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Burka, Burkini, Niqab, Hidschab – hast du den Überblick verloren? Hier findest du ihn wieder



«Eine verschleierte Frau ist wie eine Perle in ihrer Muschel», sagt ein islamisches Sprichwort. In den westlichen Gesellschaften lösen die strikteren Formen der islamischen Verschleierung allerdings Befremden und den Ruf nach einem Verbot aus; dies gilt besonders für die Burka und den Niqab – der übrigens oft irrtümlich als Burka bezeichnet wird.

Die unterschiedlichen Arten der Verschleierung führen in der Tat schnell zu Verwechslungen. Deshalb folgt hier ein Überblick über die wichtigsten traditionellen Verhüllungsformen im Islam: 

Hidschab

Islamische Verhüllungen

Bild: Shutterstock

Der Hidschab – das Wort bedeutet eigentlich «Vorhang» – wird vor allem als Bezeichnung für ein Kopftuch verwendet, das Haar und Ohren vollständig bedeckt, das Gesicht indes frei lässt. Meist werden zusätzlich die Halsregion, der Ausschnitt und eventuell die Schultern bedeckt. Ob die Stirn, die Wangen und das Kinn bedeckt sein müssen, ist umstritten. Je nach Gesellschaft und Mode kann er auch als dünner Schal leger um den Kopf getragen werden. 

Der Hidschab ist in verschiedenen Farben und in unterschiedlichen Formen in der gesamten arabischen und muslimischen Welt verbreitet. In vielen muslimischen Ländern ist es Pflicht, einen Hidschab zu tragen.

Al-Amira

Islamische Verhüllungen

Bild: Shutterstock

Die Al-Amira ist ein zweiteiliger Schleier. Der eine Teil – eine Art eng anliegender Kapuze – umhüllt den Kopf, der andere – ein röhrenförmiger Schal – wird eng um die Schulter gelegt. Die Farbe kann variieren. 

Chimar

Islamische Verhüllungen

Bild: Shutterstock

Der Chimar (von chammara = «bedecken») stammt aus vorislamischer Zeit, wurde damals aber offenbar auf andere Weise getragen. Das Tuch diente als Kopfschmuck und fiel vom Kopf über den Rücken; die Brustregion blieb dagegen frei. In islamischer Zeit musste auch diese bedeckt werden. Der mantelartige Kopfüberwurf bedeckt Haar, Hals und Schultern vollständig, lässt aber das Gesicht frei. Der Chimar reicht bis zur Taille und kann in verschiedenen Farben getragen werden. 

Abaja

Abaja

Die Abaja ist ein mantelartiges Übergewand, das vom Hals bis zu den Füssen reicht. In der Regel tragen Frauen die Abaja, die traditionell aus Schafwolle oder Kamelhaar besteht, zusammen mit einem Hidschab oder einem Niqab. Die Abaja dominiert in den arabischen Ländern, während im Iran der Tschador weiter verbreitet ist. 

Tschador

Islamische Verhüllungen

Bild: Shutterstock

Der Tschador ähnelt der Burka, wird aber vor allem im Iran getragen (das Wort bedeutet im Persischen «Zelt»). Er besteht aus einem grossen, in aller Regel dunklen Tuch, das die Form eines Halbkreises hat. Das Tuch wird über den Kopf und um den Rumpf geschlungen, so dass lediglich das Gesicht – oder auch nur ein Teil davon – frei bleibt. Der Tschador bedeckt den Körper bis zu den Füssen und wird in der Öffentlichkeit über der eigentlichen Kleidung getragen.

Niqab

Islamische Verhüllungen

Bild: shutterstock

Beim Niqab handelt es sich um eine Gesichtsverhüllung. Der meist schwarze Schleier wird in Kombination mit einer Abaja oder einem Tschador getragen, also mit einem langen, dunkel gefärbten Ganzkörpergewand. Es gibt unterschiedliche Formen; manchmal wird das Gesicht total verhüllt, wobei der Stoff blickdurchlässig ist, sodass die Trägerin ihre Umgebung sehen kann. Andere Formen lassen einen Sehschlitz frei, sind ansonsten aber blickdicht. Der Niqab ist vor allem in Saudi-Arabien, im Jemen und in anderen Regionen der Arabischen Halbinsel verbreitet, wird aber auch von Frauen im Irak, in Syrien, Jordanien und in nordafrikanischen Ländern getragen.

