eigentlich mein tägliches Newsintresse volkommen ab. "arschkriecher Modus off" 😁
    9 13 Melden
    • blaubar 24.08.2017 08:28
      Highlight Watson bedient wie die meisten Medien stark die US-NATO-Treue und unterstützt somit Angriffskriege. Sollte man einfach wissen...
      10 10 Melden
    • Karl33 24.08.2017 13:38
      Highlight watson ist doch eher unterhaltung, subjektive meinungen, kommentare. recherche und gute texte findest du hier selten. das kann man wohl nicht leugnen.
      6 0 Melden
  • James McNew 23.08.2017 23:03
    Highlight 2/2 sda-Meldungen zur 100. Medienkonferrnz der Hundezüchter wird als copy/paste-Journalismus abgetan.

    Lest doch mal unvoreingenommen einen Tagi, eine NZZ von vorne bis hinten und bewertet den CH-Journalismus bitte nicht anhand von 20min und Blick am Abend...spricht nämlich auch nicht grad für euch.
    18 0 Melden
  • James McNew 23.08.2017 23:00
    Highlight Wenn man die Kommentare liest, hat der Schweizer Journalismus zwei Probleme (die zusammenhängen):
    1. sind die Verlage nicht mehr bereit, die Redaktionen anständig zu finanzieren.
    2. Ein Imageproblem. Von innen sieht man kompetente, engagierte Leute, die sich 12h am Tag den Arsch aufreissen um am nächsten Tag einen fundierten Artikel im Blatt zu haben. Von aussen seht ihr faule, gesteuerte Dilettanten.

    Weil immer mehr gespart wird, müssen immer weniger gute Keute immer mehr machen. Das Resultat wird davon nicht besser und allfällige Fehler und Halbbackenes oder sda-Meldungen... 1/2
    45 3 Melden
    • sir_kusi 24.08.2017 07:19
      Highlight Zu 1: Nein, nicht die Verlage, sondern die Leser sind nicht bereit, dafür zu bezahlen (weil?). Und die Werbekunden sind nicht mehr bereit, zu inserieren (weil immer weniger oder "unpassende" Leser).
      10 2 Melden
    • James McNew 24.08.2017 08:42
      Highlight Journalismus hat sich praktisch nie über Leser finanziert, sondern über Werbung und Kleinanzeigen.

      Wohnungs-/Auto-/Stellen-/Kontakt und jegliche andere Anzeigen laufen heute aber im Internet auf separaten Plattformen. Die gehören zwar immer noch Tamedia und werfen hübsche Gewinne ab. Nur fliesst das Geld heutzutage nicht mehr in das ehemalige Kerngeschäft Publizistik sondern direkt zu Geschäftsleitung, VR und Aktionären.
      12 0 Melden
  • Alpöhy 23.08.2017 22:51
    Highlight 1. Der Tagi verliert seit Jahren an Qualität und die Zeitung wird immer dünner. Da muss ich mir immer öfter überlegen, ob ich für diesen Mist Geld ausgeben will.
    2. Früher wurde der Journalismus mit dem Anzeigengeschäft quersubventioniert, wieso geht das plötzlich nicht mehr mit dem super rendierenden Kleinanzeigengeschäft. TA Media gehts ja finanziell gut. Aber natürlich müssen die Dividenden steigen, hehe...
    58 4 Melden
    • JayAge 24.08.2017 01:10
      Highlight "Der Tagi verliert seit Jahren an Qualität"

      Solche Allgemeinplätze liebe ich ja. Die kommen schneller aus dem Mund (oder in diesem Fall den Fingern), als man sich eigentlich die dazu nötigen Gedanken macht. Pauschal ist alles scheisse, Punkt.

      Nimmt mich ja wunder, in welcher Branche Sie arbeiten. Vielleicht habe ich auch ein paar schöne Salven parat.
      10 18 Melden
    • James McNew 24.08.2017 08:44
      Highlight Der Tagi isr sicher dünner, aber ganz sicher auch besser als früher. Gilt für die ganze Branche, der lkonomische Druck war für die Qualität nicht nur schlecht.

