Schweiz
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Den «Atlas der Schweiz» gibt's jetzt online: Hier zu sehen die Volumina der Schweizer Gletscher über die Zeit, dargestellt als Quader in verschiedenen Farben. bild: atlas der schweiz

Neu gibt es den «Atlas der Schweiz» als Online-Version: gratis und mit 3D-Karten

Der «Atlas der Schweiz» ist erstmals online verfügbar und per Gratis-App kostenlos nutzbar. Und: Die Kartenliebhaber können sich nun frei in 3D-Maps bewegen.

21.06.16, 10:00 21.06.16, 12:03


Seit der «Atlas der Schweiz» im Jahr 1965 erstmals in gedruckter Form erschienen ist, hat sich viel getan. Nun löst sich die preisgekrönte Sammlung spezieller Themenkarten über die Schweiz auch von Datenträgern wie der DVD und ist im Internet mit 3D-Darstellungen verfügbar. 

Neu müssen Nutzer die Daten also nicht mehr auf dem eigenen PC installieren, sondern können sie mithilfe einer App für Windows, welche das Anzeigen der Daten erlaubt, direkt aus dem Web abrufen. Der neue «Atlas der Schweiz – online» sowie der neue «Hydrologische Atlas der Schweiz» (HADES) sind in Zusammenarbeit mit Forschenden der ETH Zürich und der Universität Bern entstanden.

Neu an der Online-Version des «Atlas der Schweiz» sind die Benutzeroberfläche und Menüstruktur, mit welcher Nutzer einfach und intuitiv in die zehn Themenkategorien eintauchen können. Weitere Neuerungen sind die 3D-Darstellung und die interaktiven Nutzungsmöglichkeiten der Karten. So lassen sich verschiedene Themen anschaulich darstellen, zum Beispiel die Verteilung von Niederschlägen, oder wo das Wasser knapp ist.

Tiefstes Tal und höchstes Haus

Neben der bewährten Sammlung von Kartenthemen gibt es auch neue Kategorien, wie die ETH Zürich in einer eigenen Mitteilung zum neuen Atlas schreibt. So zum Beispiel die Kategorie «Geschichte und Zukunft», die unter anderem Veränderungen der Besiedlung der Schweiz über die Zeit darstellt. In separaten Kästchen werden weiterführende Informationen angezeigt, so dass der Atlas nicht nur ein Kartenwerk, sondern eine Art «Wiki» sei, so die ETH.

Unter «Porträt der Schweiz» gibt es zudem Informationen über Rekorde wie den höchsten oder tiefsten Punkt des Landes. «Solche Themen sind das Sprungbrett, um in den Atlas einzusteigen», lässt sich der Projektleiter René Sieber vom Institut für Kartografie und Geoinformationen der ETH zitieren.

Der zweite neue Atlas «HADES» basiert auf der gleichen Technologie wie der «Atlas der Schweiz». Seit über 20 Jahren stellt der Hydrologische Atlas Synthesen, Karten und didaktische Medien zur Ressource Wasser zur Verfügung, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) schreibt. Der neue «HADES» ist ein Gemeinschaftsprojekt des Geographischen Instituts der Uni Bern, des BAFU und der Schweizer Hydrologie.

Entwickelt an der ETH Zürich

Die neuste komplett überarbeitete Fassung ist die erste, die kostenlos online nutzbar ist. Der Kartenserver ist übrigens kein anonymer Cloud-Dienst; sämtliche Daten des «Atlas der Schweiz – online» liegen auf einem Server-Cluster, der am Institut für Kartographie und Geoinformation der ETH Zürich steht.

Hier kannst du die Windows-App des «Atlas der Schweiz online» herunterladen. Die App ist gratis für Windows 7, 8 und 10 verfügbar. Für den Mac gibt es keine Applikation.

Der Atlas der Schweiz: Präsentation an der ETH

Um den Atlas der Schweiz zu nutzen, ist eine App erforderlich. Sie ist gratis und kann von der Website www.atlasderschweiz.ch heruntergeladen werden. Am 29.6.2016 um 17:30 Uhr präsentieren die Atlasmacher ihr Werk an der ETH Zürich im Hauptgebäude, Rämistr. 101, Hörsaal E 1.1. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenlos.

(oli/sda)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

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    Alle Leser-Kommentare
  • 7immi 21.06.2016 17:38
    Highlight hauptsache man motzt mal. ich finde den AdS genial und verstehe das fehlen der mac applikation. der marktanteil von ms ist ein vielfaches und als kleines team muss man prioritäten setzen. danke für dieses geniale produkt!
    9 4 Melden
  • Atlas der Schweiz 21.06.2016 16:36
    Highlight Wir haben den AdS vorerst nur für Win 64-bit erstellt. Um innovative 3D-Kartografie betreiben zu können, wird ein Virtueller Globus eingesetzt, der in C++ programmiert ist. Wir haben eine Version für Mac erstellt; allerdings läuft diese nicht stabil genug. Win 64bit hat sich am besten erwiesen. Auch mit Browsern stiessen wir an Grenzen. Als sehr kleines Team mit beschränkten Ressourcen haben wir nun eine Win-Version erstellt. Die grosse Resonanz zeigt, dass wir generell richtig liegen. Eine Mac Version ist in Planung. Infos folgen auf http://www.atlasderschweiz.ch & Twitter @atlasderschweiz

