Riesige Lawine rast auf Skigebiet zu
Auf der Skipiste Zerotta in Courmayeur hörten Skifahrerinnen und Skifahrer gestern Nachmittag plötzlich ein Grollen. Der Blick nach Norden zum Mont Blanc zeigte eine gewaltige Lawine, die dort gerade den Hang hinunterdonnerte. Direkt auf die Talstation des Skigebietes zu.
Zwischen den Gästen und dem Fuss des Mont Blanc liegt lediglich ein kleiner Abschnitt mit Bäumen sowie der Fluss Dora di Veny. Berichten zufolge hatten viele die Lawine aufgrund der Bäume nicht rechtzeitig erkannt und sich darum nicht in Sicherheit gebracht. Als sie realisieren, dass die Lawine wohl bis zu ihnen kommen wird, fangen einige an zu rennen. Zu ihrem Glück waren die Schneemassen aber bereits mehrheitlich ausgebremst, als sie das Tal erreichten.
Trotzdem legte sich eine eindrückliche Schneewolke über alle Anwesenden. Was anfangs noch weit weg scheint, erreicht mit erstaunlicher Geschwindigkeit das Skigebiet, bis schliesslich alles unter dem Schneesturm versinkt.
Laut «Il Dolomiti» wurde die Gegend gestern Abend sowie heute Vormittag grossflächig von Rettungskräften abgesucht. Dabei wurden zum Glück keine Verletzten vermeldet. Nur einige Tage zuvor hatte sich in der gleichen Region ein Lawinenunglück mit drei Todesopfern ereignet.
Auch in der Schweiz gab es in den letzten Tagen wiederholt Lawinenabgänge. In vielen Regionen herrscht aktuell die Gefahrenstufe vier von fünf.
(msh)
