Schweiz
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In der Schweiz seit mehreren Jahren ein Politikum: der Ganzkörperschleier. Bild: EPA/EPA

Von 2 auf über 2000 Artikel pro Jahr: Wie die Burka die Schweizer Medien eroberte

Mit Regeln auf Gesetzesstufe will der Bundesrat den Burka-Initianten den Wind aus den Segeln nehmen. Wer die Debatte verfolgt, wird kaum glauben, dass das Stück Stoff vor wenigen Jahren noch kaum jemanden in der Schweiz interessierte.

20.12.17, 17:11 08.05.18, 15:22


Die Burka ist überall: Diesen Eindruck mag gewinnen, wer die mediale und politische Debatte in der Schweiz mitverfolgt. In fast 2000 Artikeln tauchte der Ganzkörperschleier dieses Jahr auf. Nun gab auch der Bundesrat seine Position zur Burka-Initiative bekannt: Er lehnt ein Verhüllungsverbot in der Verfassung ab, räumt aber ein, «dass die Gesichtsverhüllung zu Problemen führen kann». Mit Massnahmen auf Gesetzesstufe will er reagieren.

Was mitten in der emotionalen Debatte kaum vorstellbar scheint: Noch vor wenigen Jahren war «Burka» in den hiesigen Zeitungen noch praktisch ein Fremdwort, wie eine watson-Auswertung der Schweizer Mediendatenbank zeigt.

grafik: lea senn/ watson.ch

Gerade einmal zwei Einträge zum Thema spuckt die Datenbank für das Jahr 1997 aus. Nachdem die radikal-islamische Taliban-Bewegung die afghanische Hauptstadt Kabul erobert hatte, berichtete die Nachrichtenagentur SDA, dass die Frauen in der Stadt nun Burka tragen müssten («ein Gewand, in das nur ein Sehschlitz eingearbeitet ist»). Mit dieser Information versorgte auch das «Basler Zeitung Magazin» seine Leser, als es in der Rubrik «Im Blickpunkt» eine Fotografie aus den «Trümmern von Kabul» zeigte. Damit war der Fundus an Burka-Artikeln für dieses Jahr dann auch schon erschöpft. 

Bis zur Jahrtausendwende dümpelte die Burka-Berichterstattung im selben Stil vor sich hin. Eine Meldung zu den Taliban hier, eine etwas längere Reportage dort. Bis die Anschläge von 9/11 die Welt für immer veränderten: Nach der US-Intervention in Afghanistan im Herbst 2001 richteten sich alle Augen auf das Land am Hindukusch. Und auf seine Frauen, die in diesen dichten, hellblauen Gewändern steckten.

Eine afghanische Frau in einem Burka-Geschäft. Bild: AP

Die Burka blieb in der Schweizer Wahrnehmung also ein Merkmal ferner Länder und fremder Kulturen – bis 2004 die belgische Stadt Antwerpen die Ganzkörperverhüllung unter Strafe stellte. Ein solcher Entscheid will von allen Seiten beleuchtet sein. So versuchte sich eine belgische Journalistin etwa in einer Disziplin, die sich später auch in den Schweizer Medien einer gewissen Beliebtheit erfreuen sollte: dem Burka-Selbstversuch. Die Polizei führte die verhüllte Reporterin ab. Auch diese Meldung schaffte es via Nachrichtenagentur bis in die Schweizer Medien.

Nach Belgien schlugen auch die holländischen Behörden eine härtere Gangart im Umgang mit Burkaträgerinnen an – und strichen uneinsichtigen Musliminnen die Arbeitslosengelder. Da wollten Schweizer Politiker ebenfalls nicht länger untätig bleiben: Der Walliser Christophe Darbellay, damals frischgebackener CVP-Präsident, reichte im Dezember 2006 eine Interpellation mit dem Titel «Tragen von Burkas» ein. Darin wollte er vom Bundesrat wissen, ob er gedenke, «ähnliche Massnahmen wie in Holland und Belgien zu ergreifen» und ob er bereit sei, «bei verstärktem Auftreten von Burkas entsprechende Sanktionen zu ergreifen».