      Zum zweiten Teil: genau.
      1 3 Melden
    • rodolofo 24.08.2017 09:39
      Highlight Nach dem Abgang von Journalisten wie Constantin Seibt zur "Republik R" musste der Tagi anscheinend qualitativ viele Federn lassen.
      Aber in letzter Zeit lasse ich die Zeitung wieder intensiver. Sie scheinen sich vom Aderlass wieder etwas erholt zu haben.
      4 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 23.08.2017 22:26
    Highlight Kleiner Tipp, journalistische Vielfalt findet man zB. auf Infosperber.ch, den Nachdenkseiten.de oder Journal21.ch. Die bekommen von mir jeder monatlich 25.- überwiesen für ihre hervorragende Arbeit. Toppt doch einfach die Qualität und die Vielfalt auf diesen Portalen und ihr habt mich wieder als Kunden. Euren Einheitsbrei erträgt kein normaler Mensch mehr.. oder ihr werdet so popig bunt und flach wie Watson, da kann man prima sein Gehirn ausschalten wenn man müde ist vom Nachdenken.
    45 58 Melden
    • Ralph Steiner 23.08.2017 22:32
      Highlight Das war soeben dein 1683. freigeschalteter Kommentar. Ist aber viel für ein popig buntes und flaches Newsportal, wie wir eines sind.
      101 25 Melden
    • silverstar 23.08.2017 22:39
      Highlight Posersalami
      Infosperber.ch, den Nachdenkseiten.de oder Journal21.ch. sind keine journalistische Vielfalt!
      Sonder ganz klar links aussen Erzeugnisse.
      Jeweils in Szene gesetzt von Altkomunisten.

      Kein Wunder bist du so drauf. Und kein Wunder, findest du fast 50% Sympatisanten des radikalen Islam unter den Mohamedaner, nicht der Rede wert.

      Es sind doch letztendlich Leute wie du, die die grösste Gefahr der Demokratie darstellen.

      38 47 Melden
    • Alpöhy 23.08.2017 23:01
      Highlight @silber: journal21 ist sicher keine linke Seite 🤔 Ein Hottinger (ehemals NZZ Auslandredaktor) würde wohl seinen Betonkopf schütteln... Lies dich in Journal 21 mal etwas rein, da hats für jede politische Gesinnung was dabei. Und falls du die Nahostgeschichten von Hottinger als Links empfindest, dann geh halt zu Teleblocher...
      45 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Posersalami 23.08.2017 22:23
    Highlight "möglichst viele unterschiedliche Positionen, Blickwinkel und Meinungen vertreten."

    Ja, einverstanden! Warum sucht man denn aber in vielen Ressorts die Unterschiede in den Blättern hier mit der Lupe? Sicherlich nicht wegen der angeblichen Vielfalt. Bis auf den Regionalteil und ab und zu einer Perle sind fast alle Blätter austauschbar geworden. Macht halt mal die Augen auf, es gibt Portale mit tatsächlicher Meinungsvielfalt und die wachsen. Ihr habt verkackt, warum das so ist ist zB. bei Ulrich Teusch nachzulesen.
    30 13 Melden
  • olmabrotwurschtmitbürli 23.08.2017 22:01
    Highlight Diese Vielfalt innert Tamedia habe ich bisweilen nicht als journalistisch tragend wahrgenommen, insofern...

    Investigativer Journalismus findet da ja auch nicht mehr sonderlich viel statt. Maximal stellt ein inhaltlich überforderter 20min-Praktikant sachfremde Fragen und versteht die Antworten nicht.

    Schade ist das allenfalls für den Lokalteil, der unter solchen "Synergiegewinnen" leiden dürfte.


    32 5 Melden
  • Fulehung1950 23.08.2017 22:00
    Highlight Journalistische Vielfalt? "Wird nicht geschätzt?"

    Die Journalistische Vielfalt hat die TAMEDIA höchstselbst schon vor Jahren zu Grabe getragen. Tagi, Bund, BZ - alles ein Einheitsbrei. Dazu (z.B.) ThunerTagblatt, Berner Oberländer und Landbote mit den identischen Artikeln wie die BZ - alles von der Limmat bis zum Brienzer See ein Einheitsbrei.

    Und da redet einer von "journalistischer Vielfalt"?

