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Das Ende des Sterbehilfe-Booms – eine Alternative wird beliebter

Dreizehn Jahre lang bewegten sich die Zahlen für assistierten Suizide in eine Richtung: nach oben. Jahr für Jahr beendeten mehr Leute, die in der Schweiz wohnen, ihr Leben mit den Diensten von Sterbehilfeorganisationen. Nun steigt die Zahl erstmals nicht weiter an. Was dahinter steckt.

Publiziert: 16.01.19, 07:44 Aktualisiert: 16.01.19, 07:44
Andreas Maurer / ch media

Dreizehn Jahre lang bewegten sich die Zahlen in eine Richtung: nach oben. Jahr für Jahr beendeten mehr Leute, die in der Schweiz wohnen, ihr Leben mit den Diensten von Sterbehilfeorganisationen. Nun ist die Zahl zum ersten Mal nicht mehr angestiegen. Was in der Schweiz derzeit passiert, passt zu einer Veränderung, die weltweit zu beobachten ist. Doch der Reihe nach.

Das gesellschaftliche Phänomen ist relativ jung. Im Jahr 2003 erreichten die assistierten Suizide eine Grössenordnung, die sie für das Bundesamt für Statistik relevant machten. Erstmals wurden sie in einer eigenen Kategorie erfasst.

Alte Frauen machen den grössten Anteil der Patienten von Sterbehilfeorganisationen aus. grafik: Oliver marx

Damals nahmen sich 187 Leute mit Wohnsitz in der Schweiz das Leben mit der Hilfe einer Freitodorganisation. In den darauf folgenden dreizehn Jahren fand eine Verfünffachung statt. Im Jahr 2015 starben 965 Personen, indem sie einen Giftbecher einer Freitodorganisation tranken oder eine zur Verfügung gestellte Infusion aufdrehten.

Der Sterbehilfe-Boom hatte positive Folgen. Im gleichen Zeitraum ging die Zahl der «normalen», nicht-assistierten Suizide von rund 1300 auf 1000 pro Jahr zurück. Nur noch halb so viele Leute vergifteten sich ohne professionelle Unterstützung und 30 Prozent weniger erschossen sich.

Doch dieser Rückgang ist viel kleiner als die Zunahme der Freitodbegleitungen. Zählt man die assistierten und die nicht-assistierten Suizide zusammen, kommt man mittlerweile auf 2000 Fälle pro Jahr. Zum Vergleich: Nur 230 Leute sterben hierzulande durch Verkehrsunfälle. Wenn die Sterbehilfe-Fälle im gleichen Tempo wie bisher zunähmen, erreichten sie beunruhigende Ausmasse.

Doch nun haben die Statistiker einen Knick in der Kurve festgestellt. Zum ersten Mal seit dem Beginn der Statistik sind die assistierten Suizide zurückgegangen: auf 928 Fälle. Es handelt sich um eine Reduktion von vier Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die neusten Zahlen stammen von 2016.

Die Erstellung der Todesursachenstatistik dauert langsam, dafür ist sie präzise. Es gibt praktisch keine Dunkelziffer. Jeder Todesfall wird von den Einwohnerämtern erfasst und mit der Todesursache ans Bundesamt für Statistik übermittelt.