Von ihm stammte der erste Burka-Vorstoss im Schweizer Parlament: Christophe Darbellay (CVP/VS). Bild: KEYSTONE

Spätestens 2009 gab es dann kein Entkommen mehr: Im Kampf für ein Minarett-Verbot setzte das SVP-nahe «Egerkinger Komitee» auf ein Sujet, das in den darauf folgenden Jahren immer wieder von den Plakatwänden starren sollte: Eine grimmige Frau in Ganzkörperschleier. Mit nachhaltiger Wirkung: Die Zahl der Burka-Nennungen in den Schweizer Medien schnellte innert eines Jahres von 191 auf 920 hoch. Und Volk und Stände hiessen das Minarett-Verbot mit deutlicher Mehrheit gut.

Angesichts des grossen Erfolgs kam das Motiv später auch bei weiteren Abstimmungen zum Einsatz, etwa im Kampf gegen die erleichterte Einbürgerung.

Eine Burka für alle Fälle

Nach der historischen Minarett-Abstimmung wurden die Rufe nach einem Verhüllungsverbot in der Schweiz lauter. In verschiedenen Kantonen lancierten rechtsnationale Kreise entsprechende Forderungen. Im September 2013 stimmte das Tessin als erster Kanton einem Verbot zu. 

Seinen vorläufigen Höhepunkt erreichte der Burka-Hype in den Schweizer Medien 2016: Nach knapp dreijähriger Umsetzungsfrist trat im Sommer das Tessiner Verhüllungsverbot in Kraft. Und das Egerkinger Komitee lancierte die bereits angekündigte nationale Burka-Initiative. Sie verlangt, dass im gesamten öffentlichen Raum niemand mehr sein Gesicht verhüllen darf.

Ein entsprechendes Anti-Verhüllungs-Gesetz trat in Österreich dieses Jahr in Kraft – und provozierte einigen Spott. Neben Burkaträgerinnen bekommen nämlich auch Clowns und winterlich angezogene Velofahrer die harte Hand des Gesetzes zu spüren.

In der Schweiz gelang es dem Egerkinger Komitee im September, die nötigen Unterschriften einzureichen. Im Oktober bestätigte die Bundeskanzlei, das Begehren sei formell zustandegekommen.

Sofort brachten sich die anderen Akteure in Stellung: Während die CVP am liebsten noch weiter gehen möchte und via «SonntagsZeitung» ein Kopftuchverbot an Schulen fordert, pocht die SP auf einen Gegenvorschlag: Dank einer Ausweitung des Gleichstellungsartikels soll die gesellschaftliche Benachteiligung von Frauen beseitigt werden, so die Idee. 

Burka führt, der Niqab holt auf

Natürlich meinen die meisten Politiker, Journalisten und anderen Akteure, die über die «Burka» sprechen, eigentlich gar nicht die Burka. Denn dieses meist hellblaue Gewand ist primär in Afghanistan und in Teilen Pakistans verbreitet – charakteristisch ist das Gitter im Augenbereich. Was die Frau auf dem Minarett-Plakat trägt, ist ein «Niqab». Ein schwarzer Schleier, der vor allem in Saudi-Arabien und im Jemen, aber auch im Irak, in Syrien, Jordanien und in nordafrikanischen Ländern getragen wird.

Der Begriff «Niqab» kam in den Schweizer Medien zwischen 1997 und 2003 gar nie vor – auch nicht in der alternativen Schreibweise «Nikab». Doch je mehr über die Burka berichtet wird, desto mehr Aufmerksamkeit wird auch artverwandten Umhängen zuteil. Mit 646 respektive 568 Erwähnungen erreichte die Medienkarriere der Schwester der Burka in den vergangenen zwei Jahren ihren vorläufigen Höhepunkt.

