Plastikmüll ist tödlich. (Bild: myplasticfreelife.com)
Jährlich gelangen über 6,4 Millionen Tonnen Abfall in die Weltmeere. (Bild: AP Photo/ Scripps Institution of Oceanography, Mario Aguilera) AP Scripps Institution of Oceanography / Mario Aguilera
Neuere Schätzungen gehen davon aus, dass sogar fast zehn Prozent des weltweit produzierten Plastiks in die Meere gelangt. Das entspricht nicht weniger als 25 Millionen Tonnen. (Bild: noaanews.noaa.gov)
Rund 80 Prozent des Meeresmülls bestehen aus Plastik. Einen bedeutenden Teil davon machen Plastikflaschen aus. (Bild: AP Photo/Green Bay Press-Gazette, Ken Wesely) GREEN BAY PRESS GAZETTE / KEN WESELY
Sixpack-Ringe sind besonders langlebig: Es dauert rund 400 Jahre, bis sie zersetzt sind. (Bild: Getty Images) Stone Sub / Maarten Wouters
Schwellen- und Entwicklungsländer verfügen meist nicht über ein effizientes Müllmanagement. Der Anteil des Meeresmülls, der aus landgestützten Quellen stammt, wird auf etwa vier Fünftel geschätzt. Die restlichen 20 Prozent gehen auf das Konto der Schifffahrt. (Bild: AP Photo/Paulo Santos-Interfoto) AP INTERFOTO / PAULO SANTOS
Der Müll, den das Meer wieder ausspeit, sammelt sich an den Stränden. (Bild: Getty Images/Flickr RF) Flickr RF / s0ulsurfing - Jason Swain
Von der riesigen Müllmenge, die schliesslich den Ozean erreicht, sinken früher oder später geschätzte 70 Prozent auf den Meeresboden. Die übrigen 30 Prozent des Meeresmülls bleiben indes an der Oberfläche oder in den obersten zehn Meter der Wassersäule und treiben mit den Meeresströmungen mit. (Bild: kleankanteen.com)
Die Müllmenge ist in verschiedenen Gebieten unterschiedlich gross. In vielen Bereichen der Weltmeere zählten die Forscher zwischen 0 und 10 von blossem Auge sichtbare Plastikteile pro Quadratkilometer. Im Ärmelkanal waren es zwischen 10 und 100 Teilen. (Bild: greenerpackage.com)
Wellen, Salzwasser und UV-Strahlung zersetzen die Kunststoffe und mit der Zeit zerfallen sie in immer kleinere Teilchen. 61 Prozent der Plastikteilchen im Meer sind nur 1 Millimeter gross oder kleiner. (Bild: nhmarinedebris.blogspot.com)
Fische verwechseln die winzigen Plastikteilchen mit Plankton. Schildkröten halten Plastikbeutel für Quallen. Der verschluckte Müll verstopft die Verdauungssysteme der Tiere und vergiftet sie. Ein qualvoller Tod ist die Folge. (Bild: life-move.ru)
Albatrosse picken Plastikteile von der Wasseroberfläche und verschlucken sie. Oft verfüttern sie den Müll an ihre Jungen. Nicht selten verhungern die Tiere, weil sich ihr Magen statt mit Nahrung mit Müll füllt. (Chris Jordan)
Untersuchungen des Mageninhalts von Seevögeln haben gezeigt, dass 111 von 312 Seevogelarten Plastikteile zu sich nehmen. Zum Teil hatten 80 Prozent aller Vögel einer Art Abfälle geschluckt. (Bild: Dwayne Meadows, NOAA National Marine Fisheries Service)
Verloren gegangene oder absichtlich verklappte Fischernetze und Angelschnüre sind enorm zählebig. Angelschnüre können 600 Jahre überdauern. (Bild: noaa.gov)
Herrenlose Fischernetze, sogenannte «Ghostnets», sind tödliche Fallen für Meeresbewohner. (Bild: noaanews.noaa.gov)
Kleinere Meeressäuger wie Robben verfangen sich in den Fischernetzen und ertrinken. Grosse Tiere wie Wale schleppen die Netze mit und verenden dann eventuell an Unterernährung, weil die Netze sie bei der Nahrungssuche behindern. (Bild: NOAA Marine Debris Program)
Fischernetze verfangen sich häufig in Korallenriffen und schädigen deren Struktur. (Bild: flowergarden.noaa.gov)
Auch anderer Müll wie Blechdosen kann den Meeresbewohnern gefährlich werden. (Bild: info.umkc.edu)
Erst langsam setzt sich die Einsicht durch, dass all der Plastikmüll in den Meeren ein ernst zu nehmendes Problem darstellt. Verfahren wie Mülltrennung, Recycling und Flaschenpfand können den Müllstrom eindämmen, doch es besteht noch viel Handlungsbedarf.(Bild: noaanews.noaa.gov)