Diese prominenten Persönlichkeiten haben uns 2018 verlassen

Nehmen wir noch einmal Abschied. Von Aretha Franklin, Anthony Bourdain, Daniel Küblböck, Oksana Schatschko, Tom Wolfe, France Gall, Jens Büchner, Lys Assia, Gian Luca Barandun und vielen, vielen andern. sme
Der israelische Schriftsteller Amos Oz stirbt im Alter von 79 Jahren am 28. Dezember. AP/AP / Dan Balilty
Res Brügger (hier 1985 mit Carl Lewis) brachte das Zürcher Leichathletik-Meeting im Letzigrund zur «Weltklasse». Er war 27 Jahre lang Organisator der Veranstaltung. Am 27. Dezember stirbt er nach längerer Krankheit 91-jährig in Zürich. KEYSTONE / STR
Die amerikanische Astronomin Nancy Grace Roman baute bei der NASA die Abteilung für Weltraumastronomie auf und war der erste Chief of Astronomy and Relativity Programs. Sie gilt als «Mutter» des Hubble-Weltraumtelskops und stirbt 93-jährig am 25. Dezember. wikipedia
Der deutsche Karikaturist, Satiriker und Lyriker F.W. Bernstein («Titanic») stirbt am 20. Dezember im Alter von 80 Jahren. AP / FRANKA BRUNS
Der rumänisch-kanadische Popstar Anca Pop wird am 17. Dezember tot aus der Donau geborgen. Sie war mit ihrem Auto in den Fluss gefahren und ertrunken. AP/Roton Music
Penny Marshall (die jüngere Schwester von «Pretty-Woman»-Regisseur Gary Marshall) war Schauspielerin, bevor sie selbst eine Erfolgsregisseurin mit Millionenpublikum wurde. Ihre Filme: «Big», «Awakenings», A League of Their Own», «Jumpin' Jack Flash» etc. Sie starb am 17. Dezember 75-jährig an den Folgen einer schweren Diabetes. AP/AP / Lennox McLendon
Die amerikanische Jazz-Sängerin Nancy Wilson stirbt nach 34 Alben und unzähligen Grammys 81-jährig am 13. Dezember. youtube
Der ehemalige deutsche Boxweltmeister im Supermittelgewicht, Markus Beyer, erliegt am 3. Dezember mit nur 47 Jahren seiner kurzen, aber schweren Krankheit. DPA-Zentralbild / JAN-PETER KASPER
Als Moderatorin der Musikshow «Formel Eins» wurde Stefanie Tücking in den 80ern zum Star. Am 1. Dezember stirbt sie mit 56 Jahren ganz überraschend. dpa / HORST OSSINGER
George H.W. Bush, hier mit seiner Familie im Jahr 1964, stirbt siebeneinhalb Monate nach seiner Frau Barbara am 30. November im Alter von 94 Jahren. Er war der 41. Präsident und Vater des 43. Präsidenten der USA. AP
Der italienische Regisseur Bernardo Bertolucci drehte Kultfilme wie «Last Tango in Paris» und «The Last Emperor». Am 26. November stirbt er im Alter von 77 Jahren. AP
Stephen Hillenburg kreierte «Sponge Bob». Am 26. November stirbt er 57-jährig an Amyotropher Lateralsklerose. AP / CHARLES SYKES
Der Zürcher Filmregisseur Alexander Seiler («Siamo Italiani») stirbt am 22. November mit 80 Jahren. Dschoint Ventschr
Der deutsche Reality-Star Jens Büchner wurde als Mallorca-Auswanderer in «Goodbye Deutschland!» bekannt. Am 17. November starb er 49-jährig an den Folgen von Lungenkrebs. facebook/GoodbyeDeutschland
13 Jahre lang waren der Rapper Sean Combs aka P. Diddy und das Model Kim Porter zusammen. Sie haben drei gemeinsame Kinder. Am 15. November wird die 47-Jährige tot aufgefunden. Möglicherweise ist sie an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben. AP/AP / Kathy Willens
Mit 425'855 Zuschauerinnen und Zuschauern ist «Les petites fugues» von Yves Yersin auf Platz 6 der erfolgreichsten Schweizer Filme. Der Regisseur aus der Romandie stirbt am 15. November im Alter von 76 Jahren. KEYSTONE / URS FLUEELER
Er spielte den König im Märchenklassiker «Drei Haselnüsse für Aschenbrödel». Am 14. November ist Rolf Hoppe 87-jährig gestorben. via imdb
Der Comicautor Stan Lee erdichtete«Spider-Man» und «Hulk» und viele andere Marvel-Superhelden. Am 12. November stirbt er im Alter von 95 Jahren. AP/AP / REED SAXON