    Der Einheitsbrei ist es, was nicht goutiert wird. Das kostet Leser. Und weniger Leser heisst wenige Reichweite. Und weniger Reichweite heisst weniger Inserenten. Also muss restrukturiert werden.
    57 4 Melden
    • silverstar 23.08.2017 22:41
      Highlight Und alles zusammen eh noch linksaussen.

      Gute Nacht!
      20 44 Melden
  • p4trick 23.08.2017 21:41
    Highlight Copy/paste nennt sich das. Journalismus betreiben nur ca. 1% der Journalisten.
    36 10 Melden
    • JayAge 24.08.2017 01:16
      Highlight Was für ein absoluter Bullshit, den nur jemand absondern kann, der nicht mal mit dem Allerwertesten in eine Redaktion reingeschaut hat.
      5 12 Melden
  • pedrinho 23.08.2017 21:31
    Highlight "journalistische Vielfalt" hab ich mehrmals gelesen, wo ist sie denn geblieben ? Der agenturen einheitsbrei hat sich laengst etabliert. Der schweizer medienlandschaft wuerde es gut tun daran zu arbeiten wieder vielfaelltiger zu werden. IMO ein doch etwas linker ueberhang traegt auch nicht eben dazu bei, neutral, nicht nur aus der Schweiz zu berichten.

    Faehige, sogar erstklassische journalisten, redaktoren sind in der Schweiz nicht in masse, doch auf jeden fall vorhanden. Auch wenn ich nicht immer einig gehe mit den analysen und kommentaren, es ist gut, das es sie "noch" gibt.
    31 8 Melden
  • ThatTrick 23.08.2017 21:15
    Highlight Das Problem mit der Vielfalt ist ja schon lange ein Problem, dass kommt nicht erst seit dem Profitdenken gewisser Medien, welche durch Zusammenschlüsse und die daraus resultierenden Synergien Ihre Kosten senken können. Das Problem an sich ist ja, dass die meisten News auf dieser Welt von nur 3 grossen Medienagenturen verbreitet werden (AFP, AP, Reuters). Die restlichen News welche in der Zeitung stehen, betreffen meist lokale Nachrichten. Wenn der grösste Anteil der heutigen News von nur 3 Agenturen stammen, kann man schon lange nicht mehr von Vielfalt reden.
    56 0 Melden
  • Madison Pierce 23.08.2017 21:10
    Highlight Die Verlage haben es verbockt mit dem Internet. Zuerst gab es alles gratis, was beim Leser zur viel zitierten "Gratismentalität" geführt hat. Nun versucht man es zu korrigieren, indem nur noch X Artikel pro Monat abrufbar sind. Der Konsument blockt aber entweder Cookies oder er wechselt zu einer Seite, auf welcher immer noch alles gratis ist.

    Durch die schwindenden Einnahmen hat zum Teil die Qualität gelitten, was es noch schwieriger macht, das Produkt "Qualitätszeitung" zu verkaufen.

    (Das soll jetzt nicht als "Verleger sind dumm" verstanden werden, im Nachhinein ist man immer schlauer.)
    43 2 Melden
    • Daniel Caduff 24.08.2017 10:15
      Highlight Nur stimmt genau das bei Tamedia eben nicht. Tamedia macht mehr Gewinn denn je.

      https://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Tamedia-dank-Digitalgeschaeft-mit-Rekordgewinn/story/25363838
      0 1 Melden
    • Madison Pierce 24.08.2017 10:59
      Highlight Im von Dir zitierten Artikel steht, dass der hohe Gewinn 2015 durch Sondereffekte zu Stande kam. Es war ein buchhalterischer Gewinn durch eine höhere Bewertung einer Beteiligung, es ist nicht mehr Geld reingekommen.