Burka

Islamische Verhüllungen

Bild: Shutterstock

Die Burka ist ein Ganzkörpergewand, das den weiblichen Körper vom Kopf bis zu den Zehenspitzen vollständig verhüllt. Sie wird vor allem in Afghanistan und in einigen Teilen Pakistans getragen und besteht aus einem grossen, meist blauen Stofftuch, in dessen Kopfbereich eine Art von flacher Kappe eingenäht ist. Die Augenpartie weist eine Aussparung auf, die quasi als Sichtfenster dient und mit einem feinmaschigen Gitter aus Stoff oder Rosshaar versehen ist. Das Sichtfeld ist daher bei der Burka stark eingeschränkt und das Gesicht ist vollständig bedeckt. In der pakistanischen Variante lässt die Burka die Augen frei.

Burkini

Islamische Verhüllungen

Der Burkini – ein Kofferwort aus Burka und Bikini – ist kein traditionelles muslimisches Kleidungsstück, sondern eine moderne Erfindung, die es Muslimas erlaubt, beim Baden auch strengen religiösen Vorschriften zu genügen. Der aus Elastan gefertigte Schwimmanzug besteht aus zwei Teilen mit integrierter Kopfbedeckung und nimmt weniger Wasser auf als Baumwoll-Gewebe. Das Design ist so gewählt, dass die Konturen des Körpers möglichst verborgen werden. 

Hidschab & Co. – islamische Verhüllungen vom Kopftuch bis zur Burka

Alle sunnitischen und schiitischen Rechtsschulen stimmen darin überein, dass die Verhüllung für Frauen verpflichtenden Charakter hat. Wie weit diese Bedeckung gehen soll, ist dagegen umstritten. Massgeblich sind vor allem drei Koranstellen: 

«O ihr, die ihr glaubt, tretet nicht ein in die Häuser des Propheten – es sei denn, dass er es euch erlaubt – für ein Mahl, ohne auf die rechte Zeit zu warten. Wenn ihr jedoch eingeladen seid, dann tretet ein. (...) Und wenn ihr sie (seine Frauen) um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang (Hidschab); solches ist reiner für eure und ihre Herzen. (...)»

Koransure 33 Vers 53

Dieser sogenannte «Hidschab-Erlass» betrifft eigentlich nur die Frauen des Propheten. Im Laufe der Zeit erweiterte sich der Geltungsbereich des Verses – heute ist er die Grundlage für die Geschlechtertrennung in islamischen Gesellschaften. 

«Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (dschilbâb) (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. (...)»

Koransure 33 Vers 59

«(...) Und sprich zu den gläubigen Frauen, dass sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren und ihren Schmuck nicht zur Schau tragen sollen – bis auf das, was davon sichtbar sein darf, und dass sie ihre Tücher um ihre Kleidungsausschnitte schlagen und ihren Schmuck vor niemand (anderem) enthüllen sollen als vor ihren Gatten oder Vätern oder den Vätern ihrer Gatten oder ihren Söhnen oder den Söhnen ihrer Gatten oder ihren Brüdern oder den Söhnen ihrer Brüder oder Söhnen ihrer Schwestern oder ihren Frauen oder denen, die sie von Rechts wegen besitzen, oder solchen von ihren männlichen Dienern, die keinen Geschlechtstrieb mehr haben, und den Kindern, die der Blösse der Frauen keine Beachtung schenken. (...)»

Koransure 24 Vers 30-31

Diese Stelle legt fest, welche Familienangehörigen die Frau unverschleiert sehen dürfen. 