Der 24-jährige Schweizer Skirennfahrer Gian Luca Barandun kommt am 4. November bei einem Gleitschirm-Unfall ums Leben. KEYSTONE / PETER SCHNEIDER
Der amerikanische Jazztrompeter Roy Hargrove stirbt am 2. November mit nur 49 Jahren an einem Herzversagen. EPA/EPA / BRUNO BEBERT
Vichai Srivaddhanaprabha, thailändischer Unternehmer und Präsident von Leicester City, stirbt am 27. Oktober mit 60 Jahren bei einem Helikopterabsturz. Er befindet sich auf dem Heimweg von einem Spiel seines Clubs. EPA / ANDY RAIN
Der Schauspieler Scott Wilson («The Walking Dead») stirbt am 6. Oktober mit 76 Jahren an Leukämie. Richard Shotwell/Invision/AP/Invision / Richard Shotwell
Die gefeierte spanische Opernsängerin Montserrat Caballé stirbt in der Nacht auf den 6. Oktober mit 85 Jahren. AP MTI / GYOERGY NEMETH
Der einstige Box-Weltmeister Graciano «Rocky» Rocchigiani kommt am 2. Oktober in Italien bei einem Autounfall ums Leben. Er ist 54 Jahre alt.
Der legendäre französische Chansonnier Charles Aznavour stirbt am 1. Oktober 94-jährig. EPA/ANP / FERDY DAMMAN
Die Zürcher Krimiautorin Mitra Devi (bürgerlich hiess sie Beatrice Hänseler), verstirbt am 22. September nach langer Krankheit mit 54 Jahren. Bea Huwiler
Der französische Philosoph Paul Virilio stirbt 86-jährig am 10. September an einem Herzstillstand. verso books
Daniel Küblböck wurde 2002 als DSDS-Teilnehmer bekannt. Am 9. September springt der 33-Jährige vor Neufundland von einem Kreuzfahrtschiff. Am nächsten Tag stellt die kanadische Küstenwache die Suche nach dem Vermissten ein. dpa / Fredrik von Erichsen
Der Rapper Mac Miller wird am 7. September tot in seinem Haus in Los Angeles gefunden. Er starb mit nur 26 Jahren an einer Überdosis. Owen Sweeney/Invision/AP/Invision / Owen Sweeney
Hollywood-Legende Burt Reynolds (hier mit Julie Andrews) stirbt am 6. September im Alter von 82 Jahren. EPA/LAS VEGAS NEWS BUREAU / LAS VEGAS NEWS BUREAU HANDOUT
Der legendäre TV-Sport-Reporter Karl Erb (hier 1974 im Interview mit Bernhard Russi) stirbt am 5. September im Alter von 92 Jahren. KEYSTONE / STR
Dieter Thomas Heck, der Jahrzehnte lang die «ZDF Hitparade» moderierte, stirbt am 23. August mit 80 Jahren. dpa-Zentralbild / Martin Schutt
Der ehemalige Berner Schwingerkönig Ruedi Hunsperger schläft am 18. August mit 72 Jahren friedlich ein. KEYSTONE
Die Soul-Queen Aretha Franklin stirbt am 16. August mit 76 Jahren in ihrem Zuhause in Detroit an Krebs. AP/AP
Das kanadische Model Rick Genest alias Zombie Boy nimmt sich am 1. August 32-jährig das Leben. AP/The Canadian Press / Felipe Dana
Die norwegische Skilangläuferin Vibeke Skofterud (ganz links), stirbt am 29. Juli bei einem Jetski-Unfall. Sie wird 38 Jahre alt. AP / Andrew Medichini
Peter Wetzel, bekannt als Zirkus-Knie-Clown Spidi, begeht am 26. Juli mit 51 Jahren Suizid. CIRKUS KNIE
Der 35-jährige ehemalige kanadische NHL-Goalie Ray Emery ertrinkt am 15. Juli bei einem Schwimmunfall. AP The Canadian Press / PAUL CHIASSON
24 Jahre lang ist der Bauunternehmer Gilbert Facchinetti Präsident des FC Xamax und damit «Monsieur Xamax». Er stirbt am 6. Juli im Alter von 82 Jahren. KEYSTONE / STR
Neuneinhalb Stunden dauert Claude Lanzmanns Dokumentation «Shoah» über den Holocaust. Am 5. Juli stirbt er 92-jährig. AP/AP / Mark Terrill
Die österreichische Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger («Maikäfer flieg») stirbt am 28. Juni im Alter von 81 Jahren in Wien. KEYSTONE / MARTIN RUETSCHI
Der langjährige Chef der Autobauer Fiat Chrysler und Ferrari, Sergio Marchionne, erliegt am 25. Juni im Universitätsspital Zürich den Folgen einer Schulteroperation. Er wurde 66 Jahre alt. EPA/ANSA / ALESSANDRO CONTALDO