«Dinge, die man einer Burka-tragenden Frau nicht sagen sollte»

Video: watson

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96
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96Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Luca Andrea 21.12.2017 08:58
    Highlight Die Grafik zeigt meiner Meinung nach, dass die SVP das Tragen der Burka zu einem öffentlichen Problem hochstilisiert hat, obwohl es gar keines war. Die Medien sind voll darauf angesprungen und jetzt haben wir diese zu nicht viel führenden Diskussionen über ein Problem, das wie mit den Minaretten gar keines war und ist.
    16 1 Melden
  • Deathinteresse 20.12.2017 22:34
    Highlight Ernste Frage: wo kauft man eine Burka?
    10 1 Melden
    • Balikc 20.12.2017 22:57
      Highlight https://www.amazon.de/burka-ganzkörper/s?ie=UTF8&page=1&rh=i%3Aaps%2Ck%3Aburka%20ganzkörper
      3 0 Melden
    • Saraina 21.12.2017 00:16
      Highlight Kabul?
      3 0 Melden
    • derEchteElch 21.12.2017 00:16
      Highlight Galaxus.
      5 0 Melden
  • stamm 20.12.2017 21:30
    Highlight Es gibt kaum welche in der Schweiz....ich habe noch kaum Eine gesehen.... ich zum Beispiel hab auch noch nie einen vermummten Hooligan gesehen, und trotzdem bin ich froh, wird dagegen was gemacht. Oder darf in Zukunft jeder Hooligan mit einer Burka Krawall machen? Ich als Schweizer darf nicht mit einer Burka in ein Stadion, aber Ausländer dürfen das? Ist richtig, oder?
    11 36 Melden
    • stamm 20.12.2017 22:37
      Highlight Was wird den geblitzt? Ich darf also als schweizer Mann mit einer Burka in ein Stadion?
      1 19 Melden
    • SemperFi 21.12.2017 06:53
      Highlight Im Gegensatz zu den Hunderten Hooligans macht die Handvoll Burkaträgerinnen aber keine Probleme.
      13 0 Melden
    • Illuminati 21.12.2017 07:28
      Highlight Nein darfst du nicht weil im Stadion die Regeln des Veranstalters gelten und die werden wohl ein Vermummungungsverbot beinhalten.
      10 0 Melden
    • Herr Ole 21.12.2017 10:22
      Highlight Du darfst nicht in einer Burka ins Stadion, genau wie auch ein Ausländer nicht mit einer Burka ins Stadion darf. Du darfst aber in einer Burka in der Öffentlichkeit herumlaufen. Auch als Schweizer Mann. Ausser im Tessin
      6 0 Melden
    • stamm 21.12.2017 20:01
      Highlight SemperFi: warum weisst du das? Du hast ja noch kaum eine gesehen? Illuminati & Herr Ole: dann darf ich also nur neben den Stadien Krawall machen, mit Burka vermummt?
      0 1 Melden
  • DocM 20.12.2017 21:09
    Highlight Die aber tausenden der Burka Trägerinnen in der CH würden gar nicht so auffallen, wenn wir schwarze Briefkästen hätten. oder lieber die Burka färben???
    13 5 Melden
  • Troxi 20.12.2017 21:07
    Highlight Ich bin gegen eine Diskussion zu solchen Themen nicht abgeneigt. Was mich aber stört ist die Doppelmoral der Rechten. Bei allem andere wird von Bevormundung geredet nur hier soll man bevormunden. Damit streite ich überhaupt nicht ab, dass die Burka als Unterdrückung dient, ich sehe es genau so, nur die 1% die es wirklich Freiwillig tragen, darf man nicht Bevormunden. Dass der BR dies nun in die Kategorie Nötigung aufnehmen will, ist logisch, aber Wirkungslos. Da es ein Antragsdelikt ist. Hier braucht es denselben Automatismus wie bei Häuslicher Gewalt den es dort seit 2004 zum Glück gibt.
    13 7 Melden
  • Rabbi Jussuf 20.12.2017 20:34
    Highlight Es gibt eine höchst interessante Vortragsreihe der ÖIF: www.integrationsfonds.at/

    Da könnten sich all die Ignoranten hier und sonstwo endlich einmal weiterbilden. Aber auch für alle anderen zur Weiterbildung zu empfehlen.
    10 15 Melden
    • Enzasa 21.12.2017 03:36
      Highlight Übrigens, hatte ich beim letzten Beitrag von mir, als evangelisch, in Bezug zu erzkonservativen christlichen Glaubensrichtungen gesprochen.