      Den Geschäftsbericht 2016 findet man hier: https://www.tamedia.ch/de/gruppe/investor-relations/reports

      112 Millionen sind natürlich auch nicht schlecht. Das Problem ist aber, dass der Gewinn immer mehr von anderen Sparten kommt und als Unternehmer finanziert man nicht eine Zeitung nur der Nostalgie wegen. Früher war die Zeitung Bedingung, heute gehen Stellenbörsen etc. auch ohne.
      0 0 Melden
    • Daniel Caduff 24.08.2017 11:31
      Highlight Mir ist bewusst, dass der Gewinn nicht aus dem Zeitungsgeschäft stammt. Tamedia möchte leider offenbar nicht mehr ein Verlagshaus sein, sondern eine Vermarktungsplattform für Inserate. Konsequenterweise sollte man die Zeitungen schliessen. 20 Minuten (inkl. Tillate, Friday etc.) ist ja heute schon eine reine Inserateplattform ohne journalistischen Inhalt.
      1 1 Melden
  • fcsg 23.08.2017 21:06
    Highlight Eine solche Förderung würde zu keiner Verbesserung des Angebots führen, geschweige denn die Vielfalt erhöhen. Ein Rätsel ist mir auch, wie eine staatsunabhänige Förderung aussehen soll, wer soll dann die Förderung bezahlen, wenn nicht der Staat? Auch verwundert mich die Argumentation mit der SRG, welche ja vollständig staatsabhängig, sowohl in der Finanzierung wie auch im Leistungsauftrag. Das ist im Sinne einer Grundversorgung gerechtfertigt. Aber wie sollen die Gelder unter den Medien verteilt werden? Nach Anzahl Leser? Nach Qualität (wer bewertet die)? Förderung macht immer abhängig!
    39 0 Melden
  • sleepalot 23.08.2017 20:33
    Highlight «Das Problem ist, dass einige Journalisten in der eigenen Bubble leben / gefangen sind»... wäre eigentlich die "richtigere" Schlagzeile 😉
    48 6 Melden
    • Maria B. 23.08.2017 21:56
      Highlight sleepalot :

      Nicht wirklich falsch, was du da monierst....

      Wobei mir "befangen" noch um einiges trefflicher als gefangen erscheint ;-)! Solche Beispiele gibt es viele, in Print- wie auch hier in Onlinemedien.

      Kommt der gleichgeschaltet wirkenden journalistisch Einheitsbrei dazu, der mehr und mehr ostentatives Gähnen verursacht.

      Es muss und wird grössere Umbrüche in dieser Branche geben, das ist absehbar.

      Interessant wird sein, wie die politische Ausrichtung und die zwingend erscheinende Objektivität neuer Medien, wie z.B. die durch Crowdfunding finanzierte REPUBLIK sein wird...
      25 2 Melden
    • Hierundjetzt 23.08.2017 22:09
      Highlight Maria, Republik soll mal 3 Jahre überstehen, danach sprechen wir uns wieder. Ich bin ein wenig skpetisch wie eine Firma dauerhaft funktionieren soll, wenn diese auf 1000ende von Kleinstspendern aufgebaut ist

      Nur wenn ein grosser Verlag hinter einem steht (wie bei watson) kann ein Medium dauerhaft überleben.

      Sleepalot: kein Problem wenn man 0 Ahnung von einer Branche hat aber man muss es ja nicht gleich unbedingt allen mitteilen

      12 15 Melden
    • Wald Gänger 24.08.2017 08:02
      Highlight Hierundjetzt: Kannst du den 0-Ahnung-Vorwurf an Sleepalot ein wenig ausführlicher begründen?
      Beim Durchschnittsleser kommt es nämlich automatisch so rüber, wie Sleepalot beschreibt, wenn praktisch sämtliche Medien im deutschsprachigen Raum über x Ereignisse im nahezu gleichen Wortlaut und mit deckungsgleichen Wertungen berichten.
      4 0 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

In dem verwitterten Backsteingebäude am Falkenplatz in Bern, etwas versteckt neben der Vitrine des Dönerstands, kann man an einer kleinen Metallplakette in eine kältere Vergangenheit eintauchen. «Mittlere Jahrestemperatur: 8 Grad. Mittlere Jährliche Niederschlagsmenge: 977 Milimeter.»

An diesem Montag im August 2018, 56 Jahre später, ist es in Bern 33 Grad warm, irgendwo im Land, zwischen Sitten und Cevio, wurde wahrscheinlich gerade wieder ein Temperaturrekord gebrochen, Regen ist nur noch eine …

Artikel lesen