Am 24. Juni wird Femen-Gründerin und Künstlerin Oksana Schatschko leblos in ihrer Pariser Wohnung gefunden. Sie wurde 31 Jahre alt. Mehr dazu: «Von Nonne zu nackt: Das extreme Leben der toten Femen-Aktivistin».
Metal-Drummer Vinnie Paul (Pantera und Hellyeah) stirbt am 22. Juni mit 54 Jahren im Schlaf an einem schweren Herzinfarkt. Amy Harris/Invision/AP/Invision / Amy Harris
Der Comiczeichner Steve Ditko erfand unter anderem Spider-Man. Am 29. Juni wird der 90-Jährige tot in seiner Wohnung in New York gefunden. spider man fan wiki
Der umstrittene Musikproduzent und Vater von Michael Jackson, Joe Jackson, erliegt am 27. Juni mit 89 Jahren seinem Krebsleiden. EPA/EPA / FRANCK ROBICHON
Am 18. Juni wird der erst 20-jährige Rapper XXXTentaction in Deerfield Park, Kalifornien, beim Verlassen eines Geschäfts von zwei Unbekannten angeschossen und stirbt. wikipedia
Am 8. Juni nimmt sich der TV-Koch und Bestsellerautor Anthony Bourdain das Leben. Er wurde 61 Jahre alt. Andy Kropa/Invision/AP/Invision / Andy Kropa
Am 5. Juni wird die Designerin Kate Spade erhängt in ihrer Wohnung in New York gefunden. Sie wurde 55 Jahre alt. AP/AP / Bebeto Matthews
Am 31. Mai verstirbt überraschend der 46-jährige Demba Nabé alias Boundzound, einer der drei Frontmänner von Seeed. wikipedia
Der grosse jüdische Schriftsteller Philip Roth stirbt am 22. Mai im Alter von 85 Jahren in New York. Er hat nie einen Literaturnobelpreis gewonnen. AP / JOE TABBACCA
Der amerikanische Buchstaben-Skulptur-Künstler Robert Indiana («Love») stirbt am 19. Mai 89-jährig. AP/FR23211AP / Joel Page
Der amerikanische Schriftsteller Tom Wolfe stirbt am 14. Mai mit 88 Jahren. Er schrieb u.a. den Bestseller «Fegefeuer der Eitelkeiten». AP Little, Brown and Company / Mark Seliger
Der einstige tschechische Verteidiger Pavel Pergl, der für drei Schweizer Clubs spielte, entscheidet sich am 1. Mai in Magdeburg für den Freitod. KEYSTONE / GIAN EHRENZELLER
Der Schauspieler Verne Troyer, bekannt aus «Austin Powers» und «Harry Potter», stirbt 49-jährig am 21. April an einer Alkoholvergiftung. EPA / PAUL BUCK
Der israelische Sänger und Komponist Abi Ofarim (hier mit seiner damaligen Freundin Iris Berben) stirbt am 4. Mai mit 80 Jahren in München. DPA / DIETER KLAR
Am 20. April wird die Leiche des schwedischen DJ und Musikproduzenten Avicii in Muscat, Oman gefunden. Er wurde 28 Jahre alt. Amy Sussman/Invision/AP/Invision / Amy Sussman
Der Zürcher Unternehmer und Sportmäzen Andy Rhis sponserte Radsportteams und war mit seinem Bruder Besitzer der Berner Young Boys. Am 18. April stirbt er 75-jährig an den Folgen von Krebs. KEYSTONE / DOMINIC FAVRE
Barbara Bush, von 1989 bis 1993 First Lady der USA, stirbt am 17. April mit 92 Jahren. AP / TANNEY MAURY
Am 14. April stirbt Milos Forman, der Regisseur von «One Flew Over the Cuckoo's Nest» and «Amadeus» im Alter von 86 Jahren. AP/AP / Abdeljalil Bounhar
Der japanische Anime-Regisseur Isao Takahate machte in den 70er-Jahren «Heidi» zum Trickfilm-Welthit. Am 5. April stirbt der Mitbegründer des Studio Ghibli 82-jährig.
Winnie Mandela, südafrikanische Anti-Apartheid-Kämpferin und Ex-Gattin des ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela, stirbt am 2. April im Alter von 81 Jahren an den Folgen eines Nierenleidens. AP / ODD ANDERSEN
Sie gewann 1956 den allerersten Songcontest, am 24. März ist sie mit 94 Jahren gestorben: Schlagersängerin Lys Assia. EPA/APA / HELMUT FOHRINGER
Am 15. März stirbt der Zürcher Filmproduzent, Regisseur, Drehbuchautor und Kinounternehmer Erwin C. Dietrich mit 87 Jahren. KEYSTONE / STR