Auf der Grundlage dieser Koranverse und der Hadithen regelten die islamischen Gesellschaften die Kleidung der Frauen und schränkten deren Bewegungsfreiheit im öffentlichen Raum ein.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jhn 17.08.2016 11:41
    Highlight Highlight ...wie wärs wenn man mal anstatt ÜBER Muslime MIT Muslimen reden würde?

    Watson, könnt Ihr nicht mal ein paar Interviews mit normalen Muslimen machen und die fragen was sie so denken? So Leute auf der Strasse, Frauen die Burka / Hijab / wasauchimmer tragen (und solche dies nicht tun) oder religiöse Führer, etc?

    ...die paar einizgen Male wo man was von den Betroffenen selbst hört ists dieser vollkommen übertriebene Zentralrat (hah, alles nur schweizer konvertiten!).
    Es müssen doch noch andere Muslime zu finden sein. Los los!
  • memento 17.08.2016 09:27
    Highlight Highlight ich war letzte Woche in Aegypten; bei einem Gespräch mit einem Kopten (ägyptische Christen) sagte er mir trocken:
    "die Moslems machen sich nur ihr Leben schwer mit all ihren Regeln und Vorschriften"....
  • FixFox 17.08.2016 08:22
    Highlight Highlight Das Watson als mitteleuropäisches Medium Koranverse zitiert um bei seinen Lesern Verständnis für religiöse Kleidungsrichtlinien zu schaffen irritiert.

    Jeder kann seine Religion und Gepflogenheiten frei wählen. Allerdings habe ich kein Verständnis wenn er deren Regeln in unserem Kulturkreis über unsere (teilweise ungeschriebenen) Regeln des Miteinanders stellt wie im Falle der Burka.

    Ich gehe in Saudi-Arabien auch nicht in Hot-Pants zum Vorstellungsgespräch oder oben ans Konzert. Und zwar aus Respekt gegenüber den muslimischen Bewohnern und nicht nur weil es verboten ist.