      Trotzdem wiesen Sie mich sofort auf islamistische Gruppierungen hin.
      Das outet sie als Ignorant, denn Sie reagieren reflexartig auf bestimmte Wörter ohne auf den gesamten Inhalt zu achten.



      7 1 Melden
    • Enzasa 21.12.2017 03:40
      Highlight Was ist daran so interessant?
      Natürlich ist Integration keine Sache, die vom Himmel fällt, sondern Arbeit, Öffnung und Verständnis auf beiden! Seiten.
      7 1 Melden
    • Fabio74 21.12.2017 07:28
      Highlight Weiterbildung brauchts bei den Frwunden der braunen Front.
      Intergration war und ist nicht gratis zu haben. Das weiss jeder der mehr als 2 Jahre in der Schule war
      3 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.12.2017 09:48
      Highlight Ezasa
      zu 1.: Hä???

      Zu 2. Vielleicht schaust einfach mal rein, anstatt dumme Fragen zu stellen.
      0 6 Melden
  • azoui 20.12.2017 19:40
    Highlight Na und! Die Burka und der Islam soll bei uns thematisiert werden.
    Genau so wie rechts Radikale und links Autonome.
    30 7 Melden
  • Goldjunge Krater, Team Selbstbestimmungsinitiative 20.12.2017 19:19
    Highlight Irgendwann können sich auch die linke. Medien nicht mehr vor der Realität verschliessen..
    29 41 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 19:52
      Highlight Welche Realität? Dass 10 Burkas im Land unterwegs sind? Unter 1 ist Illy eine Schweizerin, die anderen 9 sind arabische Touristinnen aus Saudi-Arabien, dem faschistischen Staat, den unsere Rechten so gern hofieren, weil diese viel Geld bringen und bei viel Geld interessieren Menschenrechte ebensowenig, wie wie viel Blut am Geld klebt
      44 21 Melden
  • blaubar 20.12.2017 19:13
    Highlight Lasst uns doch über die Entwicklung der Billardkugelngrössen diskutieren, das ist relevanter.
    22 23 Melden
    • Tooto 20.12.2017 23:36
      Highlight Seit wann ist die aktuelle Grösse der Standard?
      5 0 Melden
    • blaubar 21.12.2017 08:21
      Highlight Keine Ahnung. Würde mich interessieren. Aber dank der Billardkugel wurde der Kunststoff erfunden.
      4 0 Melden
    • Tooto 21.12.2017 12:03
      Highlight Ah was? Krass, wusste ich nicht.
      Würde gerne mal mit den verschiedenen Grössen spielen und selber feststellen, ob man einen grossen Unterschied spürt.
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.12.2017 13:00
      Highlight Tooto
      Den Unterschied merkst du schnell. Es gibt auch solche, die bei gleicher Grösse schwerer sind.

      Blaubar,
      gibts auch rechtsextreme Billardkugeln?
      Erstaunlich, erstaunlich!
      0 4 Melden
    • Fabio74 21.12.2017 17:31
      Highlight @rabbi ja die braunen Kugeln
      2 0 Melden
    • blaubar 21.12.2017 20:33
      Highlight DIE braunen Kugeln? Es gibt nur eine braune Kugel!! Welche?
      0 1 Melden
  • bibaboo 20.12.2017 18:39
    Highlight Ergibt also etwa 200 Artikel pro getragene Burka. Unsere Burka-Trägerinnen müssten eigentlich richtig bekannt sein 🤔
    35 5 Melden
  • Joe Smith 20.12.2017 18:20
    Highlight Ich habe bis jetzt ganze zwei Mal in «freier Wildbahn» eine verschleierte Frau gesehen – und ich wohne im Kleinbasel. (Die zig Auftritte von Nora Illi im Schweizer Fernsehen natürlich nicht mitgerechnet.)
    82 22 Melden
  • Graustufe Rot 20.12.2017 17:46
    Highlight Die Burka steht für die Verschleierung der Frau im radikalen Islam. Im radikalen Islam ist die Frau die Untertanin des Mannes. Die Botschaft einer Burkaträgerin ist: ich bin ein Nichts ohne den Mann, ich lebe nur durch den Mann. Und das darf bei uns nicht mehrheitsfähig werden.
    87 55 Melden
    • Troxi 20.12.2017 18:15
      Highlight Wir Christen sind ja so etwas von viel besser:

      http://www.bibelkritik.ch/kirchenkritik/e15.htm
      24 34 Melden
    • Platon 20.12.2017 18:48
      Highlight @Wölfli
      Mehrheitsfähig? In welcher Welt lebst du?!? Nehmen wir mal an es gibt 200 Burkaträgerinnen in der CH. Dann sind dies nich mal 1 Promill aller Muslimas in der CH.
      27 10 Melden
    • Posersalami 20.12.2017 19:26
      Highlight Gott sei Dank sind bei uns alle Frauen auf Augenhöhe mit den Männern!

      Im Ernst, wo sind die 20000 Artikel die hier die Missstände anprangern? #metoo würde es bei uns nicht geben, oder?
      24 8 Melden
    • Hashtag 20.12.2017 19:27
      Highlight Warum wird immer wieder mal mit "wir Chisten" auf solche Argumente geantwortet? Ich fühle mich keiner Religion zugehörig, jedoch gewissen Werten und das Tragen einer Burka läuft diesen Werten nun mal zuwider.

      Von dem her ist die Diskussion um due Burka zwar völlig übertrieben und lenkt sogar von den wirklich wichtigen Problemen im Zusammenhang mit dem Islam ab jedoch ist völlig klar, dass das hier nicht mehrheitsfähig werden darf.
      17 8 Melden
    • ArcticFox 20.12.2017 19:45
      Highlight Woher nimmst du dieses Wissen?
      Vielleicht dient die Burka dem Mann ja auch nur, seine Frau davor zu beschützen Teil der #metoo Bewegung zu werden.
      Schon Mal von einer Burkafrau gehört, die sexuell belästigt wurde?
      #no Sarkasmus #no Rechtfertigung für Frauenunterdrückung #just thinking The next step
      9 14 Melden
    • ArcticFox 20.12.2017 19:49
      Highlight Zudem: du weißt hoffentlich schon dass im arabischen Haushalt (im Haus) die Frau das Sagen hat.
      Außerhalb im öffentlichen Raum wird das Gegenteil manifestiert, ist aber nur Theater....
      10 11 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 19:53
      Highlight @Hashtag: Weil Evangelikale in diesem Land genau so ticken. Die Frau ist dem Manne untertan ohne REchte.
      14 10 Melden
    • Posersalami 20.12.2017 20:37
      Highlight @Hashtag: Sie sehen also am Horizont, dass die Tragepflicht für Burkas hier mehrheitsfähig wird? Wissen sie eigentlich wie absurd diese Angst ist?

      Die Debatte ist reiner Populismus und es gibt ungefähr 10483729204838 grossere und wichtigere Probleme welche 2000 Artikel pro Tag verdienen würden. Die SVP treibt sehr geschickt die Medien vor sich her und bestimmt die Themen, das muss man ihr lassen. Mit der Realität und echten Problemen hat das aber nichts zu tun.
      13 11 Melden
    • Hashtag 20.12.2017 21:46
      Highlight @Fabio, richtig, nur sind mir als Christ auf dem Papier diese Evangelikalen genau so weit entfernt wie radikale Moslems. Mir ging es um das "wir" in seinem Kommentar und dass mit "wir" alle unter eine Decke gesteckt wird.