Der geniale britische Physiker und Astrophysiker Stephen Hawking verlässt diesen Planeten am 14. März mit 76 Jahren. AP/AP / Matt Dunham
Der Schauspieler Siegfried Rauch wurde als «Traumschiff»-Kapitän berühmt. Am 11. März stürzt der 85-Jährige die Treppe hinunter und stirbt. zdf
Der Modedesigner Hubert de Givenchy war der Mann, dem die schönen Frauen vertrauen. Er entwarf Roben für Audrey Hepburn und Jackie Kennedy. Am 10. März stirbt die Legende mit 91 Jahren. EPA/ANP / BART MAAT
Der 31-jährige Fiorentina-Captain Davide Astori wird am 4. März tot in einem Hotelzimmer in Udine gefunden. Todesursache ist ein plötzlicher Herzstillstand. AP / PAOLO GIOVANNINI
Der britische Mittelstreckenläufer und Neurologe Roger Bannister schafft 1954 als erster Mensch eine britische Meile unter vier Minuten. Er stirbt am 3. März 88-jährig in Oxford. AP
Der Schweizer Motorradrennfahrer und dreifache Weltmeister in der 125-cm³-Klasse Luigi Taveri (auf der 5) stirbt am 1. März mit 88 Jahren in Zürich. AP / STR
In Indien herrscht Staatstrauer: Bollywood-Superstar Sridevi Kapoor ertrinkt am 24. Februar in der Badewanne eines Hotels in Dubai. AP/AP / Lionel Cironneau
In «Notting Hill» spielte Emma Chambers die verrückte Schwester von Hugh Grant. Am 24. Februar stirbt die 53-Jährige «eines natürlichen Todes». working title films
Der deutsche Schauspieler Ulrich Pleitgen (hier mit Gudrun Landgrebe) stirbt am 21. Februar im Alter von 71 Jahren in Hamburg. DPA / OLIVER SOULAS
Am 13. Februar verlässt Prinz Henrik von Dänemark im Alter von 83 Jahren seine Gattin, Königin Margarethe II., für immer. AP/AP
Am 9. Februar wird der isländische Filmkomponist Johann Johannsson tot in seiner Wohnung in Berlin gefunden. Er wurde 48 Jahre alt und hatte u.a. die Musik zu «Sicario» geschrieben. John Shearer/Invision/AP/Invision / John Shearer
Wir kannten ihn als Fleischbrater Freddy aus «House of Cards». Am 9. Februar stirbt Reg E. Cathey mit 59 Jahren an den Folgen von Lungenkrebs. netflix
Jahrelang spielte John Maloney in «Frasier» die Figur Martin Crane. Am 4. Februar stirbt er im Alter von 77 Jahren. AP/AP / Reed Saxon
Der deutsche Schauspieler, Musiker und Ex-Dschungelcamper Rolf Zacher stirbt am 3. Februar mit 76 Jahren. EPA/EPA / FOCKE STRANGMANN
Am 31. Januar verunglücken der NBA player Rasual Butler und seine Frau, die Sängerin Leah LaBelle, bei einem Autounfall tödlich. Er ist 38, sie 31 Jahre alt. Evan Agostini/Invision/AP/Invision / Evan Agostini
Ikea-Gründer Ingvar Kamprad stirbt am 27. Januar mit 91 Jahren. EPA / THORD NILSSON
Die Science-Fiction- und Fantasy-Autorin Ursula Le Guin stirbt am 22. Januar im Alter von 88 Jahren. AP/The Oregonian
Der Franzose Paul Bocuse war der berühmteste Koch der Welt. Am 20. Januar stirbt er mit 91 Jahren. AP/AP / Laurent Cipriani
Die Zürcher Modeschöpferin Christa de Carouge erliegt mit 81 Jahren am 16. Januar überraschend ihrem Krebsleiden. KEYSTONE / AYSE YAVAS
Der Schweizer Springreiter Willi Melliger stirbt mit 61 in der Nacht auf den 16. Januar nach fünfwöchigem Koma. KEYSTONE / WALTER BIERI
Dolores O'Riordan, die Sängerin der irischen Band The Cranberries wird am 15. Januar nur 46-jährig tot in einem Londoner Hotel gefunden. via youtube
Der Motörhead-Gitarrist «Fast» Eddie Clarke (rechts) stirbt am 10. Januar mit 67 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung. Redferns / Fin Costello
Die französische Sängerin France Gall («Ella elle l'a», «Poupée de cire, poupée de son») stirbt am 7. Januar an Krebs. Sie wird 70 Jahre alt. AP/AP / Guilio Broglio
Am 6. Januar stirbt der 86-jährige Dave Toschi. Er war Hauptermittler im Fall des «Zodiac Killers», der u.a. von David Fincher verfilmt wurde. wikipedia/ nancy wong