  • Gsnosn. 17.08.2016 06:56
    Highlight Highlight Sind die Verschleierung nach Koran pflicht? Ich höre immer wieder unterschiedliche Meinungen darüber. Was ist Fakt? THX
  • sdv520 17.08.2016 03:05
    Highlight Highlight wer schonmal eine frau in einem niqab eine pizza essen gesehen hat, der kann nur mitleid mit diesen frauen haben;)noch eine kleine anektode,war vor einiger zeit mit meiner freundin in kuala lumpur. ein kellner hat uns fürs buffet zu einem tisch gebracht,nebenan sass schon ein paar,die frau trug einen niqab.ich ging 1-2minuten weg,als ich zurückkam waren sie weg,ihre teller aber noch voll. hat mich schon ein bisschen ins grübeln gebracht, warum die es plötzlich so eilig hatten:p irgendwie komisch warum solche leute überhaupt ins ausland wollen, wenn sie sich sowieso überall fehl am platz fühlen
  • Lichtblau 16.08.2016 22:11
    Highlight Highlight Danke für die Info. Die (ich nehme mal an) junge Frau, die ich heute bei 30 Grad im Schatten im Bus sah, trug also einen "Al-Amira". Das Teil aus festem Stoff bedeckte ihren Oberkörper, darunter trug sie ein knöchellanges Gewand und dazu offenbar schwere Einkaufstüten. Im selben Bus befand sich eine Gruppe junger Frauen in leichten Sommerkleidern und Miniröcken, die sich bestens amüsierte. Die Frau im "Al-Amira" machte einen eher melancholischen Eindruck. Wir kommt's?
  • Domino 16.08.2016 21:51
    Highlight Highlight @ Watson:
    Macht ihr jetzt auch einen Artikel über die verschiedenen Gesichtsverhüllungen und Masken an der Fasnacht? Clown, Captain America, Löwe, Cowboy, Prinzessin und Hexe?
    Oder wie man das Gesicht in einem Schneesturm am besten bedeckt? Oder Informationen über verschiedene Fetishmasken wären auch sehr interessant... 😉
  • praxis 16.08.2016 21:28
    Highlight Highlight Lasst uns mit diesen "Zelten" und "Vorhängen" um den Kopf der Frauen in Ruhe. Muslimische Frauen mit Stofftüchern um den Kopf zeigen ostentativ, dass sie Menschen mit "westlichen" Einstellungen verachten. Sie sollten sich deshalb nicht wundern, wenn auch Menschen, die "multi-kulti" denken und fühlen (wie ich z.B.) kein Verständnis mehr aufbringen können für deren aggressiv zur Schau getragene Metaphysik. Es nervt mich als Agnostiker und Atheist nur noch, solchen Frauen auf der Strasse zu begegnen.
    • Jol Bear 16.08.2016 22:21
      Highlight Highlight Was bei den Watson-Artkeln heute nicht erwähnt wird, ist die Tatsache, dass sog. gemässigte oder fortschrittliche Vertreter/-innen des Islams die Ganzkörperverschleierung oder generell religiös begründete Kleiderordnungen für Frauen ablehnen und teilweise entschieden für ein Burkaverbot eintreten.
  • Mr Sir 16.08.2016 19:06
    Highlight Highlight völlig überflüssiger Artikel ... ja nu ??!
    • Fabio74 16.08.2016 19:58
      Highlight Highlight weshalb?
  • Caturix 16.08.2016 18:00
    Highlight Highlight Es gibt noch die FKK Burka da ist einfach ein Ausschnitt bei den Brüsten und einen weiter unten vorne und hinten mit Netz wie bei den Augen.
  • Der Beukelark 16.08.2016 16:45
    Highlight Highlight Ist es schlimm, wenn man keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen? Ein solcher Beitrag sollte eigentlich ein Auszug aus einem Geschichtsbuch und kein aktuelles Thema sein. Gibt es daneben irgendwelche wissenschaftlichen Forschungen, welche die Welt vorwärts bringen, über die ihr berichten könntet?
    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 17:16
      Highlight Highlight Ich persönlich finde es nicht schlimm, wenn man keine Meinung hat, und keine Meinung haben möchte, dann sollten Sie diesen Beitrag weder lesen noch kommentieren, wenn sie keine Lust haben, sich zu informieren.. (PS: ich habe auch nicht alles gelesen, diskutere nur gern über solche grundsätzliche Themen.. Denn die Diskussion geht nicht "nur" über die Verschleierung, sondern wie frei wir sind bzw. eben nicht sind, ob wir so demokratisch sind und ob es Gleichberechtigung wirklich gibt... und ob wir nicht unsere westlichen Werte widersprechen, wenn wir die Menschen Ungleich behandeln etc...
  • Maragia 16.08.2016 15:49
    Highlight Highlight Es könnte einem so vorkommen, als werden alle nicht Muslime so langsam auf den Islam vorbereitet, mit all den Erklärungsberichten etc.

    • LaPaillade #BringBackHansi 16.08.2016 16:19
      Highlight Highlight Ja mega schlimm, dass man auf einem Newsportal über andere Kulturen und Religionen informiert wird!!1! Hab sofort den Christoph angerufen, er hat mir versprochen Watson zu kaufen und genau so herunterzuwirtschaften wie BaZ und WW. Phu, nochmals dem Islam von der Schippe gesprungen.
    • Fabio74 16.08.2016 20:00
      Highlight Highlight man muss es ja nicht lesen (und nicht kommentieren)
      Finde sachliche Artikel interessant, bringt jedenfalls mehr, als die üblichen schwarz/weiss-Bilder von gut und böse
  • PuRpLE_KusH 16.08.2016 15:47
    Highlight Highlight Grundsätzlich finde ich man sollte nichts von dem Verbieten, ausser es kommt mit einem andere Gesetz in Konflikt.
    Aber wenn jemand sein Gesicht verdeckt, möchte ich persönlich nichts mit der Person zu tun haben. Ich finde es unanständig und nicht passend für unsere Gesellschaft. Ich würde gleich reagieren wenn einer einfach die ganze Zeit eine Ski Maske trägt, das ist einfach komisch. Wenn du mit mir reden willst, zeig mir dein Gesicht. Ansonsten lass mich in Ruhe und verkriech dich unter einem Stein, da sieht dich auch niemand.
  • Stachanowist 16.08.2016 15:35
    Highlight Highlight Es ist ja irgendwie rührend, dass sich Watson für das Recht einsetzt, ein Frauen-Unsichtbarmach-Textil (Burka, Niqab) zu tragen.

