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US-Präsident Donald Trump traf sich mit Chinas Präsident Xi Jinping zum gemeinsamen Abendessen. Das Treffen verlief für beide Seiten erfolgreich. Bild: AP/AP

Anhebung der Strafzölle für 90 Tage ausgesetzt: USA und China finden Lösung – vorerst

Publiziert: 02.12.18, 03:52 Aktualisiert: 02.12.18, 04:45

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben nach zweieinhalbstündigen Beratungen ihre Gespräche zum Welthandel in Buenos Aires erfolgreich beendet. Dies teilte das Weisse Haus am Samstag mit. Es soll zudem eine Annäherung gegeben haben.

Die USA und China erzielten eine vorläufige Einigung in ihrem seit Monaten laufenden Handelsstreit. Dies berichtete das chinesische Staatsfernsehen CGTN am Samstag nach dem Abendessen von US-Präsident Donald Trump mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping im Anschluss an den G20-Gipfel in Buenos Aires. Demnach sollen keine zusätzlichen Zölle nach dem 1. Januar erhoben und die Verhandlungen zwischen beiden Seiten fortgesetzt werden.

Sehr gute Gespräche

Nach Informationen der englischsprachigen chinesischen Zeitung «South China Morning Post» soll es am Ende des gemeinsamen Abendessens der beiden Staatsmänner sogar viel Applaus der Delegationsmitglieder gegeben haben. Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow sprach am Samstagabend im Anschluss des Treffens von einem «sehr guten» Gespräch.

Das Weisse Haus bestätigte später, dass eine angedrohte Anhebung bisheriger Strafzölle in Höhe von zehn Prozent auf 25 Prozent für 90 Tage ausgesetzt werde. Sollte es nach den nun angesetzten 90 Tagen keine Einigung geben, werde es zur Anhebung der Strafzölle kommen. Auch Chinas Aussenminister Wang Yi erklärte am Samstag, US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping seien übereingekommen, die Verhängung weiterer Sonderzölle auf Importe zu stoppen. China sagte laut Wang zu, seine Importe auszuweiten, «um schrittweise die Handelsungleichgewichte abzumildern». Beide Seiten wollten Verhandlungen mit dem Ziel aufnehmen, alle verhängten Sonderabgaben zu beseitigen.

Gut für China, die USA und die Welt

Trump und Xi waren am Rande des G20-Gipfels zusammengekommen, um im seit Monaten erbittert geführten Handelsstreit das Kriegsbeil zu begraben. Xi hatte zu Beginn der Gespräche von einer gemeinsamen Verantwortung der beiden grössten Volkswirtschaften für Wohlstand und Frieden in der Welt gesprochen. Die Begegnung sah er als gute Gelegenheit an, um Ideen auszutauschen.

Trump hatte sich optimistisch gezeigt, dass etwas erreicht werden könne, was «gut für China und gut für die Vereinigten Staaten» sein werde.

Nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds drückt der Handelskrieg bereits auf das Wachstum beider Länder. Die USA haben China mit Sonderzöllen auf Waren im Wert von insgesamt 250 Milliarden Dollar überzogen - China reagierte mit Vergeltungszöllen im Wert von 60 Milliarden Dollar. Als Minimalziel gilt, die von den USA angekündigte Erhöhung eines Teils der Zölle von bisher zehn auf dann 25 Prozent abzuwenden. (sda/dpa/afp/reu)

Neue Eskalation im Handelsstreit zwischen den USA und China:

Video: srf

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Das waren die unbeliebtesten US-Präsidenten:

Waaas? Kennedy? Natürlich nicht! Wir beginnen mit dem Beliebtesten! John F. Kennedy, ausgerechnet er, der 1963 Opfer eines Attentats wurde, war der beliebteste US-Präsident aller Zeiten. EPA / ABBIE ROWE / NATIONAL PARK SERVICE HANDOUT
Ebenfalls sehr beliebt war der charismatische Dwight Eisenhower (rechts), hier 1960 beim Golfen. In den Beliebtheits-Polls, die Prognose-Pionier George Gallup in den 30ern erfunden hat, rangiert er auf Platz zwei. AP/AP / Paul Vathis
Auch Franklin D. Roosevelt schafft es unter die ersten drei. Der Demokrat war zwischen 1933 und 1945 bis zu seinem Tode Präsident der USA. Für seine Führung im Zweiten Weltkrieg erntet er heute noch grossen Respekt. AP/AP
Auch George H. W. Bush, George W. Bushs Vater, war während seiner Amtszeit recht beliebt. Sein Sohn sollte es in punkto Beliebtheit nicht so weit bringen wie er. AP/AP / Barry Thumma
Auf dem fünften Platz landet Lyndon B. Johnson. Der Demokrat übernahm 1963 nach dem Attentat auf Kennedy das Präsidentenamt. Er erklärte die Rassentrennung in ganz Amerika für illegal. AP/AP / John Rous
Ein prominentes Gesicht: Auch Bill Clintons Arbeit als Präsident, zwischen 1993 und 2001, wurde sehr geschätzt. Seine Lügen in der Affäre Monica Lewinsky setzten seinem Ansehen jedoch zu. AP/Invision / Andy Kropa
Ronald Reagan, 1981 während einer Pressekonferenz im Weissen Haus, bewegt sich in punkto Beliebtheit im Mittelfeld. Die Republikaner bejubelten seinen Sozialabbau, die Demokraten weniger. AP/AP / Anonymous
Auch George W. Bush war gar nicht mal so unbeliebt. Er teilt sich aber seinen Platz mit ... AP/AP / LM Otero
... Richard Nixon. Der republikanische Präsident war genau gleich beliebt bzw. unbeliebt wie Bush. Nach der Watergate-Affäre musste er von seinem Amt zurücktreten. AP/AP / Uncredited
Jetzt geht's aber markant bergab. Der Republikaner Gerald Ford, zwischen 1974 und 1977, war ziemlich unbeliebt. Nur zweieinhalb Jahre im Amt, versuchte er nach Nixons Rücktritt, das Vertrauen ins Weisse Haus wiederherzustellen.
Ford war dabei aber nicht so unbeliebt wie Barack Obama. Er landet auf dem drittletzten Platz. X00280 / MIKE THEILER
Jimmy Carter, vor allem in der Energie-, Bildungs- und Umweltpolitik engagiert, schaffte es nicht, die USA aus ihrer Wirtschafts- und Gesellschaftskrise zu führen. Er war während seiner Amtszeit der zweitunbeliebteste US-Präsident. AP/AP
Der absolut unbeliebteste Präsident während seiner Amtszeit war aber Harry S. Truman (1945–1953). Der Demokrat mauserte sich dafür später: Im 21. Jahrhundert gehört er bei Umfragen unter Amerikanern zu den beliebtesten US-Präsidenten. NARA
So, das, ähm, wars jetzt mit den unbeliebtesten US-Präsidenten. AP/AP / Pablo Martinez Monsivais