    24 1 Melden
  • _mc 21.06.2016 10:30
    Highlight wooow!!!! 2016 und keine mac-App? bzw. keine Web-Lösung? Die ETH und der Bund am Puls der Zeit..!
    27 37 Melden
    • Fumo 21.06.2016 11:22
      Highlight Ja am Puls der Zeit, MACs haben keine 10% Marktanteil und die restlichen >90% brauchen keine Webapp weil sie ja das Programm herunterladen können ;)
      33 19 Melden
    • Donald 21.06.2016 11:38
      Highlight Ich kenne keinen Mac-User, der nicht ein virtuelles Windows drauf hat...
      14 30 Melden
    • konstruktor 21.06.2016 12:50
      Highlight Ich muss da _mc schon in Schutz nehmen, warum ist man heute nicht im Stande eine Plattformunabhängige App zu Bauen? Also da gibts selbst für native Anwendungen mehr als genug Framework die das unterstützen. Da braucht es nichtmal besondere Kenntnisse seitens der Softwareentwicklung.
      12 6 Melden
    • Herr Schibli 21.06.2016 13:06
      Highlight Nur Windows geht gar nicht. Öffentliche wissenschaftliche Institutionen sollten auf Open Source Grundlagen bauen und kein kommerzielles OS, auch nicht MacOS, als Basis benutzen.
      11 14 Melden
    • Fumo 21.06.2016 13:58
      Highlight "Öffentliche wissenschaftliche Institutionen sollten auf Open Source Grundlagen bauen und kein kommerzielles OS":

      Also alles für OS programmieren, die niemand zuhause hat? Wie sollen sie dann jemand erreichen können?
      7 4 Melden
    • demokrit 21.06.2016 16:00
      Highlight Es ist in der Tat etwas schräg, wenn eine Bundeseigene Hochschule auf Redmond setzt. Ich dachte, Linux sei in der "Scientific Community" der Standard?
      5 5 Melden
    • Fumo 21.06.2016 16:04
      Highlight Doch wer würden sie damit erreichen? Fast niemand. Ist doch logisch dass eine öffentliche Institution dessen Ziel es ist Wissen zu verbreiten auf den Pferd setzt den die meisten folgen. Wäre ja echt nicht weit gedacht sowas auf Linux zu bringen.
      2 2 Melden
    • demokrit 21.06.2016 17:17
      Highlight Ich glaube, das wäre mittlerweile der Webbrowser. Laufen könnte es dann stabil auf Debian.
      1 1 Melden
    • Fumo 22.06.2016 08:19
      Highlight Der Webbrowser... Ein Prozess im Prozess, ist performancetechnisch nicht gerade das Gelbe vom Ei geschweige von den verschiedenen Browserengines die jede Zeile nach eigenen Ermessen interpretieren.
      0 0 Melden
    • demokrit 22.06.2016 08:44
      Highlight Google Maps beweist mir, dass es möglich ist.
      2 1 Melden
    • Fumo 22.06.2016 09:38
      Highlight GoogleMaps beinhaltet nicht annähernd so viel Daten und Code. Äpfel und Birnen und so...
      1 0 Melden
    • demokrit 22.06.2016 10:16
      Highlight Kann ich nicht beurteilen. Ein Elfenbeinturmprojekt, das niemand braucht?
      0 2 Melden
    • Fumo 22.06.2016 10:46
      Highlight Jep braucht niemand. Deswegen wird es seit Jahrzehnten produziert und herausgegeben.
      1 0 Melden
    • demokrit 22.06.2016 11:06
      Highlight Als Buch?
      0 1 Melden
    • Fumo 22.06.2016 11:37
      Highlight Du willst nur trollen stimmt's?
      Wie kommst du sonst auf diese Frage?
      0 0 Melden
    • demokrit 22.06.2016 13:45
      Highlight Nö, wir hatten den Atlas auch in der Schule. Aber eben in Buchform. Bei uns gab es damals noch Mac's (in den 90ern war Apple noch cool, heute nur noch Konsumware).
      0 0 Melden
  • kleiner_Schurke 21.06.2016 10:18
    Highlight Hammer! 20 Jahre nach Google Earth kommt nun der Atlas der Schweiz Online - das haut mich regelrecht vom Sitz! Diese Innovationskraft und die Originalität sind kaum zu übertreffen.
    14 43 Melden
    • Döst 21.06.2016 12:22
      Highlight 1. Google Earth gibts "erst" seit 2005 (=11 Jahre)
      2. 1965 waren die Google Gründer noch nicht mal geboren. Und nach 51 Jahren der Publikation des Schweizer Atlas kommts auf ein paar Jährchen "zu spät" (digital) auch nicht drauf an.
      3. Der Schweizer Atlas ist durchaus innovativ bzgl. Informationen, welche Google Earth nicht bieten kann. Und das schon in der analogen Zeit.
      4. Wird niemand gezwungen sich den gratis Schweizer Atlas zu downloaden, geschweige denn zu nutzen.
      18 2 Melden
    • SemperFi 04.07.2016 18:08
      Highlight @ kleiner_Schurke: Den Atlas der Schweiz gibt es seit gut 20 Jahren als innovatives, digitales Produkt, ab 2000 auch interaktiv, mit stetigen Aktualisierungen. Um die Innovationskraft und Originalität der ETHZ brauchen Sie sich also nicht zu sorgen.
      1 0 Melden

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