      @Posersalami, keine Ahnung, warum du meinem Kommentar entnimmst ich hätte Angst, dass Burkas hier mehrheitsfähig werden, immerhin bezeichne ich die Diskussion als völlig übertrieben. Dass das Verhältnis vom Staat zur Religion allgemein und damit auch zum Islam diskutiert wird, ist aber nicht falsch, falsch ist nur, dass die Diskussion von der SVP gesteuert wird.
      5 4 Melden
    • Posersalami 20.12.2017 23:19
      Highlight @hastag: Dann setzten sie sich gegen Extremismus ein und zwar egal woher er kommt. Diese Scheindebatte bringt auf alle Fälle nix.
      2 1 Melden
    • Fabio74 21.12.2017 07:34
      Highlight @hashtag nur sind diese Evangelikalen eine grössere Gruppe mit mehr Einfluss. Auch diese verbreiten Hass. Siehe SVP-Regli.
      Und ich erwarte und fordere von euch allen die angeblich Hass und Unterdrückung bekämpfen, dies auch bei Evangelikalen, bei Nazis etc zu tun!
      Was hier läuft ist eine Schmierenkomödie weil versucht wird den Islamhass schön zu reden.
      4 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 21.12.2017 12:55
      Highlight Fabio
      Immer der gleiche Schwachsinn.
      Natürlich wird einiges gegen Rechtsextremismus und die Evangelikalen gemacht. Das merkst du bloss nicht. Aber jetzt ist nun mal der Islam Thema.
      0 3 Melden
  • hävi der spinat 20.12.2017 17:35
    Highlight Viel BESSER als dieses Vehülungsverbot währe, die konsequente Rückführung, aller Väter, die sich weigern, ihre Töchter ins Schullager oder in den Schwimmunterricht zu schicken.

    Wer hätte eigentlich etwas dagegen?

    Richtig...!

    All diejenigen, die jetzt, heuchlerisch finden, ein Burka Verbot sei reine Symbolpolitik.

    Diese sind bei präzisen Massnahmen nämlich, ERST RECHT nicht bereit, mitzuhelfen.
    24 40 Melden
    • Troxi 20.12.2017 18:20
      Highlight Das ich mal etwas gemeinsames mit Hävi habe, welch Überraschung! Das Burkaverbot, egal in welcher Form, ist reine Symbolpolitik. Der Bundesrat hat hier schon reagiert, http://www.luzernerzeitung.ch/nachrichten/schweiz/bundesrat-will-strafe-fuer-verhuellungszwang;art46447,1165632. Allerdings sollte man eine 2. Chance zur Verfügung stellen, wird wohl in geschätzt 95% der Fällen nichts bringen, aber für die 5% wird es sich garantiert lohnen. Mit der Rückschaffung alleine ist es dann aber noch nicht getan mein Lieber.
      8 3 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 20.12.2017 18:40
      Highlight > Wer hätte eigentlich etwas dagegen?

      Ich. Gewalt ist nie die richtige Reaktion.
      7 7 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.12.2017 18:42
      Highlight Ein Burkaverbot, oder Kopftuchverbot, mag zwar als Symbolpolitik erscheinen, ist es aber nicht. Es ist ein wichtiger Teil von Massnahmen, die zu treffen sind.
      Ein Verbot würde es vielen Frauen/Mädchen erleichtern so zu leben und an der Gesellschaft teilzuhaben, wie sie es gerne möchten. Die paar wenigen Frauen, die Niqab oder sonstige Verhüllungen freiwillig tragen, begünstigen den gesellschaftlichen innerislamischen Zwang Kopftuch zu tragen für sehr viele! Das sollte man nicht vergessen.
      Der Bundesrat Vorschlag ist einfach nur lächerlich, wenn nicht sogar heuchlerisch.
      13 15 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 19:54
      Highlight dann selbiges mit Evangelikalen Christen und orthodoxen Juden, die sich so verhalten, oder traust dich dazu dann doch nicht?
      15 6 Melden
    • Maracuja 20.12.2017 20:18
      Highlight Rabbi Jussuf: Ein Verbot würde es vielen Frauen/Mädchen erleichtern ...