    Dass aber die einzigen positiven, für Verständnis weibelnden Artikel über Religionen den Islam zum Thema haben, irritiert mich etwas. Hindus, Bahai, Shintos, Buddhisten etc. werden komplett ignoriert. Das Christentum kommt vornehmlich im Sektenblog dran. Dort ist das Ziel aber kaum, um Verständnis und bessere Bibelkenntnisse zu befördern.

    Finde das etwas unausgewogen. Klar ist der Islam momentan ein Politikum. Doch es wird langsam zu einfarbig hier.
    • Daniel Huber 16.08.2016 15:54
      Highlight Highlight Ich habe nicht den Eindruck, dass dieser Artikel «für Verständnis weibelt».
    • Sapere Aude 16.08.2016 16:05
      Highlight Highlight Inwiefern weibelt der Artikel für den Islam? Er stellt einfach die Hintergründe für die Diskussion zur Verfügung. Wenn wir sachlich über ein Thema diskutieren wollen, sind solche Informationen wichtig.
    • Stachanowist 16.08.2016 16:14
      Highlight Highlight @Huber

      Der Artikel suggeriert durch einseitige Information einen Konsens der religiösen Muslime über diese Textilien:

      "Alle [...] Rechtsschulen stimmen darin überein, dass die Verhüllung [...] verpflichtenden Charakter hat."

      Das mag in Bezug auf die Rechtsschulen stimmen. Viele Geistliche widersprechen dem aber:

      http://www.moroccoworldnews.com/2014/12/146196/saudi-cleric-says-women-are-not-required-to-wear-hijab-can-put-makeup/

      Dieser Artikel ist unausgewogen und kommt seinem angeblichen Informationscharakter nicht nach, da er die Sicht der weniger konservativen Muslime marginalisiert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Charlie Brown 16.08.2016 15:34
    Highlight Highlight In dem Fall wäre es ja gar nicht ein Burkini sondern eher ein Al-Amiraini?
  • Bijouxly 16.08.2016 15:21
    Highlight Highlight Wir verlieren den Überblick und die Damen den Durchblick.
  • tomtom1 16.08.2016 15:10
    Highlight Highlight Ob ein muslimisches Portal wohl auch so detailliert über den Unterschied zwischen einem Bikini und einem Badeanzug berichtet? ^^
    • GeorgOrwell 1984 16.08.2016 15:24
      Highlight Highlight Was spielt es für eine Rolle?
    • Fabio74 16.08.2016 20:02
      Highlight Highlight gehe mal davon aus, dass Watson sich nicht als explizit christliches Portal versteht. Insofern passt der Kommentar nicht.
      Ausserdem müssen wir, weil andere es nicht tun, es auch unterlassen

Frauen der Geschichte

Macht, Mord und Monobrauen: Im Harem des persischen Schahs

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«Das Leben der Frauen im Iran hat nur zwei Seiten: Die eine ist schwarz, die andere weiss. Wenn sich die Frauen nach draussen begeben und spazieren gehen, ist ihre Gestalt unter dem entsetzlichen Schwarz der Trauer verborgen, und nach ihrem Tod werden sie in das weisse Leichentuch gehüllt. Und ich, die ich eine dieser unglücklichen Frauen bin, ziehe das weisse Leichentuch jener schrecklichen Trauergestalten vor; ich weigere mich beharrlich, dieses Kleidungsstück zu tragen.»Tâdsch …

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