Die Folgen der Palliativmedizin

Neuere Zahlen aus anderen Quellen deuten darauf hin, dass es sich um den Beginn einer Stagnation handeln dürfte. Vier Fünftel aller assistierten Suizide von Schweizern werden von Exit durchgeführt. Der Verein verzeichnete den Höhepunkt der Anzahl Fälle ebenfalls im Jahr 2015 und danach den ersten Rückgang.

2017 stieg die Zahl nur minim an und blieb unter dem bisherigen Höchstwert. Der Exit-Vorstand nennt als einen der Gründe für den Rückgang die besser ausgebaute Palliativmedizin. Diese hat das Ziel, unheilbar kranken Menschen ein Leben mit möglichst wenig Beschwerden zu ermöglichen. Der Tod soll dabei weder beschleunigt noch verzögert werden.

Was Palliative Care ist, wissen in der Schweiz immer mehr Menschen. Innert zehn Jahren ist der Anteil der Leute, die schon von dieser Behandlungsmethode gehört haben, von 48 auf 59 Prozent angestiegen. Das zeigt die Bevölkerungsbefragung des Bundesamts für Gesundheit von 2018.

«Man muss weder leiden bis zum Ende noch das Ende selber aktiv herbeiführen.»

Monika Obrist

Monika Obrist, Präsidentin des Vereins Palliative CH, stellt fest, das Angebot sei in den vergangenen fünf Jahren schweizweit in allen Leistungsbereichen ausgebaut worden. Viele Leute hätten dadurch gemerkt, dass es diverse Möglichkeiten gebe, das Leben trotz Krankheit mit hoher Lebensqualität zu gestalten. «Man muss weder leiden bis zum Ende noch das Ende selber aktiv herbeiführen», sagt sie. Deshalb gehe sie davon aus, dass die Zahl der assistierten Suizide nicht mehr ansteigen und sich auf dem heutigen Niveau einpendeln werde.

Die offene Frage ist, wie die Generation der Babyboomer mit dem Lebensende umgehen wird. Diese wird in 20 bis 30 Jahren das 80. Lebensjahr erreichen. Exit rechnet damit, dass dann 5 Prozent der Todesfälle in der Schweiz assistierte Suizide sein werden. Heute sind es 1.5 Prozent.

Globale Good News

Die Todesursachenstatistik erfasst nur die assistierten Suizide von Leuten mit Wohnsitz in der Schweiz. Das Land ist weltweit bekannt für sein liberales Sterberecht. Jahrelang stieg deshalb auch die Zahl der Ausländer an, die ihre letzte Reise in die Schweiz antraten.

Doch beim Sterbetourismus könnten die Boom-Jahre nun ebenfalls vorbei sein. Dignitas ist die zweitgrösste Sterbehilfeorganisation der Schweiz und bedient im Gegensatz zur Branchenführerin Exit auch Ausländer. Am Dienstag veröffentlichte der Zürcher Verein seine Zahlen für 2018. Er führte 221 Freitodbegleitungen durch. Seit 2012 befindet sich die Zahl auf diesem Niveau.

Dass die Nachfrage nach der «Swiss Option» nicht mehr wie bisher ansteigt, führt zur Frage, ob sich Ausländer vermehrt in ihrer Heimat umbringen. Doch das Gegenteil trifft zu. In fast allen Ländern ist die Suizidrate in den vergangenen Jahrzehnten gesunken. Eine bessere Lebensqualität und mehr soziale Freiheiten gelten als Gründe dafür.

In China und Indien bringen sich weniger junge Frauen um, weil sie mehr Wahlfreiheit bei der Heirat haben. In Russland wird der Rückgang mit Putins strengerer Alkoholpolitik erklärt. Mit der Zahl der Trinker sinkt jene der Lebensmüden. Nur in einem Land steigt die Suizidrate: in den USA. (bzbasel.ch)

Sterbehilfe für gesunde Menschen?

Video: srf

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