      Das bezweifle ich, ein Teil würde vielleicht in die Heimat zurückgeschickt, ein Teil zuhause eingesperrt, nur für einen Bruchteil dürfte das Verbot eine Befreiung bringen. Kopftuchverbot an Schulen haben schon Atatürk und die Kemalisten durchgesetzt, was hat das langfristig gebracht? Wenn sich in den Köpfen nichts ändert, gären extremistische Ideen einfach im Verborgenen weiter und brechen irgendwann wieder auf. Statt Verbote, die Probleme unsichtbar machen, lieber Entzug von Aufenthaltsbewilligungen für Salafisten.
      11 8 Melden
    • Troxi 20.12.2017 20:22
      Highlight Es ist natürlich ein riesen Unterschied wenn die Frauen in Kleider gezwungen in der Gesellschaft umher geistern, als wenn bei einem Kopftuch/Burkaverbot die Frauen zu Hause eingesperrt und nicht mehr Teil der Gesellschaft im Öffentlichen Raum sind. Dass der Bundesrat es unter Nötigung stellen möchte, ist mal ein guter Anfang, bringt aber wenig, es müsste unter Häuslicher Gewalt erfasst werden und dann wird es wirkungsvoller, natürlich bräuchte es auch eine Gesellschaftliche Sensibilisierung und eine Meldepflicht, wie es bereits heute zT der Fall ist.
      6 3 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.12.2017 20:28
      Highlight Eine weitere Massnahme wäre den Familiennachzug sofort ganz zu unterbinden. (von Ausnahmen abgesehen). Im Prinzip kann ein Mann der seine Familie im Land lässt, von diesem kaum verfolgt werden und muss über genügend Mittel verfügen seine Familie trotz seiner Flucht im Heimatland ernähren zu können. Naja, von denen gibst sowieso nicht viele.
      Häfi, leider wird das nicht gehen, die Väter zurückzuschicken wenn sie Schweizer sind.
      5 13 Melden
    • Lichtblau 20.12.2017 20:46
      Highlight Die nicht wenigen Tschadors - langärmelige Mäntel aus fettem Wollstoff - die ich diesen Sommer bei 30 Grad im Schatten mitten in Zürich gesehen habe, waren genug. Befreien wir diese Frauen. Lieber heute als morgen.
      10 9 Melden
    • Rabbi Jussuf 20.12.2017 21:34
      Highlight Maracuja
      Wie willst du Salafisten ausschaffen, rechtlich? Wenn es Schweizer sind geht es erst recht nicht. Klar muss sich in den Köpfen auch etwas ändern. Ich meine, mit einem Verbot (auch Kopftücher an Schulen) wäre es schon einiges einfacher, auch in den Köpfen etwas zu bewirken.
      Ich denke vor allem an Frauen (und Männer) die lieber nicht ein Kopftuch oder sonstige Vermummung tragen möchten. Für diese wäre ein Verbot schon eine ziemliche Erleichterung.
      6 8 Melden
    • Maracuja 20.12.2017 23:29
      Highlight @Rabbi Jussuf

      Salafisten mit Schweizer Pass dürfte es (noch) wenige geben, da genügt es, wenn man ihnen endlich keine weiteren Auftritte in Medien mehr gewährt und sie wenn nötig vom Staatsschutz überwachen lässt. Was den Entzug der Aufenthaltsbewilligung von Ausländern betrifft, kann die Schweiz durchaus gnadenlos sein, wenn diese ihre Arbeit verlieren und innerhalb einer bestimmten Frist keinen neue finden. Weshalb man mit Menschen, die sich einer Integration nicht nur selbst verweigern, sondern ihre Werte auch anderen aufzwingen wollen, so viel grosszügiger ist, versteh ich nicht.
      4 0 Melden
  • einmalquer 20.12.2017 17:32
    Highlight Was der Artikel zeigt:

    Die Medien lassen sich von den Rechten vor- und verführen

    und die Rechte von Menschen dabei auf der Strecke bleiben
    46 39 Melden
    • Politisch unkorrekt 20.12.2017 17:51
      Highlight Nein
      27 32 Melden
    • Fabio74 20.12.2017 21:47
      Highlight @jay Doch
      5 5 Melden

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